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mein Weg: Kurve kriegen oder wirklich nach ganz unten

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mein Weg: Kurve kriegen oder wirklich nach ganz unten
« am: 11 August 2018, 20:08:39 »
Hallo ihr Lieben  :)

 ich lese schon eine Weile im Forum und ich entdecke mich in so vielen Geschichten wieder und fühle mit. Jetzt habe mich jetzt entschlossen auch ein Tagebuch hier anzulegen, in das ich regelmäßig schreiben möchte.

Bald 7 Jahre schlage ich mit der Spielsucht herum, obwohl ich erst 25 bin. Ziemlich pünktlich mit 18, Abschluss des Abiturs und Beginn des Studiums hat es angefangen. Über Freunde, Kollegen und aus eigenem allgemeinem Sportinteresse hat es mich zum Wetten gezogen. Allerdings ohne Umwege von Wettbüros direkt online mit der ersten eigenen Kreditkarte, als ich 18 war. Einen Bonus mitgenommen und daran eine Zeit lang als Hobby tatsächlich kontrolliert Spaß gehabt. Nach notwendigem Umsatz war ich noch minimal im Plus über der Einzahlung, da war es wirklich noch ein nettes Hobby und man kann von kontrolliertem Wetten aus Spaß reden. Wegen wenig Zeit habe ich dann tatsächlich ausgezahlt und ein paar Monate überhaupt nicht mehr ans Wetten gedacht und das ganze aus den Augen und aus dem Sinn verloren. Das war aber eigentlich auch die letzte richtig abstinente Phase. Und auch das letzte Mal der letzen 6 Jahre in denen ich mir eine Anschaffung geleistet habe, einen Laptop fürs Studium. Seitdem hat nur in wenigen Ausnahmefällen (abgegeben Finanzgewalt o.Ä.) Geld länger als die ersten Tage oder 1,2 Woche des Monats gehalten -  manchmal war auch 1,2 Stunden nach Geldeingang im Onlinebanking schon alles weg.

Denn ich kam mit dem Studium nicht klar, fand keinen Anschluss. Ich bin ein extremer Fall von Gewohnheitstier und Veränderungen bereiten mir riesige Probleme. Es heißt jeder Mensch findet seine Sucht, in der Schulzeit hatte ich gerne mal mit dem Alkohol übertrieben, auch in stressigen Phasen mit Problemen, allerdings noch nicht richtig abhängig und regelmäßig zur Alltagsbewältigung, sondern nur mal am Wochenende und in Gesellschaft zum Kopf abschalten. Eigentlich erstaunlich, dass ich nicht darauf hängengeblieben bin. Im Studium kam ich bei den ersten Problemen und Enttäuschungen auf die Idee mich wieder dem Wetten zu widmen und damit abzulenken. Und so  habe ich 7 Semester voller Frust, Scham und Trauer vor mich hin gelitten (großteils dann nicht mehr im Vorlesungsraum, sondern daheim vorm PC mit offenen Wettseiten statt Vorlesungsskripten), ehe ich ohne Abschluss abgebrochen habe. Der tatsächliche Auslöser war fehlendes Geld für die Semestergebühren, praktisch hatte ich aber eh so viele Klausuren geschoben und hing soweit hinten dran, dass es nicht mehr schaffbar war. Diverse Konten und Kreditkarten waren überzogen und weil ich mich eh wegen dem Studium der Familie erklären musste (mit der Suchtausübung hatte auch das bei Zockern übliche Aufbauen eines Lügengeflecht angefangen, teils wegen Leistungen und Scheinen, teils wegen fehlendem Geld), nutzte ich die Gelegenheit und offenbarte mich dem engsten Familien-Kreis als spielsüchtig.

Ich bekam finanzielle Hilfe und gab die Kontoführung ab, machte eine abumlante Therapie (insgesamt über 1 Jahr und mit SHG), fand einen Job als Ausliefer-Fahrer für die Zeit und stabilisierte mich etwas, kam finanziell auf 0. Dann das übliche, es kam eine Veränderung, ich wollte wieder studieren, weiter weg. Noch vor dem Umzug, mittlerweile hatte ich wieder Kontoführung übernommen, wurde ich hart rückfällig und ruinierte meine Finanzen wieder. Das war mein letzter vermeintlicher Tiefpunkt, ich musste das ganze Projekt abbrechen, war obdachlos und auf Hilfe angewiesen. Ein letztes Mal wollte mir meine Familie helfen, aber betonte, dass es das letzte Mal ist, auch um mir zu helfen, indem sie die gedankliche Absicherung beim Spielen nehmen, dass mir im Zweifelsfall schon geholfen wird.  Ich suchte mir eine Wohnung  in der alten Nähe und heuerte wieder bei meinem Übergangsjob an, war wieder eine Zeit lang Termine bei meiner alten Suchtberatungsstelle. So lief das ein paar Wochen. Richtig spielfrei war ich eigentlich nie, mindestens 10€ Paysafecards von Bargeld zum Leben habe ich mir immer wieder mal geholt, auch ich den Phase in denen ich keine Kontogewalt hatte. Seit bald 2 Jahren wohne ich nun dort, der Arbeitgeber hat zwischenzeitlich mit mir den Standort um ~25km gewechselt und seitdem bin ich nun auf ein Auto, was ich von einem Bekannten organisieren konnte, angewiesen. und auch darauf Richtung Ende des Monats noch Geld zum Tanken zu haben oder es unter Vorwänden zu leihen..

