Von MICHAEL KERST
Mönchengladbach - 13 Monate intensiver Ermittlungsarbeit
brachten der Mönchengladbacher Soko Taurus den
Erfolg: Genau 169 Einbrüche klärten die Fahnder auf, 20
Tatverdächtige zwischen 18 und 42 Jahren wurden
überführt. Sie hatten die Diebstähle begangen, um ihre
Spielsucht zu finanzieren.
Alles begann mit einem gestohlenen Handy, das bei einer
Wohnungsdurchsuchung sichergestellt wurde, erzählt der
Chef-Ermittler, Oberkommissar Frank Karteusch, Wir
ermittelten einen Untersuchungshäftling, der wegen einer
Sexualstraftat festgenommen worden war, als Täter. In der
Vernehmung machte der 24-jährige Türke Ali S., dann
reinen Tisch: Er legte eine Lebensbeichte ab, zeigte uns
Tatorte, offenbarte jede Menge Details. Ihm konnten allein
146 Einbrüche in Kioske, Gaststätten und Geschäfte
nachgewiesen werden.
Sein Schwager Ilhan A. (24) war bei 65 Taten dabei.
Außerdem wurden zehn weitere Türken, zwei
Vietnamesen, zwei Italiener, zwei Libanesen und zwei
Deutsche überführt. Das war allerdings keine Bande, so
Hauptkommissar Hilmar Josten, Alle kannten sich aus
Spielhallen und verabredeten sich dort spontan zu den
Einbrüchen.