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5.481 Beiträge in 865 Themen- von 938 Mitglieder - Neuestes Mitglied: Fluece

04 Februar 2012, 15:29:31
Forum GlücksspielsuchtGlücksspielsuchtPlauderecke (Moderator: Ilona)Thema: Hausbau
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Autor Thema: Hausbau  (Gelesen 4048 mal)
Olli
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« am: 21 Juli 2009, 10:22:32 »

Hi zusammen!

Muss mir gerade mal meinen Frust von den Fingern tippen ...

Bis zum September letzten Jahres habe ich ganze zwei Jahre nach einer Eigentumswohnung gesucht - vergeblich. Klar, da war mir die Autobahn zu nahe, die Hauptverkehrsstraße – Souterain- oder Dachgeschosswohnung, „Etagenheizung wartungsfrei“ – viel zu teuer – zu weit vom Schuss …
Dann meinte mein Schwager: "Wie wäre es denn, wenn wir zusammen bauen?"
Super Idee - kommt mich zwar ein bischen teurer, jedoch bin ich dann (fast) alleiniger Herr in meinen vier Wänden.
Also schauten wir uns nach passenden Grundstücken um - und siehe da - ein Schnäppchen!
Super zentrale Lage - und doch ruhig.
Also haben wir uns an den Makler gewandt und haben unser Interesse bekundet.
Da das Grundstück bebaut ist und wir jedoch nur den unbebauten Teil haben wollten, musste ein weiterer Interessent gesucht werden.
Der ward schnell gefunden - vom Makler wieder vergrault (Thema für sich).
Zu Absprachen, die bereits alle im Vorfeld getroffen worden waren wurde mir dieser Satz zitiert: Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern …?!
So zog sich das dann hin, bis wir Anfang Januar endlich beim Notar waren.
Überschneidend hierzu kümmerte sich mein Schwager um einen Generalunternehmer, der uns sage und schreibe SIEBEN Monate hinhielt.
Im Oktober unterschrieben wir die Verträge - rangen um die Einhaltung von Versprechungen - bis - vor ca. zwei Monaten - einer der Geschäftsführer mir mitteilte: "Herr O. - mit Ihnen habe ich gar keinen Vertrag ?!?"
Es wurden neue aufgesetzt und es wurde versprochen, uns so schnell wie möglich die Gebäude zu errichten. Alles lief nun super schnell.
Vor dem Grundstückskauf bin ich zum Bauamt – als alter Landmesser habe ich mir schnell ein Plänchen gestrickt – Projekt rein – und vorgelegt.
Das Projekt: Zweigeschossige Doppelhausbebauung hintereinander – links Zugang und Zufahrt. Mein Grundstücksanteil 30 % - macht ca. 170 m² Grundstücksfläche – darauf 73 m² Wohnfläche zzgl. Keller.
Spricht etwas gegen das Projekt? Doppelhaus? Zu überbaubare Tiefe? Gebäudehöhe? Sonstiges?
„Nöh – Da wurde schon so tief bebaut – sie bleiben in der Höhe unter den Nachbarn …
Doppelhaus ist im 34-er Gebiet erlaubt.
Dadurch, dass ihr hintereinander baut, habt ihr eine Hinterlandbebauung – kein Thema!
Da, die nächsten fünf Nachbarn haben ihre Erschließung damals auch als Hinterlandbebauung genehmigt bekommen …“
Also haben wir das Grundstück gekauft.
Nun kam als Nächstes die Teilung zw. uns und dem Nachbarn.
In beiderseitigem Einvernehmen haben wir unser Grundstück an der Strasse etwas schmäler gemacht und dafür im Hinterland Fläche dazu bekommen.
So weit – so gut.
Jedoch muss zw. meinem Schwager und mir ebenfalls noch eine Aufteilung erfolgen.
Momentan haften wir nämlich noch gegenseitig.
Hierzu gibt es zwei Möglichkeiten: Die „Realteilung“ – eine katastermäßige Teilung, die gegenseitige Dienstbarkeiten im Grundbuch bedingt – und die „ideelle Teilung“ – eine Aufteilung nach dem WEG (Wohnungseigentümergesetz).
Also sendete ich zuerst ein Plänchen mit unserem Projekt, den geplanten Grenzen zum Nachbarn – und den geplanten Grenzen zw. meinem Schwager und mir zur Gemeinde.
Da der erste Sachbearbeiter erkrankt war und immer noch ist, übernahm ein Kollege die Prüfung.
Er sprach die Teilungsvariante mit seinem Chef und ich erhielt telefonisch die Mitteilung, dass wir eine Aufteilung nach WEG vornehmen müssten, da mit meiner kleinen Fläche sonst ein Präzidenzfall geschaffen würde. Von unserer Seite kein Problem, da man auch beim WEG Vereinbarungen treffen kann, um z.B. autarg bei Neuanstrich der Fassade zu sein.
Kein Wort über den Baukörper …

