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Erster Schritt in die SHG

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Offline taro

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Re: Erster Schritt in die SHG
« Antwort #180 am: 14 Dezember 2019, 21:42:00 »
Moin moin,

Sucht ist keine Krankheit, die ich mit verstehen der Ursachen besiegen kann. Spätestens nach einem halben Jahr regelmäßiger Teilnahme in einer SHG weiß jeder mehr über die Spielsucht als jeder nicht Süchtige. Trocken macht dieses wissen jedoch nicht, Die Sucht geht tiefer als der Teil den ich bewusst erfassen kann. Im Forum kann ich Informationen über die ersten Schritte erhalten. In der Therapie können erste Dinge an die Oberfläche geholt werden. In der SHG kann dann mit dem erlernten Methoden langsam der Eisberg abgetragen werden.
Es ist ja gerade nicht nur eine Sache, es ist mein ganzes Leben was ich mir anschauen musste. Wie gehe ich mit meinen Unzulänglichkeiten um, wie kann ich meinen Frieden mit meiner Herkunftsfamilie wieder bekommen. Ein oft grosses Thema. Ich könnte endlos Themen auflisten. Wichtig ist das ich einen klaren Blick bekomme. Was bei der heute weit verbreiteten Unklarheit nicht immer leicht ist.
Trockene Spieler haben in der Regel kein Interesse an cb oder an ein abdriften in die Illegalität. Trotzdem mangelt es nicht an nicht Spielern die für die Spieler gegen Ihren Willen nur das beste wollen, schon irre.
Diese Unklarheit läßt sich beliebig weiter führen. Je mehr Übung ich darin habe, mich im kleinen und grossen.
Durch die regelmäßige Teilnahme in der SHG bekomme und behalte ich die Klarheit und kann sie auch überall vertreten.
Ich geh ja seit einiger Zeit in einen Bibelkreis. Hchs dachte immer, ich sei wohl so ziemlich der unchristlichste. Ein Mitglied hatte vor 3 Monaten wegen psyischer Probleme aufgehört.
Jetzt hat Sie uns mitgeteilt, daß es Ihr wieder besser geht und Sie gerne wieder kommen würde. IIch habe mich gefreut und dachte alles klar. Am Tag der Mitteilung war gerade unser Treffen, noch ohne Sie. Ich kam, da fing die erste schon an, sie hätte ja aufgehört, nun hätten wir überhaupt keinen Platz mehr, weil neue angefangen hätten. Die nächste meinte, dass Sie sie eh immer zu anstrengend empfunden hätte. Dir dritte sagte, daß wir ja keine Selbsthilfegruppe sein (was sie nie auch nur im geringsten gefordert hat).
Der Gruppenleiter meinte dann, mann müsse ihr dann einen guten Grund nennen, damit sie sich nicht abgelehnt fühle.
Nachdem ich mir das alles fassungslos anhörte, erinnerte ich daran, daß alle Teilnehmer unserer Gruppe ja sehr aktiv bei den Gottesdiensten sind. Wenn es drum geht Promis zu interviewn sind sie vorne dabei, wenn es jedoch darum geht unauffällig christlich zu handeln, dann ist sense. Im übrigen stehe ich nicht für eine Wohl klingenden Geschichte zur Verfügung. Wenn Sie mich fragt sage ich selbstverständlich den wahren Grund.

Ich finde das Beispiel schön, weil es für aussenstehende offensichtlich ist, daß ich aus christlicher Sicht das richtige gemacht habe, und doch musste ich den Mut aufbringen Unruhe in unsere schöne Gruppe zu bringen. Entschieden wird erst im nächsten Jahr, die anderen wollten das erstmal sacken lassen. Für mich ist klar, sollte sie nicht wieder kommen dürfen werde ich auch gehen, was ich sehr schade finden würde.
Das richtige zu tun muss nicht immer das beste für mich sein, hat aber Einfluss auf mein Unterbewusstsein. Gerade das falsche Handeln in solchen Situationen führt immer wieder Richtung Spielen. Über soetwas spreche ich z. B. In der SHG.
Seit kurzem gehe ich ja Eisbaden. Naja, Eis haben wir ja noch nicht soviel. Was für mich immer wieder der flash ist, ist die direkte Verbindung zu meinem tiefsten inneren. Die unterschiedliche Tageswahrnehmung. Heute konnte ich z. B kaum 2 Minuten aushalten.
Danach geht es mir einfach unbeschreiblich. Das sind alles ganz kleine Dinge, haben aber direkt Einfluss auf mein Inneres und damit direkt auf mein spielfreies Leben.

