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Was verstehst Du unter/Wie erlebst Du ... Geld!

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Offline andreasg

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Re: Was verstehst Du unter/Wie erlebst Du ... Geld!
« Antwort #15 am: 15 Mai 2020, 17:26:40 »
Neulich habe ich mein Fotoalbum aus meiner Kindheit angesehen, und bei einem Bild, meine ältere Schwester und ich kamen gerade aus dem Kinderheim, ich war wohl gerade 3 Jahre alt, trug sie Sachen, die ich dann ein Jahr später getragen habe. Mein Vater hat nach seinem Studium abgelehnt, sich eine Arbeitsstelle in Anstellung zu suchen, hat von Anfang an auf Selbstständigkeit hingearbeitet, irgendwo bei interessierten Firmen auf Bürostühlen geschlagen, und die Ladeninhaberin vom kleinen Edeka Markt hat angeschrieben, bis er irgendwann einen Auftrag hatte.. Das waren die 1950 Jahre in etwa. Als der Vater dann wirklich Aufträge hatte, kaufte er sich Designerklamotten, richtete unsere Wohnung auf dem Bauernhof  im Bauhaus - Stil aus, dazu der Esstisch im massiven Teak - Holz, und Mutter ging weiter anschreiben.... Er fuhr nach Sylt um Ferien für seine Kreativität zu nehmen, natürlich auf Kampen, aber nun hatte ich wenigstens Kleidung aus erster Hand, und es gab nicht immer Brotsuppe. Als ich 11 Jahre alt war, wurde die Ehe meiner Eltern geschieden, meine Mutter gab unseren Vater an eine Freundin frei, die sie in der Lungenheilanstalt kennen lernte. Meine nun beiden Schwestern waren 12 und 6 Jahre alt. Der Vater fuhr mit Zweitfrau und den Schwestern in den Ferien an die Ostsee, ich blieb daheim, bei der Mutter zurück. Irgendwann einmal lag auf dem Küchenschrank ein 5 DM - Stück. Das nahm ich an mich, weil ich 1 DM brauchte, um den Film Kleopatra mit Liz Taylor sehen zu können, also mir das auch gönnen, was meine Klassenkameraden hatten. Das Geld war aber für die Reitstunde meiner älteren Schwester bestimmt, und natürlich bin ich aufgefallen. Meine Mutter schleifte mich zur Wohnung von Zweitfrau und dem Vater, und der hat mich geprügelt, bis ich am Boden lag. Es war das definitiv einzige Mal , daß er mich schlug, aber ich hatte endlich eine Zuwendung von ihm. Meine Mutter hat mich in der folge fast täglich verprügelt, meist mit dem Rührlöffel in der Hand, um sich damit an meinem Vater zu rächen. Meine jüngere Schwester hat das mit - ansehen - müssen - ins Traumata getrieben. Als 14 jähriger bekam ich dann wirklich 5 DM Taschengeld im Monat, meine Klassenkameraden lagen bei 10 DM die Woche. Das 5 DM Stück, genannt "der Heiermann" sollte noch seine Paraderolle spielen, im Sinn des Wortes.

Als ich 16 war, meine erste Berufsausbildung abgebrochen wurde, entdeckte ich in der Bratwurstbude die Spielautomaten. Davor lagen Unmengen blaues Paper, von den rollierten Groschenrollen. Das habe ich nicht verstanden, denn mehr als 30 Pfennig hatte ich oft nicht zur Verfügung. die ich aber wurstkauend in den Automaten warf. Ich weiß noch genau, wie der aussah, anno 1968... Ich bekam einen Job als Fahrradbote, 2,80 DM die Stunde, lernte dabei meine Heimatstadt Hannover kennen, und die Kneipen und Spielhallen in der Nordstadt. Ich war damals schon großgewachsen und kräftig gebaut, dank Bratwurst & Co von adipöser Gestalt, und bin es Heute auch noch..

Fortsetzung folgt.
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

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Offline andreasg

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Re: Was verstehst Du unter/Wie erlebst Du ... Geld!
« Antwort #16 am: 23 Mai 2020, 09:37:05 »
Die Geschäftsführerin der Lichtpauserei hat wohl bemerkt, daß ich mich für das Kaufmännische interessante,  und das teilte sie meiner Mutter mit, und Mami kümmerte sich um einen Susbildungsplatz in der Bahnspedition.Yas hat mir auch Freude bereiget, aber ich bin nicht über Rollfuhr und Lagerwesen hinaus gekommen.
Irgendwer erzählte in der Spielhalle vom Fußball und dem kommenden Spiel im Stadion. Nie hatte ich Geld für rine Eintrittskarte,  aber nun wollte ich hin.Die 4,50 DM konnte ich auch aufbringen, und so ging ich wieder hin ins Stadion und immer weiter, bis mich der Fanblock angezogen hat. Diese tolle Stimmung dort, und scnell hatte ich ein paar Kumpels gefunden. Nun gloss slsbsld der Alkohol in Strömen, ajch gerade dann, wenn wir zu Auswärtsspielen reisten.So war ich meistens am Wochenende blau, wo doch meine Jungs im roten Trikot auflaufen . In der Kneipe spielten wir am Flipper, manchmal Billard - Pool, und meistens mit dem Knobelbecher jm die Runden an Bier jnd Schnaps.  In der Szene worden wir nur noch " die Säufer " genannt. Mein Lehrlingsgeld von 150 DM reichte nicht dagür, also grtiff icv der Mutter ins Portomanaie, erst kleinere dann größere Scheine. Die schien es nie benerkt zu gaven, auch nicht als ich später mein Spielgeld gür die Automaten griff.

Meine Zeit bei der Bundeswehr verlief fibanziell nicht schlecht. Für das Handwerk des Kriefers war ich definitiv nicht der richtige,  stand einnsl kurz vor der Fshnenflucht, wg "ewig gestrige Vorgesetzte" , aber mrinem Versetzungsgesuch in eine heimische Einheit wurde stattgegeben.Ich war im Truppensanitätsdiendt, wir mussten viel Nachtwache im SsnBerrich schieben, irgend jemand fuhr zum Schnellimbiss,  und ich war stets der Beifahrer Do eurde ich zum Fast Food Junkie,  und dss Gewicht,  das ich bei der Grundausbildung verlorenen hatte, ksm eieder drauf. Trotzdem sozialisierte ich mich wieder, aus heutiger Dicht, wril mir die nächtlichen Gespräche mit den Kameraden über Heimweh und Liebeskummer mir Aufwertung brachten.
Meine Ausbildungsfirma konnte mich nicht übernehmen, der Chef hatte sich suizidiert... Sch ell fand ich eine Anstellung im Versand bri eibem Maschinenbauer.  Im nachhinein betrachtet, war es mein bestes berufliches Engagement,  bis eben die Ölkrise mir den Job kostete.

« Letzte Änderung: 23 Mai 2020, 22:44:07 von andreasg »
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

 

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