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7.348 Beiträge in 1.089 Themen- von 1.016 Mitglieder - Neuestes Mitglied: Merlin

24 April 2014, 18:07:25
Forum GlücksspielsuchtGlücksspielsuchtGlücksspielsucht Allgemein (Moderator: Ilona)Thema: Spielsucht
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Autor Thema: Spielsucht  (Gelesen 21377 mal)
freitagessen
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« Antwort #180 am: 26 Februar 2013, 21:15:43 »

ganz kurz.....

bei mir ist alles in bester Ordnung, wie gesagt....wollte nicht mehr soviel schreiben, weil das was ich schreiben mußte habe ich schon geschrieben!
Es gibt auch sogesehen nichts neues bei mir...mein Leben hat sich jetzt ohne zu spielen eingependelt......teilweise war es doch sehr mühsam...aber das ist jetzt egal...Ich habe das gemacht was ich gesagt habe, und daran werde ich mich auch halten.

Und eh Andreas...ich lege mal meine Hand auf deine Schultern....du schaffst das schon Junge!

Rainer



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andreasg
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« Antwort #181 am: 28 Februar 2013, 10:00:42 »

Hallo ihr Lieben,

Sonntags Nachmittags sitze ich im Königscafé einer Tagesklinik für Psychich Kranke Menschen. Dort werden Bilder von Patienten ausgestellt. So sah ich mir gerne das Bild eines Froschs an, der auf einem Ast saß. Die Gedanken gingen dahin, daß diese - die Froschköninin sei, die mich wachküsst und ich in der Metamophose als bronze - strahlender Kröterich erscheine, die Augen zum Himmel gerichtet.
Märchen sind etwas wunderbares, vor allem Donnerstags Abends in der Spirituellen in der VV-Halle....
Nein, ich brache mich nicht mehr in der Trauer festnageln, auch nicht, wenn ich an meine dyfunktionale Ursprungsfamilie denke. Gestern war ich bei einem Pott Kaffe bei meiner "Kleinen" Schwester und auf einmal strahlte ihr Gesicht, wie vor 50 Jahren, als 5 jähriges Mädchen. So teilte sie mir mit, daß sie Oma wird. Was soll ich mich grämen, wenn mein Neffe neues Leben zeugt? Das ist ein Blickwinkel, der das Augenmerk wieder nach vorne richtet. So kann es ein guter Tag werden.
Schöne 24 Stunden
Andreas
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freitagessen
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« Antwort #182 am: 02 März 2013, 10:22:37 »


Ich glaube es war der "Froschmann" Andreas.....und was machst du jetzt ?

Rainer

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andreasg
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« Antwort #183 am: 03 März 2013, 10:28:01 »

Ich habe Gestern (un)vernünftigerweise bei Rossmann eine blue-ray gekauft, "Mikro-Kosmos, Das Volk der Gräser" und sie mir abends zur Entspannung angesehen.
Ja, meine Perspektive ändert sich, die Welt ist auch im kleinen großartig,
aber Rainer, ich kann ja immer noch lernen, gerade, wenn es um Beziehungen geht.
Viele liebe Grüße
Andreas Unentschlossen
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freitagessen
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« Antwort #184 am: 05 März 2013, 20:38:54 »

Moin Moin  Andreas

Ich persönlich finde es voll ok wenn bestimmte Perspektiven auch mal überdacht werden.
Sich da irgendwie auf irgendwas fest zu legen wird mit Sicherheit irgendwann wenn es dann irgendwie nicht erreicht wird...langweilig.

Tja Andreas...und was Beziehungen angeht.....ich denke mal wenn du eine gute zur dir selber hast, kannst du auch eine gute zu jemanden anders haben , schließlich funktionieren so Beziehungen.
Wenn du das bist was du sein möchtest, und es ist gut, dann stehst du meistens nicht mehr alleine da.

