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Dienstag, 28. März 2000
Fraktionsvorsitzende traten Aktionsbündnis bei
Herford. Die FDP unterstützt den Protest gegen die
Genehmigung einer Spielhalle neben dem christlichen
Jugendzentrum ToTT an der Waisenhausstraße. Die
Vorsitzende der freidemokratischen Fraktionen im
Herforder Rat und im Kreistag, Heinz-Günther Scheffer
und Stephen Paul, traten jetzt dem Aktionsbündnis
"Spielhallen sind keine Nachbarn für Jugendzentren" bei.
"Wir sind beide nicht grundsätzlich gegen Spielhallen,
meinen aber, dass diese vor den Toren eines
Jugendzentrums nichts zu suchen haben", sagten
Scheffer und Paul. Den Aktiven in der offenen
Jugendarbeit werde dadurch die Arbeit nicht einfacher
gemacht. Die FDP-Politiker: "Die Freiheit von Spielsucht
hat für uns einen ähnlich großen Stellenwert wie die
Gewerbefreiheit." Dem Aktionsbündnis will auf den
Betreiber der Spielhalle und den Besitzer der Immobilie
öffentlichen Druck ausüben, da es keine rechtlichen
Möglichkeiten gebe, die Situation zu ändern. Die
Spielhalle existiert seit knapp einem halben Jahr neben
dem Jugendzentrum. Prominente Unterstützer des
Aktionsbündnisses sind bisher Bürgermeister Thomas
Gabriel, Vizepräses der Evangelischen Landeskirche von
Westfalen Dr. Hans-Detlef Hoffmann, Superintendent
Gerhard Etzien, Dechant Udo Tielking und die
Vorsitzende der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Herford
Ute Blanke.