Tja – vor heute genau 2 Wochen stellte ich als den Bauantrag.
Freitag Mittag ein Brief in der Post: Wir bitten um eine Terminabsprache – Ihr Bauvorhaben ist so nicht mit uns abgestimmt!“

Also gestern morgen ab zum Bauamt und dort zum Chef.
„Sie machen ja eine Hinterlandbebauung – damit öffnen wir Anderen ja Tür und Tor …“
„Aber wir haben alles mit Herrn X abgestimmt …“
„Der ist leider krank – und ausserdem – ich bin sein Vorgesetzter und kann ihn überstimmen …“

Könnt Ihr Euch vorstellen, was ich für einen dicken Hals habe?

Jetzt möchte er sich die Sache noch bis Donnerstag überlegen …

Hoffnung und Horrorszenarien wechseln sich ab im Oberstübchen.

Eine anderweitige Bebauung ist definitiv nicht drin – zahle bereits seit drei Monaten Bereitstellungszinsen – Ablösezinsen (oder wie das heisst) sind nicht billig.
Ein Verkauf des Grundstückes kommt auch nicht in Frage – wenn doch, dann fallen Spekulationssteuern an.
Wenn das Bauvorhaben nicht klappt, mache ich Miese hoch drei – dann ist auch nix mehr mit Eigentumswohnung …
Erst einmal müsste ich wieder suchen – bin für neue Kredite ein Jahr gesperrt … etc.

Wenn Ihr wüsstet, was noch so alles passiert ist – es summiert sich – und es frustet – gewaltig – es steht noch nicht einmal ein Stein …

Ich danke fürs zulesen
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Olaf
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Olaf
Chris
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« Antwort #1 am: 21 Juli 2009, 10:50:43 »

Hi Olaf,

ist wirklich spannend zu lesen....

Aber Kopf hoch, ein Bauherr der ohne Probleme sein Haus hochgezogen hat...das gibts gar nicht. Das gehört dazu, das machen die auf'n Amt absichtlich so, damit die Leute die nächsten Jahr was zu lästern haben. Es wäre doch eine Katastrophe, wenn ein Bürger erzählt er wäre mit den Behörden vollkommen zufrieden, wo kämn wir denn dann hin.

Aber jetzt mal zu den wirklich wichtigen Dingen des Lebens: Wann ist Einweihung ?  Grinsend

Gruß

Chris
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Olli
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« Antwort #2 am: 21 Juli 2009, 11:39:17 »

Hi Chris!

Wenn es so weitergeht ca. Ende 3755 n.C.  Grinsend

Hatte gerade ne gute Idee ...
Arbeite in der Verwaltung der benachbarten Stadt - was liegt da häher, als mich mal mit dem Kollegen Jürgen X. in Verbindung zu setzen, der hier stellvertredender Fachaufgabenleiter in der Bauordnung ist (und gleichzeitig stellvertredender Bürgermeister in meinem Kaff).

Schuss in den Ofen - er hat Urlaub ...

Erste Aussage einer Kollegin aus meiner Bauordnung: "Keine Ahnung, was für Gründe gegen das BVH vorliegen sollen - verstehe ich nicht!"

Werde heute Nachmittag einen aus nem Bezirk ansprechen, deren tagtägliches Geschäft sowas ist.

Bis denne
Olaf
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Olaf
Claus
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« Antwort #3 am: 21 Juli 2009, 12:14:09 »

Hallo Olli,
zu meiner dunklen Vergangenheit gehörte auch das Schmieren und geschmiert werden, mir kommt die Bemerkung: ich werde es mir bis Donnerstag überlegen"! so vor als Ansage an dich bzgl. "Höhe des Gleitmittels"
Dieser Gedanke kam mir ganz spontan beim Lesen deines Berichtes, ich hoffe dieser Herrr vom Baumamt straft mich Lügen.