Rainer     
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« Antwort #185 am: 05 März 2013, 22:10:53 »

Hallo Rainer,
habe mich gerade mit der Hannoverschen Verkehrspolitik beschäftigt, wobei die die Berliner und die Stuttgarter keineswegs bedauere, denn die Hannöveraaner, sind die s-tursten!
Es gibt viele Möglichkeiten sich zu interessieren.
Bin Heute mit müden Beinen erst beim Angiologen (Venenarzt) und dann beim Psychotherapeuten (Schraubeimkopflocker Arzt) gewesen und beides hilft mir sehr, meinen Status Quo anzunehmen. Das, ich jammere über meine Lebens - umstände ist immer ein bisschen schwanger und kommt nicht zur Geburt. Was mir ein Werkzeug wird, ist ja meine wiedergefundene SHG am Donnerstag Abend, eben in der Solidarität mit Spielsüchtigen in der Genesung zu sein.
Wenn es dann mal im Karton rappelt, können es nicht Geburtswehen für ein befreites ich sein. Die Mauer der Einsamkeit habe bekanntermaßen ich selber für viel, viel Geld hochgezogen. Also rocken wir die Situation gemeinsam: smash tehe mirror!
Liebe Grüße  Zwinkernd
Andreas

PS: Status Quo kommen im September auf Tournee
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« Antwort #186 am: 07 März 2013, 23:10:01 »

Moin Andreas

Die Mauer der Einsamkeit habe bekanntermaßen ich selber für viel, viel Geld hochgezogen.

Stimmt mit Sicherheit was du da geschrieben hast Andreas.

Aber das ist Vergangenheit !

Die Zukunft Andreas.....nur die ist Relevant, versuche doch mal das was du dir wünscht umzusetzen, eine Herausforderung könnte auch eine nette Perspektive werden......in/für  deine Zukunft !

LG Rainer
 

 
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« Antwort #187 am: 08 März 2013, 09:25:42 »



Da habe ich trotzdem noch mal drüber nachdenken müssen, über diese Einsamkeit als Spieler.

Wenn ich mir das mal so richtig durch meinem Kopf gehen lasse, stimmt das zu 100%...."Einsamkeit" und "Spieler"....die beiden gehören zusammen.
Nichts anderes bist du als Spieler....einsam und gefangen in einer ganz kleinen Welt.

Nichts was um mich herum geschah, habe ich tatsächlich wahrgenommen, und wenn dann empfand ich das nur als "Störend", wenn nicht sogar als Angriff auf meine kleines Ego.

Heute denke ich....die Welt eines Spielers ist klein.....verdammt klein, und verdammt Einsam.

Diese Einsamkeit würde sich fortsetzen, wenn ich nicht nach vorne schauen würde, sondern immer noch meine Vergangenheit hinterher Trauere.
Die Zukunft kann ich planen, und die Vergangenheit empfinde ich hierbei nur noch als Störfaktor, also lasse ich diese mal was es ist....."Vergangenheit".

Ich lese viel in den Foren, manchmal denke ich...wenn der ein oder andere sich mal genauso viele Gedanken über seine Zukunft machen würde, wie er/sie über seine Vergangenheit, dann hätte er/sie es ein ganzes Stückchen einfacherer, seine/ihre Sucht in den griff zu bekommen.
Gut das sind nur meine Gedanken....aber man könnte mal drüber nachdenken.
Habe ich auch gemacht....und kam bei mir zu dem Ergebnis...dass, das denken in der Zukunft die Sache unheimlich erleichtert.
Heute denke und handele ich nur noch für die Zukunft, obwohl mich meine Vergangenheit ab und zu noch mal einholt.

Das ist der Scheiß wenn du Selbständig bist, nach ein Jahr spielen bekommst du die Quittung   
vom Finanzamt.
Na gut....da müssen wir dieses Jahr noch durch....aber dann, dann bin ich nicht nur  frei....dann habe ich auch mein mir gesetztes Ziel erreicht. (frei von dem Glück spiel)

Die Pessimisten sind ein Leben lang Süchtig (meine persönliche Meinung).....aber da schließe ich mich vollkommen aus....da habe ich mehr wie Null Bock drauf....meine neu errungene Freiheit wird nicht aufs "spiel" gesetzt, wenigstens nicht mehr in diesen Leben.

