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Zocker knackten 169 Wohnungen
Medium: Express
Datum: 29.03.2001
Von MICHAEL KERST

Mönchengladbach - 13 Monate intensiver Ermittlungsarbeit brachten der Mönchengladbacher Soko „Taurus“ den Erfolg: Genau 169 Einbrüche klärten die Fahnder auf, 20 Tatverdächtige zwischen 18 und 42 Jahren wurden überführt. Sie hatten die Diebstähle begangen, um ihre Spielsucht zu finanzieren.

„Alles begann mit einem gestohlenen Handy, das bei einer Wohnungsdurchsuchung sichergestellt wurde“, erzählt der Chef-Ermittler, Oberkommissar Frank Karteusch, „Wir ermittelten einen Untersuchungshäftling, der wegen einer Sexualstraftat festgenommen worden war, als Täter.“ In der Vernehmung machte der 24-jährige Türke Ali S., dann „reinen Tisch“: „Er legte eine Lebensbeichte ab, zeigte uns Tatorte, offenbarte jede Menge Details.“ Ihm konnten allein 146 Einbrüche in Kioske, Gaststätten und Geschäfte nachgewiesen werden.

Sein Schwager Ilhan A. (24) war bei 65 Taten dabei. Außerdem wurden zehn weitere Türken, zwei Vietnamesen, zwei Italiener, zwei Libanesen und zwei Deutsche überführt. „Das war allerdings keine Bande“, so Hauptkommissar Hilmar Josten, „Alle kannten sich aus Spielhallen und verabredeten sich dort spontan zu den Einbrüchen.“


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