Sechs Richtige per Handy
Die beiden erfolgreichsten
Selfmade-Milliardäre der Welt wollen auch
anderen zu Millionen verhelfen. Bill Gates
und Richard Branson planen, die britische
National Lottery zu betreiben. Gewinnen der
amerikanische Microsoft-Gründer Gates und
der Engländer Branson die Ausschreibung,
gibt es bald Lottokönige im Tagestakt. Denn
Branson kündigte an, dass sie "jeden Tag im
Jahr einen neuen Millionär" schaffen wollen.
In Großbritannien vergibt das National Lottery
die Lizenz zur Betreibung der Lotterie an private
Betreiber für jeweils sieben Jahre. Im nächsten
Jahr läuft die Lizenz für den derzeitigen
Betreiber Camelot"s aus. Bis Ende Februar
müssen alle neuen Bewerber als solche registriert
sein, im Juni wird dann die Kommission zur
Lizenzvergabe eine Entscheidung treffen. Neben
Branson/Gates und Camelot haben fünf weitere
Unternehmen Interesse angemeldet.
Geld werden die beiden Mega-Reichen - das
Privatvermögen von Gates liegt bei 180 Mrd.
Mark, das von Branson bei 4 Mrd. Mark - mit
dem Betrieb der Lotterie nicht machen können,
Überschüsse müssen für wohltätige Zwecke
abgeführt werden. Durch die Allianz mit
Software-König Gates steigen die Chancen
gewaltig für Branson, den Zuschlag für seine
"People"s Lottery" zu bekommen. Bei der
letzten Lizenzvergabe musste er ins Leere
schauen. Er wurde mit der Begründung
abgelehnt, dass das technische Konzept von
Camelot besser sei.
Das soll sich mit Microsoft als
Technologiepartner an der Seite ändern, eine
optimale Computerinfrastruktur wird
geschaffen. Das Lottospiel der Zukunft wird
einen ganz anderen Charakter bekommen:
Der Lottoschein wird mittelfristig durch den
virtuellen Tippzettel ersetzt. Per Internet,
Handy oder Fernseher soll man dann seine
Wunschzahlen abgeben können und per
Kreditkarte bezahlen.