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6.695 Beiträge in 1.004 Themen- von 1.066 Mitglieder - Neuestes Mitglied: daytrader

26 Mai 2013, 11:09:06
Forum GlücksspielsuchtNeueste Beiträge
Seiten: [1] 2 3 ... 10
 1 
 am: Heute um 10:40:59 
Begonnen von freitagessen - Letzter Beitrag von andreasg
Hallo ihr Lieben,

habe gerade meine E-Mäils gesichtet (Du hast ungelesene Benachrichtigungen) - die inhaltslos im Gesichtsbuch stehen. Dann weiter zu den Nachrichten der Lokalpresse, möglichst die Sport-Seite nicht anklicken, aber über die Landespolitik ein Statement einbringen. Wahrscheinlich Rachegelüste gegen meine ehemalige Lieblingspartei. Dann: was außer dem Wetter hält mich davon ab, zur Kiche zu gehen, grübel, grübel, grübel. Und da - sitzt der S - teufel im Genick!
Wir fassten den Entschluß, unseren Willen der Sorge Gottes, wie wir ihn verstanden anzuvertrauen.
Wie ist das, wie fühlt sich das an, wenn ich keine gehobene Aufgabe im Kirchenvorstand habe, nur darüber grübele, ob die da - a"alle Entchen fliegen hoch" spielen und der Pastor entscheidet sowieso alleine!
Der Gedanke geht zu einem alten verstorbenen Freund, der im Kirchencafé im Kirchenchor, auf Gemeindefesten immer präsent war, nie viele Worte machte und seinen Frieden ausstrahlte. Da fühlte ich mich sicher, da habe ich nicht hinterfragt.
Nun denke ich an das Meeting am Donnerstag.
Kann ich in den Schritten anfangen zu arbeiten, kann ich es weitergeben, ich der Chef aller Selbstzweifler?
Ich habe eine Reportage im Fernsehen gesehen über einen genesenen Alkoholiker - und dazu Kontakt mit dem Fernsehsender aufgenommen. Der trockene nahm die zerlesene Bibel in die Hand und las. "Selig sind, die nicht sehen und doch glauben" (Joh.20,29)
Es geht ja nur darum, einfach dazu zu gehören, nicht fern von allem zu sein, der Rest wird gegeben.
Ich bin Spielsüchtig und ich bin nur einmal in den Gottesdienst gegangen um nach meiner Konfirmation wieder ein Abendmahl zu feiern.
Ich habe dort im Laufe der Zeit mein Festgewand, meinen Ring am Finger und gangbare Schuhe an den Füßen erhalten (Luk.15,22) erhalten. Ich brauche mich nur auf den Weg zu machen.
In meiner Gruppe habe ich eine Anfrage für ein Sponsoring bekommen. Natürlich freut mich das ... grübel ... Der Regen lässt etwas nach. Gottesdienst wird Heute mit Abendmahl gefeiert.
Schöne 24 Stunden
Andreas

 2 
 am: Gestern um 20:10:38 
Begonnen von freitagessen - Letzter Beitrag von freitagessen
Die Angehörigen


Wie willst du als Spieler/in erklären was in dir vorgeht, wenn Du lieber an den Automaten spielst anstatt mit deinen Kindern ?
Anstatt deine Rechnungen zu bezahlen, lieber auf den Gerichtsvollzieher wartest ?
Ein Kredit nicht bedienst, obwohl Du weißt das ansonsten dein Haus unterm Hammer kommt ?
Du dir lieber einen Gelben holst anstatt zu arbeiten ?
Du das was du Liebst belügst ?
Und und und und.

Wäre ich jetzt ein Angehöriger, würde ich das nicht verstehen, wie sollte ich auch ?

Und ich habe mir grade mal überlegt ob das überhaupt zu erklären ist, was in mir als Spieler vorging.

Eines morgens schaute ich in den Spiegel und dachte, wer ist das, wer bist du ?
Mein Körper war der gleiche wie immer, nur meine Augen waren mir fremd, das waren nicht meine Augen, es waren  fremde Augen die mich anguckten und diese sagten,  „ich zerstöre alles was es zu zerstören gibt“
Ich schaute in diese Augen und dachte, je mehr Leid dieser Augen anrichteten, um so zufriedener sind diese, wenn sie sich in einer Halle wieder finden.


