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BGH Leitsatzentscheidung - was bedeutet dies nun für Spieler?

  • 129 Antworten
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Offline Olli

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Re: BGH Leitsatzentscheidung - was bedeutet dies nun für Spieler?
« Antwort #60 am: 16 August 2020, 10:14:07 »
Hi Leute!

Ich muss hier mal wegen der vielen Vollzitate schimpfen.

Wer sich die Seiten dieses Threads durchliest, der möchte nicht permanent bereits Gelesenes noch einmal lesen.

Es reicht doch vollkommen aus, wenn mal ein Satz zitiert wird. Dann wird der Zusammenhang jedem sofort bewusst.
Ihr könnt aber auch selbst einen Satz formulieren, wenn ihr einen Consens aufbauen möchtet.

Ich habe ehrlich gesagt keinen Bock jetzt jedes der Zitate auf sein Minimum zu reduzieren. Das macht unnötige Arbeit und mir ist dafür meine Zeit einfach zu schade.

Wenn also künftig solche ellenlangen Zitate genutzt werden, werde ich diese rigoros und kommentarlos löschen ohne auf die Inhalte zu achten.
Selbst schuld, wenn dann Zusammenhänge flöten gehen.

Euch möchte ich nun bitten, Eure Beiträge selbst zu überarbeiten und die Zitate zu kürzen.

Ich danke für Euer Verständnis.
Gute 24 h
Olaf

(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

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Offline Olli

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Re: BGH Leitsatzentscheidung - was bedeutet dies nun für Spieler?
« Antwort #61 am: 16 August 2020, 10:24:00 »
Und noch etwas ...

Geht beide mal an die Luft und tobt Euch bei einem Waldspaziergang aus ... :)

Habe es jetzt erst in einem Stream gesehen ... wenn einen negative Gefühle übermannen, dann soll man sie in Positive wandeln - ganz bewusst!
Ein Waldspaziergang z.B. kann dabei helfen. Oder eine Tafel Schokolade ... oder was Euch eben so einfällt.
Ich schütte mir jetzt ne Tasse Kaffee auf - "solche Persönlichkeiten wie" ich, brauchen Koffein ... ;)

Selbstgespräch: Cool ... alleine die Vorfreude hilft schon ... ;)
Gute 24 h
Olaf

(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Re: BGH Leitsatzentscheidung - was bedeutet dies nun für Spieler?
« Antwort #62 am: 16 August 2020, 12:18:07 »
@Dennis: das wären nach dem Rechner dann 5000 Euro die man zahlen müsste

Und dann müsste innerhalb der 1. Instanz ein Vergleichsangebot kommen

Man muss schon ein gutes finanzielles Polster haben allein für einen kurzen Klageweg

Kann mal bitte jemand erklären wie viel man zahlen müsste (25000 Streitwert, 1.Instanz) wenn man Prozesskostenhilfe bekäme?

*

Bastian0307

Re: BGH Leitsatzentscheidung - was bedeutet dies nun für Spieler?
« Antwort #63 am: 16 August 2020, 13:45:05 »
@Hinterda

Das kann man so pauschal nicht sagen was PKH betrifft. Es spielen viele Faktoren eine Rolle, vor allem deine eigene Situation (Einkommen, Miete etc...) und dann kann man gucken ob man theoretisch PKH bekommt als Vollfinanziert oder du Raten zahlen musst.

Re: BGH Leitsatzentscheidung - was bedeutet dies nun für Spieler?
« Antwort #64 am: 20 August 2020, 21:26:33 »
Guten Tag  :)

Also...bzgl. des Kostenrisikos würde ich mich zB mal kostenlos an eine Rechtskanzlei wenden. Die rechnet Dir das genau aus. Und wenn ein Spieler kein Geld mehr hat, dann gibt es 2 Möglichkeiten:
a. Prozesskostenhilfe
b. Einen privaten Sponsor hinzunehmen (wie whdg)
Beides Möglich...ich schreibe jetzt nicht, welchen Weg ich gehen würde.

Grundsätzlich kann ich nur aus den Gesprächen mit 2 Anwälten berichten plus eigener Recherche. Beide Anwälte haben klar gesagt: Das deutsche Recht gibt Ihnen die Möglichkeit, das verlorene Casino Geld wiederzuholen. Und hier sei gesagt: Das kann jeder seinen eigenen Anwalt fragen. Sicher ist nichts! Ich gebe nur wieder, was mir gesagt wurde. Und aufgrund der Gespräche kann ich für mich nur folgern, Klage einzureichen für Casino Verluste. Auch wurde mir gesagt, dass ein privater Investor sich nur für die Casino Verluste interessiert. Ergo: Sportwetten bleiben trotz der BGH Leitsätze scheinbar eine Grauzone.

