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Spielbank Hittfeld - Opposition attackiert SPD
Medium: Hamburger Abendblatt
Datum: 20. 02. 2001
Versäumnisse der niedersächsischen SPD-Landesregierung haben nach Ansicht der oppositionellen CDU dazu geführt, dass die Spielbank Hittfeld bei Hamburg "zur Spielwiese für Kriminelle verkommen" konnte. Gestützt auf etwa 10 000 Aktenseiten der Landesregierung, macht die CDU der Regierung den Vorwurf, es gebe ein "ungeheures Fehlverhalten" der damaligen Staatssekretäre Claus-Henning Schapper (Innen) und Frank Ebisch (Finanzen). Die sollen als Aufsichtsräte alle Warnungen der Spielbankaufsicht "in den Wind geschlagen haben". Schapper ist heute in gleicher Funktion in der Bundesregierung, Ebisch im Ruhestand. Uwe Schünemann, Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion in Hannover, bezifferte den Schaden, der zwischen 1990 und 1998 durch Diebstähle und Betrügereien im Automatenbereich, einen manipulierten Roulettekessel und bewusst fehlerhafte Spielabrechnungen entstanden war, auf bis zu zehn Millionen Mark. Niedersachsens Innenminister Heiner Bartling (SPD) nannte die CDU-Vorwürfe "olle Kamellen". Zum Schaden der Spielbank und der Standortgemeinde wärme die CDU alte Vorwürfe regelmäßig auf. Aber der Innenminister widersprach der CDU-Feststellung nicht, das Land habe fast 4,5 Millionen Mark Abfindungen an etwa 15 Mitarbeiter gezahlt, zu denen das Vertrauensverhältnis gestört war. (fert)

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