Miete und die üblichen Rechnungen habe ich die meiste Zeit immer direkt Anfang des Monats vom Gehalt überwiesen, genauso wie Volltanken. Essen tue ich seit Ewigkeiten eigentlich nur Reis und Nudeln und habe allgemein eine sehr asketische Lebensweise.. Die letzten Monate ist aber eigentlich immer ales vom Gehalt draufgegangen, Mietrückstand, Minikredite, richtige Kredite, Inkassoraten, Rechnungen etc. wird mich jetzt wohl endlich einholen. Aktuell habe ich wahrscheinlich >20 ungeöffnete Briefe, vielleicht schaffe ich es mich heute oder morgen ranzumachen. Ich hatte das schon öfter, aber irgendwie habe ich es immer wieder noch mit einem Kredit o.Ä. lösen können, diesmal sieht es ganz schlecht aus.
Ich brauche eigentlich ja nicht viel zu Leben,hatte ich die letzten 6 Jahre eh nicht und brauche ich auch nicht. Nur traurig Freunden und Kollegen oft absagen zu müssen, weil kein Geld für irgendwas da ist. Selbst den engsten 4,5 mache ich ja seit Jahren was vor, ein paar mal war ich kurz davor mich Ihnen zu outen. Vielleicht ahnen es auch welche, ich hatte schon ausversehen ein Buch über Glücksspielsucht bei mir offen rumliegen als Besuch kam, das Thema kam ganz kurz auf, aber ich habe es irgendwie begründen und das Gespräch auf etwas neues lenken können.

Wie geht es weiter? Familie wird mir nicht mehr helfen.. Freunde würden es womöglich, vielleicht mache ich das, aber ich will immer noch nicht.. Vielleicht kriege ich noch einen schufafreien 7000€ kredit genehmigt, mit dem könnte ich vielleicht nochmal regeln. Ich denke mir immer, wenn ich nur einmal für alles eines saubere Abzahlungsmöglichkeit hätte, bräuchte ich ja nicht mehr Wetten. Nur wenn ich nur einen Teil der Verpflichtungen zahlen kann, bringt es nichts und ich muss es setzen und vermehren bis es reicht. Zumindest ist es das, was ich mir immer einrede. Praktisch war ich auch schon mal bei 20000 im Plus auf dem Wettkonto und hatte mehrmals in meiner Spielerkarriere die Möglichkeit alle meine Schulden zahlen und was sogar gut was über zu haben, doch am Ende landet es eh wieder bei den Wettanbietern. Der einzige realistische Plan und meine Wunschlösung für mich ist, irgendwie nochmal von Banken oder Freunden genug Geld zu bekommen und die Kontogewalt vorerst dauerhaft abzugeben. In 2 oder maximal 3 Jahren könnte ich so alles abgezahlt haben..

Wenn ich aber kein Geld organisiert kriege, läuft es wohl auf Gehaltspfändung und/oder Privatinsolvenz hinaus. Das dann nicht viel Geld für mich bleibt ist gar nicht mal das Problem daran, sondern die Angst wie der Arbeitgeber reagiert. Insgesamt bin ich bei dem vermeintlichen Übergangsjob insgesamt bald 3 Jahre und bin dort glücklich und zufrieden und nebenbei gut aufgestiegen, auch wenn ich "nur" mein Abitur als Abschluss vorzuweisen habe. Auf der Arbeit habe ich interessanterweise ein völlig anderes Verhalten als privat, bin total zuverlässig, kein einziger Fehltag und dort auch so moralisch gefestigt, dass ich nie irgendwas krummes gedreht habe, auch wenn es locker möglich wäre. Hatte regelmäßig unbeaufsichtigt auf Waren und Bargeldkassen alleinverantwortlich Zugriff und hätte über das System alles cleanen können. Jetzt bin ich täglich für Bestellungen und Geldströme im 5stelligen Bereich verantwortlich. Und ob mir weitervertraut wird, wenn mir das Gehalt gepfändet wird? Auch wenn ich 3 Jahre eine tadellose Arbeit gemacht habe, aus AG Sicht wäre ich da selbst kritisch.