Einsamkeit gehört mittlerweile auch zu meiner Vergangenheit, und auch das bleibt so...tja wenn ich alles noch mal so Revue passieren lasse....von dem Tag an dem ich aufhörte bis heute.....meine Fresse.....welch ein Idiot war ich.....welch ein Dummkopf.... eigentlich nicht in Wörter auszudrucken....aber um zu diese Erkenntnisse zu erlangen musste ich erstmal aufhören.
Ob mir meine Vergangenheit jetzt leid tut ?... nein nicht wirklich....ansonsten hätte ich heute ja nicht diese Erkenntnisse.
Und wichtig ist für mich das Heute, und noch nicht mal mehr das Gestern....das war mal.

Rainer 
   





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andreasg
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« Antwort #188 am: 08 März 2013, 17:19:30 »

Die Einsamkeit schwindet, wenn ich wirklich und von Herzen vor der Spielsucht kapituliere. Daraus wird das Ausleben dieser Sucht zur Gabe. Ich habe mich dem Glücksspiel hingegeben, nun ergebe ich mein nichts für die Liebe. Könnte auch ein Lied einstellen, daß ich gerne im Badezimmer singe - und von Kurt Moll im tiefsten Bass immer wieder im Radio zu hören ist.

Die Einsamkeit endet mit dem Bekenntnis der Spielsucht an andere Menschen, die das Problem kennen. Das habe ich so häufig erfahren dürfen. Der Gedanke, ich bin der einsamste Mensch der Welt - öffnet dann gerne die falsche Tür.

Vielleicht sind es immer nur Kleinigkeiten: Gestern der Mann mit Gehstock und zwei Reisetaschen an der Stadtbahnhaltestelle: Ich hatte mein Fahrrad dabei und den Stock zwischen Lenker und Gepäckträger befestigt. So sprach ich ihn an, und erfragte seinen Weg - zur Bushaltestelle. Also, meinen Pilgerstab runter, Reisetasche auf den Gepäcktraäger und langsam um den Bahnsteig zum Buswarteplatz. Ich habe keinerlei Gedanken daran verschwendet, "der Helfer, der rettende Engel" zu sein, nur das Rad mit Stock zusammengebracht und meine Spazierfahrt genießen. Das Gefühl der Einsamkeit kam erst wieder, als ich mich theamtisch Gestern im Spielermeeting damit auseinadersetzte. Wir haben noch spätabends ein wärmendes Nachmeeting gehabt in Verbundenheit.
Heute war ich beim Wohnungsamt, Wartemarke ziehen, Antrag ausfüllen, Erweiterungsantrag... Gleich wurde meine Nummer aufgewrufen. Der Sachbearbeiter schickte mich freundlich wieder zurück, gab mir Zeit zum Ausfüllen und erbat ein Klopfen an der Tür bei Fertigstellung. Alsbald setzte sich eine junge Frau zu mir und ein paar Worte später begann auch sie das stereotype Spielchen.Der Sachbearbeiter sprach mich nach seiner Zigarettenpause an und ich führte in dessen Kontor ein Dreiergespräch bei einer möglichen Anerkennung als Schwerbehinderter mit Kennzeichen "G". Es war alles locker und ich verabschiedete mich auch noch im Wartezimmer.
Meine Sozialen Ängste entstehen dort, wo ich es nicht verstehe mit Situationen umzugehen, die mich früher in schieren Streß getrieben hätten: Du mußte - das tun!!! Heute kann ich das tun, ich bin es mir wert. Bei dem Weg mit dem Herrn hatte ich ein Gefühl von Solidarität, bei der Dame - lediglich das Gefühl, daß ich es gelernt habe, positive Erfahrungen weitergeben zu können.
Dafür brauche ich vor Gott nichts leisten.
Glück stellt sich ein, wenn ich mit mir in Frieden leben.
In diesem Sinn wünsche ich uns ein sonniges Wochenende
Andreas


