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250 000 DM teures Spielzeug
Medium: Schweriner Volkszeitung
Datum: 05. 07. 2001
Im Kurhaus steht neue Roulette-Variante, die es in ganz Deutschland noch nicht gibt

Im Keller des Kurhauses steht seit gestern ein neues Spielzeug mit Seltenheitswert: Für etwa eine Viertelmillionen Mark hat sich die Spielbank Warnemünde eine Kombination aus Automaten- und klassischem Roulette installieren lassen. Eine Neuentdeckung von der Londoner Messe, die es bisher in Deutschland noch nicht gab, so Hans Krüger, der Chef der beiden Häuser in Warnemünde und Schwerin.

Elektroniker warfen am frühen Nachmittag noch einen letzten Blick auf die Geräte, die Croupiers ließen sich alles genauestens erklären und, na klar, auch die Kollegen von der Finanzaufsicht beobachteten das Geschehen mit wachsamer Miene. Zwar werden die Kunden in der Automatenetage der Spielbank auch in Zukunft keine echten Chips in die Hand nehmen, sondern mit dem Finger auf dem Computerbildschirm ihre Einsätze geben. Doch die alles entscheidende Kugel wird knapp zwei Meter vor ihrer Nase an einem richtigen Roulette-Tisch von einem richtigen Croupier ins Rennen geworfen. Rechts und links sind Kameras installiert, die die Nahaufnahmen des Geschehens unmittelbar auf den Bildschirm übertragen. Der Angestellte der Spielbank aber kann im Gegenzug nicht sehen, welcher Gast auf welche Zahl gesetzt hat.

Ob sich die Investition wirklich rechnet? Hans Krüger ist zuversichtlich. Er kommentiert: "Wir wollen damit natürlich auch eine Brücke bauen, damit der eine oder andere von den Automaten nach oben an die Tische kommt." Das Unternehmen Novomatic mit Sitz nahe Wien hat Idee und Technik dafür entwickelt und auch in Portugal und England schon einige Male installiert. Lediglich in Österreich selber sei diese Verknüpfung nicht erlaubt. Katja Bülow


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