Taro

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Offline TAL

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Re: Erster Schritt in die SHG
« Antwort #181 am: 16 Dezember 2019, 17:50:55 »
Hallo ihr,

Eine Erklärung wäre sicher praktisch, und käme sehr gelegen, aber leider ist es nicht so leicht, denn ich kenne die Ursache nicht. Bei mir gibt es dafür überhaupt keinen 'Grund'. Sicher war nicht immer alles rosig, aber das kann glaube ich jeder auf der Welt über sich sagen... und trotzdem trinken die wenigsten, nehmen keine Drogen, oder betäuben sich auf andere Arten, die für diesen Effekt weniger bekannt sind. Was auch immer es also ist, es hat nichts mit äußeren Umständen zu tun. Das Problem liegt irgendwo in mir selbst, ich war schon immer mein größter Feind, stand mir von Klein auf selbst im Weg. Bis heute hat sich daran nichts geändert.

Die eigenen Unzulänglichkeiten wiegen also deutlich schwerer. Ich sehe meine Familie so gut wie nie. Einen wirklichen Grund dafür gibt es aber nicht. Das war schon immer so, und liegt auch zum größten Teil an mir. Ich bin kein soziales Wesen.
Ich habe aber gestern erst meine Schwester, dann meine Mutter, angerufen. Mut zur Veränderung. Beide waren hörbar überrascht, wenn man das bei der vorherrschenden Reserviertheit mir gegenüber überhaupt so nennen kann. Da wir alle nicht wirklich 'eng' sind, kann ich tatsächlich sagen, ich habe diesmal das Weihnachtsfest organisiert. Ich kümmere mich normal nie um irgendwas. Auch wenn es nur aufgrund ständiger Nachfragen zu Hause passiert ist - ich hab's getan. Ich wollte eigentlich nur, daß das "Hast du schon angerufen?" aufhört. Sonst habe ich es immer einfach ignoriert. "Mach ich morgen.", bis es zu spät war. Ich wollte es im Grunde auch nie, auch jetzt bin ich mir da nicht sicher. Es war etwas komisch, das zu tun.

Als lieb und nett hat mich noch nie jemand bezeichnet, eher als umgänglich, aber sonderbar. Anfangs sind Leute immer etwas irritiert von meiner stillen Art und meinem oft seltsamen und extrem introvertierten Verhalten, gewöhnen sich aber schnell daran, weil es einfach so ist. Zumindest im Job kann man sich auf mich verlassen, auch ohne viele Worte. Ich nicke nur, und tu's. Manchmal kommt dann eben "Warum hast du nicht gesagt, daß es fertig ist."
Wozu? Ich hab doch gesagt, ich mach's. Das kann man zur Not doch auch nachgucken...
Ich plane voraus, um unangenehme Situationen zu vermeiden, auch für andere. Wenn ich sehe, daß etwas so nicht funntionieren wird, kümmere ich mich eher selber drum, als andere darauf hinzuweisen. Die Leute merken das nichtmal... weil dann eben alle glattläuft. In unserer Abteilung kann sowas sehr unangenehm werden. Es fällt sofort auf, wenn's nicht rundläuft.

Ich wirke eigentlich immer sehr planlos. Doch irgendwie habe ich mein eigenes System. Bei sowas funktioniert mein Kopf. Systematische, kalkulierte 'Gefahrenabwehr' im Hintergrund. Was ich nicht kann, lerne ich dann eben, die Infos besorge ich mir schon. Einmal gesehen, weiß ich, wie etwas geht. Habe ich ein Beispiel, brauche ich nichtmal eine Erklärung. Tja, das sitzt nach wie vor. Ich verbringe keine Stunden mit der Klärung von "Darf ich das?", oder "Wer ist zuständig?" - ich mache es einfach, ohne daß es überhaupt jemand merkt.
Ich mag halt nicht auffallen, dafür stecke ich auch ungerechtfertigte Kritik kommentarlos ein. Besser der Depp vom Dienst, als eine Diskussion mit jemandem, der eh nur seine eigene Stimme hört.

Für mich einstehen konnte ich noch nie (auch für andere nicht). Ich habe keine Ambitionen, will einfach nur irgendwie durchs Leben kommen ohne anzuecken. Was ich heute habe, ist mehr, als ich verdiene. Dafür bin ich dankbar. Alles andere ist halt eben so. Natürlich stören mich Ungerechtigkeiten und intrigantes Verhalten, besonders anderen gegenüber, die es nichtmal merken, und für normal halten. Da denke ich dann "Sie ist deine Teamleiterin, das macht dich aber nicht zu ihrem Knappen." Ich sage aber nichts. Wer bin ich schon, über andere zu urteilen, oder sie zu kritisieren?

