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5.609 Beiträge in 889 Themen- von 968 Mitglieder - Neuestes Mitglied: lparsonsc

23 Mai 2012, 03:13:27
Forum GlücksspielsuchtGlücksspielsuchtGlücksspielsucht Allgemein (Moderator: Ilona)Thema: Hey... ich bin am Ende...
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Autor Thema: Hey... ich bin am Ende...  (Gelesen 554 mal)
Pink85w
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Beiträge: 1


« am: 11 Januar 2012, 17:53:06 »

Ich spiele seid Anfang 2009 Automaten... massiv, sogut wie täglich, zuviel Geld.. ich habe Freunde verloren und jetzt auch die Liebe meines Lebens mit dem ich sieben Jahre geteilt habe.... Ich war heute bei einer Suchtberatung und die haben mir eine Therapie angeboten.. nur leider fange ich in ein oder zwei Monaten einen neuen Job an wo ich nicht gleich das Thema Therapie ansprechen wollte. Die Beratung von heute hat ergeben, dass ich entweder den neuen Job anfange oder eine Therapie starte... Sie meinte beides geht nicht, da ich meine Termine immer wahr nehmen muss bei der ambulanten Therapie. Ich weiß nicht ob ich alleine es schaffe spielfrei zu werden, jedoch ist mir der Job wichtig... ich muss Geld verdienen, da mein Partner möchte, dass ich ausziehe... ich weiß selber nicht wrum ich das hierher schreibe...
Ich denke, dass das schlimmste eingetreten ist und ich mein Mann verloren habe öffnet mir die Augen, dass es mein Leben und Wille ist nicht mehr zu spielen.. Ich hoffe, dass ich es auch ohne Therapie schaffe..
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Ilona
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Beiträge: 845



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« Antwort #1 am: 11 Januar 2012, 19:11:00 »

Liebe Pink85w,

willkommen in unserem Forum. Herzlichen Glückwunsch zu deinem Entschluss mit dem Automatenspielen aufzuhören. Du kannst es schaffen, wenn du auf dieses Ziel zusteuerst. Dazu musst du dich aber auch bewegen. Das ist ein bisschen wie eine Reise. Zuerst sagt man sich.
- Ich möchte nach XY
- Dann überlegt man sich wie man da hinkommt: Zu Fuß, mit dem Rad, mit dem Auto, mit dem Zug, mit dem Flugzeug, mit dem Schiff
- die Wahl des Transportmittels hängt natürlich ein bisschen davon ab, wann man da sein will, wieviel Zeit man hat etc.
Dann kann man noch direkt auf geradem Weg zum Ziel gelangen, oder man macht noch ein paar Umwege

Wichtig ist halt, dass man in der richtigen Richtung untweegs ist und das Ziel nicht aus den Augen verliert. Ob man am Ziel ankommt, wenn man gar nix macht, ist höchst unwahrscheinlch. Es sei denn man verfügt über übersinnliche Kräfte und beamt sich hin. Was ich damit sagen will: Wenn es mit der ambulanten Therapie nicht klappt (warum auch immer) dann sollte ein anderes Vehikel her (selbsthilfegruppe, stationäre Therapie vor Arbeitsaufnahme oder, oder, oder).

So ganz verstehe ich auch noch nicht, warum du nicht an der ambulanten Therapie teilnehmen kannst. Ambulante Therapien sind extra für Menschen gedacht, die weiterhin arbeiten gehen. Wirst du denn sehr unregelmäßige Arbeitszeiten haben? Oder hat die Beratungsstelle keine arbeitnehmerfreundlichen Beratungszeiten? Erzähl doch mal. Was hast du dann stattdessen vor?

soviel auf die Schnelle

LG und alles Gute

Ilona
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Olli
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Beiträge: 381


« Antwort #2 am: 11 Januar 2012, 22:04:32 »

Hi große Unbekannte!

Warum Du das hier schreibst?
Weil Du intuitiv weisst, dass Du hier unter Gleichgesinnten bist?
Weil es Dich belastet?
Weil Du das Ventil des Redens gerade für Dich brauchst?

Hey - Du darfst hier absolut alles schreiben - Tag und Nacht ;-)

Ich weiß nicht ob ich alleine es schaffe spielfrei zu werden, jedoch ist mir der Job wichtig...

Dass Du zweifelst ist schon einmal gut.

