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11 Jahre Spielsucht. Wann hört es endlich auf?

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11 Jahre Spielsucht. Wann hört es endlich auf?
« am: 22 August 2020, 18:06:22 »
Hallo Leute,

Ich habe seit einigen Monaten hier im Forum still mitgelesen und jetzt habe ich mich endlich auch mal hier registriert und möchte gerne etwas an meiner Lebensweise bzw. An meiner Spielsucht ändern.

Kurz zu mir: ich bin mittlerweile 28 Jahre alt, lebe aktuell (immer noch) bei den Eltern, habe zurzeit einen(gut bezahlten) Job Über einer Zeitarbeit , keine Lehre abgeschlossen bisher. Und bin seit ca. 12 Jahren Spielsüchtig.

Nun, wie es mit der Spielsucht angefangen hat brauche ich hier glaube ich nicht zu erzählen.. 5 euro rein 100 euro gewonnen usw.

Damals als ich die Schule beendet hatte war ich mit einigen Freunden in kleineren Cafés und Bars unterwegs um eigentlich etwas zu trinken und bisschen Spaß zu haben. Es gab einen kleinen Raum hinten wo Automaten drin Standen und obwohl wir erst 16 Waren wurde es uns von dem Besitzer erlaubt an den Geräten zu spielen. Natürlich möchte ich hier nicht die ganze schuld den Besitzer geben, denn einzig und alleine ich bin Schuld wenn ich mein Geld verspiele. Naja danach ging es erst einmal los mit mir, habe damals keine Ausbildung oder sonst was abgeschlossen, weil ich einfach keine lust dazu hatte und mir dachte das ich es immer noch später machen kann.

Anfangs hatte ich wegen der Arbeitslosigkeit kein Geld zum spielen, weswegen ich angefangen hatte kleinere Beträge von meinen Eltern zu klauen. Diese Beträge steigerten sich langsam mit der Zeit und meiner steigenden sucht , so das ich irgendwann die Bankkarte meiner Eltern genommen und Geld abgehoben habe nur um zu spielen. Später klaute ich auch die Ersparnisse meiner Schwester und verzockte auch dieses Geld. Bei mir fing die sucht eigentlich recht extrem an, da ich sofort mit hohen Einsätzen gespielt habe..

Naja, die Krönung war als ich das Ganze versteckte gold in wert von ca. 20.000 Euro von meiner Mutter entdeckt hatte und es innerhalb von 3 Jahren verkauft und verzockt hatte. Da war ich gerade mal 21 Jahre alt. Damals wollte ich mir auch nicht eingestehen dass ich Spielsüchtig war oder sonst was, ich wollte davon nichts hören also ging es so weiter.

2015 hatte ich dann eine Arbeit aufgenommen wo ich ca. 1800 euro Netto im Monat verdient habe (Giesserei) und mir geschworen hatte das ich mit diesem Geld nicht spielen werde. Ich dachte ich könnte es alleine schaffen wenn ich nur stark genug bin. Bis 2018 habe ich da gearbeitet und vielleicht bis auf 1 oder löhne alles Verspielt was ich verdient hatte. Es gab Monate in dem ich 2000 euro verdient hatte und morgens darauf pfandflaschen abgeben musste weil alles verspielt wurde. Danach bekam ich erst einmal 1 Jahr Arbeitslosengeld, und Zum ersten mal ende 2018 wurde mir klar : ICH BIN SPIELSÜCHTIG. Ich wusste ich brauche professionelle hilfe. Das war eigentlich eine Erleichterung da ich mir endlich eingestehen konnte das ich süchtig war Und es jetzt endlich losgehen konnte mit der Hilfe.

Während ich brav meinen Arbeitslosengeld weiter verspielte, habe ich irgendwann bei der Caritas angerufen und einen Termin ausgemacht. Bin auch zu einigen Sitzungen hingegangen mich mit meinem Berater unterhalten und habe versucht zu lernen wie ich mit der Sucht umgehen kann bzw. Muss. Parallel dazu habe ich mich bei der Staatlichen suchtberatung für Ein Online Programm angemeldet was auch ca. 3 Monate ging.