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"Wer kein Ziel hat,
dem stehen alle Wege offen!
andreasg
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« Antwort #4 am: 21 Juli 2009, 12:38:39 »

Hallo Olaf,

beim Lesen Deines Beitrags kam ich an meinen eigenen Behördenkram zu Denken und an den Widerspruch, den ich jetzt gegen meine Krankenkasse einlegen werde ....
Ich bin immer wieder grollig, daß Menschen , die in Öffentlichen Verwaltungen sitzen ihre Hirarchien für Machtspielchen benutzen. Gerade, weil ich selber dem Spielen gegenüber machtlos bin.
Ich wünsche Dir, daß diese Art der Beschäftigung kein Motor ist, der den Spieltrieb in Gang setzt. Ich wünsche Dir vielmehr Gelassenheit , Mut und Weisheit für den Weg zum eigenen Heim.
Wenn Du magst, dann halte mich (uns) gerne auf dem laufenden

Viele Grüße
Andreas
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Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen
Olli
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« Antwort #5 am: 21 Juli 2009, 13:05:33 »

Hi Ihr zwei!

@Chris
Ich glaube eher sein "Gleitmittel" ist die Machtausübung ansich.
Werde gleich noch mal versuchen ein Ass aus dem Ärmel zu schütten.
Mein Vater kennt einen Bauunternehmer, der den Amtsleiter wohl sehr persönlich kennt.
Weiss zwar nicht, ob es was bringt, der BU wollte jedoch freiwillig mal das persönliche Gespräch führen.
Vielleicht hilft solche "Connection" ja ...?

@Andreas
Danke für Deine Sorgen und Wünsche.

Nein, da möchte ich Euch ganz schnell beruhigen - ich beschäftige mich lieber, als zu verdrängen.
Ich würde für mich drei spielfreie Jahre in den Wind schiessen.
DARÜBER würde ich mich noch mehr aufregen Zwinkernd
Spielfreiheit habe ich in der Hand - so gerne ich es auch anders sehen würde - die Baugenehmigung nicht.

Ja, ich halte Euch auf dem Laufenden.

Das Schreiben hier hat mich schon wieder ein wenig abkühlen lassen.
Danke Euch fürs Zuhören.

Gute 24 h
Olaf
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Olaf
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« Antwort #6 am: 22 Juli 2009, 11:43:40 »

Morgen!

So - mein Schwager hat heute morgen einen Anruf vom Amtsleiter bekommen.
Der ziemlich sauer - er hätte eine Aktennotiz gefunden, in der es lautet: Das Bauvorhaben kann so nicht genehmigt werden.
Es wäre ja nun unser Fehler, dass wir das Grundstück überhaupt gekauft haben.

Fakt ist aber - der Sachbearbeiter hatte uns damals gesagt - eine Realteilung wird so nicht genehmigt - Sie müssen eine ideelle Teilung machen.

Genau das, woran wir uns gehalten haben ...

Trotzdem genehmigt er uns das BVH, wenn wir für uns und unsere Rechtsnachfolger bescheinigen, dass NIEMALS eine Realteilung zwischen unseren Grundstücksteilen durchgeführt wird.

Genau das hatte ich ihm schon im persönlichen Gespräch am Montag vorgeschlagen ...

#Mal ganz tief durchatmen ...#

Die Katastrophe ist erst einmal (mündlich) abgewendet.

Alles Gute
Olaf
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Olaf
Olli
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« Antwort #7 am: 23 Juli 2009, 12:23:40 »

Mahlzeit!

Mein Schwager hat heute morgen den Wisch, den ich gestern noch aufgesetzt habe, zum Sachbearbeiter gebracht.

Nachdem nun ja schon zweieinhalb Wochen seit Antragstellung vergangen sind, hat mein Schwager mal freundlich auf den Busch geklopft, wie lange es denn nun noch dauern würde ...

"Hmmmm - jaaaaa - aaaalso normalerweise dauert ein Bauantrag so um die 6 bis 8 Wochen. Ich bin aber ab nächste Woche in Urlaub ...."

Wir sollen aber am Montag mal den Kollegen anrufen, ob er den Bauantrag nicht vorziehen könnte.

- ohne Kommentar - mir fehlen die Worte ... außerdem kann ich nicht mehr weiterschreiben, weil meine Augen nur noch rollen ...  Augen rollen
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Olaf
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« Antwort #8 am: 29 Juli 2009, 14:36:46 »

Hi zusammen!

Nächster Schritt ist abgehakt!

Am Montag hat mein Schwager morgends die Urlaubsvertretung angerufen und vorsichtig auf den Busch geklopft.