Nett zu mir selbst zu sein ist nicht so leicht, ich habe da keine wirklich hohe Meinung von mir, aber zumindest verabscheue ich mich nicht mehr. Darüber bin ich sehr froh. Ich freue mich sogar manchmal darüber, daß es mir, und damit automatisch auch anderen, gutgeht, denn das ist nicht selbstverständlich. Ich bin also zufrieden, einen Weg gefunden zu haben, der mit dem Rest der Welt so gut wie eben möglich zusammenpaßt. Darin, soweit es mir möglich ist, und nicht komplett nebenher. Ich tue, was ich kann, auch wenn es manchmal etwas unbeholfen wirkt.

Ja, mir liegt sehr viel an meiner besseren Hälfte, und es ist sehr frustrierend, das nicht angemessen ausdrücken zu können. Ich würde gerne, aber ich weiß nicht, wie, stattdessen fühle ich mich dann irgendwie hilflos, das tut manchmal weh. Ist schwer zu beschreiben. Ich bin schon sehr verschlossen, und reagiere bei einer sich anbahnenden Auseinandersetzung entweder gar nicht, oder trocken-sarkastisch. Das hat auch Einfluß auf mein Umfeld, denn so bekommt ja niemand mit, wenn eine Grenze überschritten wird. Wenn mich etwas verletzt, so wie eben letztens, fresse ich es dann in mich hinein, sobald ich alleine bin, obwohl ich eben noch lachend einen blöden Spruch gebracht habe. Und dann geht das verhaßte Grübeln los.

Naja, das ist kompliziert. Bin wohl wirklich etwas schwierig. Wenn man immer nur raten muß, kann man eben nicht jedes Mal richtig liegen, nur leider komulieren sich die Fehleinschätzungen mit der Zeit, die Interpretationen sind manchmal schon etwas absonderlich. Das Bild, was andere haben, könnte oftmals falscher nicht sein.
Und einiges davon kommt schließlich nicht von ungefähr. Ich bin ein unfähiger Trottel, der zu allem Überfluß noch einen gehässigen Kobold auf der Schulter sitzen hat, der mich mit seinen subtilen selbstzerstörerischen Tendenzen vergnügt in den Wahnsinn getrieben hat, und dem ich immernoch manchmal sagen muß, er soll sich gefälligst zum Teufel scheren. Inzwischen nimmt er das wenigstens zur Kenntnis... zumindest bis zum nächsten Mal.
Naja, wen wundert's? Auf mich hat noch nie irgendjemand gehört. Ist ja im Prinzip auch eine ganz gesunde Einstellung, wenn ich so drüber nachdenke.

Als trocken würde ich mich daher nicht bezeichnen. Abstinent ja, aber wirklich trocken... eher nicht, denn viel hat sich seitdem nicht verändert.
Auch im Umgang mit Geld habe ich manchmal leider noch ein Problem.
Natürlich ist es ein gutes Gefühl, Geld auf der hohen Kante zu haben. Es beruhigt... sehr sogar.
Es ist ganz normal, das, was man übrig hat, zur Seite zu legen, denn man weiß ja nie. Jeder tut das.
Was hingegen nicht normal ist, ist, zu glauben, so tun zu müssen, als ob, um sein Gewissen zu beruhigen und seine Spuren zu verwischen.
Denn wie es finanziell um mich gestellt ist, geht niemanden etwas an. Mehr noch: Es interessiert auch gar keinen. Und für mich selbst ist es wichtig, daß Geld eben nicht wichtig ist... wenn das so Sinn macht. Nicht daran zu denken nimmt den Druck. Zu sehen, daß ich mit dem auskomme, was ich habe, löst die innere Spannung. Und etwas übrig zu haben, beruhigt.
Damit bin ich an einem Punkt, den ich für mich lange für nicht erreichbar hielt.

"Ich konnte immer gut mit Geld umgehen", das liest man oft. Ja, stimmt, ich auch, das sagt man mir heute noch nach. Ob das wirklich so stimmt, wage ich aber inzwischen zu bezweifeln. Denn daß meine finanzielle Kaufkraft dabei jahrelang konstant unter dem monetären Gegenwert einer Portionspackung Hefe lag, wußte ja zum Glück keiner. Offiziell war das kein Problem, mir nahm das auch jeder ab. Geldprobleme? Was ist das? Sorgen? Haben andere. Der Inbegriff des Laissez-Faire. Das zu schaukeln hat mich viel Energie und schlaflose Nächte gekostet, aber der Schein ist wichtig, damit niemand genauer hinsieht. Lebensmittel? Das geht schon irgendwie so. Ich habe unter anderem im Supermarkt gearbeitet und regelmäßig den Bruch und Verderb abgeschrieben und entsorgt. Ich war immer ein Musterbeispiel. Fleißig, effizient, genügsam und durch nichts aus der Ruhe zu bringen. Daß ich heimlich im Innenhof den Müll gegessen habe, wenn ich vor Hunger nicht mehr konnte, hat ja nie jemand gesehen.
Wenn ich ganz ehrlich zu mir selbst bin, mache ich es heute noch genauso. Ich 'verstecke' weit mehr als nur eine Dummheit aus der Vergangenheit.

