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Computerspiele Hersteller implementieren Glücksspiel?

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Offline smurf

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Hallo,

Da ich doch feststellen musste, dass viele User mit diesem Thema nicht vertraut sind, möchte ich hier einen kleinen Infothread eröffnen, der gerne auch zur Diskussion genutzt werden darf. 

Spielepublisher implementieren glücksspielähnliche Elemente innerhalb von ihnen entwickelten Werken. Insbesondere Fifa und Counter Strike (Global Offensive) sind hierfür gute Beispiele. Fifa ist ein von EA-Games entwickelter Fussball-Simulator. Neben der Simulation von Fussballspielen ist es in Fifa auch möglich sogenannte “Packs” zu öffnen, in denen sich dann verschiedene Spieler befinden! Wie oft üblich sind diese Spieler dann mal mehr und mal weniger hilfreich und die “guten” Spieler sind natürlich selten, was Fifa-Spieler dazu verleitet möglichst viele von diesen Packs zu öffnen. Der Clou an der Sache ist, dass EA-Games diese “Packs” für Echtgeld verkauft. 

Ähnlich funktioniert das Ganze bei Counter Strike Global Offensive. Counter Strike an sich ist eigentlich ein Teambasiertes Spiel, bei dem ein Team den Part der Terroristen und das andere Team eine Art “Sondereinsatzkommande” übernimmt. Ziel für die Terroristen ist es, eine Bombe zu legen und die Antiterror-Einheit muss das entweder verhindern oder die Bombe entschärfen. Besonders beliebt bei Spielern sind so genannte Skins für die benutzten Waffen. Diese Skins sind nichts anderes als eine “kosmetische Aufhübschung” der Waffe des Spielers. 

Diese Skins können über Steam selbst gekauft werden oder auch über das Öffnen von Waffenkisten erworben werden. In diesen Waffenkisten selbst wiederum finden sich meistens 8 – 12 verschiedene Skins, die einen gewissen Grad an “Seltenheit” mitbringen. Die Skins, die sich besonders häufig finden sind oft nur wenige Cent wert, während die Skins die selten sind schon mehrere 100 Euro kosten können. Hier ist auch wieder der Clou: Eine Waffenkiste kostet oft nur zwischen 3 und 20 cent. Ein Kistenschlüssel hingegen 2,30 Euro. Die Wahrscheinlichkeit einen sehr seltenen und wertvollen Skin aus so einer Kiste herauszubekommen liegt bei unter 1%, was die Leute wiederum dazu verleitet viele Kisten nacheinander zu öffnen. Teilweise sieht man Leute auf Youtube, die mehrere 1000 Euro für das Öffnen von Waffenkisten ausgeben. Die Skins an sich kann man auch auf externen Marktplätzen für Echtgeld verkaufen und viel schlimmer noch: Um diese Skins, die sich für echtes Geld verkaufen lassen hat sich eine ganze Glücksspiel Industrie entwickelt. Diese Seiten nennen sich dann “CS GO Gambling” Webseiten, auf denen User dann Glücksspiele um eingesetzte Skins spielen können mit der Hoffnung auf den nächst besseren Skin. Diese Seiten stehen in den meisten Fällen nicht in Verbindung zum Spielehersteller selbst, allerdings sieht man hier sehr gut, wie sich aus einem simplen Spielprinzip eine Glücksspiel-Lobby entwickelt hat, die vor allem sehr junge Leute dazu verleitet mit dem Glücksspiel anzufangen. 

Meine Frage an der Stelle ist: Warum wird hier nicht reguliert? Weil das Ganze “unterm Schirm” läuft? Weil man Computerspiele mit simplen Spielprinzipien nicht mit Glücksspiel assoziiert? Oder nimmt man diese Sache nicht ernst? Für mich auf jeden Fall ein sehr ernst zu nehmendes Thema bei dem definitiv Aufklärung geleistet werden muss! 

Re: Computerspiele Hersteller implementieren Glücksspiel?
« Antwort #1 am: 28 Juli 2020, 20:02:11 »
Packs bei Fifa habe ich nie gekauft, spiele ich nur Online gegen Freunde mehr aber auch nicht, oder mal am Wochenende wenn die "Bande" frei hat, da wird gesoffen was das Zeug hält und der Grill wird angeschmissen, war das eine herrliche Zeit, bis die Sucht alle kaputt gemacht hat, langsam kommen diese Abende wieder,die Freundschaft muss wieder aufgebaut werden.

Bei CSGO sieht es anders aus, wenn es im Casino nicht lief wurde da immer wieder mal ein paar Boxen gekauft und geöffnet, immer nur so 7 Cent Skins, bis auf ein paar Ausnahmen, da kamen dann zwei Messer an einem Tag, im Wert von rund 700€, aufgrund der Sucht zu einem Spottpreis verkauft und im Casino verzockt.

Ist alles eine Vorstufe zum Zocken, ich Stufe Skingambling ganz klar als Glücksspiel ein, die Niederlande sowie noch ein weiteres Land was mir gerade nicht einfällt hat das Skingambling als Glücksspiel verboten, daher darf Steam aufgrund dieser Entscheidung den Marktplatz nicht mehr in diesem Land anbieten, Spieler aus diesem Land dürfen also nur Ballern, nicht Zocken.

Aus meiner Sicht muss gehört es verboten, dass man zum Spiel noch erweiterungen kaufen kann, das Spiel an sich ist schon teuer, und dann kann man sich verschiedene Sachen dazu kaufen, sei es doppelte Erfahrungspunkte oder Waffen, da hat jemand eine Marktlücke entdeckt und verdient sich eine goldene Nase daran, die Bindung zum Spiel wird dadurch verstärkt, und der Geldbeutel wird immer schmaler, weil man tausende von Euro ins Spiel steckt für einen virtuellen Gegenstand.







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Meine Beiträge spiegeln lediglich meine Meinung zu diesem Thema wieder, und sind keine Aussagen mit rechtlicher Verbindlichkeit.
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