Heute habe ich einen Beitrag in einem anderen Forum gelesen.
Der Schreiber meinte u.a., dass er Antworten genug hätte.
Doch es waren nicht unbedingt seine.
Er fand es viel wichtiger und schwieriger für sich seine Fragen zu finden.

Eine Frage stellst Du Dir gerade:
Wo liegen Deine Prioritäten?

OK - ein Job ist wichtig - keine Frage.
Hast Du Dich aber auch einmal erkundigt, ob Du Unterhalt bekommen könntest?
Unterstützung vom Gevatter Staat?
Bedenke bitte - der Job begleitet Dich in einem Lebensabschnitt - deine Sucht begleitet Dich Dein Leben lang.

Ja, es gibt die so genannten Selbstaussteiger.
Doch ich sehe seit ein paar Jahren bei einigen Freunden, dass sie es sogar mit professioneller Hilfe nicht schaffen.
Besteht dann nicht eine große Gefahr, dass Deine Zweifel berechtigt sind?

Hast Du Deinen neuen Arbeitnehmer schon befragt, ob Du an wahrscheinlich diesem einen Tag in der Woche Deine Schicht befristet tauschen kannst?
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Gute 24 h
Olaf
stoni
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Beiträge: 82


« Antwort #3 am: 12 Januar 2012, 08:33:09 »

Hallo Pink85w,
auch von mir einen Willkommensgruß in der Forengemeinde!
Du hast von deinem Mann die Quittung bekommen und sicher zeigt er dir
das erste mal,daß dein Spielen mit Konsequenzen verbunden ist.
Das ist gut,denn so hast du begonnen,etwas gegen deine Sucht zu tun!
Der geforderte Auszug muß aber nicht zwanghaft die "Endlösung" sein.
Vielleicht gibt er dir dadurch die Chance,endlich was zu unternehmen.
Sicher hast du ihm in den vergangenen Jahren oft gesagt "Ich höre auf zu spielen".
Hast du es alleine geschafft??NEIN!!
Ich glaube,daß dir dies alleine auch nicht gelingen wird(Ausnahmen bestätigen die Regel).
Die wichtigsten Schritte hast du getan.Du bist zu der Erkenntnis gekommen,
daß du spielsüchtig bist!
Du hast eine Beratungsstelle aufgesucht.
Olli hat dir geschrieben,daß du entscheiden mußt,was dir wichtig ist.
Das sehe ich auch so!Was würde es dir bringen,wenn du die Arbeitsstelle
annimmst(zumal es ja erst in 1-2 Monaten sein wird) und deinen Lohn weiterhin auf den Kopf haust?
Vielleicht wäre es da sinnvoller,den Weg einer vorherigen Therapie zu gehen.Ob nun stationär oder ambulant!
Eine Anstellung findest du bei entsprechendem Engagement danach sicher auch noch.
Bevor ich meine stationäre Therapie gemacht habe,habe ich auch eine ganze
Zeit nach Ausflüchten gesucht,um vor mir zu rechtfertigen,daß es einfach nicht geht.
(Und ein kleines Stück unterstelle ich dir,daß du dies auch tust).
Heute bin ich froh,daß ich die Therapie gemacht habe.
Ich habe nach der Therapie Arbeit gefunden...mein Leben ist wieder gut sortiert!
Meine Probleme versuche ich nun zu lösen und nicht,sie wegzuspielen!
Ich kann dir aus meiner Sicht nur zu einer Therapie raten!!
Erkundige dich,welche finanzielle Unterstützung du bekommen könntest.
Du wirst nicht verhungern müssen während dieser Zeit.
Ein letzter Tip von mir.Sprich offen mit deinem Arbeitgeber über deine Situation!
Glaub mir,daß da oft viel mehr Verständnis vorhanden ist,als man selbst vermutet!
Wenn du das getan hast,kannst du auch geplantes Tauschen von Schichten
oder ähnliches begründen und mußt nicht unnötig rumeiern!
Es gibt verschiedene Möglichkeiten,sich Hilfe zu holen!
Was nun für dich das Beste ist,mußt du für dich entscheiden.
Wichtig ist,daß du es willst und daß du bereit bist,
diese Hilfe auch anzunehmen.



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Olli
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Beiträge: 381


« Antwort #4 am: 30 Januar 2012, 08:20:36 »

Hi Pink85w!

Wie ist es Dir zwischenzeitlich ergangen?
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Gute 24 h
Olaf
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