"In eine Spielhalle oder Wettbude würde ich nie gehen, da halte ich das Geld ja in den Händen."... das ist auch so eine Sache.
So oder so... bei mir waren es Onlinecasinos, die mir immer am Arsch vorbeigingen.
"Was ist denn das für ne Kacke, wo ist da die Atmosphäre an einem bekloppten Bildschirm? Da muß ich ja auch noch ständig aufpassen, daß niemand zu Hause ist, nach Hause kommt oder nachts wach wird. Und die Algorithmen sind doch geschrieben, um mich zu bescheißen - kann ja keiner kontrollieren. Danke nein, ist mir zu blöd!"
So dachte ich zumindest ziemlich lange, bis ich von der Möglichkeit des Chargebacks erfuhr.
"Ahh... natürlich! Warum habe ich eigentlich nie online gespielt? Ich Idiot! Mhhhhh...."
Ich konnte nichts dagegen machen... das erste Mal seit einer gefühlten Ewigkeit... ein Gefühl, von dem ich schon lange dachte, es wäre Geschichte... meine Gedanken überschlugen sich... und das ausgerechnet bei dem Gedanken an von mir immer als 'degeneriert' angesehene Onlinecasinos. Ruhmreich war das Kopfkino da nicht, aber es hielt eine Weile an. Das war wie ein immer wiederkehrender Fiebertraum, aus dem ich zum Glück irgendwann verstört und beschämt aufgewacht bin, geschockt von mir selbst. Ich bin mir sehr sicher, daß ich zu einer anderen Zeit und unter anderen äußeren Umständen nicht dazu in der Lage gewesen wäre, den Finger zu heben und das schöne Luftschloß platzen zu lassen. Soviel zu meinem Warten auf den Tag X. Träum weiter, TAL... nicht in diesem Leben!

Es ist nicht wichtig, was meine präferierte Form der Suchtausübung ist, denn wenn es darum geht, mir das Spielen harmlos- oder schönzureden, tut es auch eine Tipico-Butze, der allmonatliche Bingoabend im Seniorenwohnheim nebenan... oder eben ein Onlinecasino, um meine mühsam aufgebaute persönliche Hemmschwelle im Nullkommanix auszuhebeln. Den Bezug zum Geld habe ich auch verloren, obwohl ich es in den Händen hielt. Es spielt keine Rolle, wo oder wie, denn wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.
Je sicherer ich mich fühle, desto länger dauert es, bis ich dem Floh im Ohr Einhalt gebiete... und bei einer sowieso schon extrem niedrigen Schwelle, ab der es für mich kein Zurück mehr gibt, schmälert Unachtsamkeit meine Chancen, dabei keine Federn zu lassen, nochmal erheblich.

All das weiß ich, all das ist sonnenklar, ich habe schließlich lange genug gebraucht, es zu lernen. Jetzt, hier und heute habe ich auch keinen Zweifel daran. Ich weiß aber auch, daß ich das morgen auch ganz schnell einfach mal vergessen kann - und diese Erkenntnis ist nochmal um einiges wichtiger. Die Klarheit zu bekommen war ein zermürbender Prozeß, gegen den ich mich lange mit aller Macht gewehrt habe, sie dann konstant im Bewußtsein zu halten ist... nochmal ein ganz anderes Kaliber. Ist ja eigentlich nicht nötig, ich weiß es ja... also kein Problem. Ist es dann aber doch mal nötig, muß ich das auch rechtzeitig merken.

Innere Ausgeglichenheit spielt da eine große Rolle, und ich mag keine Unruhe. Manche Dinge muß ich daher eben hinnehmen, so denke ich jedenfalls.

Re: Erster Schritt in die SHG
« Antwort #182 am: 17 Dezember 2019, 07:31:01 »
Hi TAL,

wenn ich deinen letzten Beitrag lese, kommst du mir vor, wie meine Seelenschwester, ich erkenne mich an deinen Verhaltensweisen durchaus wieder, wir scheinen der gleiche Typ Mensch zu sein.
Du kannst dein Wesen, deine Art, dich selbst, nicht einfach so ändern, es bist doch immer noch du, ganz gleich wie sehr du auch versuchst dich zu verstellen.
Ich bin auch ein harmoniesüchtiger Mensch, will nicht anecken, stecke oft Kritik ein, versuche den Fehler bei mir zu suchen und den anderen eher zu verstehen, als anders herum, egal ob gerechtfertigt oder nicht. Ich bin Spieler wie du, habe nie einen Grund, DIE URSACHE, für meine Sucht gefunden. Letztlich sage ich mir, na und? Wichtig ist, dass ich heute spielfrei bleibe und morgen wieder. Ich habe meine Familie wieder zurück, mein Leben, und das zählt. Ob ich abstinent bin, spielfrei oder trocken, ist mir auch gänzlich Wurst, weil jeder diese Begriffe anders definiert, letztlich zählt doch nur, dass wir nicht mehr die Sucht ausüben und Geld zum Fenster raus werfen.
Du hast dich durch und durch analysiert und dennoch verstehst du dich nicht. Würdest du gerne jemand anders sein? Wir alle können nicht gleich funktionieren, jeder ist anders, speziell. Glaub mir, es gibt Menschen, die deine Eigenschaften, die du hier negativierst, schätzen.
TAL, ganz gleich wiieviel Zeit du investierst, dich zu analysieren, denke auch immer dran, zu Leben. Nicht immer kopfgesteuert, manchmal auch aus dem Bauch heraus!

