Dennoch Rekordergebnis für Wiesbadens Casino
sv. WIESBADEN (Eig. Bericht) Der einarmige Bandit und seine Freunde haben
1999 wieder für steigende Umsätze in der Wiesbadener Spielbank gesorgt.
Immer mehr Gäste drängt es an die Automaten: Die Besucherzahl im Kleinen
Spiel legte um elf Prozent auf 120000 zu, während sie bei Roulette, Black-Jack
und Poker stabil blieb, erklärte die Spielbank. Insgesamt erhöhte sich die Zahl
der Gäste von rund 306000 auf 318000.
Das Automatenspiel spülte dem Casino einen Rekordgewinn in die Kasse: Der
Bruttospielertrag legte hier um 36 Prozent auf 37,8 Millionen DM zu. Im Großen
Spiel schrumpften die Gewinne dagegen um 11 Prozent auf 23,9 Millionen DM.
Grund sei zumindest teilweise das Glück der Spieler, sagte Geschäftsführer
Gülker. An 102 Tagen hatte die Spielbank im Großen Spiel Verluste zu
verbuchen, 1998 waren es 69. Es war ein gutes Jahr nicht nur für die Spielbank,
sondern auch für die Gäste, so Gülker.
Insgesamt verdiente das Casino 61,7 Millionen DM und damit 13 Prozent mehr
als 1998. Damit sei man erneut stärker gewachsen als die Branche, die 1999
um 11,6 Prozent zulegte. Hauptprofiteur des Erfolgs sind die Stadt Wiesbaden
und das Land Hessen, die sich laut Gülker über Abgaben in Höhe von 55,7
Millionen DM freuen konnten.