Keine halbe Stunde dauerte es, dann war die erste Runde vorbei: Polizei und
Ordnungsamt kontrollierten gestern die Spielhallen in Alt-Herne. Zwei Personen mussten mit
zur Wache - sie haben keine Aufenthaltsgenehmigung.
Im Rahmen der Ordnungspartnerschaft hatten sich Polizei und Stadt zu der
Aktion entschlossen. 35 Polizeibeamte und 25 Ordnungsamts-Kräfte statteten zuerst den Spielhallen in
der City einen Überraschungsbesuch ab - etwa zeitgleich um 16 Uhr. Danach folgten im zweiten
Durchgang sechs Spiellokale in Sodingen und Horsthausen.
"Routinekontrolle. Haben Sie Ihren Ausweis dabei?" Das konnte nicht jeder der
insgesamt 70 Überprüften Spielhallen-Gäste von sich behaupten. "Einer hat falsche Personalien
angegeben, es stellte sich heraus, er hält sich illegal in der Bundesrepublik auf", erklärte Einsatzleiter Werner
Scheibe. Der Mann wurde festgenommen, ebenso ein weiterer Gast, der keine Aufenthaltsgenehmigung
besitzt.
Während die Polizisten Ausweise checkten, hatten die Ordnungsamts-Kräfte ein
Auge auf die Automaten: An den Geräten muss die Betriebsgenehmigung im Original kleben -
"sonst läuft der Automat illegal", so ein Mitarbeiter des Ordnungsamts. "Das gibt dann ein Bußgeld."
Von den 250 Geldspielgeräten, die an der Bahnhofstraße klingeln, pappte an 25 keine
Original-Genehmigung, zehn weitere waren gar nicht angemeldet. Im zweiten Durchgang fanden sich nochmal
drei Geräte ohne Genehmigung.
Wie Werner Scheibe erläutert, wollen Polizei und Stadt mit der Aktion der
wachsenden Jugendkriminalität gegensteuern. Denn wer viel Geld im Spielautomaten lasse, müsse sich immer
neues besorgen, meist auf kriminelle Art. Deshalb suchten die Beamten auch nach Minderjährigen in
Spielhallen - einen 17-Jährigen erwischten sie. In sieben Fällen wird ein Verfahren wegen
illegaler Beschäftigung eingeleitet.
Alles in allem: "Besondere Vorkommnisse gab es eigentlich nicht", resümierte
der Einsatzleiter. -Rafi