Spielbank Wiesbaden steigert Ertrag trotz Besucherrückgangs
Wiesbaden. (me) Trotz eines Rückgangs der Gästezahl hat die Wiesbadener Spielbank im vergangenen Jahr ihren Ertrag um 2,6 Prozent auf 77,9 Millionen Mark (39,8 Millionen Euro) gesteigert. Damit stehe sie zum zweiten Mal in Folge im Vergleich der hessischen Spielbanken auf dem ersten Platz, erklärte Geschäftsführer Klaus Gülker. Bundesweit rangiert das Wiesbadener Casino an fünfter Stelle – hinter den Spielbanken von Dortmund, Berlin, Stuttgart und Hamburg.
Hauptprofiteure des Bruttospielertrags von 77,9 Millionen Mark sind die Stadt Wiesbaden und das Land Hessen, in deren Kassen Abgaben in Höhe von 69,9 Millionen Mark (rund 35,7 Millionen Euro) fließen.
Einziger Wermutstropfen in der positiven Bilanz ist der leichte Rückgang der Besucherzahlen, die von 318000 auf 314000 (minus 2,9 Prozent) gesunken sind. Wie die Statistik zeigt, eine Auswirkung der Terroranschläge vom 11. September. „Trotzdem bin ich auf unsere Ergebnisse mehr als stolz“, sagte Gülker. „Wieder haben wir uns im stark umkämpften Rhein-Main-Gebiet behauptet und unseren Marktanteil auf 39,5 Prozent gesteigert.“ Und dies, obwohl man im Kleinen Spiel wegen Umbaus und Erweiterung rund sechs Monate nur ein eingeschränktes Spielangebot habe präsentieren können.
Die positive Entwicklung lässt Gülker auch verkraften, dass Fortuna 2001 verstärkt bei den Gästen war: Die Anzahl der Tage, an denen die Spielbank ein dickes Minus verbuchen musste, stieg im Vergleich zum Jahr 2000. Künftig locken noch mehr Jackpot-Anlagen mit Gewinnen von mehr als 300000 Euro.