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Wieviel Geld besaß das Opfer? |
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Medium: Landeszeitung Lüneburger Heide
Datum: 14. 08. 2001 |
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Prozess um Mord vor Hittfelder Spielbank: Weitere Zeugen sagen aus
rast Lüneburg. Knapp eine Million Mark soll der 64 Jahre alte Rentner Otto F., der vor dem Spielcasino in
Hittfeld umgebracht wurde, für den Verkauf seines Hauses auf Gran Canaria erhalten haben. Wieviel
Geld aber hatte er in der Tatnacht tatsächlich in der Tasche ? Der Frage ging gestern die 4. Große
Strafkammer am Landgericht Lüneburg nach.
Wegen Mordes aus Habgier angeklagt ist ein 34 Jahre alter Hamburger, der als Türsteher im Casino
gearbeitet hat und die Tat bestreitet (LZ berichtete). Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass
der 34-Jährige im September 2000 den 64 Jahre alten Rentner in dessen vor der Spielbank geparkten
Wohnmobil angegriffen, seinen Kopf mehrfach gegen den Kühlschrank geschlagen und ihn so getötet
hat. Danach sei er mit mindestens 8000 Mark geflüchtet.
Gestern sagte ein Ehepaar aus der Nähe von Pinneberg aus, das das Opfer 1992 kennen lernte und es
mehrfach auf Gran Canaria besuchte. Beide erzählten dem Gericht, dass Otto F. Deutschland wegen
Schulden verlassen hatte. Er bat das Paar jedoch, ihre Anschrift als seine Adresse angeben zu dürfen.
Der Ehemann erzählte: "Wenig später stand auch schon der Gerichtsvollzieher vor dem Haus." Zu holen
war aber nichts, es war nur eine Scheinadresse. Otto F. baute sich auf Gran Canaria ein neues Leben
auf, war Hausmeister in einer Ferienanlage und führte eine Autovermietung, die allerdings unter dem
Namen seiner Frau lief. Die Geschäfte gingen so gut, dass er sich ein eigenes Haus bauen konnte.
1999 kriselte es in der Ehe von Otto F., wenig später kam es zur Scheidung. Er verkaufte die Firma, im
Jahr 2000 auch das Haus. Etwa eine Woche vor der Tatnacht reiste der Rentner nach Deutschland ein,
kaufte sich für 25 000 Mark ein Wohnmobil. Sein Freund erzählte der Kammer: "Er rief mich an, wollte,
dass ich das Wohnmobil unter meinem Namen anmelde." Dabei sagte das spätere Opfer auch, dass er
die Hälfte des Erlöses aus dem Hausverkauf bekommen habe, die andere an seine Ex-Frau gegangen
sei. Der Zeuge: "Er wollte 20 000 Mark bei einer Bank in Norddeutschland anlegen. Und meiner Frau
erzählte er, dass er Geld in die Schweiz bringen wolle." Der Mann sagte auch aus, dass Otto F. immer
Geld lose oder in Bündeln in der Tasche hatte. Wieviel Geld er jedoch in der Tatnacht in der Tasche
oder im Wohnmobil hatte, wusste der Zeuge nicht.
Der Prozess wird fortgesetzt.
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