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7.655 Beiträge in 1.135 Themen- von 1.088 Mitglieder - Neuestes Mitglied: Chalenchen

01 November 2014, 00:24:01
Forum GlücksspielsuchtNeueste Beiträge
Seiten: [1] 2 3 ... 10
 1 
 am: Gestern um 20:10:54 
Begonnen von timme - Letzter Beitrag von andreasg
Hallo Timme,

das ist eine wichtige und eunsichtige Frage. Nur, jede Sucht ist mit außerordentlich viel Scham belegt. Voran jene an der ich, oder insbesondere der Süchtige am meisten leidet.
Bei mir hat das auch nicht mit Stofflichen Süchten geklappt, trotz massivem Alkoholmissbrauchs, was mir aber die scheinbare Ruhe in der Spielstätte verschaffte.
Ich bin davon überzeugt, ein gutes darstellerisches Talent zu habe, besonders wenn ich den Thatralischen gebe, den Leidenden.... Vielleicht ist auch der kindgemäße Spieltrieb traumatisch gestört, daß es zu Beziehungssüchtigen Verhaltensmustern kommen kann, bsp die Co-Abhängigheit, also sich in der Identität des anderen zu integrieren. Der Mangel an Beziehungsfähigkeit wird reingefressen oder abgemagert...
Ich selber habe einmal in Powerpoint ein Ornigramm meiner versteckten Süchte erstellt, im Anschluß an einen Klinikaufenthalt vor 11 Jahren. Seit dieser Stationären Therapie bin ich rauchfrei.

Schöne 24 Stunden
Andreas

nur für Heute bin ich frei vom selbstzerstörerischen Glücksspiel

 2 
 am: Gestern um 13:59:39 
Begonnen von timme - Letzter Beitrag von Bärtastisch
Lieber Timme

Ich meine sowieso dass jeder Sucht eine Verletzung der Seele zugrundeliegt. Und da ist der Seele alles recht, wenn sie meint, die Probleme müssen weggeschoben werden. Ob man sich mit Ritzen, Alkohol oder Spielen ablenkt, ist dann sekundär. Naja. Ich bin von allem möglichen frei gewesen und habe deshalb nicht erwartet, dass ich von einem kostenlosen Onlinespiel abhängig werden könnte. Stoffliche Süchte Habe ich alle umschiffen können. Aber die Angst steckt drin und schreit nach Ablenkung oder Fühlen. Komisch, dass hier kein anderer schreibt. Es gibt Viele mit Mehrfachbelastung oder Verschiebung. Ist alles ein Heilungsversuch. So paradox das klingt.

 3 
 am: Gestern um 11:14:21 
Begonnen von misterhappy - Letzter Beitrag von Olli
Hi!

Ein Auszug aus den Grundsätzen der GA:
Zitat
3. Definition der Spielfreiheit 
 Wenn wir die Spielfreiheit definieren, sprechen wir nicht für den "normalen" Menschen in der Gesellschaft. Er oder sie können tun, was sie möchten, und wir nehmen keine Stellung dazu ein, was für diese Personen Spielfreiheit ist. Wir können nur für uns selbst sprechen. Und wir sind von unseren Mitmenschen verschieden. Unser Ziel ist es, "nur für heute" spielfrei zu bleiben - und das immer wieder aufs Neue, möglichst ein Leben lang.
 Natürlich haben wir erkannt, dass man spielfrei, aber nicht wirklich gefühlsmäßig "nüchtern" sein kann, genau wie es bei den Alkoholikern der Fall ist, die aufgehört haben zu trinken. Wir können jedoch die innere "Nüchternheit" nicht füreinander definieren. Nur der Betroffene weiß, ob er von der Macht der Spielsucht frei ist und von den sie begleitenden Suchtverlagerungen. Und diese Seite der Genesung scheint eine fortschreitende zu sein.
 Das Ideal, das wir anstreben, besteht nicht nur darin, Spielfreiheit durch das Nicht - Ausleben unserer Krankheit zu erlangen, sondern auch darin, die Sucht im Geiste zu besiegen und eine positive "Nüchternheit" zu erhalten.
 Der große Segen unserer Spielsucht ist, dass das Vakuum, das der Entzug in unserem Inneren hinterlässt, nie gefüllt werden wird, wenn wir nicht bedingungslos anderen von uns geben können. Die ganze Zeit dachten wir, durch Nehmen könnten wir die große Verbindung zu uns herstellen. Wir haben inzwischen erkannt, dass wir sie durch Geben bekommen. Unsere ganze Vorstellung über das Spielen beginnt damit, sich zu ändern. Unsere Spielsucht bekommt einen einfachen und natürlichen Platz, den sie früher nie hätte einnehmen können.Kurz zusammengefasst: Wir lassen Mitglieder sein, was immer sie wollen und tun, soweit es das Ausleben ihrer Spielsucht und das Wachstum in ihrer Genesung betrifft.