über den Wolken.... Küsschen
« Letzte Änderung: 08 März 2013, 17:21:20 von andreasg » Gespeichert

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« Antwort #189 am: 10 März 2013, 09:45:10 »

Kleine Korrektur,

Ich Zitiere mich mal selber,

Na gut....da müssen wir dieses Jahr noch durch....aber dann, dann bin ich nicht nur  frei....dann habe ich auch mein mir gesetztes Ziel erreicht. (frei von dem Glück spiel) Ärgerlich Ärgerlich Ärgerlich
Das hier oben nehme ich wieder zurück hier soll stehen,

Mein gesetztes Ziel werde ich weiterhin verfolgen (Spielfrei zu bleiben), wie konnte ich behaupten das ich das schon erreicht habe? keine Ahnung .... Überheblichkeit.


Die Pessimisten sind ein Leben lang Süchtig (meine persönliche Meinung).....aber da schließe ich mich vollkommen aus. Ärgerlich Ärgerlich

auch diesen Satz nehme ich wieder zurück !

Da ich keine Hellseherische Fähigkeiten besitze, streiche ich diese aussage.
Es waren meine Gedanken zu dem Zeitpunkt wo ich dieses schrieb, aber diese müssen nicht immer richtig sein habe ich festgestellt, und ich finde sie auch nicht richtig, sondern auch Überheblich.

Ich habe etwas von meinem altem Muster in mein geschriebenes erkannt (Überheblichkeit), das konnte ich so nicht stehen lassen!

Rainer 


 
 
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andreasg
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« Antwort #190 am: 10 März 2013, 13:37:20 »

Ich bin Heute spät aufgestanden, habe eingesehen , daß ich im Bett liegend meine Probleme nicht lösen kann, schon gar nicht das - eines älter werdenden Mannes. Das Grübeln ist mir ein schlechter Kamerad geworden. In meiner Erkenntnis: was weiß ich Neues von der Tratscherei verstecke ich mich so dann gerne unter der Bettdecke. Menschen in Augenhöhe zu begegnen, bringt Genesung. So denke ich an eine Gemeinschaft unter Spielern, in der wir durch gemeinsamen Austausch eine Gemeinsamkeit in unserer Psyche feststellen können. Den Gedanken: "keine zwei Spieler gleichen sich" wohl im Hinterkopf. Da ist auch meine Sorge, daß ich Heute spätnachmittags beim Treffen meiner Esssüchtigen alleine sitzen mag, weil das Wetter nicht mitspielt, weil das Herz schlägt und ein Gruppemitglied seine erste Mahlzeit am Tag zu der Stunde einnimmt. 
Meine schlimmte Sucht ist die, andere Menschen gegen ihren Willen zu manipulieren.
Nach dem Brunch las ich die Tageszeitung online und fand gleich einen BVeitrag über Asylrecht und darunter einen rechtpopulistischen Kommentar. Also zog ich meinen Säbel blank und antwortete mit meiner Intelligenz. Mir ist in folge aufgefallen, daß ich gerne orthographische Fehler einbaue. Sonst hätt ich in Deutsch - in den Aufsätzen - immer eine Eins gehabt....
Schreiben ist ohne Frage ein Werkzeug der Genesung. Das Schreiben von Inventuren kommt aus der Seele und wir dürfen unsere Fehler wie unsere guten Seiten zu Papier bringen.
Wenn ich an meinen Tagesablauf beim Schreiben erinnert werde, und das einem Freund mitteilen kann, werde ich erinnert, wie belebt der Tag bei mir wirklich ist. Wo bleibt die Langeweile, die mich in die Sucht trieb? Bin ich nicht auch Heute nach dem Bad und spätem Frühstück auf den Balkon gegangen, habe mein Lied gesungen und eine digitale Impression versucht festzuhalten, weil es mir Spaß bringt und in meine Hobbythek gehört?
Ein kleiner Blick zu meinem Literaturschränkchen, gefüllt mit Gedanken, Lebensgeschichten (auch meiner eigenen) und Leitsätzen, verbunkert, verschlossen.
Auf dem Balkon: Was ist das-hoechste in meinem Leben? Eine Überschrift für meinen eigenen Genesungsweg. Autographisches Schreiben ist bei meinem Lebensplot fast romanhaft besetzt, aber die Genesung ist wahrhaftig.
Ich kenne meine Grenzen erst, wenn ich mich erkenne, wenn ich apetit auf frisches Obst, statt auf Schokolade verspüre,weil ich weiß , dar der tägliche Spaziergang die Athrose lindert und den Kopf befreit. Ich staune immer - über meine täglichen Begegnungen mit Menschen - wie du und ich und ich bin ein Tel dieser Gemeinschaft.
Fortsetzung folgt
Liebe Grüße und schöne 24 Stunden
Andreas
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« Antwort #191 am: 13 März 2013, 21:36:07 »

