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Ostschweizer ärgern sich über Casino-Verfahren
Medium: Tagblatt / CH
Datum: 04. 09. 2001
«Oberflächlich und in keinem Punkt nachvollziehbar» nennt der Verwaltungsrat der Casino Bodensee AG die Bewertung seines Gesuchs für ein Casino in Rorschach durch die Eidgenössische Spielbankenkommission ESBK, die zur Ablehnung durch den Bundesrat führte. VR-Präsident Peter Thoma zeigte sich gestern vor der Presse überzeugt, dass die «schon vorab festgelegte Casino-Landkarte» den Ausschlag gab. Man hätte sich also Investitionen von 800 000 Franken sparen können. «Als Zückerchen für die Ostschweiz, die sich von Bern ohnehin vernachlässigt fühlt, kommt das Casinoprojekt in St. Gallen in die nächste Runde. Nach dieser 'Ehre' hat man immer noch die Möglichkeit, Swiss Marina in Betracht zu ziehen oder die Ostschweiz ganz fallen zu lassen», schreibt der Verwaltungsrat. Neben dem Rorschacher Gesuch hatte der Bundesrat Mitte Mai auf Antrag der eidgenössischen Spielbankenkommission auch die Gesuche von Herisau, Kreuzlingen und Frauenfeld abgelehnt. Aus der Ostschweiz bleiben nur die Standorte St. Gallen, Bad Ragaz und Rapperswil im Rennen. Reinhard Waldburger, Mehrheitsaktionär der Spielcasino Appenzellerland AG, ist ebenfalls unzufrieden mit der Begründung der Spielbankenkommission. Sie beruhe zum Teil auf unseriösen Abklärungen. Weitere Schritte von welcher Seite auch immer schliesst Waldburger nicht aus.fbi/twk


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