Wenn ich meine "bewährte" Taktik weiterfahre, alles ignorieren und aufschieben und so weitermachen, wird es nicht mehr lange gut gehen. Gut möglich, dass es in ein paar Wochen oder auch Tagen eine 2. und 3. Mahnungen habe ich schon, die ersten Zwangsvollstreckungen o.Ä. gibt, Vermieter hatte wegen fehlender Miete für diesen Monat letzt laut eigener Aussage schon Anwalt eingeschaltet.Zwar gibt es bei mir eh nix zu Holen, aber dann wird wohl das Konto gepfändet, ich verliere den Job, die Wohnung, werde obdachlos. Vielleicht braucht es das, bis ich wirklich endlich realisiere und verstehe. Dann würde ich versuchen eine stationäre Therapie machen zu können, es würde eigentlich zwangsläufig alles bei allen rauskommen und ich müsste nichts mehr verschleiern und ich würde irgendwie neu anfangen und versuchen von Anfang an 100% ehrlich sein. Wohl oder Übel neuen Job suchen, ohne Abschluss ein entsprechend "niedriger" mit entsprechendem Gehalt, aber ich brauche eh kein Luxus und führe gerne ein einfaches Leben.


Das war meine "kurze" Zusammenfassung, wie ich zu meiner jetzigen Situation gekommen bin. Bestimmt etwas durcheinander und ich habe sicherlich etwas vergessen, vielleicht klingt das ein oder andere dadurch auch sich widersprechend. Ich habe versucht so vollständig, offen und ehrlich, wie ich es rückblickend rekapitulieren konnte zu beschreiben.

Solange ich noch eine Wohnung mit Internetzugang am PC oder noch mein Handy und Datenvolumen habe, werde ich versuchen hier regelmäßig zu schreiben, wie es bei mir weitergeht..

Liebe Grüße  :)






Re: mein Weg: Kurve kriegen oder wirklich nach ganz unten
« Antwort #1 am: 11 August 2018, 22:19:27 »
Hallo Suchtel,

ich finde mich in ganz vielen Sachen die du geschrieben hast wieder.

Wichtig ist das du dir sofort Hilfe holst.
Ruf die Suchberatung in deiner Nähe an und vereinbar einen Termin.

Ob eine ambulante Therapier oder eine stationäre besser ist für dich wird dort erläutert werden.

Du darfst dich nicht aufgeben.
Die ersten Schritte hast du doch schon gemacht.
Du setzt dich aktiv mit deiner Sucht auseinander.

Noch weitere Kredite werden dich nicht weiter bringen.
Es wird immer nur schwieriger die Monatlichen Raten zu bezahlen und du kommst von deinen Schulden nicht runter.

Ich habe damals auch erst eine ambulante Therapie gemacht 18 Monate.
Erst danach habe ich meine finanzielle Situation durch eine komplette Umschuldung in den Griff bekommen.
Ich hatte 20 Gläubiger.

Jetzt bezahle ich nur noch 1 Rate.

Die Finanzen zu regeln bringt aber nur was wenn du nicht mehr spielst.
Also erst die Sucht bekämpfen und langsam in den Griff  bekommen.

Und noch was es ist nur Geld … du hast keinen was böses angetan.....
Das Leben geht immer weiter egal wie aussichtslos die Situation auch aussieht.
Du bist noch Jung … man macht im Leben nun mal Fehler …. mal größere und mal auch kleinere … so ist das nun mal...
Wichtig ist nur das man sich auch helfen lassen muss....

Werde deinen weiteren Weg beobachten....
Wichtig ist hol dir umgehend Hilfe warte nicht zu lange...…..
Mach deine Post auf und stell dich deiner Situation (es wird dir keiner den Kopf abreißen)…. sonst wird alles nur schlimmer … bring nichts...








*

Offline Olli

  • *****
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Re: mein Weg: Kurve kriegen oder wirklich nach ganz unten
« Antwort #2 am: 12 August 2018, 07:09:54 »
Hi Suchtel!

Herzlich willkommen!

Ich setze einfach mal an Godos Antwort an Dich an.

Es bringt Dir nichts Luftschlösser zu bauen.
Nicht, dass Deine Ideen nicht auch etwas an sich hätten.
Du musst aber handeln - und der erste Schritt muss der Weg zurück in die Suchthilfe sein - weil Du es Dir wert bist.
Alles Andere hat zwar auch Gewicht - ist aber im Moment nebensächlich.

Vergiss eine momentane Umschuldung für eine Weile - auch dafür brauchst Du Unterstützung.
Wandle lediglich Dein Konto schon einmal in ein Pfändungsschutzkonto um.

Mit Erschrecken lese ich, dass Du über 5-stellige Geldbeträge Deines AGs verfügst.
Ja, Du schreibst, dass Du dort sehr zuverlässig bist und noch nie etwas krummes gemacht hast.
Doch wieso führst Du dieses für mich hochwichtige Thema an?
Weil Du Dir selber doch nicht so ganz traust? Gab es schon Gedanken sich an dem Geld, natürlich nur "temporär", zu vergreifen?

