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10.748 Beiträge in 1.449 Themen- von 1.558 Mitglieder - Neuestes Mitglied: chivreg

23 Oktober 2017, 22:44:00
GlücksspielsuchtGlücksspielsucht Allgemein (Moderator: Ilona)Thema: Frage an ...
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Autor Thema: Frage an ...  (Gelesen 423 mal)
Ich
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« am: 04 Oktober 2017, 08:36:58 »

Hallo an die Erfahrung ! Cool

Ich habe eine Frage, wäre über ein paar Tipps Dankbar. Grinsend
Will s kurz halten um nicht am Punkt vorbei zu Segeln...

Angewohnheit..Sucht..problemdenken..vermeindliches denken..hintertüren..verdrängen..aktezeptieren..

Also ich bin am Punkt an dem ich weiss, dass mein Denken aus 15 Jahren Sucht kommt habe überhaupt kein Problem damit und Angst davor es mir zu verstecken schon gleich garnicht. Angst ist keien Schwäche sie zuzulassen und das ehrlich ist mir sehr willkommen. Möchte jetzt andere Wege gehen, mit meinen Ängsten zusammenarbeiten den die geben mir tipps und machen mich stärker... Dabei bin ich auf ein Problem gestoßen... jeder hat eine grundlegende Einstellung zu irgendwelchen Themen, sowas wie ne basis Software ( Mindset ) Es ist natürlich klar, dass die realitätsverzerrt ist wenn man mit ner Sucht lebt. Ich will ja nicht perfekt sein und alles perfekt lösen. Gesunde Menschen verschieben ihre Realität auch sehr viel. Was ich möchte ist einen Moment bemerken an dem man meint man macht es aus Erfahrung herraus und diesen etwas objektiver bedrachten bevor ich Entscheidung oder Äußerung treffe.Logoisch ist das sehr schwer aber sicher nicht unmöglich. Nun ist es so das dies ja eine mircozeitspanne ist ( nach der man meint man macht es richtig ) diese halte ich für den wichtigsten Moment überhaupt. Ob Richtig oder Falsch möchte ich hier nicht klären, für mich ist es Richtig alles andere nenne ich schön reden.   Zur Frage : Gibt es ein paar Tipps mit den ich Drucklos ( das ist mir sehr wichtig ) erkenne das dieser Moment gerade gelebt wird. Ich denke ihr wisst was ich meine .... THX an jedem der Antwortet. LG
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Olli
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« Antwort #1 am: 04 Oktober 2017, 15:12:50 »

Hi!

Du meinst also, sinnbildlich gesprochen:
Wenn ein Lichtschalter betätigt wird, dann soll Dir ein Licht aufgehen, dass das Licht nun eingeschaltet ist?  Grinsend

Anhand dieses Beispiels kann ich Dir verdeutlichen, wie ich es verstehe.
Sicherlich dürfte Dir klar sein, dass Dir sofort in Sekundenbruchteilen bewusst ist, dass das Licht nun brennt.
Diese Erkenntnis stammt aber nicht von irgendwo her.
Sie ist so schnell da, weil in Deinem Gehirn Abkürzungen genommen wurden.
Diese Abkürzungen existieren aber überhaupt, weil Du diese Verkettung der Synapsen durch Erfahrungen gebildet hast.
Je mehr Erfahrungen, des do kürzer die Reaktionszeit.
Du hast von klein auf gelernt, dass es hell wird beim Betätigen eines Schalters.
Ist z.B. mal eine Glühbirne kaputt, dann sind wir irritiert, weil nicht das erwartete Ergebnis eingetreten ist.
Anstelle der Nutzung der Abkürzung geht die Information vom Sehnerv nun durch die verschiedensten Gehirnregionen und wird dort verarbeitet.
Je öfter solch eine Situation auftaucht, des do kürzer ist die Verwirrung.

Um Deine Frage jetzt konkret zu beantworten:
Du solltest Dein Gehirn im Vorfeld trainieren.
Dazu brauchst Du eine Situation nicht in Natura zu erleben, es reicht vollkommen dies im Geiste zu tun.
Wenn Du Dich also mit Dir - Deiner Sucht, Deinen Gedanken und Gefühlen aufrichtig auseinander setzt, verkürzt sich auch Deine Reaktionszeit.
Dies musst Du nicht - aber Du kannst es in einer SHG trainieren.
Durch die Mitstreiter durchlebst und überdenkst Du Situationen, Du bekommst andere Sichtweisen präsentiert oder auch Zustimmung.

