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Direkte Rückforderung an ein OC

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Offline Olli

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Re: Direkte Rückforderung an ein OC
« Antwort #15 am: 05 Juli 2020, 18:10:32 »
Ganz klar ... erst einmal alle Unterlagen für eine mögliche gerichtliche Auseinandersetzung zusammensuchen.
Also ab zur alten Bank und Kontoauszüge lückenlos ausstellen lassen.
Gute 24 h
Olaf

(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Re: Direkte Rückforderung an ein OC
« Antwort #16 am: 05 Juli 2020, 19:26:31 »
Noch ne Frist nützt da überhaupt nichts. Im Gegenteil bekommt man wenn es hart auf hart läuft noch ne Unterlassung von irgend nem Anwalt wie ich letzte Woche z.b.

Mittlerer Weile betrachte ich eine Aufforderung zur Rückzahlung nur noch als nette geste. Alles andere ist nur mit nem Verfahren möglich.

Re: Direkte Rückforderung an ein OC
« Antwort #17 am: 01 September 2020, 11:57:12 »
Die Hinhaltetaktik vom OC - es wird nach wie vor geprüft - seit 4 Monaten und jetzt hab ich letztmalig eine Frist bis 07.09 gesetzt - Anwalt hat alle Unterlagen bereits vorliegen...

Hab nun lange genug den Hampelmann gespielt; hinsichtlich der neuen Rechtsprechungen wollte ich dem OC zumindest die Möglichkeit aufzeigen auf welch verlorenem Poste man da steht....scheint aber nicht zu fruchten.

« Letzte Änderung: 01 September 2020, 12:00:25 von Born4Nothing »
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Re: Direkte Rückforderung an ein OC
« Antwort #18 am: 01 September 2020, 15:24:40 »
@Born, knal ldie Klage auf den Tisch .... solche Anschreiben sind vergeblich.

Ich denke sowas fruchtet am Besten.

Ich werde wahrscheinlich in 3-4 Wochen vom OC RA hören ;-)

Re: Direkte Rückforderung an ein OC
« Antwort #19 am: 01 September 2020, 16:12:28 »
Naja, ich arbeite daran^^

Problem dabei ist eben das es um knapp 70.000 EUR geht und mir momentan wirklich das Geld dafür fehlt und Corona reißt ein tiefes Loch bei uns rein aber ich denke mit PKH sollte das zu bewerkstelligen sein - n Lottogewinn nehm ich aber auch^^
« Letzte Änderung: 01 September 2020, 16:17:52 von Born4Nothing »
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Re: Direkte Rückforderung an ein OC
« Antwort #20 am: 02 September 2020, 10:04:17 »
Ja das stimmt.

Es wurde mir aus dem Familiekreis geraten, es doch gut sein zu lassen und es abzuharken.

Hab ich getan, der Harken ist an Glücksspiel gesetzt, das Geld schenke ich diesen gaunern trotzdem nicht.

Mir gehts es zum Glück finanziell wirklich noch gut und ich habe eben viele "kleine" beträge bei verschiedenen OCs, sodass ich mit 4k Verlusten noch ein übersichtlichen Vorschuss für Anwalt und Gericht geben muss.

Re: Direkte Rückforderung an ein OC
« Antwort #21 am: 02 September 2020, 10:34:09 »
Gut sein lassen? Klar, was das Spielen anbelangt aber die Aktion wo fehlerhafte Transaktionen nicht durchgegangen sind aber dennoch als vorgemerkte Überweisungen, unsichtbar auf meinem Konto eingestellt wurden, und nach Deckung knapp 30.000 EUR verschwunden sind was sich das OC nicht erklären kann!?  werde ich das nicht auf sich beruhen lassen und versuchen mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln kämpfen bis ich entweder alles Geld zurück habe oder tot vom Stuhl falle...
« Letzte Änderung: 02 September 2020, 10:41:21 von Born4Nothing »
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Re: Direkte Rückforderung an ein OC
« Antwort #22 am: 24 September 2020, 12:40:59 »
Zitat
@Born, knal ldie Klage auf den Tisch .... solche Anschreiben sind vergeblich.

