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Bande erbeutet 250.000 Euro aus Spielautomaten
Medium: Neue Presse
Datum: 26. 08. 2002
Die Braunschweiger Polizei hat eine Bande von Automatenknackern gefasst. Die bestens organisierten Täter hatten mindestens eine Viertelmillion Euro erbeutet.

Monatelang waren die Fahnder der Ermittlergruppe Organisierte Kriminalität aus Braunschweig den bundesweit operierenden Gaunern auf der Spur gewesen. Die sieben Männer im Alter von 33 bis 41 Jahren waren professionell vorgegangen. In Braunschweig hatten sie sich eine Lehrwerkstatt eingerichtet, in der sie an sechs Originalautomaten üben konnten.

Sie gingen jeweils zu zweit auf Tour. Einer plünderte die Geräte, der andere beobachtete das Umfeld. "Bei ihren stundenlangen Besuchen in Spielhallen traten sie sehr höflich auf, gaben oft größere Trinkgelder", so Fahnder Peter Falkenstein gestern.

Zum Teil arbeitete die Bande mit teuren Präzisionswerkzeugen. Zunächst bohrten sie zu zweit das Gehäuse unauffällig an. Dann führten sie dünne Drähte oder Spiegel in die Geräte ein und verwirrten so die Elektronik, die daraufhin alle Zwei-Euro-Münzen ausspuckte. Das Klimpern dämpften sie mit einem Tuch.

Jeder der Gauner erbeutete täglich rund 500 Euro. Mit der Beute bestritten sie ihren Lebensunterhalt, was übrig blieb, verspielten sie in Casinos. Nur 10.000 Euro konnte die Polizei sicher stellen. Sechs der Bandenmitglieder wurden in ihren Wohnungen festgenommen.

Ein 33-Jähriger hatte sich abgesetzt. Er wurde von spanischen Polizisten im Touristenort Fuengirola bei Málaga gefasst – kurz nach dem Verlassen einer Spielhalle.

BRAUNSCHWEIG, VON JENS KRONE


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