Und ja: bei Gesprächen mit Anwälten mache ich mir nicht in die Hose. Wenn Gesprächsbereitschaft besteht ist doch eines klar: man will sich einigen. Sonst muss man ja nicht reden. Und ob ich mich mit oder ohne Anwalt einige...am Ende schlagen die was vor, dann was ich für richtig halte...wie auf einem Basar :)

Ich gebe hier nur Erfahrungen wieder. Jeder kann machen, was er mag. Schliesslich muss man auch einen Risikofaktor anmerken: wenn man Klage einreicht, dann setzt man sich dem Risiko aus, selbst verfolgt zu werden wegen Teilnahme am illegalen Glücksspiel. Und das muss man glaubwürdig ausräumen können. Das wissen auch die Wettanbieter. Und deswegen lassen sie es darauf ankommen.

So...keine Rechtsberatung.

Und warum ich gefragt habe, warum nicht bis zum Ende durchziehen...nochmal: ich gehe davon aus, dass man seine Casino Verluste zu 100% zurückerhält + in EU auch durchsätzungsfähig. Ja, einige haben das Geld nicht. Aber wenn man es nicht hat, dann hilft doch die PKH? Ich fand die Frage nur spannend, weil am Ende vermutlich jeder 66% + Übernahme aller Kosten durch die Gegenpartei wie erwähnt nehmen würde.

Nochmal: ich berate niemanden. Ich gebe nur meine Erfahrungen weiter...





« Letzte Änderung: 20 August 2020, 21:58:57 von wluchten66 »

Re: BGH Leitsatzentscheidung - was bedeutet dies nun für Spieler?
« Antwort #65 am: 21 August 2020, 07:58:37 »
Hallo zusammen, ich möchte auch mal meinen Tipp dazugeben.

Solltet ihr in psychologischer oder ärztlicher Behandlung sein, solltet ihr auch das pathologische Spielen (Diagnoseschlüssel F63.0) bescheinigen lassen. Dies ist hilfreich um eine partielle Geschäftsunfähigkeit nachzuweisen um so ggf. vor einem anderen Hintergrund das Geld zurückzubekommen.

Falls ihr noch nicht in Behandlung seid, wäre das ein guter Schritt um anzufangen, denn ihr kümmert euch um eure Probleme und erhöht gleichzeitig die Chancen, den künftigen Prozess zu gewinnen.

LG

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Offline NW

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Re: BGH Leitsatzentscheidung - was bedeutet dies nun für Spieler?
« Antwort #66 am: 21 August 2020, 08:19:27 »
Also das würde ich mir aber dreimal überlegen ob ich mir da vor nem deutschen Gericht geschäftsunfähigkeit bescheinigen lassen würde.
Sowas zieht in der deutschen Bürokratie bestimmt seine Kreise und kommt unter Umständen irgendwann wie ein bummerang wieder auf dich zurück.

Der scheiss ist doch illegal, mehr sollte doch nicht nötig sein mmn. Und falls doch würde ich persönlich dass aber dennoch nicht machen aber kann ja jd für sich selbst entscheiden.

Re: BGH Leitsatzentscheidung - was bedeutet dies nun für Spieler?
« Antwort #67 am: 21 August 2020, 08:24:33 »
Also das würde ich mir aber dreimal überlegen ob ich mir da vor nem deutschen Gericht geschäftsunfähigkeit bescheinigen lassen würde.
Sowas zieht in der deutschen Bürokratie bestimmt seine Kreise und kommt unter Umständen irgendwann wie ein bummerang wieder auf dich zurück.

Der scheiss ist doch illegal, mehr sollte doch nicht nötig sein mmn. Und falls doch würde ich persönlich dass aber dennoch nicht machen aber kann ja jd für sich selbst entscheiden.

Es wäre ja nur eine partielle Geschäftsunfähigkeit. Das pathologische Spielen geht oft mit Kontrollverlusten einher. Es ist eine vorübergehende Störung der Geschäftsfähigkeit.

Ob es natürlich einer macht, muss jeder selbst wissen.

