Bereits am Montagabend hatten die Beamten das "11 Meter"
an der Bremer Reihe in St. Georg gestürmt
Fahnder des Landeskriminalamtes haben erstmalig in Hamburg ein
Lokal ausgehoben, in dem illegal Wetten auf Sportereignisse aus
der ganzen Welt abgeschlossen werden konnten. Bereits am
Montagabend hatten die Beamten das "11 Meter" an der Bremer
Reihe (St. Georg) gestürmt. Dort konnten sie auch einen
Automaten sicherstellen, mit dem die Wetten angenommen
wurden. Die Spieler mussten daran mindestens 15 Mark auf drei
Spiele setzen. Nach oben gab es kein Limit. Als Drahtzieher gilt
der Kneipenbetreiber, ein 35 Jahre alter Deutsch-Russe. In seinem
Lokal und in seiner Wohnung in Steilshoop entdeckte die Polizei
zahlreiche Unterlagen, darunter große Mengen Wettscheine.
In anderen deutschen Städten, besonders in Berlin, ist diese
Masche des illegalen Glücksspiels bereits stark verbreitet.
Drahtzieher sind in erster Linie russische und türkische Kriminelle.
Sie mieten leer stehende Lokale an, bauen sie zur illegalen
Spielhölle um. Nach Schätzungen von Insidern werden damit
monatlich illegale Erlöse von bis zu 80 000 Mark erzielt. zv