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Lotto-Rekord: Hamburg im Glücksspiel-Rausch
Medium: Hamburger Morgenpost
Datum: 9. 2. 2000
Elbmetropole bundesweit Spitze - Umsatz steigt auf 398 Mio.

Hamburg ist nicht zu schlagen - zumindest im Lotto-Spielen. 4,51 Mark pro Woche gab jeder Hanseat im vergangenen Jahr im Schnitt für seine Kreuze auf dem Lotto-Schein aus - Spitze in Deutschland.

Zum Vergleich: In Schleswig-Holstein waren es nur 3,77 Mark, in Niedersachsen lediglich 3,46 Mark. "Das ist ein erhebliches Gefälle, das zeigt, dass hier mehr Geld sitzt", sagt Nordwest-Lotto- Geschäftsführer Dieter Heering.

Und so schlossen die 637 Annahmestellen das vergangene Jahr mit einem Rekordergebnis ab: Sie verzeichneten mit Lotto, Toto, Spiel 77, Super 6, der Glücksspirale, der Rubbel-Los-Lotterie und der Oddset-Sportwette einen Gesamtspieleinsatz von 398 Millionen Mark. Das sind 21 Millionen Mark mehr als noch 1998.

Neun Hamburger konnten sich '99 über sechs Richtige freuen. Der Höchstgewinn betrug 7,4 Millionen Mark. Das Spiel 77 machte immerhin zwei Hamburger zu Millionären. Ein Gewinner wurde um 3,6 Millionen Mark reicher, einer um eine Million Mark. Auch ein Spieler der Auswahlwette 6 aus 49 gewann eine Million Mark. Insgesamt schüttete Nordwest Lotto 193 Millionen Mark an Gewinnen aus.

Die Stadt Hamburg gehört bei diesem Millionen-Spiel zu den sicheren Gewinnern. 66,5 Millionen Mark Lotteriesteuer flossen 1999 in das Stadt-Säckel. 1,6 Millionen Mark mehr als noch 1998.

Die Gründe für den Lotterie-Boom: Vor allem die Mega-Jackpots lockten die Hamburger in die Annahmestellen. Sonnabends stieg die Gewinnsumme zweimal auf mehr als 28 Millionen Mark, mittwochs lag der Rekord bei 16 Millionen Mark.

Auch die neue Sportwette Oddset schlug gut ein. Binnen 18 Wochen wurde ein Umsatz von 11 Millionen Mark erzielt. Die Erwartung wurde damit um vier Millionen Mark übertroffen, so Dieter Heering.

Bei Oddset lagen die Hamburger ebenfalls bundesweit an der Spitze - mit einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Umsatz von 0,36 Mark/Woche.


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