Suche Dir bitte jetzt nicht irgendwelche Schnellschüsse aus, die sich hinterher rächen werden.
Gehe wieder zur Suchtberatung, dann zur Schuldenberatung,
Informiere Dich über einen gerichtlich bestellten Betreuer, der Dich in Deiner Gehaltsklasse wohl nur 200 € im Jahr kostet.
Gehe wieder zur SHG.
Und ja natürlich: Öffne Deine Briefe!

Ich danke Dir fürs Teilen!
Gute 24 h
Olaf

(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Re: mein Weg: Kurve kriegen oder wirklich nach ganz unten
« Antwort #3 am: 12 August 2018, 21:16:05 »
Danke für eure Antworten!

Heute ein erster Teilerfolg, wenn auch ernüchternd. Ich habe mich tatsächlich nach stundenlangem Aufschieben noch überwinden können mich an meine Post zu machen - alles sortiert, notiert und mir so einen aktuellen Überblick über den Schuldenberg verschaffen können. Wie befürchtet sind einige Sachen überfällig. Kein Wunder - alles was im Konto an Lastschriften von Rechnungen rückbuchbar war, habe ich mir die letzten Monat immer wieder zurückgeholt und nichts überwiesen. Insbesondere wird mir zum 29.8 vermutlich der Strom abgeschalten, die letzte gesetzte Frist zur Vermeidung ist dafür schon abgelaufen. Das Schreiben vom Anwalt des Vermieters fehlt noch, mal gucken was zur Miete noch an Kosten dafür draufkommt.

Beim Thema Suchtberatung tue ich mich schwer. Ich habe vor, jetzt noch eine Email an meine alte Therapeutin zu schreiben und nach einem Termin zu fragen. Vor allem aber auch um dadurch evtl. leichter an eine Schuldnerberatung zu kommen. Eine ambulante Therapie mit Theorie zum Thema Sucht und dem Beschäftigen mit der eigenen Geschichte, den Gefühlen etc. habe ich ja schon alles durchgemacht. Ich will nicht sagen es war nutzlos, es hat mich sicherlich persönlich etwas weitergebracht und es tat einfach gut jemanden zu haben mit dem man reden kann. Aber wirklich vom Glücksspiel weggekommen bin ich dadurch offensichtlich nicht. Eine SHG ist auch eher nicht mein Fall - ich habe ich dabei immer unwohl gefühlt und nicht großartig davon profitiert, auch wenn der Austausch mit anderen teilweise ganz interessant (war auch keine reine Spieler SHG, sondern auch mit Alkoholikern, Drogisten etc.).

Mein großer Wunsch ist eben eine Umschuldung auf einen Gläubiger und die ganzen Sorgen mit den Rechnungen aus dem Kopf zu haben. Falls ich das schaffe, bilde ich mir immer ein, müsste ich ja nicht spielen und "lasse es einfach sein". Praktisch weiß ich aber, dass ich es wohl wieder nicht schaffen würde und ich will am liebsten gar nichts mehr mit Geld und Finanzen am Hut haben und es dauerhaft abgeben - mindestens für die nächsten Jahre bis alles abgezahlt ist oder für das ganze Leben. Wäre eigentlich eh kein wirklicher Unterschied zu den letzten 6 Jahren, da habe ich ja eh nur virtuell Geld auf Wettkonten hin und her transferiert und sonst eigentlich nichts mit Geld gemacht.

Das mit dem Job und der Verantwortung habe ich enur erwähnt, weil es eben relevant bei möglicher Gehaltspfändung wäre und Auswirkungen haben könnte. Privat bin ich zwar definitiv nah an bis über die Grenzen zum kriminellen mit Ebay und Paypal-Geschichten (chargeback oder dergleichen war aber nie ein Thema und ich hatte immer die Absicht alles zu zahlen und habe es auf kurz oder lang dann auch getan) gekommen, aber im Job wie gesagt nie und kann mir auch nicht vorstellen, dass ich soweit gehe. Bevor ich sowas mache, schlafe ich lieber unter der Brücke.

Und mein Job ist mir so wichtig, das war das einzige was mir die letzten Jahre nach dem Studium eine Struktur, Anerkennung und wenigstens etwas Selbstvertrauen gegeben hat. Die üblichen Trauer-, Wut- und Enttäuschungsphasen bis zu Depressionen und ansatzweise Suizidgedanken (nicht, dass ich mir etwas antun könnte, aber in Phasen völliger Hoffnungslosigkeit wäre ich am liebsten nie wieder vom Sofa aufgestanden und hätte mir gewünscht, dass mein Leben einfach aufhört) habe ich den ganzen Jahren natürlich auch erlebt. Und ohne die Arbeit würde mein Leben, unabhängig vom Gehalt, womöglich völlig zusammenfallen oder wäre es wohl schon.


