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Polizei ermittelt wegen illegaler Sportwetten
Medium: Die Welt
Datum: 21. 06. 2000
Bereits am Montagabend hatten die Beamten das "11 Meter" an der Bremer Reihe in St. Georg gestürmt

Fahnder des Landeskriminalamtes haben erstmalig in Hamburg ein Lokal ausgehoben, in dem illegal Wetten auf Sportereignisse aus der ganzen Welt abgeschlossen werden konnten. Bereits am Montagabend hatten die Beamten das "11 Meter" an der Bremer Reihe (St. Georg) gestürmt. Dort konnten sie auch einen Automaten sicherstellen, mit dem die Wetten angenommen wurden. Die Spieler mussten daran mindestens 15 Mark auf drei Spiele setzen. Nach oben gab es kein Limit. Als Drahtzieher gilt der Kneipenbetreiber, ein 35 Jahre alter Deutsch-Russe. In seinem Lokal und in seiner Wohnung in Steilshoop entdeckte die Polizei zahlreiche Unterlagen, darunter große Mengen Wettscheine.

In anderen deutschen Städten, besonders in Berlin, ist diese Masche des illegalen Glücksspiels bereits stark verbreitet. Drahtzieher sind in erster Linie russische und türkische Kriminelle. Sie mieten leer stehende Lokale an, bauen sie zur illegalen Spielhölle um. Nach Schätzungen von Insidern werden damit monatlich illegale Erlöse von bis zu 80 000 Mark erzielt. zv


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