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Ostseespielbank registriert steigende Besucher-Zahlen
Medium: Nord Kurier
Datum: 21. 08. 2000
70 Prozent werden an den Fiskus abgeführt Von unserem Redaktionsmitglied Katrin Seidenstricker

Heringsdorf. Eine Steigerung der Besucherzahlen um rund 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr konnte diesen Sommer die Ostseespielbank Heringsdorf registrieren. Ursachen sieht Pressesprecherin Sabine Dittrich nicht nur in der kühlen Witterung, die eher zu Unterhaltung ins Casino als an den Strand gelockt habe. Sondern auch Aktivitäten wie die regelmäßigen Einführungen ins Glücksspiel oder die Ausstellung historischer Spielautomaten, die gerade zu Ende ging, hätten für diesen erfreulichen Zuwachs gesorgt.

Glücklicher Gewinner

Täglich begrüße man in der Heringsdorfer Spielbank momentan 150 bis 180 Besucher, berichtete Dittrich. Während der Automaten-Ausstellung, die sehr gut angekommen wurde, waren es sogar bis zu 250 Tagesgäste. Dank des wachsenden Zuspruchs steige auch der Spielumsatz, bekannte sie. Was aber nicht gleichzeitig bedeute, dass die Gewinne wachsen. Einerseits müsse die Ostseespielbank in diesem Jahr eine Abgabe von 70 Prozent an den Fiskus abführen - zehn Prozent mehr als noch 1999. Andererseits habe man im Mai und Juni eine ganze Reihe größere Gewinne ausgezahlt. Ein Urlauber aus Westfalen habe beispielsweise mit drei Mark Einsatz 10 000 Mark aus dem Automaten geholt, schilderte Sabine Dittrich.

Treue Partner

Die Ostseespielbank beschäftigt in Heringsdorf insgesamt 23 Mitarbeiter. Und das ganzjährig, betonte die Pressesprecherin, auch wenn im Winter deutlich weniger Publikum zu erwarten ist. Die Saison mache sich auch in der Zusammensetzung der Gäste bemerkbar: Die Einheimischen etwa würden jetzt eher selten zum klassischen Spiel kommen, höchstens ’mal ihre Freunde am Abend fein ins Casino ausführen. Hingegen erlebe man jetzt aber etliche versierte Spieler. Manche von ihnen planen sogar ihre Urlaubsroute nach den Standorten von Spielbanken. Und ganz viele Stammgäste kommen aus dem Raum Greifswald, berichtete Dittrich.

Treue Partner seien zudem Hotels wie das Maritim, die Upstalsboom-Häuser oder das "Asgard" in Zinnowitz. Sie würden regelmäßig Gruppen zu den Demonstrationsspielen am Dienstag und Donnerstag schicken.


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