Hier noch die Präambel:
Zitat
Anonyme Spieler sind eine Gemeinschaft von Frauen und Männern, die ihre Erfahrung, Kraft und Hoffnung teilen, um miteinander ihr gemeinsames Problem zu lösen.
 Unser wichtigstes Anliegen ist es, mit dem Spielen aufzuhören und anderen süchtigen Spielern zu helfen, es auch zu schaffen. Die einzige Bedingung für die Mitgliedschaft bei den Anonymen Spielern ist der Wunsch, das Spielen auf-zugeben.
 Es gibt bei uns keine Gebühren oder Mitgliedsbeiträge. Wir tragen uns selbst durch unsere eigenen, freiwilligen Spenden.
 Die Anonymen Spieler stehen keiner politischen Partei, Konfession, Sekte oder sonst einer Institution nahe.
 Die meisten von uns gaben nur sehr widerstrebend zu, dass das Spielen für sie ein Problem ist. Typisch für unsere "Spielerkarrieren" sind unzählige Versuche zu beweisen, dass wir genauso spielen können wie andere.
 Wir haben gelernt, dass jeder von uns sich selbst in aller Ehrlichkeit eingestehen muss, ein süchtiger Spieler zu sein. Das ist der erste Schritt zur Genesung.
 Vor allem müssen wir den Selbstbetrug erkennen, dass wir so sind oder jemals so sein werden wie andere, wenn es um das Glückspiel geht. Wir sind anders! Wir haben die Fähigkeit verloren, kontrolliert zu spielen. Wir wissen, dass ein süchtiger Spieler diese Fähigkeit niemals wiedererlangt.
 Jeder einzelne von uns hat irgendwann einmal geglaubt, er wäre in der Lage, die Kontrolle zurück zu gewinnen. Aber auf diese meist sehr kurzen Phasen folgte unausweichlich noch mehr Kontrollverlust, der allmählich zum körperlichen und
 seelischen Verfall führte.
 Wir sind fest davon überzeugt, dass wir an einer fortschreitenden Krankheit leiden. Im Laufe der Zeit verschlimmert sich diese - es geht uns stets schlechter, niemals besser.
 Steht jemand erst einmal unter diesem Spielzwang, verliert er drei grundlegende Dinge: Zeit, Geld und sein Wertgefühl.
 Zeit und Geld sind verspielt - unwiederbringlich -, das Wertgefühl aber lässt sich zurückgewinnen.

Ich finde, die beiden Zitate passen gerade hier ins Thema.

@Maria-Bärchen
Du darfst editieren, wie Du möchtest. Du kannst Sternchen setzen ... den Text ganz löschen - ganz wie Du magst.

Wenn Du schon einen GA-ler an der Hand hast - dann begleite ihn doch zum nächsten Meeting ?!
Anschauen kostet nix ...

Natürlich darfst Du grundlegende Fragen hier erörtern.
Das darfst Du aber auch mit scheinbar nichtigeren Fragen tun.

Mache dies aber bitte in einem eigenen Thread, damit wir dem Happy seinen nicht zerschießen.

Nachtrag: Gerade habe ich FB einen schönen Spruch gesehen:

Zitat
Fakt ist:
Manchmal bin ich so kompliziert, dass ich mich selber nicht verstehe.

 4 
 am: 30 Oktober 2014, 23:08:58 
Begonnen von misterhappy - Letzter Beitrag von misterhappy
Guten Abend Smiley

Der 3. Tag ist rum. Ich liege endlich im Bett und kann in's Träumeland huschen. Lächelnd

Olli, was du da erzählst kenne ich  nur zu gut. Ich arbeite 7 Tage ( verschiedene AG ) die Woche.
Kenne das Gefühl ständig auf Achse zu sein.
Und viel mieser ist das Gefühl, wenn man das so hart verdiente Geld binnen weniger Stunden verspielt hat.
Wenn man so recht überlegt, machen die Buchmacher richtig viel Asche an uns...

