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2 Festnahmen bei Razzia in Spielhallen
Medium: WAZ
Datum: 11. 2. 2000
Keine halbe Stunde dauerte es, dann war die erste Runde vorbei: Polizei und Ordnungsamt kontrollierten gestern die Spielhallen in Alt-Herne. Zwei Personen mussten mit zur Wache - sie haben keine Aufenthaltsgenehmigung.

Im Rahmen der Ordnungspartnerschaft hatten sich Polizei und Stadt zu der Aktion entschlossen. 35 Polizeibeamte und 25 Ordnungsamts-Kräfte statteten zuerst den Spielhallen in der City einen Überraschungsbesuch ab - etwa zeitgleich um 16 Uhr. Danach folgten im zweiten Durchgang sechs Spiellokale in Sodingen und Horsthausen.

"Routinekontrolle. Haben Sie Ihren Ausweis dabei?" Das konnte nicht jeder der insgesamt 70 Überprüften Spielhallen-Gäste von sich behaupten. "Einer hat falsche Personalien angegeben, es stellte sich heraus, er hält sich illegal in der Bundesrepublik auf", erklärte Einsatzleiter Werner Scheibe. Der Mann wurde festgenommen, ebenso ein weiterer Gast, der keine Aufenthaltsgenehmigung besitzt.

Während die Polizisten Ausweise checkten, hatten die Ordnungsamts-Kräfte ein Auge auf die Automaten: An den Geräten muss die Betriebsgenehmigung im Original kleben - "sonst läuft der Automat illegal", so ein Mitarbeiter des Ordnungsamts. "Das gibt dann ein Bußgeld." Von den 250 Geldspielgeräten, die an der Bahnhofstraße klingeln, pappte an 25 keine Original-Genehmigung, zehn weitere waren gar nicht angemeldet. Im zweiten Durchgang fanden sich nochmal drei Geräte ohne Genehmigung.

Wie Werner Scheibe erläutert, wollen Polizei und Stadt mit der Aktion der wachsenden Jugendkriminalität gegensteuern. Denn wer viel Geld im Spielautomaten lasse, müsse sich immer neues besorgen, meist auf kriminelle Art. Deshalb suchten die Beamten auch nach Minderjährigen in Spielhallen - einen 17-Jährigen erwischten sie. In sieben Fällen wird ein Verfahren wegen illegaler Beschäftigung eingeleitet.

Alles in allem: "Besondere Vorkommnisse gab es eigentlich nicht", resümierte der Einsatzleiter. -Rafi


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