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"Bestes Ergebnis seit Bestehen der Spielbank"
Medium: Volksblatt Würzburg
Datum: 5. 1. 2000
MÜNCHEN/BAD KISSINGEN

Die sechs Spielbanken des Freistaates Bayern in Garmisch-Partenkirchen, Bad Kissingen, Lindau, Bad Reichenhall, Bad Füssing und Bad Wiessee erzielten 1999 einen Bruttospielertrag von über 154 Millionen Mark. Dies teilte jetzt die Staatliche Lotterieverwaltung in München mit. Klammert man die erst im September 99 eröffnete Spielbank Bad Füssing aus, so beträgt die Steigerung 6,3 Millionen Mark oder rund 4,4 Prozent zum Vorjahresergebnis.

Das Gesamt-Einspielergebnis ist das höchste seit der Übernahme der ehemals privat konzessionierten Spielbanken durch den Freistaat Bayern im Jahr 1961. Seit Bestehen der Bayerischen Spielbanken hat der Haushalt des Freistaates rund 2,8 Milliarden Mark aus Spielbankmitteln erhalten. Damit konnte der Staat viele soziale, mildtätige und kulturelle Aufgaben ermöglichen.

Im Gegensatz zum Großen Spiel, also Roulette, Black Jack, Poker, wo zum Vorjahr ein Rückgang von 5,2 Prozent zu verzeichnen war, konnte das Ergebnis des Automatenspiels - trotz rückläufiger Besuche von 3,1 Prozent - um 15,6 Prozent auf knapp 77 Millionen Mark gesteigert werden. Der Anteil des Automatenspiels am Bruttospielertrag beläuft sich nun auf über 51 Prozent. Mit diesem Ergebnis hat das Automatenspiel erstmals den Ertrag der Großen Spiele übertroffen.

Anders zeigt sich die Situation in Bad Kissingen: Hier fiel der Rückgang bei Roulette, Black Jack und Poker geringer aus als der bayernweite Trend. Über 20 Prozent mehr als im Vorjahr brachten hier jedoch die Spielautomaten ein. 15 800 Besucher haben in diesem Jahr 26,3 Millionen Mark in Bad Kissingen verspielt, was einem Anstieg von 2,1 Millionen Mark entspricht. Spielbank-Direktor Otmar Lutz sprach vom "besten Ergebnis seit Bestehen der Spielbank".

Im vergangenen Geschäftsjahr wurden über 840 000 Besuche (minus 4,2 Prozent) registriert. Besorgniserregend sei allerdings nach wie vor die Entwicklung des Troncs. Mit Minus 1,7 Prozent im Vergleich zu 1998 hielt der negative Trend weiterhin an.

Mit einem Bruttospielertrag (BSE) von über 52,4 Millionen Mark im vergangenen Geschäftsjahr bleibt Bad Wiessee nach wie vor die größte der Bayerischen Spielbanken, gefolgt von der Spielbank Garmisch-Partenkirchen (BSE 39,3 Millionen Mark), Lindau (BSE 18,2 Millionen Mark) und Bad Reichenhall (BSE 14,0 Millionen Mark).


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