"Ach, ich habe ja selber so viel noch auf meinem Schreibtisch liegen ...
Rufen Sie mal am Ende der Woche wieder an."

Naja - heute kam "schon" der Anruf zum Abholen des FERTIGEN BAUANTRAGES!

Nun heisst es damit ab in die Post zur Baufirma.

Wermutströpfchen:

Die brauchen vertragsgemäß 4 Wochen für die Ausschreibungen.

Mal sehen, wie lange die tatsächlich brauchen ...



Alles Gute
Olaf
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Olaf
Chris
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« Antwort #9 am: 29 Juli 2009, 15:15:07 »

Au Mann,

ich weiß schon, wieso ich von meinem  ottogewinn ne fertige Eigentumswohnung (150m²) kaufe.
Das wäre mir sonst zu Nervenaufreibend !

Gruß

Chris
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« Antwort #10 am: 29 Juli 2009, 15:42:29 »

Hi Chris!

Echt? Man kann Eigentumswohnungen gewinnen - bei diesem Versandhaus?

Hätte ich das mal gewussst ...  Grinsend
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« Antwort #11 am: 29 Juli 2009, 17:47:15 »

gerade lese ich, Gestern konnte man sogar bei Otto nen MacNotebook für 49,95 Euro kaufen.

Aber anstand die Klappe zu halten und eins zu bestellen, hat Generation Doof das natürlich gleich getwittert und dann fiel auch Otto der Fehler auf....

D O O _  B L E I B T   D O O _ !     Schockiert

Ich kaufe ein ääähhh   "L" !


grinsegruß

Chris
« Letzte Änderung: 29 Juli 2009, 17:48:57 von Chris » Gespeichert

Ist wie immer, nur meine ganz private Meinung....
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« Antwort #12 am: 24 September 2009, 16:08:08 »

So, Ihr Lieben!

Nu sind ja mal wieder ein paar 24-h rum.

Es wieder viel passiert und doch nix.

Ich lerne sehr sehr bitter, das Wort Gelassenheit zu leben - zwangsläufig  Zunge

Beispiel 1:
In der Planungsphase habe ich meine Treppe zum OG vom Grundsatz her geplant.
Die Architektin fragte mich nach der Kelleraufteilung - machen se mal - und übernahm 1:1 meine Treppe in den Keller.
Der grosse Nachteil: Der Flur wurde riesig.
Da meine überbaute Fläche ja schon nicht groß ist, wurden die beiden Kellerräume dadurch um so kleiner.
Also - Olaf plante auch diese Treppe selber.
Beide Treppen sind halbgewendelt. Der Antritt zum OG ist links, der Austritt vom Keller ist rechts.
Also reduzierte ich die Kellertreppe unten links und erweiterte das Maß im Austritt oben rechts. Das schaffte auf die Flurlänge gesehen in jedem Raum ca. 50 cm mehr Breite.
Dass die Treppe im EG dadurch weiter in den Raum ragt, ist unproblematisch, da sie nun fast an einen Stützpfeiler ragt. Tja, was machte die Architektin, als ich ihr die Änderungen mitteilte? - Sie änderte deckungsgleich die Treppe zum OG.
DASS war aber gar nicht von mir gewollt, da ich im Austritt dieser Treppe eine Schiebetüre anbringen wollte - nun unmöglich.
Also Pläne zum Baugesuch habe ich Pläne zum Baugesuch bleiben lassen - die Bauausführungspläne sind ja verbindlich (im Rahmen geringfügiger Abweichungen) und dort habe ich Hinweise notiert gehabt.
Habe Ihr also vor zwei Wochen den Zuschnitt der Bodenplatten im Bereich der Treppen zugesandt - prompt will sie mir den Keller wieder verbreitern ...
Da kann für mich DIN DIN bleiben.
Im Antritt und Austritt Kellertreppe habe ich mehr Kopffreiheit und auf der zweiten Stufe der Treppe zum OG habe ich an der Engstelle rechnerisch immer noch 2.01 Höhe.
Nun, sie wollte mal experimentieren - und habe seit zwei Wochen nix mehr von ihr gehört.

Beispiel 2:
Wir haben im Vertrag eine Bauzeitgarantie von 6 Monaten (Schlechtwetter ausgenommen). Baubeginn - 4 Wochen nach Zustellung des Bauantrages - am Dienstag waren bereits drei Wochen drüber ...