Aber warum das ganze ?

Wie kommt ein Mensch bloß darauf Sachen zu machen die er gar nicht machen will  ?

Würde jemand seine Hand  auf einer  heißen Herdplatte legen obwohl er weiß das es höllisch weh tut ?
Würde jemand  nach Lohnerhalt zu seiner Bank gehen, sein Geld runter holen und es danach verbrennen ?

Nein ?

Aber so war ich als Spieler, und bestimmt nicht weil ich es wollte, ich konnte nicht anders !
Ob das jemand verstehen kann, ich denke nicht wirklich, und wenn dann ist es auch ein Spieler !

Ich möchte mich nicht Rechtfertigen, nur versuchen zu erklären was in mir vorging !

Manchmal denke ich an den Film „der Exorzist“  irgendwie war ich genauso Fremdgesteuert.
Das mag jetzt vielleicht ein bisschen Krass klingen, aber so war ich hier sitze, so fühlte ich mich als Spieler.
Dieser verdammte Drang immer in einer Halle gehen zu müssen, immer zu Lügen, die meiste Zeit null Kontrolle über mich selber, alles fernab der Realität, und immer wissen das auch der nächste Tag (ich sage es mal so) ein Scheißtag wird, wie eigentlich alle Tage wo ich noch spielte, nein Spieler zu sein das war wirklich nicht lustig !!


Ich habe mir das "Spieler sein" nicht ausgesucht, es hat mich ausgesucht !
Ich aber habe es beendet, weil der Spieler es niemals beendet hätte.

Würde mich Heute jemand fragen wie ich das gemacht habe mit meiner „Sucht“  würde ich sagen, ich habe mich gesucht und gefunden, weil der Spieler das war ich nicht wirklich, den habe ich nur im Spiegel gesehen, aber er "war" verdammt echt.



Und wenn ich heute  in den Spiegel schaue, dann sehe ich wieder meine, und nicht diese fremde Augen.

Rainer

 3 
 am: 24 Mai 2013, 16:03:08 
Begonnen von Maikind - Letzter Beitrag von Maikind
Dank Dir für die ausführliche Antwort, Olli !! Danke auch für Deinen Beitrag andreasg !
Das hilft mir dabei, meine freie Woche nicht mit Automatenspiel einzuleiten. 

 4 
 am: 23 Mai 2013, 19:49:24 
Begonnen von Maikind - Letzter Beitrag von Olli
Hi Maikind!

Als ich das erste Mal in der Gruppe saß (und spielfrei werden wollte), da hatte ich eine gähnende Leere in meinem Kopf.
Ich war super nervös - schwitzte daraufhin wie ein ...
Ich fühlte mich unwohl - alles war neu - aber zumindest vertraut, da ich die Gruppe ca. 6 zuvor bereits als Alibi aufgesucht hatte.
Es ist eine GA-Gruppe.

Wir treffen uns immer eine viertelstunde vor beginn und führen lockere ganz normale Gespräche.

Nach der Begrüßung durch einen der Mitglieder, stellt sich jeder kurz vor.
Wer mag, der kann auch schon kurz sein gewünschtes Gesprächsthema anschneiden.
Meine Begrüßung lautete kurz und bündig:
Ich heiße Olaf und bin süchtiger Automatenspieler, Danke.
Jedes "Danke" zeigt an, dass man fertig ist.

Danach wird aus der Präambel vorgelesen - sowie auch die 12 Schritte.

Im nächsten Abschnitt wird aus "Einen Tag zur Zeit" vorgelesen.
Es kann ein Anreiz für gesprächsthemen sein.

Wenn nun im Anschluss jemand reden möchte, meldet er sich und es wird reihum das Wort erteilt.
Jeder redet dabei nur von sich - und jeder nimmt sich nur das, was er in diesem Zeitpunkt für sich nutzen kann.
Stellungnahmen zu anderen Personen oder deren Meinungen etc. ist verpönt.
Es wird nicht kritisiert oder anderweitig gewertet.

Trotzdem kann sich ein goldener Faden spinnen, der verdammt klebrig ist #grins# und mich bis nach hause und/oder zum nächsten Meeting begleitet.