In diesen 3 Monaten war ich eigentlich mehr oder weniger auf dem richtigen weg. Rechnungen und Schulden wurden bezahlt, habe nicht mehr gespielt , konnte wieder richtig schlafen, kein Spieldruck mehr usw. und nach den 3 Monaten bin ich auch nicht mehr zu Caritas hingegangen und habe auch nicht mehr am Online Programm für Spielsucht teilgenommen, weil ich dachte ich bin endlich spielfrei und bräuchte keine hilfe mehr.

Naja , so einfach ist es leider nicht. Was ich gelernt habe ist das man niemals die spielsucht komplett besiegen kann. Man kann nur lernen damit umzugehen und das sein ganzes leben lang.

Ich war auch einige Monate bei einer SHG und bin dann auch einfach nicht mehr hingegangen weil ich mir dachte das mir das sicher nicht helfen wird.

Nun habe ich vor 1 Monat wieder mein Alten Job angefangen was ich schon 2015-2018 gemacht hatte und sagte mir das ich von diesem lohn nichts mehr spielen möchte! Dies mal war ich dest davon überzeugt! Am Donnerstag dann bekam ich einen vorschuss von 800 euro und wollte damit eigentlich Übers Wochenende mit freunden wegfahren. Ich weiss nicht was in mich gefahren ist, aber ich habe alles noch am gleichen Tag abgehoben und verspielt. Ich war einfach am Boden zerstört.. wie konnte mir das schon wieder passieren? Nach all diesen Jahren und den Versprechungen??

Bin dann am nächsten tag nicht mehr zu arbeit und habe krank genommen. Weil ich einfach keine Lust mehr habe für meine Spielsucht arbeiten zu gehen..

Eigentlich wollte ich mit jemanden darüber reden, mit meinen Eltern z.b aber ich weiss nicht wie es machen soll. Ich traue mich einfach nicht. Wollte auch bei der Telefonseelsorge anrufen aber ich glaube nicht das mich da jemand verstehen wird.

Nun möchte ich jetzt endlich was dagegen unternehmen. Montag Wieder einen Termin bei der Caritas, SHG besuchen, eventuell noch zum Hausarzt weil ich so nicht mehr leben möchte! Ich weiss genau ich brauche Hilfe weil ich es alleine nicht schaffen werde. Es wird einfach nur noch schlimmer.. ich weiss aber nicht wie ich eine stationäre therapie (falls ich überhaupt eine bekomme) Zahlen soll? Bis dahin möchte ich einfach nicht mehr arbeiten. Weil es einfach keinen sinn mehr macht..

Bestimmte fragen oder so habe ich jetzt nicht, wollte mir einfach mal diese sachen aus der seele schreiben.. aber wenn jemand noch tipps hat oder noch etwas an meinem text ergänzen möchte wäre ich dankbar



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Offline Olli

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Re: 11 Jahre Spielsucht. Wann hört es endlich auf?
« Antwort #1 am: 22 August 2020, 18:51:31 »
Hi und herzlich willkommen!

Was mir sofort positiv auffällt: Du besinnst Dich auf die Werkzeuge, die Dir schon einmal geholfen haben und möchtest sogar darüber hinaus gehen.
Veränderungen kommen ja nicht von jetzt auf gleich, sondern müssen sich entwickeln. Von daher denke ich, dass Deine damaligen Bemühungen noch nicht aus vollem Herzen kamen.
Vielleicht sieht das ja heute schon ganz anders aus? Bestimmt ...

Nein, ich finde es nicht gut, wenn Du nun auf krank machst und Deinen neuen/alten Job vernachlässigst.
Na sicher ist es deprimierend, wenn Du die Früchte Deiner Arbeit - außer über das Glückspiel - nicht genießen kannst.
Doch Dein Job hat auch noch eine wichtige weitere Funktion: sie bringt Struktur in Dein Leben. Du hast eine Aufgabe und Du trägst die Verantwortung für Deine Arbeitsleistungen.
Mit Deiner Begründung habe ich den Eindruck, dass Du hier die Vogel-Strauß-Politik fährst. In meinen Augen ist dies für Dich kontraproduktiv.
Ich hatte immer einen Job und ich habe mir meine Bestätigungen, die ich in der Familie nicht erhielt, dort geholt.
Keine Ahnung wo ich gelandet wäre, wenn dies anders gelaufen wäre.

