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"Ist mein Kind süchtig?"
Medium: Saarbrücker Zeitung
Datum: 27. 11. 2001
Aufklärungs-Veranstaltung für Eltern am 29. November

Völklingen (wm). Geballte fachkundige Information zum Thema Sucht und Drogen bei Jugendlichen und Kindern verspricht eine Veranstaltung des Realgymnasiums Völklingen in Zusammenarbeit mit dem Sicherheitsbeirat der Stadt. Das Thema des Vortrages wurde bewusst provokativ gewählt: "Süchtig? - Mein Kind dochnicht!", aber auch wer die Frage mit "Nein" beantworten kann, sollte als Mutter oder Vater nicht auf fundierte Hintergrundinformationen verzichten. Dank der Unterstützung des Landeskriminalamtes wird Oberkommissarin Dagmar Schubert-Strube von der Beratungsstelle des LKA über die Vielfalt jugendlichen Suchtverhaltens referieren, auch für Fragen aus dem Publikum ist genug Zeit eingeplant. Da an diesem Abend besonders die Eltern (nicht nur von Schülern des Realgymnasiums) angesprochen werden sollen, geht es konkret um die Fragen, für welche Süchte Kinder und Jugendliche anfällig sind. Nicht nur klassische Drogen wie Haschisch, Heroin, Kokain und Exstasy werden behandelt, denn Suchtverhalten ist viel breiter angelegt und oft unverdächtiger anzutreffen: Rauchen, Alkohol, oft in Form vermeintlich harmloser Mix-Getränke, aber auch Bildschirm- oder Spielsucht und zwanghaftes Konsumverhalten. Die Referentin wird beschreiben, wie beispielsweise Drogenkonsum das Verhalten der Jugendlichen so verändert, dass es den Eltern auffallen sollte Hilfe für die Früherkennung einer drohenden Sucht geben oft auch zunächst unverdächtige Gegenstände, die Eltern erst zuordnen können, wenn sie wissen, wie sie zum Drogenkonsum benutzt werden. Auch dürften viele Eltern nicht wissen, wie die verschiedensten Drogen in reiner und "verschnittener" Form aussehen.Die Fachfrau für Suchtprävention hält auch Hilfsangebote bereit: Vorschläge, was Eltern nach dem Erkennen der Gefahr selbst tun können und tun sollten; aber auch Ansprechpartner für professionelle Hilfe, was den Vorteil hat, dass diese Helfer mit ihrer Vorbildung und Erfahrung schneller und zielgerichteter eingreifen können, wenn man ihnen frühzeitig die Gelegenheit dazu gibt. Das Hinzuziehen solcher Fachleute ist keine Schande und keine Kapitulation, weil genau genommen alle Eltern von der Materie überfordert sind. Bei Beratungen kann auch Vertraulichkeit gewahrt bleiben, nicht jedes Suchtverhalten muss gleich zum Fall für Gericht, Staatsanwalt oder Polizei werden.

Das Realgymnasium stellt für den Abend seine Aula mit 400 Plätzen zur Verfügung. Parkmöglichkeiten gibt es auf dem Hindenburgplatz.

Termin: Donnerstag, 29. November, um 19 Uhr in der Aula des Realgymnasiums Völklingen.


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