Als ich noch zur SHG ging, die einmal wöchentlich stattfand, da nahm ich genug Futter zum Nachdenken mit nach Hause. Dort durfte ich also weiter trainieren ...
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Olaf
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« Antwort #2 am: 04 Oktober 2017, 17:48:08 »

Thx für dein Bsp. Hast Recht! Ich möchte aber auch Frei sein und mich nicht zum Termin damit abgeben.. weisst du wie ich das meine? Ich möchte mich damit auseinandersetzen wenn ich es brauche. Nicht das ich SHG ablehne aber die Brücke möchte ich eher nicht. Würde dann wohl zum super Gefühl einmal die Woche, sicherlich hilfreich ohne Zweifel.Ich möchte es aber um mich haben es darf mich begleiten das Thema...ich weiss nicht wie ich es dir beschreiben soll. Sehe das nicht mehr als Last an... ich kann mich aber unmöglich auf alles Vorbereiten. Vom Mindset bin ich denke ich ganz gut unterwegs... ich meine eher die Tatsache das ich weiss das meine Stromleitung zum Lichtschalter defekt ist,das Licht zwar brennt aber wenn ich s zulange anlasse gibts n Brand. Mich nervt es ja nicht die Leitung zu checken,ich weiss dass ich die nicht vernachlässigen kann. Ich brauche es halt im Alltag und nicht in einer SHG. Mir würde es höchstwarscheinlich passieren,dass ich mich auf der SHG ausruhe und im Alltag unvorsichtig werde.Ich fühle mich jetzt auch Frei obwohl ich das habe,es soll kein Lastbild sein und auch nicht werden.So ist es für im Moment sehr umgänglich. Wie gesagt ich muss nicht für andere perfekt sein. Mir reicht es wenns mir gut geht und mein Umfeld unterstütze, nicht störe! Führt die erlebte positive Situation jetzt nicht auch zu einer Verkürzung? Würde heissen weiter ständig schauen und Situation erleben& nett hinterfragen und mit Entscheidung die nicht muss im Alltag sind einfach Zeit im Vorfeld lassen und hinterfragen... gut die spontanität leidet da aber damit kann ich auch leben.Abgesehen davon kann ich spontanität auch mit anderen menschen erleben somit bin ich in guten Händen... LG
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Olli
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« Antwort #3 am: 04 Oktober 2017, 20:41:34 »

Hi!

Hmmm ... ich bin mir nicht ganz sicher, ob wir Gefahr laufen aneinander vorbei zu reden, obwohl ich mit Einigem von Dir Geschrieben absolut konform laufe.

Zitat
ich kann mich aber unmöglich auf alles Vorbereiten

Ich denke, das ist auch nicht nötig.

Hast Du hier schon ein wenig gelesen und auch meine Sicht auf Abstinenzentscheidungen genossen?

Wenn Du die gesucht und gefunden hast ... wenn Du sie - ruhig im alltäglichen Leben - hegst und pflegst ... sie vielleicht ausbaust, dann - davon bin ich überzeugt - bist Du auf die meisten Dinge durchaus vorbereitet.

So habe ich einige wenige Jahre nach meinem Beginn der Abstinenz einen riesigen Krach mit meinen Eltern bekommen. Der führte zur Trennung und zur Enterbung.
Dabei habe ich mich bloß beschwert, dass ich ich sein und niemandes uerfüllbare Erwartungen erfüllen möchte.
Diese Situation hat mir in der Anfangszeit ungeheure seelische Schmerzen bereitet.
Doch spielen war für mich gar keine Option. Daran habe ich noch nicht mal mehr gedacht.

Dann bekam ich kurzzeitig Krach mit meiner jüngeren Schwester und ihrem Mann.
Sie wollten mich zu ihrem Vorteil - aber zu meinen Lasten zu etwas zwingen.
Mir wurde sogar der Kontakt zu meinen geliebten Nichten verwehrt.
Auch hier das Gleiche ... Spielen war keine Option. Auch hier habe ich gar nicht daran erst gedacht.

Aber ... auch wenn ich mit meiner ursprünglichen Abstinenzentscheidung vor dem Bescuh der SHG schon einen guten Grundstock gebaut hatte, so hat die Zeit in der SHG dies nur noch verfestigt.
Einige Argumente "fühlte" ich zwar bereits instinktiv - sie in Worte zu fassen lernte ich dort.