Leben geht allerdings nur, ohne zu spielen. Niemand ist perfekt, wirklich niemand....

Frohe Weihnachten!

aT

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Offline TAL

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  • 269
Re: Erster Schritt in die SHG
« Antwort #183 am: 18 Dezember 2019, 23:22:47 »
Hallo aT,

Ich bin immer wieder überrascht, wenn jemand meinen nicht vorhandenen Faden folgen kann, und das sogar weit besser als ich selbst.... ich tu mich schon schwer, überhauot den Anfang zu finden. Verstanden zu werden ist für mich nämlich eine eher seltene Angelegenheit. Und es fühlt sich gut an. Es beruhigt immer, wenn ich sehe, daß es andere gibt, denen es genauso geht. Damit fühlt man sich weniger fremd... auch wenn das jetzt bescheuert klingt.
Nur traurig irgendwie, daß wir so viele sind.

Ob ich gerne jemand anders sein würde? Ja, ganz ehrlich... manchmal schon. Aber niemand Spezielles... also nicht "wer?", sondern eher "was?". Das war aber auch schon vor meiner Spielerzeit so. Default... eben nicht auffallen. Vor mir selbst hätte mich das allerdings auch nicht geschützt - rein statistisch gesehen wäre sogar eher das Gegenteil der Fall. So ganz wohl in dieser Haut habe ich mich also irgendwie noch nie gefühlt, wenn ich so drüber nachdenke.
Seit ich nicht mehr spiele, habe ich immer darauf gewartet, daß es irgendwann weggeht, wollte normal sein, wie all die anderen, denen leichte Dinge leichtfallen, die nicht groß nachdenken, denen es einfach egal ist. Eben die, die automatisch das Richtige tun, bzw. das, worüber sich keiner groß wundert. Ich kann das aber nicht, mein Normal ist anders. Bis zu einem gewissen Grad ist das okay für mich, es hat auch sogar manchmal seine Vorteile. Manchmal wurmt es mich aber leider dann doch.

Du hast natürlich recht... in erster Linie geht es immer darum, keine unsagbare Dummheit zu begehen. Keinen Unsicherheitsfaktor darzustellen, und zeigen zu können, daß ich das so selbstverständlich in mich investierte Vertrauen auch verdiene. Man kann sich die Sache dabei aber auch schwerer machen, als sie manchmal ohnehin schon ist.
Ich kann mich nicht ändern, mich im Kreis zu drehen ist aber auch nicht hilfreich.
Habe ich Suchtdruck (was zum Glück lange nicht mehr vorgekommen ist), oder irgendwelche nostalgischen Hirngespinste (das hingegen passiert leider schonmal, ich bin im Luftschlösser-Bauen dummerweise recht einfallsrech), trifft mich das jedes Mal wieder unvorbereitet wie ein Schlag ins Gesicht. Überraschung!
Über den Dingen zu stehen ist daher auch nicht ganz uneigennützig. Es ist das 'dicke Fell', was mich vor meinem eigenen Gedankenwust schützt. Da wird schon was dran sein. Der andere hat recht. Fertig. Weiter im Text.
Davon abgesehen tauge ich wohl kaum als moralischer Kompaß.

Die Suche nach dem Grund ist tatsächlich nicht so wichtig. Ein "Ich bin eben krank" ist aber zu wenig... zu einfach und zu komfortabel. Die Verantwortung lag immer bei mir, das tut sie auch heute noch. Ich kann etwas ändern, mich richtig entscheiden, alle anderen können das nicht.
Ich kann niemandem vorwerfen, nicht zu wissen, wie man mit einem Suchtkranken umgeht, schon gar nicht, wenn mein Gegenüber nicht einmal weiß, womit er es zu tun hat. Wenn ich spiele, sehe ich das Problem auch nicht. Ist doch alles gut. Es spielt mir aber sehr gut in die Karten, wenn mein Umfeld den Fehler bei sich selbst sucht. Was will ich mehr?