Ganz zum Schluss gibt es die Abschlussrunde.
Auch hier kann jeder noch einmal in Kürze für sich ein Resume ziehen - oder die Klappe halten ;-)

Dann ist das Meeting beendet und jeder geht seiner Wege - es sei denn es findet sich eine Gruppe, die sich im benachbarten Cafe noch zusammensetzt.

Diese Gruppe besteht aus Spielern. Manche sind schon lange trocken - anderen besuchen die Gruppe schon seit Jahren und schaffen es nicht spielfrei zu werden.
Ja und da sind auch immer wieder Neue, die sich die Türklinke in die Hand geben.

Alle Gruppenmitglieder teilen ihren Wunsch nach einem zufriedenen Leben mit der Sucht.
Alle teilen hierfür ihre Erfahrungen - Gedanken und Emotionen.
Dafür ist die Eigenverantwortung von Nöten, den Anderen Gruppenmitgliedern zu vertrauen.

Jedes gesprochene Wort verlässt daher nicht den Raum.

In die Gruppe zu gehen bringt Dir aber nichts - wie ich es einst gemacht habe, wenn Du die Zeit nur absitzt.

Ich sage immer - die wertvollste Zeit im Meeting sind die Pausen - wenn niemand etwas zu sagen hat.
Dann kreisen die Gedanken.
Dann werden zeitnah Assoziationen hervorgezaubert - die Erfahrungen der Anderen mit den Eigenen verglichen.
Die externen beschrittenen Wege werden analysiert - um dann von mir angenommen, verworfen - oder auf Wiedervorlage gesetzt zu werden.

Die wertvollste Person für meine Genesung bin schlichtweg ich.
Ich muss bereit sein durch Zuhören, Selbstreflektion und "Bewegung" meinen Genesungsweg zu beschreiten.

Kurzum: Du wirst nicht gebissen! Also - Adresse raussuchen - ggf. anrufen - hingehen.

Nicht für die Gruppe - nicht für uns hier - einfach nur für Dich.
Gönne Dir die Seelenmassage!


 5 
 am: 23 Mai 2013, 19:11:43 
Begonnen von Maikind - Letzter Beitrag von andreasg
[Finde ich gut, aber, wie ich erwartet hatte und auch immer wieder erlebt hatte, ist der Ärger, das Reuegefühl, das "miese Gefühl" nach der Woche weg und ich habe mich heute bereits dabei ertappt, dass ich an die Halle gedacht habe und ehrlich gesagt Lust verspürt habe, "ein wenig" zu spielen.]

Liebes Maikind in soner Selbsthilfegruppe sitzen viele, die genau dieses Gefühl kennen. Nach meiner Erfahrung ist der einzige - der beste Weg, der direkte Austausch mit Spielsüchtigen im geschlossenen Raum. Die Wahrheit sagt man sich nicht selber, - die wird einem gesagt.
Schöne 24 Stunden
Andreas

nun will ich aber gleich los, in mein Meeting....

 6 
 am: 23 Mai 2013, 18:33:50 
Begonnen von Maikind - Letzter Beitrag von Maikind
Hi Ercan, herzlich willkommen und danke für Deine Antwort. Tach auch an die anderen freundlichen Unterstützer! So, am 15. Mai hatte ich meinen ersten Eintrag hier gemacht, frustriert nach dem Zocken, 50 € verloren. Heute haben wir den 23. und somit habe ich 8 Tage nicht gespielt.  Smiley Finde ich gut, aber, wie ich erwartet hatte und auch immer wieder erlebt hatte, ist der Ärger, das Reuegefühl, das "miese Gefühl" nach der Woche weg und ich habe mich heute bereits dabei ertappt, dass ich an die Halle gedacht habe und ehrlich gesagt Lust verspürt habe, "ein wenig" zu spielen. Ich bagatellisiere das dann schnell. Nach dem Motto "10, 20 Euro ist doch OK, darf man ... sorry ... darf ich mir doch mal wieder gönnnen usw." Also diese Grenze, die ich mir gesetzt habe, ist wie aufgelockert. Dabei weiß ich, dass wenn ich jetzt hingehen würde, es leicht passieren kann, dass es nicht bei 10 oder 20 Euro bleibt, sondern, wenn diese verspielt sind, ich wie im Sog und "irgendwie unfrei" weiterspielen würde, da ich mich damit nicht abfinden könnte, 20 Euro verspielt zu haben, womöglich ohne Serie und Glücksgefühl ... na ja, ihr kennt das bestimmt ... und am Ende wären womöglich wieder 50 weg. Fakt ist, ich war heute nicht dort und gehe heute auch nicht dahin und bin somit wie gesagt 8 Tage spielfrei. Ich weiss und spüre, dass es jetzt aber aus den beschriebenen Gründen schwieriger wird, standzuhalten. Nächste Woche habe ich Urlaub, was die Sache auch nicht leichter macht .... Danke für's lesen und beste Grüße !! Simon.     

