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Spielsucht: "Die Zeichen stehen auf Sturm" |
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Medium: Zürich 20 Minuten / CH
Datum: 24. 02. 2001 |
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BERN - Der Kanton will mehr tun gegen die Spielsucht. Die Beratungsstellen
registrieren eine Zunahme an Spielsüchtigen.
"Die Zeichen stehen auf Sturm", sagte der kantonale Gesundheitsdirektor Samuel Bhend am
Freitag vor den Medien. Bhend stellte ein Pilotprojekt vor, bei dem die Gesundheits- und
Fürsorgedirektion (GEF) mit den bereits auf dem Gebiet tätigen Organisationen Stiftung Berner
Gesundheit, Stiftung Contact Netz und dem Blauen Kreuz zusammenarbeiten wird.
Im Rahmen des vorerst auf zwei Jahre angelegten Projekts will der Kanton Bern den Bedarf an
Therapie- und Hilfsangeboten ermitteln. In dieser Zeit sollen auch Mittel gefunden werden, mit
denen man wirkungsvoll gegen die Entstehung und Verbreitung der Suchtprobleme vorgehen
kann.
Besorgt sind der Gesundheitsdirektor und die am Projekt beteiligten Organisationen unter
anderem über die möglichen Auswirkungen der Liberalisierung des Spielbankengesetzes und
über das stetig steigende Angebot an Spielmöglichkeiten im Internet. Dank Internet könne sich
jeder "in seinem Privatcasino" in den Ruin treiben.
Für den bernischen Gesundheitsdirektor ist klar, dass das Rezept weder Prohibition noch
absolute Freigabe heissen könne. Beides verursache enorme soziale Kosten. "Kontrollierte
Zugänglichkeit zu Suchtmitteln" schaffe die besten Voraussetzungen, um die sozialen
Folgekosten im Griff zu halten.
Die Pilotphase dient der Festlegung des künftigen spielsuchtspezifischen Angebots. Die Kosten
von total 3 Mio. Franken belasten die Staatsrechnung nicht, da sie über den Fonds für
Suchtprobleme gedeckt werden. Der Grosse Rat wird sich im April mit dem Konzept befassen.
QUELLE: SDA
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