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Nach dem Gewinn kommt der Absturz
Medium: Westfalenpost
Datum: 11. 12. 2002
Überall lauern Spielautomaten und locken mit "satten Gewinnen". Doch am Ende zahlt der Spieler immer drauf. Neheim. Unter Spielsucht leiden viele Leute. Sie wären dazu bereit, jeden Pfennig, jede Mark zu verspielen. Und wenn sie einmal etwas gewinnen, dann hören sie nicht eher auf, bis alles wieder verspielt ist.

Die Spieler träumen von nichts anderem mehr als vom Gewinnen. Dafür setzen sie alles auf eine Karte, auf eine Ziffer oder auf ein Symbol. Sie wollen so sehr gewinnen, dass sie gar nicht merken, wie viel Geld sie ständig verlieren.

Eine Gefährdung zur Spielsucht liegt vor, wenn man:

einmal anfängt zu spielen, dann aber nicht mehr aufhören kann; immer mehr Zeit und Geld auf das Spiel verwendet; an Zahlenmagie glaubt: diese Nummer wird es bringen (z.B. Hausnummer); sich Geld leiht, um weiter spielen zu können, weil man glaubt, aus dem Gewinn die Schulden zurückzahlen zu können; der Familie Geld weggenommen hat, obwohl es gut versteckt war oder in Jetons zu rechnen beginnt.

Die Spielsucht fängt ganz harmlos an. Man wirft aus Langeweile die ersten Groschen in den Automat - und plötzlich gewinnt man. Man freut sich natürlich und versucht es noch einmal - und dann gewinnt man wieder. Der Spieler denkt dann, dass er eine Glückssträhne hat und er versucht es immer wieder. Und durch dieses Gewinnen werden die Spieler süchtig, sie wollen dann immer mehr gewinnen.

Über den Verlust des Geldes denken sie gar nicht nach oder sie meinen, dass der nächste Gewinn den Verlust wieder ausgleicht.

Viele Spieler versuchen, allein vom Spiel loszukommen. Das ist schwer und führt zu vielen Rückfällen. Man kann auch in eine Selbsthilfegruppe gehen. Dort können die Spielsüchtigen über ihre Probleme reden und sie brauchen sich dafür nicht zu schämen, weil die anderen, die dort auch sind, entweder das Gleiche durchgemacht haben oder sie noch nicht von der Spielsucht geheilt sind.

Ich finde, Spielsucht ist eine gefährliche Sucht, bei der man sich sehr verschulden kann, und deswegen muss man auf sich achten, dass man nicht spielsüchtig wird.

Irina Braun, 10d Realschule Neheim


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