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Auftakt zu Warnstreiks in Garmischer Spielbank
Medium: Süddeutsche Zeitung
Datum: 22. 01. 2003
Garmisch-Partenkirchen – Rien ne va plus – nichts geht mehr – hieß es gestern bei der Spielbank Garmisch-Partenkirchen: Sie blieb wegen eines Warnstreiks komplett geschlossen. Weitere Warnstreiks an den acht anderen bayerischen Spielbanken sollen in den kommenden Tagen folgen. Die Gewerkschaft Verdi will mit dem Streik 6,5 Prozent mehr Lohn für die insgesamt 800 Mitarbeiter der Spielbanken durchsetzen. Auch kämpft sie für eine Reform des Entlohnungssystems mit dem Ziel, den Festanteil zu erhöhen, sagte Jürgen Jürgens, Leiter der Tarifkommission. Das Gehalt eines Croupiers setze sich aus den festen Bezügen und dem variablen "Tronc" (Trinkgeld) als Erfolgsanteil zusammen. Der Tronc sei jedoch in den vergangenen Jahren um bis zu zwanzig Prozent gesunken. Verdi fordere daher Brutto-Spiel-Ergebnis und Tronc als Bezugsgröße für den erfolgsabhängigen Lohnanteil, um diesen zu erhöhen. Das lehne die Staatliche Lotterieverwaltung ab. Deren Präsident Erwin Horak bedauert, dass Verdi die Tarifverhandlungen am 14. Januar für gescheitert erklärt habe. Das Arbeitgeberangebot liege bei insgesamt vier Prozent mit einer zeitlichen Staffelung wie beim Tarifabschluss im öffentlichen Dienst sowie einer Einmalzahlung. Die neun bayerischen Spielbanken erzielten im vergangenen Jahr einen Brutto-SpielErtrag von 133 Millionen Euro (plus 2,2 Prozent gegenüber 2001) und verzeichneten knapp 1,3 Millionen Gäste. anho

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