Elbmetropole bundesweit Spitze - Umsatz steigt auf 398 Mio.
Hamburg ist nicht zu schlagen - zumindest im Lotto-Spielen.
4,51 Mark pro Woche gab jeder Hanseat im vergangenen Jahr
im Schnitt für seine Kreuze auf dem Lotto-Schein aus - Spitze in
Deutschland.
Zum Vergleich: In Schleswig-Holstein waren es nur 3,77 Mark,
in Niedersachsen lediglich 3,46 Mark. "Das ist ein erhebliches
Gefälle, das zeigt, dass hier mehr Geld sitzt", sagt Nordwest-Lotto-
Geschäftsführer Dieter Heering.
Und so schlossen die 637 Annahmestellen das vergangene Jahr
mit einem Rekordergebnis ab: Sie verzeichneten mit Lotto, Toto,
Spiel 77, Super 6, der Glücksspirale, der Rubbel-Los-Lotterie und der
Oddset-Sportwette einen Gesamtspieleinsatz von 398 Millionen
Mark. Das sind 21 Millionen Mark mehr als noch 1998.
Neun Hamburger konnten sich '99 über sechs Richtige freuen.
Der Höchstgewinn betrug 7,4 Millionen Mark. Das Spiel 77 machte
immerhin zwei Hamburger zu Millionären. Ein Gewinner wurde um
3,6 Millionen Mark reicher, einer um eine Million Mark. Auch ein Spieler
der Auswahlwette 6 aus 49 gewann eine Million Mark. Insgesamt
schüttete Nordwest Lotto 193 Millionen Mark an Gewinnen aus.
Die Stadt Hamburg gehört bei diesem Millionen-Spiel zu den sicheren
Gewinnern. 66,5 Millionen Mark Lotteriesteuer flossen 1999 in das
Stadt-Säckel. 1,6 Millionen Mark mehr als noch 1998.
Die Gründe für den Lotterie-Boom: Vor allem die Mega-Jackpots
lockten die Hamburger in die Annahmestellen. Sonnabends stieg
die Gewinnsumme zweimal auf mehr als 28 Millionen Mark, mittwochs lag
der Rekord bei 16 Millionen Mark.
Auch die neue Sportwette Oddset schlug gut ein. Binnen 18 Wochen
wurde ein Umsatz von 11 Millionen Mark erzielt. Die Erwartung wurde damit um vier
Millionen Mark übertroffen, so Dieter Heering.
Bei Oddset lagen die Hamburger ebenfalls bundesweit an der Spitze
- mit einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Umsatz von 0,36 Mark/Woche.