Pläne und Hoffnungen für die nächsten Tage sind v.a. ein zeitnaher Termin für ein Gespräch bei der Suchtberatung und dann Schuldnerberatung. Und falls sich irgendwie günstig eine Gelegenheit biete,t Freunden und/oder Familie von der Sucht bzw. dem neuerlichenn Tiefpunkt und Ausmaß der Misere zu erzählen. Mit eiznelnen Gläubigern setze ich mich wohl vor einem Beratungsgespräch nicht auseinander, falls nicht einer direkt vorbeikommt. Ans Telefon/Handy gehe ich seit Jahren eh nur bei bekannten Nummern und ignoriere alles andere samt SMS und Mailboxnachrichten..

Liebe Grüße :)


Re: mein Weg: Kurve kriegen oder wirklich nach ganz unten
« Antwort #4 am: 13 August 2018, 21:55:10 »
Habe heute einen Termin bei der Suchtberatung bekommen, allerdings erst für Donnerstag. Deswegen versuche ich doch selber schon davor einen Termin bei der örtlichen Schuldnerberatung der Diakonie auszumachen, rufe dort morgen von der Arbeit aus an.

Ansonsten bin ich ehrlich gesagt selbst jetzt aktuell nicht wirklich spielfrei, auch wenn ich zwangsläufig kein Geld einzahle, weil ich nichts zur Verfügung habe. Denn ich habe immer noch meine Routine drin täglich meine üblichen Seiten für gratis Wettboni und Freebets etc. zu checken. Auch wenn ich weiß wie unrealistisch es ist, ist in mir verankert zu träumen mich dadurch irgendwie hochzuwetten und die Schulden abzuzahlen. Tatsächlich habe ich einen kleinen einstelligen Euro-Betrag bei einem Poker-Freeroll gewonnen, aber bin durchs Wetten nicht auf den Mindestauszahlungsbetrag gekommen sondern auf 0 (hätte wohl eh nicht ausgezahlt, es sei denn ich würde so extrem viel gewinnen, dass ich alles abzahlen kann).
Ich bilde mir ein und hoffe, dass sein lassen zu können, wenn ich einen Finanzierungsplan habe. Abgesehen von der kleinen Hoffnung, dass meine geschickten Unterlagen für den Kredit ausreichend sind und er bewilligt wird, habe ich sonst noch keine Idee oder Plan außer eben doch nochmal etwas von Familie oder Freunden zu bekommen (wozu ich aber überhaupt erstmal von der Situation erzählen und Sie um Hilfe bitten müsste). Ansonsten hoffen, dass bei der Schuldnerberatung was Produktives bei rum kommt und ich evtl. die ganzen Gläubiger nochmal etwas beruhigt kriege, bevor es eskaliert.

Akut reicht aber mein Tank nur noch 2x zur Arbeit, bis Donnerstag muss ich, falls nichts unerwartetes passiert, Freunde mindestens um Geld zum Tanken bitten.. Andernfalls kommt es zu meinen ersten Fehltagen in 3 Jahren.

Erstaunlicherweise scheint sich momentan mein Mindest langsam von der Verheimlichungsstrategie abzuwenden. Ich denke mir im Prinzip, wenn das mit der Arbeit (solange ich sie denn noch habe und ihr nachgehen kann) nicht wäre, könnte von mir aus die ganze Welt wissen, dass ich spielsüchtig bin und offensichtlich psychische Probleme habe - es wäre mir eigentlich sogar recht. Vielleicht kommen diesen Gedanken aber auch nur, weil ich langsam das Ende und die Bombe platzen kommen sehe. Ich bin kurz davor einfach in de Familiengruppe bei WhatsApp und/oder Facebook-Gruppe mit engen Freunden zu schreiben, dass mir womöglich zeitnah Wohnungskündigung wegen Mietrückstand, Gehaltspfändung und Privatinsolvenz bevorsteht. Und das obwohl ich die letzten 6 Jahre tunlichst alles daran gelegt habe, den Anschein eines geordneten Lebens zu wahren (vermutlich aus mangelndem Selbstvertrauen und Minderwertigkeitskomplexen heraus) und auch nach dem Outing in der Familie das letzte Jahr mit keinem Menschen der Welt darüber ein Wort verloren habe..

Mal schauen, wie es weitergeht..

Gute Nacht  :)




Re: mein Weg: Kurve kriegen oder wirklich nach ganz unten
« Antwort #5 am: 13 August 2018, 23:08:58 »
Hallo Suchtel,

das kannte ich von mir auch.
Den letzten Kredit vorbereitet und dann hoffen das dieser genehmigt wird um nochmals die Kurve zu bekommen.
Jeden Tag nur noch daran denken und hoffen das etwas in der Post ist (aber irgendwie auch wiederum nicht könnte ja die Ablehnung sein).
 
Sich anfangen das ganze schön zu reden … "wieso sollte der eigentlich nicht genehmigt werden" obwohl man es eigentlich besser weiß.
Keinen Plan B in der Tasche zu haben.
Von der Hand in den Mund zu leben bis zur Endscheidung.

