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"Geldwäscherei ist ein Risiko"
Medium: Aargauer Zeitung / CH
Datum: 26. 10. 2001
Nachgefragt Ruth Metzler zur Gefahr der Spielbanken

Der Bund hat 21 Casinos bewilligt. Wie können Sie garantieren, dass diese Spielbanken nicht zu Orten sozialer Gefährdung werden?

Ruth Metzler: Bei den Gesuchen um eine Spielbanken-Konzession musste jeder einzelne Gesuchsteller ein Sozialkonzept präsentieren. Diese Konzepte waren bei der Beurteilung der Gesuche ein wichtiger Bestandteil. Die Spielbankenkommission hat jetzt bei der Kontrolle der Spielbanken eine wichtige Aufgabe. Sie muss Gewähr dafür bieten, dass diese sozialen Aspekte mitberücksichtigt werden und die Sozialkonzepte auch erfüllt werden.

Befürchten Sie nicht eine Verluderung der Gesellschaft?

Metzler: Das Schweizervolk hat sich 1993 klar für die Aufhebung des Spielbankenverbotes ausgesprochen. Dies im Wissen um solche Risiken. Deshalb ist die Aufsicht so wichtig, um solchen Gefahren und Risiken mit eben diesen Sozialkonzepten zu begegnen.

Die gesetzlichen Grundlagen gegen die Geldwäscherei sind sehr streng. Befürchten Sie nicht, dass das organisierte Verbrechen auch diese Paragrafen umgehen und einen Weg finden wird, um schmutziges Geld gleichwohl waschen zu können?

Metzler: Geldwäscherei ist in der Tat ein Risiko. Deshalb hat die Spielbankenkommission in diesem Bereich auch eine entscheidende Rolle zu spielen. Anderseits haben wir der Rentabilität der einzelnen Casinos eine so grosse Bedeutung beigemessen. So muss ein Casino mit guter Rentabilität nicht auf Machenschaften mit einer gewissen Gefährdung und einem entsprechenden Risiko ausweichen. (pfb.)


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