Ich weiß nicht, wie es sich anfühlt, mich selbst zu lieben. Ich weiß aber, wie es ist, mich selbst nicht mehr zu hassen. Das ist viel Arbeit und beginnt damit, mir zuzugestehen, was mir guttut, und Abstand zu nehmen von Dingen, bei denen das Gegenteil der Fall ist. Ja. Absolut richtig. Nur klappt das leider nicht immer, manchmal stehe ich mir dabei leider selbst im Weg.
Ich bin absolut pflegeleicht, das höre ich öfter, davon, mich selbst zu mögen, bin ich aber recht weit entfernt. Ich denke, das macht es am Ende dann doch nicht so einfach. Von zuviel Nähe und Zweisamkeit fühle ich mich noch immer manchmal erdrückt, man kann heute aber mit mir zusammenleben, da ich bereit bin, meinen Teil zum Gelingen beizutragen. Das gelingt mir mal mehr, mal weniger, aber ich arbeite dran, weil ich es so möchte. Das war nicht immer so.
Niemand hat mich je als eine Last angesehen, das weiß ich heute, für mich selbst fühlte es sich aber so an. Ich tue alles, damit das nicht mehr so ist. Es macht das Zusammenleben viel einfacher, wenn ich nicht das Gefühl habe, immer im Weg zu sein. Für dieses Gefühl der Unzulänglichkeit kann außer mir keiner was. Ich habe das selbst über einen langen Zeitraum aufgebaut und gepflegt, dieser Teil gehört(e) zu meiner Sucht dazu. Niemand hätte das beeinflussen können, keiner braucht sich da zu fragen, was er falschgemacht hat. Es war der Nährboden für meine Suchtausübung, und gleichzeitig die perfekte Ausrede, rein gar nichts zu ändern. Mein Selbstmitleid, bestärkt durch die Hilfsbereitschaft anderer, suggerierte mir, ich könne ja gar nichts dafür. Das paßte mir innerlich gut in den Kram. Ich war überzeugt, die Welt hätte sich gegen mich verschworen, doch nach außen hin wollte ich einfach nur sorglos wirken, was mir auch gelang. Irgendwie ein signifikanter Widerspruch. Einer von vielen.
Diejenigen, die mich schätzen, tun das jedenfalls unter falschen Voraussetzungen... das zählt also nicht.

Bin ich krank? Ja, wahrscheinlich schon, obwohl ich den Gedanken nicht sonderlich mag.
Aber nichts und niemand anders kann etwas dafür.
Ich bin selbst Schuld an meiner Situation, und ich wäre es auch in Zukunft, was auch immer passiert.

Bauchentscheidungen waren bei mir noch nie eine gute Idee. Ich muß grad lachen... lieber nicht!
Oh ja... ich lebe... und ich mag meine kleine Welt doch irgendwie ganz gerne. Würde ich aus dem Bauch heraus handeln, würde es alles darin nur unöltig komplizierter machen.

Ich weiß, was du meinst, ich würde anderen dasselbe sagen, oder zumindest so ähnlich. Nur selber schaffe ich es nicht immer, mich dran zu halten... oder für mich selbst daran zu glauben.
Deshalb schreibe ich auch selten etwas, und meide dabei gewisse Themen bewußt komplett... ich sollte erstmal bei mir selbst aufräumen.

Hab heute Geschenke für meine Nichten gekauft, so richtig im Laden. Damit habe ich wenigstens die armen Paketboten etwas entlastet. Um diese Jahreszeit ist das sicher kein Spaß.

Euch übrigens auch Frohe Weihnachten.

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Offline Wolke

  • *****
  • 839
Re: Erster Schritt in die SHG
« Antwort #184 am: 28 Dezember 2019, 18:13:25 »
Hallo zusammen,

heute war ich arbeiten und musste mich schon um 6 Uhr auf den Weg machen. So früh morgens ist nicht viel los auf den Straßen, man merkt, dass noch Ferien sind und dass die Leute noch in den Betten liegen,um sich für den Kampf, um und für die Raketen und Böller stark zu machen. Viele reden vom Frieden und vom Umweltschutz,aber kaum jemand möchte auf das Feuerwerk verzichten. Dafür kämpfen sie in den Geschäften für die besten Stücke und Preise. Es herrscht ein kleiner Krieg an den Grabbeltischen des Feuerwerks.
Gestern war ich etwas Obst einkaufen und  da fragten viele Menschen die Verkäufer/innen, warum es denn kein Feuerwerk zu kaufen gäbe. Sie antworteten jedem ganz ruhig,dass der Verkauf erst morgen startet. Viele waren wütend darüber und stapften wild gestikulierend nach draußen. Da habe ich mir gedacht, gut dass ich heute einkaufen war und muss mir morgen diesen Kleinkrieg nicht antun.