So ich kann mal wieder etwas schreiben, oder besser gesagt ich schreibe mal wieder was !

Erkenntnisse....

Aufgefallen ist mir das ich als Spieler mit all den anderen nur eins gemeinsam habe, und das ist nur das wir unsere Sucht befriedigen mussten, bzw wir spielen oder spielten.
Wenn das nun so ist, was ich einfach mal behaupte.....gibt es nicht nur diesen einen Weg aus der Sucht, sondern er ist für jeden Individuell. Da irgendwelche Thesen auf zu stellen so oder so musst du vorgehen ist mit Sicherheit gut gemeint....aber ich persönlich bin der Meinung das es kein wirkliches Rezept gibt wo jetzt ein Patent drauf angemeldet werden kann in Bezug auf so oder so müsst ihr Vorgehen. Zu unterschiedlich sind die einzelne Spieler.
Weil das dann nun so ist muss ein jeder der zu sich sagt "ich möchte raus aus dieser Sucht" zusehen das er eine für sich optimale Lösung findet.
Aber ich denke genau da fängt es erst an...finde mal das optimale für dich...gar nicht so einfach wie ich es jetzt schreibe eine "Individuelle" Lösung gegen das eigene Spiel-Problem zu finden!
Wie bin ich da denn drauf gekommen?
Also jeder soll so denken wie er es selber möchte...schließlich ist jeder für sich selbst Verantwortlich.(nur so nebenbei gesagt)
Wenn ich aber so die Forums durch-stöbere...wird viel versucht den einen oder anderen davon zu überzeugen das er doch so machen soll wie er es auch macht oder gemacht hat...schließlich ist der ein oder andere schon seit was weis ich wie viel Jahre Spielfrei...und nur wenn du dich daran hältst wie er oder ich es mache, kannst auch du es  schaffen Spielfrei zu werden.
Ich denke mal dass, das vollkommen daneben gedacht ist....ansonsten wären wir doch alle mit diesen einen Rezept Perfekt bedient...und alle finden wir Dank Ihm/Ihr unseren Weg raus aus der Sucht.
Schade das es nur sehr wenige schaffen....also gibt es doch keine allgemeine Lösung für unser Problem!
Doch ist gibt diese Lösung....sie steckt in uns...wir müssen diese nur finden !
Bei all diejenigen die ich in den Forums Kennenlernen durfte und die auch schon über viele Jahre nicht mehr spielten ist mir dieses aufgefallen....all diese  "Langzeit-Abstinente" haben eine Individuelle Lösung für sich angestrebt...die sind "NICHT" den "normalen" Weg gegangen....ganz im gegenteil...die sind alle einen für sich selber maßgeschneiderten Weg gegangen, und gehen diesen bis Heute noch, bzw. sind bis Heute noch Spielfrei!