@Olli: Warum ohne SHG versuchen? Scheu vor einer fremden Gruppe, einer neuen Situation. Fühle mich schnell unsicher und unwohl, wenn ich auf neue Menschen treffe. Habe ich schon ewig und drei Tage Probleme mit. Könnte auch einer der Gründe fürs zurückgezogene Spielen sein.   Traurig

 7 
 am: 23 Mai 2013, 06:50:09 
Begonnen von Ercan - Letzter Beitrag von Olli
Moin Ercan!

OK ...

Zitat
Ich denke ich spiele, weil ich gerne gewinne.

Wieso? Was geschieht da in Dir?

Zitat
Ich spiele, weil ich zu viel Freizeit habe.

Oder weil Du einfach nichts mit Dir anzufangen weisst?
Was könntest Du Dir vorstellen, wie Du das Zeitproblem ändern kannst?
Übrigens habe ich mich damals in meiner aktiven Zeit dermaßen mit Hobbies und Arbeit zugeknallt - Zeit fürs Spielen habe ich trotzdem immer genug gefunden.

Zitat
Ich spiele, weil ich abschalten möchte.

Welche Alternaive könntest Du Dir vorstellen?

Zitat
Ich spiele weil ich gierig bin. Wer arbeitet schon hart für sein Geld? Die Aussicht, aus 50€ 500€ zu machen usw.

Vielleicht nist Du gar nicht gierig? Klar, den schnellen einfachen Weg wird wohl jeder gerne gehen wollen ... aber über diesen Status bist Du hinaus - nicht wahr?
Das gesetzliche Zahlungsmittel hat sich langsam gewandelt zum Suchtmittel.
Dadurch habe ich den Bezug zu Geld verloren - und musste ihn neu lernen.
Deine eigene Geldeinteilung ist da schon mal ein guter Anfang.
Führst Du ein Haushaltsbuch?
Zitat
Ich spiele, weil es einfacher ist, sich mit anderen und seinen Problemen auseinanderzusetzen.

Das hast Du mit Deiner Anmeldung hier ja schon geändert  Grinsend

Zitat
Ich spiele, um anderen zu zeigen, dass ich keine Angst habe zu verlieren.

Wieso? Was steckt dahinter?

Zitat
Ich spiele, weil es zur Gewohnheit geworden ist.

Dies ist ein Punkt, an dem ich gerade selbst zweifele.
Kann eine Sucht als Gewohnheit beschrieben werden?

Ich danke Dir fürs Teilen.

 8 
 am: 23 Mai 2013, 00:03:51 
Begonnen von Ercan - Letzter Beitrag von Ercan
Hallo Olli und Danke, dass du mir schreibst.
Ich gebe dir Recht bei deiner Feststellung, dass ich (unterbewusst) die Ich-Form verlassen habe. Ich musste soeben selbst darüber schmunzeln.
Mir ist allerdings klar, dass nur ich an meiner Situation was ändern kann.
Kein anderer kann für meine Taten verantwortlich gemacht werden. Das wäre auch nicht meine Absicht. Ich möchte auch meine aktive Rolle hierbei nicht beschönigen. Mir geht es schlicht darum, auszusteigen.
Den Anfang habe ich damit gemacht, dass ich keine Seiten mehr aufsuche, die Sportereignisse samt Quoten aufzeigen. Das fällt mir momentan auch leicht, da alle wichtigen Fußball-Ligen der Welt beendet sind.
Ich hoffe, ich werde das CL- und  DFB-Pokalfinale  überstehen.


