Glücksspiel im Transit
Am Frankfurter Flughafen soll demnächst die Roulette-Kugel rollen. Die Stadt
Frankfurt bestätigte am Freitag den Vertragsabschluss mit einem
Betreiberkonsortium unter Führung der Stiftung Deutsche Sporthilfe.
Mitzocken dürfen allerdings nur Fluggäste, die sich bereits im Transitbereich
des Flughafens aufhalten und nicht von einem Mitgliedsstaat des
Schengen-Abkommens in einen anderen Schengenstaat reisen wollen. Für
Passagiere vor dem Abflug in ein außereuropäisches Land ist daher
demnächst das Glücksspiel erlaubt.
Gemeinsam mit der Wiesbadener Spielbank und dem österreichischen
Glücksspielkonzern "Novomatic" will die Stiftung noch in diesem Jahr im
Transitbereich des Terminal 1 Roulette, Black Jack und
Automatenglücksspiele anbieten. Die über zehn Jahre abgeschlossenen
Verträge bedürfen noch der Zustimmung des Landes, das die
Spielbanklizenzen vergibt.
Zu den erwarteten Einnahmen könne man bislang wenig sagen, meinte der
Kämmerer-Referent Constantin Alsheimer. Jährliche Konzessionsabgaben von
bis zu einer Million Mark seien aber sicherlich zu hoch gegriffen. Die
Deutsche Sporthilfe fördert mit ihren Einnahmen aus dem Glücksspiel junge
Sportler. lhe