Gerne aber dafür würde ich knapp 6250 EUR benötigen - das Geld habe ich nicht zur Verfügung und dies kann mir auch niemand aus der Familie leihen bzw. auch nicht zusammen legen...

Alternative wäre: Wir kratzen die 6250 EUR hier irgendwie zusammen...  und mache abermals Nägel mit Köpfen...

...und die Klage wird umgehend beim LG Ulm (die kennen mich bereits^^) eingereicht.
« Letzte Änderung: 24 September 2020, 13:02:13 von Born4Nothing »
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Re: Direkte Rückforderung an ein OC
« Antwort #23 am: 24 September 2020, 19:19:12 »
Hey Born,

ging es bei dir ausschließlich um Einzahlungen und Umsätzen für Casinospiele, also nicht Sportwetten?
Dann dürfte die Lage für dich ja klar sein, vorausgesetzt du hast das nötige Geld für eine Klage.


Gruß :)

Re: Direkte Rückforderung an ein OC
« Antwort #24 am: 24 September 2020, 19:50:14 »
Ja nur Blackjack - nichts anderes und die Lage ist klar nur fehlt die Kohle dafür...
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Re: Direkte Rückforderung an ein OC
« Antwort #25 am: 24 September 2020, 20:32:08 »
ging es bei dir ausschließlich um Einzahlungen und Umsätzen für Casinospiele, also nicht Sportwetten?

“Ein Anspruch auf Erteilung einer konzessionsunabhängigen Erlaubnis für die Vermittlung von Sportwetten lässt sich weder dem Glücksspielstaatsvertrag noch dem Unionsrecht entnehmen.“ (BVerwG, Beschluss vom 07.11.2018 – 8 B 29.18)

Folglich sind Sportwetten ebenso wie Casinospiele unerlaubt.

Re: Direkte Rückforderung an ein OC
« Antwort #26 am: 25 September 2020, 09:40:48 »
Ich hoffe dies gilt unter anderem auch für Tip**o. Die berufen sich ja ständig auf die EU-Lizenz und auf das damalige Vergabeverfahren für 20 Lizenzen in Deutschland. Bei mir waren es tatsächlich überwiegend Sportwetten, mit denen ich Geld regelrecht verbrannt habe.

Danke für die erfreuliche Info!

Gruß

Re: Direkte Rückforderung an ein OC
« Antwort #27 am: 25 September 2020, 10:04:21 »
Ich hoffe dies gilt unter anderem auch für Tip**o. Die berufen sich ja ständig auf die EU-Lizenz und auf das damalige Vergabeverfahren für 20 Lizenzen in Deutschland. Bei mir waren es tatsächlich überwiegend Sportwetten, mit denen ich Geld regelrecht verbrannt habe.

Danke für die erfreuliche Info!

Gruß

„Europarechtliche Vorgaben stehen einer Strafbarkeit nach § 284 Abs. 1 StGB in Verbindung mit dem Glücksspieländerungsstaatsvertrag vom 15. Dezember 2011 (GlüStV) und dem Niedersächsischen Glücksspielgesetz (NGlüSpG) nicht entgegen.“ (BGH, Urteil vom 27.02.2020 – 3 StR 327/19)

Da der deutsche Staat das Verfahren für die Erteilung von 20 Konzessionen unionsrechtswidrig durchgeführt hat, gehen aktuell sämtliche- Glücksspielanbieter von Online-Sportwetten - von der Legalität ihrer Internetangebote aus. Warum das unzutreffend ist, siehe weiter:

Gesellschafter von Online-Sportwetten-Anbieter berufen sich dabei auf die sog. „Ince“-Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union (EuGH, Urteil vom 04.02.2016 – C – 336/14).