Diesen Kleinkrieg der Gefühle habe ich oft in mir. Habe ich Ärger auf der Arbeit,sprühen die Funken in mir. Diese Funken wollen nach draußen und mir die Begeisterung des Spiels wieder schmackhaft machen. Geht es mir gut, wird auch schon mal eine Rakete abgeschossen,vor lauter Freude . Wie Salutschüsse,die signalisieren,ey, belohn dich.
 
Ohne SHG diese Woche, muss ich die Raketen ignorieren und arbeite weiter an meinem Auslöser der Spielsucht.

Morgen geh ich wieder arbeiten und genieße die Ruhe und Leere der Straßen. Am 31. bricht dann die Hölle los,wenn alles funkelt und knallt. Und am 1.1, auf dem Weg zur Arbeit ,habe ich die Welt einen kurzen Moment für mich alleine.
Die Welt ist dann ganz still ,man hört nichts,alles scheint still zu stehen.
Ich bleibe dann auch einen kurzen Moment stehen,fühle meine Traurigkeit,1000 Gedanken und Gefühle,alles gleichzeitig,aber ich versuche sie zu fühlen und ich weiß,dass ich noch lebe.

Ich wünsche euch allen schon mal einen guten Rutsch ins neue Jahr und mit jeder Rakete ein neues Gefühl,welches wieder zu euch findet und davon gibt es sehr sehr viele......ich habe mal gegoogelt,es gibt viel mehr als gedacht.

LG Wolke

Re: Erster Schritt in die SHG
« Antwort #185 am: 28 Dezember 2019, 18:31:36 »
Wen interessiert denn dieser Kleinkrieg? Habe diesem Treiben schon sehr lange den Rücken gekehrt. Kaufe nichts mehr für Sylvester und das schon seit 10 Jahren.

Die anderen sollen sich stressen, wütend sein oder weiß der Geier. Interessiert mich in keiner Weise und da es mich auch nicht interessiert, tangiert es mich nicht.

Das selbe Rate ich dir. Einfach diesen Ballast abwerfen und die fühlst dich besser.

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Offline Wolke

  • *****
  • 839
Re: Erster Schritt in die SHG
« Antwort #186 am: 28 Dezember 2019, 19:08:03 »
Hallo Born,

ich kaufe auch keine Böller und Raketen,habe sie nur symbolisch für meine Gefühle genommen und beschrieben.

LG Wolke

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Offline andreasg

  • *****
  • 1.427
Re: Erster Schritt in die SHG
« Antwort #187 am: 28 Dezember 2019, 20:00:31 »
Alleine aus Staatsverdrossenheit kaufe ich kein Feuerwerk.
Wolke, ich glsube, das Feuerwerk in Dir, die Energie gür Deinen Genesungsweg,
das ist, was Dich erleuchtet?

schöne 24 Dtundrn
Andreas
« Letzte Änderung: 28 Dezember 2019, 22:12:47 von andreasg »
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

Re: Erster Schritt in die SHG
« Antwort #188 am: 28 Dezember 2019, 20:20:55 »
Hallo Born,

ich kaufe auch keine Böller und Raketen,habe sie nur symbolisch für meine Gefühle genommen und beschrieben.

LG Wolke

Mir schon klar und genau deswegen hab ich das auch auf deine Gefühle bezogen ;)
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Offline TAL

  • *****
  • 269
Re: Erster Schritt in die SHG
« Antwort #189 am: 31 Dezember 2019, 17:49:45 »
Ich kenne diese Funken, den innerlichen Kleinkrieg. Manchmal gibt es nichts Anstrengenderes, als sich selbst zuzuhören. Es kann verwirren und verunsichern, und Frieden ist nicht in Sicht.

Ich habe mich heute freiwillig zum Hundesitten gemeldet, der Rest ist im Schwimmbad. Hier gibt es hin und wieder unterschwelliges Gestresse, gerade zwischen meinen beiden Schwägerinnen, das kann echt anstrengend sein. Ich genieße jetzt einfach die Ruhe, kann endlich mal wieder die Gedanken ordnen. Einfach nochmal durchatmen und die Füße hochlegen vor heute Abend, ab und an brauche ich das bei soviel Trubel. Ohne Rückzugsmöglichkeit stoße ich schonmal an meine Grenzen, zum Glück haben wir aber ein eigenes Apartment.

Ich habe morgen acht Stunden Autofahrt vor mir, trotzdem freue ich mich irgendwie, wenn endlich wieder alles beim Alten ist. Am 01. Januar steht die Welt immer still, es ist ein komisches Gefühl. Dies war jetzt das zweite Jahr, in dem ich nicht mehr an allen Feiertagen arbeiten mußte, früher war das immer eine willkommene Ausrede, nicht an Familienfeiern teilzunehmen (oder in den Urlaub fahren zu müssen / können), nun habe ich das nicht mehr. Den Tag auf der Autobahn zu verbringen ist aber okay, da erlebt man das Gefühl des lähmenden Stillstands nicht so mit. Monoton geradeaus ist schön entspannt, nur beim Wechseln der Autobahn merke ich, wie der Blutdruck kurz ansteigt. Ich bin ein sehr unsicherer Fahrer mit dem Orientierungssinn eines toten Nilpferds.

