KARLSTADT (MATZ)
Den Vorschlag des Karlstadter Bürgermeisters Karl-Heinz Keller, seinen
Antrag zurückzuziehen, lehnte Kenan Simsek aus Würzburg ab. Jetzt bekommt
er es schriftlich: Der Bauausschuss lehnte einstimmig eine Nutzungsänderung im
Bistro "Double in" in einen Spielsalon in der Hauptstraße 28 ab.
Kenan Simsek wollte auf 139 Quadratmetern einen Billardtisch, neun
Spielautomaten, drei Darts und zwei Flipper aufstellen.
Der Bauausschuss folgte ohne weitere Diskussion den Argumenten der
Verwaltung, dass in der geplanten Größenordnung im Sanierungsgebiet
"Nordwestliche Altstadt", das als besonderes Wohngebiet festlegt ist, ein
Spielsalon die Anwohner stören würde. Ausnahmsweise könnten laut
Baugesetz kleinere Vergnügungsstätten in der Hauptstraße durchaus zugelassen
werden, doch sei es vorrangiges Ziel der Altstadtsanierung, die Anwohner vor
Lärm zu schützen.
"Wir wollen solche Vergnügungsstätten nicht", betonte Bürgermeister Keller
und verwies auf den Jugendschutz.