Wenn es klappen sollte sich selber auf die Schulter klopfen und zu sich selber sagen "wie habe ich das wieder hinbekommen".
Dann ein paar tage Pläne machen was man jetzt nicht alles erledigen kann.
Sich dann einen 100 zu können.
Dann ein paar Tage später alles verspiel Situation noch schlimmer als vorher … Schuldgefühle .. tiefe Depression usw...

Bringt alles nichts …. ich hatte später so viele Kredite und Karten das ich naher meinen kompletten Monatslohn abdrücken konnte.
Und das ist nicht wenig.
Wenn man weiß wie die Banken ticken bekommt man irgendwie immer einen Kredit.
Bis das ganze Kartenhaus zusammen bricht.
Dann bekommt man auf einen Schlag gar nichts mehr und keiner will noch was mit einem zu Tun haben.

Lass es nicht soweit kommen weil dann noch eine ganze schlimme Zeit kommen wird und ich nicht glaube das du diese durchstehen würdest.
Du fährst ja auch nicht mit einem Auto mit 240 Km/h auf einen Brückenpfeiler um meinst ernsthaft das wird schon irgendwie gut gehen.

Kurz bevor alles eskaliert und man reinen Tisch machen muss wird man ruhiger (komisch eigentlich) war bei mir aber genauso … so sollte es auch sein.

Sieh zu das du es bis Donnerstag schaffst und rede mit der Suchtberatung über deine dringlichsten Probleme.

Wünsche dir auch noch einen guten Abend.
Mach dich nicht verrückt (auch wenn sich das jetzt doof anhört).

Wichtig ist nicht aufgeben.
Die ersten kleinen Schritte hast du schon hinter dir.

Ein leben in der Sucht ist keine Option.

lg
Marco

Re: mein Weg: Kurve kriegen oder wirklich nach ganz unten
« Antwort #6 am: 14 August 2018, 05:11:56 »
Hallo Suchtel,

Meinst du, dass ein Kredit jetzt wirklich eine Lösung wäre und nicht nur die Verlängerung der Leidenszeit?

Ich möchte dir gerne raten, eine stationäre Therapie zu machen. Schnellstmöglich. Ich sehe nicht, aus deinen Texten, dass du das Problem zeitnah alleine in den Griff bekommst. Das Internet ist allgegenwärtig.

Du bist mit 25 noch jung. Allerdings ohne abgeschlossene Berufsausbildung. Rede mit deiner Familie. Sie wollen dir kein Geld mehr geben, weil sie Angst haben, dass du es am Ende doch nur verzockst. Sie können aber emotional eine Stütze für dich sein. Nach so langer Zeit wäre ein harter Cut wirklich überlegenswert. Therapien können bis zu 20 Wochen dauern. In der Zeit kannst du zur Ruhe kommen und danach neu durchstarten. Vielleicht mit einer Ausbildung.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft und den ehrlichen Willen zur Abstinenz.

LG
Streli

Re: mein Weg: Kurve kriegen oder wirklich nach ganz unten
« Antwort #7 am: 14 August 2018, 22:17:47 »
Danke für eure Gedanken dazu :)

Sollte ich tatsächlich nochmal Geld in Form von einem Kredit oder privater Leihgabe bekommen, würde ich in jedem Fall die Kontoführung an einen Freund oder ggf. den Geldgeber selbst abgeben. Ich glaube zwar irgendwie immer noch, dass mein Suchtdruck mit einem stabilen Finanzplan definitiv abfällt, aber es ist ein riesiges Risiko. Sobald irgendwo bei einer Lebenssäule etwas auch nur anbröckelt, wie z.B. private oder berufliche Veränderungen
,mache ich mir immer großen Sorgen und meine Ablenkungsstrategie war in solchen Phasen dann leider immer direkt wieder das Glücksspiel.

Eine stationäre Therapie bleibt für mich zumindest im Moment weiterhin erst die Variante, wenn es so kommen sollte, dass ich der finanzielle Kollaps mit Gehaltspfändung, möglicherweise Wohnungs- und Jobverlust erreicht. Vielleicht wäre dieser komplette Umsturz und Neuanfang sogar wirklich die besser.. Aber wie gesagt, ich fürchte die Veränderung (auch wenn sie in Bezug auf mein Spielverhalten essentiell für ein dauerhaft auch nur ansatzweise glückliches Leben ist).. Bekomme ich die Finanzen nochmal geregelt und das Konto in vertrauensvolle Hände, sodass ich für die nächsten Jahre wirklich nur Zugriff auf rationierte kleine Bargeldbeträge habe, wäre ich schon zufrieden. Und wenn ich das schaffe, dieses Geld wirklich nur sinnvoll in die Basics Essen, Tanken und Freizeit zu stecken, wäre das schon ein Riesenerfolg.. Einfach mal eine ganze Zeit lang keinen Kopf um Rechnungen machen müssen und wieder das Leben genießen :)

Neben dem Termin bei der Suchtberatung am Donnerstag, habe ich jetzt auch einen bei der Schuldnerberatung bekommen können - allerdings leider erst Montag, davor war nichts frei (gibt wohl noch genug andere Leute mit Problemen..). Ich bin gespannt, ob mich schon davor die ersten richtig ernsten Konsequenzen aus den unbezahlten Rechnungen ereilen - wie z.B. Besuch vom Gerichtsvollzieher, Post an den AG wegen offener Schulden etc.. Werde ich dann direkt damit konfrontiert, dass das Aussitzen wirklich nicht mehr geht, werde ich vermutlich gleich mit offenen Karten in Bezug auf Spielsucht, Gesamtschulden und die allgemeine Situation spielen.