Könnte man auch mal drüber nachdenken warum der eine es wohl schafft und der andere nicht, Wäre vielleicht auch mal eine Option. (sich und seinen Weg finden)

Rainer
 

         
       

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andreasg
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« Antwort #192 am: 20 März 2013, 11:41:24 »

Hallo ihr Lieben,

ich rumore an der Gruppentherapiestunde Gestern Abend herum, da kocht wieder einiges bei mir auf. Auch wenn ich nur passiv war, habe ich 3 Kriterien die mich dabei betreffen:
Mein Therapiebruder legte los in seinem Theama und ich versuchte ihn zu stoppen, der Coc auch, alles zwecklos, er nahm den Abend voll in Anspruch!
1.) Ich dachte an meine Stationäre Therapie vor 10 Jahren, mit 8 - 12 Patienten unseres Kalibers. Da stiegen dann immer 2 Therapeuten in den Ring. Nach der Stunde fuhr mein Therapiebruder wieder runter und wir konnten uns noch konstruktiv unterhalten und friedlich launig unserer Wege ziehen.
In der Stunde kamen mir Übertragen auf meine "kleine Schwester" - und damit - kurz gesagt: die Phase, in der ich von meiner Ursprungsfamielie abgeschoben und gemaßregelt wurde - für nichts.
Direkt vor der Therapiestunde war ich beim Hausarzt - Bluwerte und Laborbericht. Aber auch: Neubeantragung meiner EU - Rente. Auch wenn es schon spät war, der Arzt erzählte mir - von seiner verlorenen Kindheit und so setzte er als Erste Diagnose: Depressionen - Sucht in den Arztbericht für den Rententräger.
Ich weiß, daß ich zu den Spielern gehöre, die frühkindlich gestört sind - und die Spielsucht ein Leben lang mit sich herrumtragen müssen.
Jetzt denke ich an Claus - Märcheneingabe...
Die Therapie dient ja dazu, Belastungen loszulassen. Selbsthilfegruppen dienen dem gegenseitigen Verständnis. Und wenn ich von einem Freund enttäuscht bin, bedeutet es nicht das Ende der Freundschaft. Mehr das Ende meiner alten Verhaltensweisen. Grollll!
Mir ist und bleibt aber der geschützte Rahmen wichtig. Dort wo ich mich sicher fühlen kann, brauche ich s.o. nicht den lauten machen. Das habe ich bereits vor 10 Jahren mir eingeoimpft. Nur, was ich nicht kann, nicht mehr kann, das in Gute Hände zu übergeben, warum ist das blos so schwer?
Im Meetingsraum hängen keine Daddelkästen. Wirklich, ich wünsche mir , das Leben auf die leite Art zu führen.
Und nun ist der Kaffee getrunken, Tabletten geschluckt, die Physiotherapeutin darf sich freuen, weil ich ihr - mein Lieblingshemd angezogen habe.

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« Antwort #193 am: 20 März 2013, 15:24:19 »

