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Bad Oeynhausen: Die Kugel rollt nicht mehr
Medium: Neue Westfälische
Datum: 09. 07. 2003
Casino und Finanzamt streiten über Aufsicht

Bad Oeynhausen (sch). Die Kugel rollt nicht mehr: Im Casino Bad Oeynhausen sind seit dem Wochenende nur noch zwei von sechs Roulette-Tischen geöffnet. Der Grund ist offenbar ein Streit zwischen dem Casino-Betreiber Westspiel und dem Finanzamt Minden als Aufsichtsbehörde. Der Konflikt entzündete sich an der Frage, wie viel Aufsicht am Spieltisch nötig sei. Besucher berichteten, dass das Casino gleich drei Tische von einem Mitarbeiter beaufsichtigen lassen wollte, die Finanzbehörde beharrte dagegen darauf, dass weiter eine Aufsicht höchstens zwei Tische unter sich haben sollte. Von der Westspiel gab es gestern keine Stellungnahme.

Ins Abseits gerieten die rund 200 Besucher des Casinos, die sich um die zweimal 15 Plätze an den Tischen streiten mussten.

Für die Sicherheit des Spiels sind die Revisoren des Finanzamtes ständig am Ort des Geschehens. Sie teilen sich mit den Casino-Verantwortlichen die Schlüsselgewalt. Nur im Einverständnis beider Seiten kann ein Roulette- oder Black-Jack-Tisch eröffnet werden. Die "Spielregeln" sind in einem Erlass des Innenministers festgelegt – allerdings nicht in allen Details. „Das ist oftmals eine Einzelfall-Entscheidung“, erklärt Rainer Engelhardt, Vorsteher des Finanzamtes Minden. "Deshalb gibt es ja auch so viele Revisoren."

Am Montag, 14. Juli, werden die Karten neu verteilt. Dann tagt eine Kommission mit Vertretern von Spielbank und Oberfinanzdirektion auch zum Thema Sicherheit beim Spiel.


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