Das einzige was ich wirklich hoffe ist, dass Karma wirklich existiert. Es reicht mir schon, zu wissen dass ich nicht mehr Spielen werde.
Doch wäre es auch schön zumindest einen Bruchteil von dem verspieltem Geld zurück zu bekommen.

Tag 3 ist geschafft.

Gute Nacht euch.
Smiley

 5 
 am: 30 Oktober 2014, 19:33:12 
Begonnen von misterhappy - Letzter Beitrag von Bärtastisch
@happy
Beneidenswert: Tag 3, kein Spieldrang und keine Ängste! Lächelnd

Ich habe heute tatsächlich auch etwas geschafft: muss dringend ausmisten und kann krankhaft nicht loslassen. Das kostet nur Speicherplatz in Garagen und Keller und belastet mich total. Aaaber: habe ein Auto voll mit Dingen, die ich morgen vor der Arbeit zur städtischen Müllanlage bringen will. Da ich nicht gespielt habe, habe ich ein wenig Energie gehabt, um was anzuschauen. Gehören eigentlich Messi Symptome , Ängste, Depris und Spielsucht zusammen? 

Und dann sehe ich, dass tatsächlich hier jemand mich gesehen und geantwortet hat!  Das tut gut! Vielleicht hat der GA ler Recht und es bringt etwas, sich mitzuteilen...

Danke, Olli, was heißt in dem Fall editieren? Das Sternchen setzen, statt der ganzen Nummer?  Hat sich ja eh erledigt und es scheinen recht unerwünschte Münchner zu sein, wenn da viele über schlechte Erfahrungen jammern. Werbung für die will ich bestimmt nicht machen.

Also gute spielfreie Nacht und Gute 24 Stunden ihr Lieben Zwinkernd

 6 
 am: 30 Oktober 2014, 16:54:14 
Begonnen von misterhappy - Letzter Beitrag von Olli
Hallo Ihr zwei!  Grinsend

@Bärchen
Herzlich willkommen!
Bitte editiere Deinen Beitrag mit der Telefonnummer.
Wir wollen ja hier keine Schleichwerbung machen ... für eine Nummer, die Du gar nicht erreichen kannst ...

@Happy
Während meiner gesamten Spielzeit lebte ich wie auf der Überholspur.
Dies nicht nur beim Spielen selbst, sondern auch in anderen Lebensbereichen.
Auf der Arbeit wollte ich immer neue Innovationen (klein aber fein) einführen - stieß auch Wiederstand - setze mich durch.
Ich trug noch Zeitungen aus - insgesamt 15 Jahre lang.
Eigentlich hätte ich mir beim Austragen Zeit lassen können, doch ich hetzte von Tür zu Tür, um die Gesamtdauer des Austragens auf ein neues Rekordminimum zu reduzieren.
Ich arbeitet nebenher noch für meinen Vater. Kaum von der Arbeit zurück, lagen dort Angebote und Rechnungen, Mahnungen und was weiss ich nicht mehr alles.
Ab Freitag Mittag - Samstags und teils Sonntags half ich ihm beim Fliesenlegen und Fugen.
Nebenher erstellte ich für einen Arbeitskollegen noch ein paar Lagepläne.
Mein Hobby - Darten - pflege ich heute noch - zwei mal die Woche.
Ein anderes Hobby habe ich nach 6 Jahren dran gegeben - ich war in einem Tambourcorps.
Ursprünglich wollte ich nur die Spielmannstrommel spielen - kam aber recht flott als Zeugwart in den Vorstand.
Der Ausbilder an den Trommeln hörte auf - ich wurde zum Ausbilder.
Also wurde ich zum Schlüsselträger der Proberäume - war also der Erste und der Letze vor Ort.
Auf einmal kamen viele Kinder zur Probe - wer führte also für sie eine weitere Unterrichtsstunde ein? - Moi!
Da ich die Kinder dann teils noch nach Hause brachte, wurde ich alsbald auch noch der Jugendwart.
Für den Verein habe ich Touren organisiert und ein riesiges Jubiläum.
Natürlich war ich bei jedem Auftritt dabei - Vorstandsgesprächen auch mit anderen Vereinen ...
Und da ich ein wenig Langeweile hatte, habe ich noch alle Trommelnoten in eine Software abgetippt - ausgedruckt und auf Karton geklebt.
Haus und Hof mussten auch noch in Schuss gebracht werden.

