Wien - Die heimischen Sportwettenanbieter, in letzter Zeit von einer schlechten Wirtschaftslage angeschlagen, rüsten sich für das wichtigste Ereignis seit langem, die Fußball-Weltmeisterschaft, die ab 31. Mai ein Monat lang in Japan und Südkorea abgehalten wird.
Admiral Sportwetten, Marktführer und Tochterunternehmen des Gumpoldskirchner Glücksspielkonzerns Novomatic, setzt dabei voll auf den Ausbau der Wettcafés. Seit Jänner wurden zehn neue Filialen eröffnet, damit hält man vor der WM auf 67 Standorten, verteilt auf sämtliche österreichische Bundesländer. Im zweiten Halbjahr sollen weitere zehn neue Outlets entstehen.
Der Vertriebskanal Internet "hat momentan nicht die erste Priorität", sagte dazu am Dienstag Vorstandschef Karl Thöne. Er prognostizierte für heuer einen zweistelligen Umsatzzuwachs sowie ein wieder positives Ergebnis (ohne konkreter zu werden) - im Vorjahr war ja für Admiral ein Jahr der tiefroten Zahlen: Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen brach auf 4,7 Mio. EURO ein, der Umsatz ging um 6,3 Prozent auf 76,2 Mio. EURO zurück.
Ein Umsatzplus heuer soll unter anderem dadurch erreicht werden, dass mit der WM neue Stammkunden gewonnen werden. Darüber hinaus ist seit 1. April der zehnprozentige Wettzuschlag für Nichtstammkunden wieder gestrichen worden.
Bei den in den letzten Jahren verstärkt auftretenden Internet-Wettanbietern ist das Thema WM ebenfalls vorherrschend. Einen interessanten Spielansatz bietet dabei etwa Tipgate, ein in Salzburg registriertes Wettunternehmen: Über deren Internet- portal können Wettscheine wie Aktien gehandelt werden, mit allen dazugehörigen Features wie beispielsweise Leerverkäufe (Shortselling). (szem)