Der Staat sagt ja, dass der Scheiß illegal ist, aber es gibt ja genug Gerichte, Banken & Zahlungsanbieter denen das ziemlich egal ist. :-\

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Offline Olli

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Re: BGH Leitsatzentscheidung - was bedeutet dies nun für Spieler?
« Antwort #68 am: 21 August 2020, 09:25:03 »
Huuuuu ... das ist schon eine Zeit lang her, als Dr. P. Rock auf eine der Jahrestagungen dieses Thema ansprach ...

Tenor: Finger weg davon ... viel zu aufwändig, viel zu kostenintensiv (wenn es vor Gericht geht: Gutachten - Gegengutachten - Gegengegengutachten ...) und juristisch viel zu unsicher ...

In etwas feineren Worten hieß es sinngemäß:

Zitat
Der scheiss ist doch illegal, mehr sollte doch nicht nötig sein mmn.

;)
Gute 24 h
Olaf

(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Re: BGH Leitsatzentscheidung - was bedeutet dies nun für Spieler?
« Antwort #69 am: 21 August 2020, 11:10:45 »
Also bei mir wird gerade Klage eingereicht.

Bin gespannt ob da was von der Gegenseite (OC) kommt ;-)

Das Geld ist es mir auch wert für einen Versuch, klappts bei dem einen OC .... werde ich es  bei den anderen 10 ebenfalls probieren.

Ich halte euch auf Stand. :-)

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Offline Ilona

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    • Fachverband Glücksspielsucht e.V.
Re: BGH Leitsatzentscheidung - was bedeutet dies nun für Spieler?
« Antwort #70 am: 21 August 2020, 11:13:38 »
Olli hat Recht. Wer glücksspielsüchtig ist, ist nicht automatisch partiell geschäftsunfähig.
LG Ilona
Juristische Beratung: Kanzlei Kraft, Geil und Kollegen / Bielefeld http://www.kguk.de/
Ansprechpartnerinn: Dr. Iris Ober und Juliane Brauckmann  (Fachanwältinnen für Bankenrecht)  Terminanfragen: 0521-529930
Weitere Infos  hier: https://www.forum-gluecksspielsucht.de/forum/index.php?topic=3737.0

Re: BGH Leitsatzentscheidung - was bedeutet dies nun für Spieler?
« Antwort #71 am: 21 August 2020, 15:19:04 »
Olli hat Recht. Wer glücksspielsüchtig ist, ist nicht automatisch partiell geschäftsunfähig.
LG Ilona

Habe ich vielleicht etwas ungünstig ausgedrückt.

Aber meiner Meinung nach erhöhen sich die Chancen auf eine Rückzahlung wenn eine Spielsucht vorliegt, oder?

So zumindestens hatte ich es mal gelesen gehabt.

LG

Re: BGH Leitsatzentscheidung - was bedeutet dies nun für Spieler?
« Antwort #72 am: 21 August 2020, 17:22:20 »
Mein Anwalt hat auch gesagt: bloß nicht partiell geschäftsunfähig. Ollis Ausführungen stimme ich 100% zu.

Re: BGH Leitsatzentscheidung - was bedeutet dies nun für Spieler?
« Antwort #73 am: 21 August 2020, 19:48:05 »
Hallo zusammen,

ich lern gern dazu, aber was ist der Nachteil? Also warum rät ein Anwalt davon ab?

Mein Anwalt sagte mir nämlich, dass ich mir eine Spielsucht diagnostizieren soll, da dies wohl für ein Verfahren dienlich wäre.

Grüße

Re: BGH Leitsatzentscheidung - was bedeutet dies nun für Spieler?
« Antwort #74 am: 23 August 2020, 15:36:48 »
Olli hat es schon beantwortet...genau das hat einer meiner Anwälte auch gesagt:
"viel zu aufwändig, viel zu kostenintensiv (wenn es vor Gericht geht: Gutachten - Gegengutachten - Gegengegengutachten ...) und juristisch viel zu unsicher ..."

Da reicht eine Bescheinigung m.E. nicht aus - hier gehts ja schließlich um viel Geld.

Und mein Anwalt hat noch etwas gesagt: ab 2021 wird es eine deutschlandweite Sperrdatei für Spieler geben, die sich anbieterübergreifend Sperren wollen. Wenn dann eine Abfrage seitens des Casinos erfolgt, wird der Spieler abgelehnt. Das halte ich für eine sehr gute Sache.


 

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