*

Offline Olli

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Re: mein Weg: Kurve kriegen oder wirklich nach ganz unten
« Antwort #8 am: 14 August 2018, 22:54:51 »
Hi!

Zitat
Eine stationäre Therapie bleibt für mich zumindest im Moment weiterhin erst die Variante, wenn es so kommen sollte, dass ich der finanzielle Kollaps mit Gehaltspfändung, möglicherweise Wohnungs- und Jobverlust erreicht.

Ja, ja ... wenn,. dann ...
Man könnte auch sagen: Hätte, hätte, Fahrradkette ...
Das ist zocken mit Dir selbst, mein Freund.
Wie kannst Du Dein Seelenheil von irgendwelchen Konsequenzen, die nicht unbedingt in Deiner Macht stehen, abhängig machen?
Du hast bereits derart gespielt, dass es zu den Horrorszenarien kommen kann.
Ob ambulant oder stationär - vollkommen egal - Du benötigst wieder professionelle Betreuung.
Vielleicht verstehe ich das von Dir Geschriebene aber auch falsch?

Zitat
Sollte ich tatsächlich nochmal Geld in Form von einem Kredit oder privater Leihgabe bekommen, würde ich in jedem Fall die Kontoführung an einen Freund oder ggf. den Geldgeber selbst abgeben.

Auch das hört sich für mich an, als wolltest Du zuerst Dich um die "Leihgabe" kümmern und dann erst um die Hilfe anderer Personen.
Du weisst, wo das hinführen "kann".
Ich würde mir die Reihenfolge noch einmal zu Herzen nehmen.
Gute 24 h
Olaf

(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Re: mein Weg: Kurve kriegen oder wirklich nach ganz unten
« Antwort #9 am: 15 August 2018, 05:53:01 »
Ich muss und möchte Olli da Recht geben. Du bist im freien Fall und willst vielleicht die Notbremse ziehen, aber vielleicht auch erst warten, bis du unten aufgeknallt bist.

Re: mein Weg: Kurve kriegen oder wirklich nach ganz unten
« Antwort #10 am: 15 August 2018, 19:31:10 »
Nein du verstehst das schon richtig Olli und die Bedenken von euch beiden sind völlig berechtigt.

Ich denke nur leider phasenweise immer mal wieder, hätte ich einfach 10000€ um alles zu zahlen wäre doch alles in Butter und mein Leben in Ordnung. Aber ganz offensichtlich ist das nicht der Fall und ich habe weit tieferliegende Probleme, wenn ich mir über Jahre Monat für Monat mit wenigen Ausnahmen immer weiter alles kaputt mache..

Mit dem Kredit wird es wohl nichts und ich kriege auch keinen anderen mehr genehmigt, die ganzen offenen Forderungen sollten spätetens jetzt auch in der Schufa angekommen sein. Und falls mir sonst privat jemand oder mehrere tatsächlich Geld leihen, würde ich eben direkt diese weiter mit ins Boot nehmen und Ihnenn in meinem Sinne aber auch zu deren Sicherheit die Kontoführung übergeben. Deswegen will ich auch davor keiner auswählen. Aktuell habe ich aber eh niemand direktes im Sinn, Familie scheidet eigentlich aus und sonst weiß es ja noch niemand. Eventuell nehme ich einen meiner engsten Freunde als erstes ins Vertrauen, der wohl auch finanziell theoretisch in der Lage wäre zu helfen.

In jedem Fall warte ich morgen den Termin in der Suchtberatung ab und bin da auf die Meinung, Ideen und Vorschläge der Therapeutin gespannt. Und die Finanzen bespreche ja dann Montag bei der Schuldnerberatung. Ich habe aktuell wirklich noch gar keine Ahnung wie das im Falle der absoluten Zahlungsunfähigkeit bei derartigen Schulden abläuft.

Ich habe ja mein Tagebuch  mit der Fragestellung "Kurve kriegen oder wirklich nach ganz unten?" begonnen. Aktuell sieht eher nach letzterem aus und mein Plan B oder eben worst case ist, dass ich eben wirklich alles samt Wohnung, eh nicht vorhandenes Geld&Besitztümer, Job etc. verliere und ohne alles erstmal bei einem Freund auf der Couch lande, nur noch mit wegen Privatinsolvenz gepfändetem Arbeitslosengeld/Hartz IV. Und dann eben möglichst lange in die stationäre Therapie gehen und danach versuchen nochmal ganz neu zu starten. Und da ich aktuell abgesehen von den 2 Terminen immer noch nicht mehr unternehme um das abzuwenden ist es eigentlich im Prinzip Plan A, nur dass ich ihn nicht proaktiv angehe, sondern auf mich zukommen lasse..