Silvester ist in der Tat ein komisches Fest... ich verstehe auch nicht, wie man konstant soviel essen kann. Das geht schon die ganze Zeit seit wir hier sind so. Ich bin froh, wenn das nachher vorbei ist. Aber es sind noch über sechs Stunden. Irgendwie besteht der ganze Silvestertag immer nur aus Warten und gespielter Partylaune. Warum tut man sich das an?
Ich gehe einfach rein, wenn ich keine Lust mehr auf Geknalle habe. Darüber wundert sich niemand mehr, wie über so vieles andere auch. Ich habe quasi einen Freifahrtschein für seltsames Verhalten, das hat auch seine Vorteile. Keiner fragt, man läßt mich einfach machen.

Ach ja, Böller habe ich auch nicht, aber um den Sekt werde ich nicht herumkommen. Die Leute um mich rum genießen es, Kinder lachen. Ich kann das nicht nachvollziehen, aber ich bin dankbar dafür, daß es auch für mich einen Weg gibt, daß ich soweit daran teilhaben darf, wie ich eben möchte, und keiner mir das krummnimmt.

Also... einen guten Rutsch euch allen.

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Offline Wolke

  • *****
  • 839
Re: Erster Schritt in die SHG
« Antwort #190 am: 14 Januar 2020, 21:43:40 »
107 süchtige Menschen waren heute in diesem Forum online......wow,dass steigt die letzten Wochen stetig. Wenn die alle in die SHG wollen.......Gruppen sind in manchen Ecken Deutschlands,selbst mitten in NRW schwer zu finden. Ich werde bald meinen Platz  für jemanden frei machen,dem es schlechter geht......für den ersten Schritt in die SHG.

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Offline andreasg

  • *****
  • 1.427
Re: Erster Schritt in die SHG
« Antwort #191 am: 14 Januar 2020, 22:48:57 »
Es sollte immer ein Stuhl frei srin, es ksnn dein, daß gerade Heute jemsnd dad Meeting sehr dringend brsucht.

Ich bin meinet SHG such deshslb Heute do dankbar,  weil ich eibe Liebe gedpürt habe.

Schöne 24 Stunden
Andreas
« Letzte Änderung: 15 Januar 2020, 19:04:02 von andreasg »
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

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Offline Olli

  • *****
  • 3.874
Re: Erster Schritt in die SHG
« Antwort #192 am: 14 Januar 2020, 23:13:12 »
Wenn die SHGs zu voll werden, dann wird es immer einen geben, der eine neue SHG gründet.
Dabei wird die Person durch viele Andere unterstützt. Sei es unser fags-Referent Hartmut, oder Ehemalige wie unseren Claus.
Auch die Caritas ist da alles Andere als untätig.

Gute 24 h
Olaf

(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

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Offline Wolke

  • *****
  • 839
Re: Erster Schritt in die SHG
« Antwort #193 am: 15 Januar 2020, 18:35:13 »
........Wenn die SHGs zu voll werden, dann wird es immer einen geben, der eine neue SHG gründet.......

Wird wohl bei den steigenden Zahlen der Spielsüchtigen nötig sein. Obwohl sich bestimmt leider nur ein sehr kleiner Teil,der sich hier anmeldet und Hilfe sucht,auch eine SHG sucht.

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Lexlander

Re: Erster Schritt in die SHG
« Antwort #194 am: 15 Januar 2020, 18:52:21 »
Ich war heute im Chat und habe von meinen Erfahrungen bzgl einer SHG in meiner Umgebung geschrieben ... 1x bin ich extra einfach 40 km ca gefahren und stand vor verschlossener Tür, ein anderes mal wurde die SHG abgesagt . Unsere örtliche Caritas vertröstet immer mit den Worten "Aktuell ist kein Bedarf dafür...!" Ich kann mir das kaum vorstellen ...

So und jetzt habe ich nach ca 2h recherchieren doch tatsächlich nochmal eine SHG ausfindig gemacht . Diese befindet sich so tief im bayrischen Wald, dass diese wohl mehr als anonym ist 😄

Werde kommende Woche dort wohl mal aufkreuzen. Per Email habe ich vorhin schon einmal vorab den Kontakt gesucht .

Ich hoffe ich werde nicht wieder enttäuscht ...

Gruß Alex

 

Wir danken dem AOK Bundesverband für die Finanzierung des technischen Updates dieses Forums