Zitat
Ich denke in erster Linie ist Spielsucht ein Konrollverlust.
Als Spielsüchtiger werde ich sicher mein lebenlang damit zu kämpfen zu haben, mich zu kontrollieren.

Nein, die Spielsuchtausübung ist für mich nur ein Symptom.
Dahinter stehen oftmals z.B. Ängste, die kompensiert und verdrängt werden sollen.

Was denkst Du, wieso Du spielst?



Ich denke ich spiele, weil ich gerne gewinne.

Ich spiele, weil ich zu viel Freizeit habe.

Ich spiele, weil ich abschalten möchte.

Ich spiele weil ich gierig bin. Wer arbeitet schon hart für sein Geld? Die Aussicht, aus 50€ 500€ zu machen usw.

Ich spiele, weil es einfacher ist, sich mit anderen und seinen Problemen auseinanderzusetzen.

Ich spiele, um anderen zu zeigen, dass ich keine Angst habe zu verlieren.

Ich spiele, weil es zur Gewohnheit geworden ist.


 9 
 am: 22 Mai 2013, 22:37:23 
Begonnen von Ercan - Letzter Beitrag von Olli
Herzlich willkommen Ercan!

Zunächst möchte ich Dir danken, dass Du uns an Deinen Gedanken teilhaben lässt.

Wie schon fast üblich #grins#, möche ich Dich bitten, nicht von Dir abzulenken, wenn Du von Dir sprichst. Du darfst ruhig in jedem Satz das von sich "wegschiebende" "man" durch "ich" ersetzen.
Je deutlicher Du von Dir selbst sprichst, desdo eher akzeptierst Du Dich und Deine Sucht.

Zitat
Du musst echt versuchen, die Sucht/Krankheit zu bekämpfen.


Zu kämpfen empfinde ich persönlich nicht als den richtigen Weg.
Du kämpfst dann nämlich die ganze Zeit nur gegen Dich selbst.
Das ist in meinen Augen vergeudete Kraft, die Du positiv in die Anwendung kleiner Werkzeuge stecken kannst.
Für mich war es wichtig, Akzeptanz zu lernen.
Ich bin spielsüchtig.
Ich brauche mich dessen nicht zu schämen.
Ich habe ein Suchtgedächtnis, welches mich immer wieder an "alte Zeiten" erinnert und mich lockt.
Ich werde mein Leben lang gefährdet sein.
Ich muss immer achtsam mit mir umgehen.
Ich darf mir von Personen in meiner Umgebung Hilfe gönnen.
Ich darf Gleichgesinnte in einer Selbsthilfegruppe finden.
Ich darf zur Suchtberatung gehen und um Hilfe für mich bitten.
Ich habe eine Menge Fehler gemacht, die ich nicht mehr machen möchte.
Ich werde auch zukünftig wieder Fehler machen, die ich aber zu vermeiden versuche.
...
Und so folget aus der Akzeptanz das Aufstellen von Grenzen.
Ich betrete keine Spielhalle.
Ich wende dem Automaten in der Frittenbude den Rücken zu um nicht getriggert zu werden.
Ich schaue mir keine Sportereignisse mehr an um nicht getriggert zu werden.
Ich installiere mir Schutzsoftware à la gamblock, txnogame und k9webprotection.
...

Zitat
Ich denke in erster Linie ist Spielsucht ein Konrollverlust.
Als Spielsüchtiger werde ich sicher mein lebenlang damit zu kämpfen zu haben, mich zu kontrollieren.

Nein, die Spielsuchtausübung ist für mich nur ein Symptom.
Dahinter stehen oftmals z.B. Ängste, die kompensiert und verdrängt werden sollen.

Was denkst Du, wieso Du spielst?

 10 
 am: 21 Mai 2013, 21:06:02 
Begonnen von Markus S - Letzter Beitrag von Ercan
Hallo Markus,

danke, dass du so offen über deine Erfahrungen berichtest.
Du musst echt versuchen, die Sucht/Krankheit zu bekämpfen. Das bist du deiner Freundin schuldig.
Bezüglich Selbstmordversuchen und - gedanken möchte ich sagen, dass es nie einen Grund gibt, sich das Leben zu nehmen. Das Leben ist so schön und es gibt neben Automaten, Wetten usw. noch so viele Dinge im Leben, für die es sich lohnt weiterzumachen.

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