Die Zeit des Tambourcorps ging vorbei - mein Vater ging in Rente - auf Zeitungen austragen hatte ich keinen Bock mehr - der Arbeitskollege ging in Rente - auf der Arbeit schraubte ich zurück, weil das Gehalt auch nicht angepasst wurde ...

Was blieb war ein Menge Freizeit - Zeit, die gefüllt war mit Leere.

Diese Leere täuschte jedoch total darüber hinweg, dass ICH das Maß des Normalen weit überschritten hatte.

Heute denke ich mir, dass ich dieses Maß erreicht habe.
Und stell Dir vor ... ich weiss heute gar nicht mehr, wie ich das alles damals geschafft habe, ohne zusammen zu brechen.


 7 
 am: 30 Oktober 2014, 15:48:56 
Begonnen von misterhappy - Letzter Beitrag von misterhappy
Hallo Bär,  Smiley

nun im Grunde genommen habe ich keine Ängste... Oder vielleicht doch??
Nicht das ich wüsste.
Es scheint mir einfach nur eine Sehnsucht nach etwas zu sein, wovon ich selber noch nicht weiß, was es ist.
Ob das was mit Angst zu tun hat?
Und wenn, dann wovor?
Vor einem Leben ohne das Spiel? Kann ich gerne drauf verzichten auf diese Angst!

Das einzige was mir tatsächlich Angst macht, ist mein kleines Griechenland auf meinem Konto.  Grinsend Grinsend Und selbst das hält sich in Grenzen, da ich weiß dass ich dieses Geld anderweitig habe.

Tag 3 läuft immernoch. Wenn ich so recht drüber nachdenke, habe ich eigentlich nicht wirklich einen Spieldrang... Oder ich merk es einfach nur nicht?  Huch

Gruß Smiley

 8 
 am: 30 Oktober 2014, 14:51:25 
Begonnen von misterhappy - Letzter Beitrag von Bärtastisch
Oh. Ist wohl eine Münchner Firma. Alles klar. Die wollen vielleicht was verkaufen. Jedenfalls ist die Nummer bekannt. Sorry, dass ich euch damit gelangweilt hab

 9 
 am: 30 Oktober 2014, 14:41:19 
Begonnen von misterhappy - Letzter Beitrag von Bärtastisch
+49 89***** oder so ist die Nummer,  die mich anruft und dann gibts die nicht. Sollte das mal bei google eingeben. Liebe Grüße. Maria

 10 
 am: 30 Oktober 2014, 14:01:01 
Begonnen von misterhappy - Letzter Beitrag von Bärtastisch
Hallo. Mr happy ... Der Name reicht mir. Nennt mich Bär oder was immer. Das mit der inneren Leere von mrHappy interessiert mich. Ich spiele seit ein paar Wochen nicht mehr und ohne Geldeinsatz seit einigen Monaten. Seitdem spüre ich meine Ängste wieder, die schon vorher da waren. Die sind eigentlich immer da, außer in der richtig heftigen Spielphase habe ich alles verdrängt. Also ist die Frage, sterben oder mit der Angst leben. Das Spiel war nur ein Make Up über der grundsätzlichen Angst. Und hatte gut funktioniert. Wenn ich was essen könnte gegen die Angst... Würde ich tun. Bin ich ein besonderer Fall? Stört es euch, wenn ich über grundsätzliche Ursachen schreibe?  Meine Eckdaten: 2 Jahre Onlinespiel. Vorher immer mit Orakeln "geredet ", wenn ich es nicht aushielt, meine Gedanken und Gefühle anzuschauen. Und bin auch sehr zurückhaltend, dem Internet etwas anzuvertrauen. Hörte von einem GA Bekannten, dass es gut ist, sich mitzuteilen. Deshalb hier mein zurückhaltender Ansatz. Möchte niemanden verletzen, alle verstehen und so weit es geht gehört werden. Danke für euer Ohr und Toleranz  euer Bär. Übrigens: beim Registrieren erhielt ich einen Anruf, keiner dran. Da fürchte ich dann, jemand liest mit, wenn ich Passwörter eingebe. Die Nummer gibts angeblich nicht bei Rückruf. Hat mir jemand eine beruhigende Erklärung?  Dann danke jetzt. Bäaaaarin.   Bin weiblich
danke auch für eure Beiträge

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