Hallo ihr Lieben,

ich rumore an der Gruppentherapiestunde Gestern Abend herum, da kocht wieder einiges bei mir auf. Auch wenn ich nur passiv war, habe ich 3 Kriterien die mich dabei betreffen:
Mein Therapiebruder legte los in seinem Theama und ich versuchte ihn zu stoppen, der Coc auch, alles zwecklos, er nahm den Abend voll in Anspruch!
1.) Ich dachte an meine Stationäre Therapie vor 10 Jahren, mit 8 - 12 Patienten unseres Kalibers. Da stiegen dann immer 2 Therapeuten in den Ring. Nach der Stunde fuhr mein Therapiebruder wieder runter und wir konnten uns noch konstruktiv unterhalten und friedlich launig unserer Wege ziehen.
In der Stunde kamen mir Übertragen auf meine "kleine Schwester" - und damit - kurz gesagt: die Phase, in der ich von meiner Ursprungsfamielie abgeschoben und gemaßregelt wurde - für nichts.
Direkt vor der Therapiestunde war ich beim Hausarzt - Bluwerte und Laborbericht. Aber auch: Neubeantragung meiner EU - Rente. Auch wenn es schon spät war, der Arzt erzählte mir - von seiner verlorenen Kindheit und so setzte er als Erste Diagnose: Depressionen - Sucht in den Arztbericht für den Rententräger.
Ich weiß, daß ich zu den Spielern gehöre, die frühkindlich gestört sind - und die Spielsucht ein Leben lang mit sich herrumtragen müssen.
Jetzt denke ich an Claus - Märcheneingabe...
[...]
Schade, dass es hier zunächst mit der Therapie nicht geklappt hat. Aber wenn du am Ball bleibst, dann bekommst du es hin, es mit der Spielsucht in den griff zu bekommen. Immerhin hatte der Arzt auch schwere Probleme und hat sie bestimmt auf Dauer im Griff bekommen.
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« Antwort #194 am: 20 März 2013, 17:08:06 »

Hi Andreas!

Zitat
die Physiotherapeutin darf sich freuen, weil ich ihr - mein Lieblingshemd angezogen habe.

Und sie hat sich echt nicht gewehrt, als Du es ihr übergestreift hast? 
Su Scharmöööhr, Du ... Grinsend

Heute morgen kam ich zur Arbeit. Über Nacht hatte ich ein paar Pläne ausgeplottet.
Habe sie mir geschnappt und diese eiligen Dinger geschnitten und gefalten.
Bevor ich sie meinem Chef zur Unterschrift vorlegen wollte, mussten sie noch gesiegelt werden.
Der weit entfernt sitzende Kollege mit einem Siegel war heute nicht da. Das Siegel weggeschlossen.
Meine Büronachbarin, deren Vertreter ich bin, kommt erst gegen 9.
Ihr Siegel befindet sich in einem abgeschlossenen Rollcontainer.
Der Schlüssel wird normalerweise irgendwo versteckt, damit ich dort ran komme.
Was war mal wieder ... nachdem ich an allen möglichen Orten gesucht habe ... kein Schlüssel zu finden.

Nun bin ich ja jemand, der permanent allen möglich Leuten unter die Arme greift - ihr auch - und meine Arbeit bleibt dafür liegen.

Ich sprach sie an, als sie eintrudelte ... und sie suchte Gründe zu finden, die mit der Tatsache, dass ich kein Siegel vorgefunden hatte, rein gar nichts zu tun hatten.

Also bin ich hier hinterher und habe sie um das Siegel gebeten.
Sie ging an ihre Jacke und holte den Schlüssel heraus ...

Nun denn ... habe nix mehr gesagt.

Also ab zum Chef, Unterschriften eingeholt ... ein wenig über die Plangrundlage geplaudert ... und die Pläne zum Auftraggeber gebracht.

SIE jedoch hat das Thema nicht losgelassen.
Gegen 11 ist sie selber zum Chef gegangen und hat nachgefragt, wer wann für welche Zwecke das Siegel nutzen darf ...
Sie kommt wieder und pflaumt mich an:
Olaf ... es ist eine Unverschämtheit, dass Du Dich beim Chef über mich beschwert hast ...

Hääää? Keinen Ton habe ich darüber verlauten lassen ... wieso auch?
WENN ich was zu meckern habe, dann lasse ich es an der betreffenden Person raus ... und dann ist die Welt für mich auch schon wieder heile ... genau deswegen:
Zitat
... bedeutet es nicht das Ende der Freundschaft ...

Im folgenden Gespräche stellte sich dann heraus, dass der Chef eine Formulieren genutzt hat, die ich am Morgen verwendet hatte.
Sie hat also falsche Schlüsse gezogen ...

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Gute 24 h
Olaf
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