Du siehst, ich bin durchaus ein Freund von SHGs. Lasse Dich da aber nicht irritieren.
Ich war nur ein dreiviertel Jahr dort ... dann lernte ich einige Foren im Internet kennen.
Eines ist dieses hier ...
Ich habe die SHGs also gegen SHFs getauscht.
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Olaf
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« Antwort #4 am: 05 Oktober 2017, 00:43:28 »

Ja wir sind schon Konform,ich verstehe was du meinst.Kann hier beim lesen sowie wohl dann auch in gesprächen einer SHG oder SHF die wichtige Tatsache weiterhin vermissen...

Eine Handlung in der Therorie zu erleben strapaziert meine empathische Fähigkeit meiner selbst für die Realität doch etwas über. Sprich ich bin sehr emotional und das kann ich nicht ausblenden.

Nun dein Grundstein "Konseqenz" hat hier logischer weise gut funktioniert. So Paradox das jetzt klingt.Diese von dir beschriebenen Situationen waren zu einfach...
Hier hat nicht deine defekte Stromleitung geherscht sondern dein klarer Verstand. Du bist ein sehr konseqenter Mensch. Da brauche ich garnicht mehr lesen um das zu sehen.Wenn sogar deine Eltern und du zusammen keine Diplomatie finden konnten um eine gemeinsame Zukunft zu haben,liegt das auf der Hand...deiner MEGA harten Situation waren Emotional das Elend schlecht hin aber viel zu leicht zu erkennen. Darauf bist du eingestellt und super konseqent.

Ich muss mich vor heroischem denken und verzerrter eidelkeit schützen, das macht in die falsche Richtung stark. Das sind aber wie du zweifelos kennst ganz andere Gegner...

Es ist leicht den Riesen zu besiegen, wenn ich die Taktik kenne.. natürlich hab ich Angst vor dem und er verletzt auch sehr aber ich kann gewinnen, weit geplant weil ich weis was ich nicht will...Konseqenz siegt hier!!!

Was aber nun mit dem die ich nicht sehe, die vielen kleinen Gegner die einzeln zuschlagen und ich es garnicht merke... weil ich garnicht weis wie sich das anfühlt wenn die da sind.Wie steht es da um die Konseqnz und hinterfragung meiner Emotion... meine Leitung ist noch nicht verkürtzt.
Ich kann jetzt nicht so einfach losmaschieren und einfach durch...später dann "ups, das Thema war nicht dran"... werder bei SHG noch bei SHF ... jetzt verstehst du sicher meine ursprungliche Frage besser und findest diese schlüssiger...
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« Antwort #5 am: 12 Oktober 2017, 19:33:15 »

Neue Anfrage:

Wie gehe ich gegen diesen Schleier vor, der meine Prioritäten jetzt leicht vertuschen, will um mir selbst die Tür zu zocken aufzumachen.
Status ist : kontrolliert selbst hinterfragen hat sich super angefühlt und erschien innerlich 100prozent das richtige!!!
Es wird mir zunehmend etwas gleichgültiger ob ich es heute gemacht habe!! Klar das kommt nicht von ungefähr und mir ist völlig klar was hier gerade passiert. Aber wie wirke ich gegen ? Mir ist es wichtig das ich auf Kurs bleibe, die positive Emotion dafür wird gerade von mir verdrängt um schon daneben zu fahren und negatives zu erzeugen. Einfache Situationen werden als Problem angesehen nur um negative denken zu können... negative denken ist ja nun ziemlich der leichteste weg zum scheitern. Was mache ich jetzt, ich kann die Sekunde nicht steuern in der das passiert ok damit kann ich noch leben aber ich verarsche mich selbst wenn ich jetzt nicht reagiere. Hat jemand tips ?
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Olli
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« Antwort #6 am: 13 Oktober 2017, 09:03:11 »

Hi Du!

Das klingt für mich, dass Du alles jetzt und sofort haben möchtest.
Diese Eigenschaft findet sich häufig bei Spielern - und natürlich nicht nur dort.

Wie wäre es mit "Gelassenheit"?

Wieso muss denn in der Sekunde, in der Du "negativ" denkst, noch eine Gegenreaktion kommen?

Wie wäre es mit:
- sich bewusst werden, was da durch den Kopf geschossen ist.
- durchschnauben.
- analysieren, ob das Gedachte wirklich das ist, was gewollt ist.
- eine fundierte Entscheidung treffen.


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Olaf
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