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Psychiatrie - Stationäre Behandlung von Spielsüchtigen in der Schweiz |
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Medium: Der Bund
Datum: 02. 05. 2000 |
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sda/pim. Das neue Spielbankengesetz und
die zu erwartenden neuen Spielcasinos in der
Schweiz haben auch Konsequenzen für die
Psychiatrische Uniklinik Zürich (PUK). Sie
führt erstmals in der Schweiz ein stationäres
Behandlungsangebot für Spielsüchtige ein.
Die Abteilung wird in eine bestehende offene
Akutstation der PUK in Zürich integriert, wie
der ärztliche Leiter des Sektors West der
Psychiatrischen Uniklinik, Wulf Rössler,
letzte Woche an einer Medienkonferenz in
Zürich erklärte. In der Schweiz fehle es an
verlässlichen Untersuchungen zur Spielsucht,
sagte Rössler. Es stehe aber fest, dass die
Anzahl Spielsüchtiger dort steige, wo durch
die Eröffnung neuer Spielcasinos
entsprechende Angebote geschaffen würden.
Die PUK bietet den Spielsüchtigen ein
einmonatiges Kurzentzugsprogramm und ein
dreimonatiges Entzugs- und
Stabilisierungsprogramm an. Psychiatrische
Therapien werden laut Rössler durch
medikamentöse Behandlungen ergänzt. Ein
wichtiger Bestandteil der Behandlung ist das
Spieltraining an Spielautomaten zur
Entmystifizierung des für die Süchtigen meist
ruinösen Glücksspiels. Hans Ulrich Fisch,
Direktor der Psychiatrischen
Universitätspoliklinik am Berner Inselspital,
will in der Region Bern keine stationäre
Behandlung von Spielsüchtigen einführen:
«Standard ist, Spielsüchtige ambulant zu
behandeln. Es gibt keinen Grund für eine
teure stationäre Behandlung.»
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