« Letzte Änderung: 15 August 2018, 19:39:50 von Suchtel »

Re: mein Weg: Kurve kriegen oder wirklich nach ganz unten
« Antwort #11 am: 15 August 2018, 19:37:15 »
Da ich selber in der Insolvenz bin, nicht wegen der Spielerei - war verheiratet und hatte ein Haus - kann ich dir, was das angeht etwas die Ängste nehmen. Du hast jeden Monat mind. 1.150 Euro zum Leben für dich. Hast du ein P-Konto? Du hast was von Lohnpfändung geschrieben. Wie hoch sind deine aktuellen Mietschulden? Wie viele kompletten Monatsmieten bist du im Rückstand?

Re: mein Weg: Kurve kriegen oder wirklich nach ganz unten
« Antwort #12 am: 15 August 2018, 19:58:55 »
Danke, wie gesagt habe ich aber gar nicht mal so große Angst vor den direkten finanziellen Folgen. Ich habe die letzten Jahre ja nahezu jeden Monat von <<100€ gelebt - zumindest bis ich arbeitsmäßig jetzt noch auf Benzin fürs Auto angewiesen war/bin. Am meisten treffen würde mich die Wohnung zu verlieren. Es ist nur die Miete von diesem Monat, die fehlt. Mein Vermieter ist aber sehr korrekt und eigentlich auch nett, ich hatte ihn letzten Monat um Kulanz gebeten und versprochen die fehlende Miete und dann direkt auch die neue zum 1. diesen Monats zu überweisen - die erste Überweisung habe ich direkt im Online-Banking nach Gehaltseingang durchziehen können, die zweite habe ich erst 1,2 Tage später nachschicken wollen, und da war natürlich alles weg :( Jetzt hat er halt den Anwalt eingeschaltet, bisher kam aber noch nichts.
Am meisten belastet mich eigentlich mein Schamgefühl, das ist unglaublich stark ausgeprägt. Auch wenn man meinen könnte, ist der Ruf erst ruiniert... Das ist auch der Grund, warum ich nie in einem Wettbüro vor Ort oder auch Casinos war, das ist mir so dermaßen unangenehm dort gesehen zu werden - selbst wenn es nur völlig fremde Leute sind, die ja genauso drauf sind..


Edit: Ein P-Konto habe ich nicht, kenne mich 0 damit aus. Lohnpfändung wurde noch nicht direkt angedroht aber ich halte es für den nächsten logischen Schritt der Gläubiger in die Richtung zu gehen, wenn sich der Schuldner Wochen lang nicht meldet. Ich fände es ja auch gar nicht mal so schlimm, nur bekommt der AG das halt wohl zwangsläufig mit und das ist das Unangenehme. Ich habe das selber schon stellvertretend in personalführender Funktion erlebt, als Post mit einem Schreiben eintraf, indem gegenüber einem unserer Mitarbeiter eine Forderung eines hohen 5stelligen Betrag erklärt wurde.. So ähnlich nur in abgeschwächter Form erwarte ich das eigentlich auch in meinem Fall.
« Letzte Änderung: 15 August 2018, 20:08:17 von Suchtel »

Re: mein Weg: Kurve kriegen oder wirklich nach ganz unten
« Antwort #13 am: 15 August 2018, 20:25:21 »
Gut wäre wenn du deine Unterlagen für die Schuldnerberatung bereit aufbereiten würdest.

Einnahmen pro Monat
Feste Ausgaben pro Monat (Miete, Telefon usw...)

Und dann alle deine Verbindlichkeiten auflisten.
Alle Gläubiger auslisten.
Dann hat der Berater gleich eine Übersicht und man kann ggf. sofort handeln.

Re: mein Weg: Kurve kriegen oder wirklich nach ganz unten
« Antwort #14 am: 15 August 2018, 20:38:30 »
Ich kenne deine Einnahmensituation nicht. Was ich schade finde ist, dass du eine gemachte Zusage nicht eingehalten hast. Das Geld war ja offensichtlich da. Ich bin selber Spieler, habe aber immer dafür gesorgt, dass die Miete gezahlt ist. Obdachlosigkeit ist furchtbar. Bald ist wieder Winter. Und bedenke: für eine neue Wohnung benötigst du oftmals eine Mietunbedenklichkeitsbescheinigung. Die fällt aus bei Mietschulden.
Gar nicht mehr spielen ist natürlich das Ziel, aber bitte geh nicht mehr so leichtfertig mit deinem Dach über dem Kopf um!!!

 

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