Die „Ince“-Entscheidung

Bei dieser Entscheidung hat sich der Gerichtshof der Europäischen Union jedoch ausschließlich mit der Zulässigkeit der strafrechtlichen Ahndung einer ohne behördliche Erlaubnis aufgenommenen Vermittlung von Sportwetten befasst, wenn im Zuge des Erlaubnisverfahrens das Unionsrecht verletzt wurde.
Der Gerichtshof der Europäischen Union stellte fest, dass hierbei grundsätzlich eine Verletzung des Unionsrechts vorliegen kann. So würde die Verhängung strafrechtlicher Sanktionen dann gegen Unionsrecht verstoßen, wenn zuvor das Erlaubnisverfahren nachweislich unionsrechtswidrig durchgeführt wurde.
Mit seinem Beschluss hat der Gerichtshof der Europäischen Union allerdings nicht über die grundsätzliche Frage der Legalität von Online-Sportwetten entschieden.
Über diese Frage hatte das Bundesverwaltungsgericht zu entscheiden. Konkret über die Fragen, ob dem Online-Glücksspielanbieter grundsätzlich ein Rechtsanspruch auf Erteilung einer Erlaubnis zusteht und ob der Verstoß gegen das Unionsrecht als Legalisierung von Online-Sportwetten anzusehen ist.
Diese Fragen wurden vom Bundesverwaltungsgericht mit einem deutlichen „NEIN“ beantwortet.

Das bloße Absehen von strafrechtlichen Sanktionen hat keinerlei Legalisierungswirkung:

„Anderes folgt auch nicht aus den unionsrechtlich gebotenen Einschränkungen repressiver Maßnahmen der Mitgliedstaaten aufgrund von Verstößen gegen das Unionsrecht. Ein Mitgliedstaat darf zwar keine strafrechtlichen Sanktionen wegen einer nicht erfüllten Verwaltungsformalität verhängen, wenn er die Erfüllung dieser Formalität unter Verstoß gegen das Unionsrecht abgelehnt oder vereitelt hat (EuGH, Urteil vom 4. Februar 2016 - C- 336/14, Sebat Ince - Rn. 94). Daraus folgt aber noch nicht, dass er bei einer derartigen Verletzung des Unionsrechts gleichzeitig – über den Verzicht auf Sanktionen hinaus – verpflichtet wäre, die in Rede stehende Tätigkeit im Bereich des Glücksspielmarkts zu genehmigen. Das bloße Absehen von einem repressiven Einschreiten gegen ein – möglicherweise – rechtswidriges Verhalten lässt sich mit einer behördlichen Genehmigung, die eine Legalisierungswirkung für die von ihr erlaubte Tätigkeit entfaltet, nicht gleichsetzen. Das Unionsrecht fordert nach der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Union eine derartige Gleichsetzung nicht. Der Mitgliedstaat ist lediglich gehalten, Entscheidungen über auf eine Genehmigung gerichtete Anträge auf der Grundlage objektiver und nichtdiskriminierender Kriterien zu treffen (EuGH, Urteil vom 24. Januar 2013 - C-186/11 und C-209/11, Stanleybet International - Rn. 45). Einen bestimmten Inhalt dieser Entscheidungen gibt ihm das Unionsrecht nicht vor, namentlich nicht in dem vom Kläger für richtig gehaltenen Sinne.“ (BVerwG, Beschluss vom 07.11.2018 – 8 B 29.18)
« Letzte Änderung: 25 September 2020, 11:12:22 von Kläger2019 »

Re: Direkte Rückforderung an ein OC
« Antwort #28 am: 25 September 2020, 15:20:15 »
Das Zitierte ist alles schön und gut nur beeindruckt das ein OC nicht im geringsten.
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Re: Direkte Rückforderung an ein OC
« Antwort #29 am: 25 September 2020, 18:32:03 »
Hallo liebe Community, in meinem Fall habe ich eine Ablehnung vom OC mit Sitz in Malta. Es geht um 5k. Mir ist aufgefallen, dass ich immer Beträge in Höhe von 300 bis 500 Eure über Klarna/Giropay getätigt habe, und zwar gleiche Beträge am selben Tag, die rein theoretisch als doppelte Überweisungen zählen. Sogar habe ich an einem Tag 3 Mal 400 überwiesen. Was meint ihr, wäre es möglich, dass ich diese doppelt getätigte Überweisungen direkt über meine Bank zurückziehen lasse, oder lieber mit Anwalt klagen? Die Zahlungen sind vom April und Mai dieses Jahres.

 

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