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Beratung muss besser werden |
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Medium: Südwest Presse
Datum: 04. 12. 2001 |
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Stuttgart· Spielsüchtige werden im Südwesten zu wenig unterstützt.
Das kritisiert der Fachverband Glücksspielsucht: "Der Gesetzgeber
ist im Kampf gegen die Glücksspielsucht wesentlich mehr
gefordert", sagte die Verbandsvorsitzende Ilona Füchtenschnieder.
Der Staat profitiere von den Casinos, ohne den negativen Folgen
entgegenzutreten. In ganz Deutschland gibt es nach Schätzungen
der Fachleute 120000 Spielsüchtige. Insbesondere in
Baden-Württemberg, das im Bundesvergleich 1999 mit 1,2
Milliarden Mark (610 Millionen Euro) die zweithöchsten
Casino-Einnahmen gehabt habe, biete sich das Bild einer
"Beratungswüste".
Arbeitslosigkeit, Überschuldung, Selbstmordgefahr und Sturz in die
Kriminalität seien Folgen einer Abhängigkeit, erläuterte
Füchtenschnieder. Während zum Beispiel in Schleswig-Holstein
Spieleinnahmen direkt in die Suchtprävention gehen, hat
Baden-Württemberg auf eine entsprechende Regelung im
Spielbankgesetz verzichtet. Nur in Stuttgart gibt es bisher eine
spezielle Beratungsstelle, finanziert von der Stadt und der Spielbank
Stuttgart. "Der Bedarf ist da. 150 Betroffene haben wir dieses Jahr
bereits betreut", sagte Günther Zeltner, Leiter der
Suchtkrankenhilfe der Evangelischen Gesellschaft.
Das Sozialministerium wies die Kritik des Verbands zurück. Mehr
als 100 Beratungsstellen im Land kümmerten sich um Süchtige.lsw
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