Beispiel 3:
Vor Baubeginn soll ein Bauanlaufgespräch stattfinden.
Ist bisher auch nicht passiert: "Irgendwann nächste Woche" hat mein Schwager gestern in Erfahrung gebracht.
Doch diese Info kam nicht etwa von dem uns zugewiesenen Bauleiter - DER hat familiäre Probleme und ist für die Firma nicht greifbar.

Beispiel 4:
Im Vertrag inbegriffen ist der Aushub der Baugrube und die "seitliche Lagerung" des Aushubes.
Also haben wir bereits mehrfach angefragt, WER denn bitteschön den Auftrag erhalten soll, damit wir die Preise für die Entsorgung vergleichen und evtl. eine andere Firma beauftragen können.
Nun, mein zukünftiger Nachbar Chrsistian rief mich die Tage an: Da liefen zwei korpulente Herren über das Grundstück ...
Tatsache - gestern haben wir erfahren, dass der GU den Auftrag vergeben hat und an wen ---- Montag/Dienstag wird begonnen!
Halloooooooo HuchHuchHuchHuchHuch
Nennt sich das etwa frühzeitige Einbindung? "Zusammen-"arbeit?
Die wollen vor dem besagten Gespräch beginnen?

Dazu kommt noch - mein Schwager hat mit dem Tiefbaufirma-Chef telefoniert:
Die halten uns für bescheu... ...
Der will glatte 15 € zzgl. Märchensteuer haben.
DAS ist aber der Preis INCLUSIVE Aushub - haben WIR doch schon im Vertrag Huch?

Dann meinte er am Telefon, der Aushub wäre für die spätere Verfüllung der Baugrube nicht so besonders geeignet.
D.h. DIESES Material müsste auch abgefahren werden und NEUES Material müsste geliefert werden.

Wenn ich "best - " und "worst case" miteinander vergleiche, dann sind das für mich alleine 5.000 € Unterschied.
Mal ehrlich - für DAS Geld hebe ich gerne in 5 Jahren nach Fertigstellung sowohl meine Terrasse, als auch die von uns zu pflasternde Einfahrt, nochmal an.

War gerade bei einem Kollegen, der sich mit der Materie auskennt.
Der bestätigte auch, dass der Boden mit der Zeit etwas absacken wird.
Doch zum Problem würde das nicht ...

Beispiel 5:
Baustrom - könnte schon längst liegen - meinen Antrag habe ich vor über vier Wochen abgeschickt. Der Schwager hatte es vergessen - sein Antrag ging erst Anfang letzter Woche raus.
Dummerweise benötigen wir nämlich zwei Hausanschlüsse, weil wir im Keller keine Verbindung zwischen den Häusern über eine Feuerschutztüre besitzen.
Für läppische 2 Meter mehr Kabel wird also der doppelte Betrag fällig (mal grob gesprochen).

Beispiel 6:
Küche: Da habe ich nun zwei Angebote vorliegen - warte aber auf einen Freund, der für eine bekannte Küchenfirma arbeitet - seit ca. 6 Wochen ...

Näh, näh, näh ... wenn ich bei uns auf der Arbeit sooooo agieren würde, da wäre "Land unter".

Danke Euch fürs teilen.
Gute 24 h
Olaf

PS: Muss da echt aufpassen, dass aus Gelassenheit nicht Resignation wird  Augen rollen
« Letzte Änderung: 25 September 2009, 14:44:00 von Olli » Gespeichert

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« Antwort #13 am: 25 September 2009, 15:11:04 »

Hi Chris!

Ich erlaube Dich einmal hier zu zitieren:

Zitat
Also nee, Olli,

nachdem ich Deinen Jammerbeitrag übers Hausbauen gelesen habe, habe ich mir gedacht (wohlwollend): "ach, schreib lieber nix dazu...."
Aber da Du ja auch gerne Deine Meinung kundtust, erlaube ich mir an dieser Stelle eine Anmerkung:
...ist er ein Choleriker ?..mmmhhh....zumindest sind manche Menschen nicht zum Haus bauen geboren, allenfalls zum Haus kaufen !

Hab ich was vergessen ?...ach ja...allen ein schönes WE 

Chris

Aaaalllsoooo ...
Hier weiss ich nu nix mit Deinem Beitrag anzufangen.
Dafür fehlt nun mir Deine Mimik und Dein Tonfall.
Ich ziehe also mal ein paar Wörter aus Deinem Beitrag:

"Jammern" und "Choleriker"

Nun, ich denke, dass ich meinem Ärger hier in der "Plauderecke" freien Lauf gelassen habe.
Ich fühle mich hilflos und ich fühle mich der Willkür Anderer ausgesetzt.
Ursprünglich haben wir die Verträge im OKTOBER letzten Jahres aufgesetzt.
Seitdem ist jetzt bald ein Jahr vergangen, in dem bis auf die Planung, die ich selber schon zu 99 % fertig hatte, nichts passiert.
Dabei habe ich Dinge umgehend besorgt, wenn ich sie nicht schon vorbereitet hatte, habe Erinnerungsanrufe und - Mails geschrieben und wurde ignoriert.
Ich könnte schon längst in meiner eigenen Hütte wohnen.
Habe ich da nicht das Recht verärgert zu sein?
Zu bauen habe ich mir in meiner nassen Zeit nie vorstellen können.
Das war Utopie - es stand in den Sternen.
Fast Jeder in der Familie hatte etwas geschaffen - und ich - ich spielte.
Dafür habe ich mich lange genug selber bedauert und habe mich als das schwarze Schaf der Familie gesehen - als Versager.
Nun kann ich es mir leisten - ich habe ein Ziel - und ich freue mich tierisch darauf, in meinen eigenen vier Wänden zu sein, die mir alleine gehören - über die ich bestimmen kann - die ich geniessen kann, über die ich mich freuen kann.

Was ist falsch daran, wenn ich mich ärgere darüber, dass Andere meinen Traum blockieren?

Was ist falsch daran, meinen Ärger für ein paar Stunden hier abzulassen?
Wenn nicht hier - wo dann?

Ich mag es gar nicht, dass meine Worte immer wieder als agressiv und hart aufgefasst werden. Dabei tragen nicht die anderen die Schuld - ich trage sie durch meine Art zu formulieren.
In der Realität bin ich zwar rigoros und ein Freund klarer und offener Worte, jedoch bleibe ich dabei immer sachlich und bin offen für Kritik.
Ich werde sehr gerne als Ansprechpartner gesucht, weil ich nicht nur zuhören, sondern auch meine mir eigene Sichtweise darlegen und vertreten kann.

Bin ich deshalb ein Choleriker? Schlage ich da etwa nach meinem Vater?
Nein - definitiv nicht - hier trennen uns Welten.
Sehr oft bin ich bei ihm sogar der beruhigende Pol, der bei ihm seine Gelassenheit zumindest stückweise wieder ans Licht holt.

Chris, Du brauchst mir ja nicht antworten - aber ich freue mich trotzdem, wenn Du es doch tust.
Ich bin dankbar für jede Kritik, sofern sie konstruktiv ist.

Ich wünsche Euch allen ein schönes WE
Olaf
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« Antwort #14 am: 25 September 2009, 15:33:22 »

Hi Olli,

ich will mal mit etwas erheiterndem anfangen:
Meine große Schwester sagte vor kurzem: "Ich wollte nie werden wie unsere Mutter !"
Ich sagte dazu: " Naja, Du hast es immerhin versucht !"  Grinsend Grinsend Grinsend

Okay, ersetze Jammern durch Unglück
und Choleriker durch Pechvogel !

Kann denn ein Mensch beim Bauen so viel Unglück haben ?
Eine Architektin, die macht was Sie will und nicht was sie soll.
Eine Baufirma die macht wann sie es will und nicht wann sie es soll.
Eine Bodenaushubfirma die baggert wann und wie sie will nur nicht wann und wo Du willst.
Dazu erzählt, der Boden sei nicht zum verfüllen geeignet (also wenn es nicht gerade Sand ist (und wer baut schon auf Sand)) unverständlich.
Ein Bauamt, das macht auch was es will.
Dabei weiß jeder, wenn man da täglich anruft, wandert der Bauantrag immer wieder ganz nach unten ! (Universalgesetz)
Ein Stromkonzern der für zwei Anschlüsse zweimal bezahlt werden will...gemein !
Ein Schwager der verbummelt seine Anträge einzureichen...

Weißt Du wieso die Challnger abgestürzt ist ?..Weil die NASA von allen Anbietern die billigsten genommen hatte !

Aber ich bin zuversichtlich, das Du die Gelassenheit finden wirst, das alles zu überstehen (und natürlich kannst Du hier alles reinschreiben)

Ich sehe schon, das Haus fertig vor mir, Tine Wittler kommt mit ihrer Heißklebepistole vorbei und klebt eine Plastikblume an die Haustür...FERTIG !
 Zwinkernd
Gruß

Chris



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