Zum Thema stationäre Therapie: Es sollte erst in Beratungsgesprächen geklärt werden, ob für Dich eine ambulante oder stationäre Therapie ratsam ist.
Hier werden Deine Lebensumstände und Deine Bedürfnisse besprochen und Du wirst dann die Entscheidung für Dich fundiert fällen.
Die Therapie wird für Dich von der Rentenversicherung getragen. Du zahlst hier nur, ich glaube es waren 10 € pro Tag. Das ist aber auch befristet.
Wenn Du bedenkst, dass Du Essen und Getränke für die Zeit ja nicht bezahlen musst, machst Du unterm Strich keine Miesen.

Zitat
Eigentlich wollte ich mit jemanden darüber reden, mit meinen Eltern z.b aber ich weiss nicht wie es machen soll. Ich traue mich einfach nicht.
Das ist wieder das übliche Problem von Scham und Schuld. Du kannst noch so viel im Vorfeld üben oder darüber grübeln - es wird nachher ganz anders anlaufen.
Von daher mache einfach den Anfang - der Rest wird sich entwickeln. Sei einfach ehrlich - mehr verlangen Deine Eltern auch nicht von Dir.
Es braucht keine Versprechungen und keine Schwüre. Es reicht, wenn Du im Rahmen Deiner Möglichkeiten Dein Bestes gibst. Das liegt aber ja auch in Deinem eigenen Interesse.

Wissen Deine Eltern denn von Deinen einstigen Verfehlungen?

Übrigens bist Du mit 28 Jahren noch nicht zu alt, um eine Ausbildung zu beginnen. Vielleicht sogar bei Deinem jetzigen AG?

Gute 24 h
Olaf

(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

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Offline NW

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Re: 11 Jahre Spielsucht. Wann hört es endlich auf?
« Antwort #2 am: 22 August 2020, 21:37:57 »
Ich bin auch erst mit 28 ausgezogen und mach jetzt mit mittlerweile 40 nochmal ne umschulung zum industriemechaniker. Im übrigen auch in ner Gießerei, finde die Idee von oli bzgl ausbildung sehr gut, wäre das nichts für dich, industriemechaniker ? 
Versuch doch einfach mal dort über nen meister in der werkstatt sowas klar zu machen.
Als industriemechaniker in einer Gießerei haste nen gutes Leben,  zwar weiterhin dreckig klar, aber weitaus besseres Geld und natürlich auch bessere arbeit  :)

Mit 28 biste locker noch jung genug alles nochmal zu drehen und neu durchzustarten.  ;)

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Offline Wolke

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Re: 11 Jahre Spielsucht. Wann hört es endlich auf?
« Antwort #3 am: 23 August 2020, 23:16:30 »
Hey,

deine Eltern wissen noch nichts von deiner Spielsucht? Wie hast du ihnen das denn mit dem geklauten und verkauften Goldschmuck erklärt?  Da du ja noch bei ihnen wohnst ,scheinen sie dir ja verziehen zu haben und du kannst ihnen vertrauen,da sie zu dir halten.

Du bist noch jung und die anderen haben recht,du kannst jetzt immer noch jederzeit eine Lehre machen. Danach verdienst du mehr Geld und hast größere Chancen,auch in anderen Firmen zu arbeiten und aufzusteigen.

Aber mach weiterhin Schritte vorwärts gegen deine Spielsucht,damit dir später das höhere Gehalt nicht zum Verhängnis wird.

LG Wolke

Re: 11 Jahre Spielsucht. Wann hört es endlich auf?
« Antwort #4 am: 25 August 2020, 20:31:24 »
Danke euch erstmal für die Antworten.

Also meine Eltern wissen eigentlich schon dass ich Allgemein Spiele aber denken mittlerweile seit einiger Zeit das ich Spielfrei sei(denke ich so zumindest).Da ich ja mein eigenes Geld verdiene fiel es jetzt nicht so groß auf Das ich Spielsüchtig bin , da ich es immer irgendwie vertuschen konnte.
Als ich damals das Ganze Gold verkauft hatte habe ich nichts davon gesagt das ich Spielen war sondern habe gesagt das ich es über die Jahre einfach ausgegeben hatte.

Und wegen der Ausbildung habt ihr eigentlich recht. Mit 28 bin ich ja eigentlich relativ Jung, aber Ich hab ja auch einbisschen Schulden angehäuft wegen dem Ganzen spielen (8.000 €) und bei einer Umschulung würde ich die 2-3 Jahre wenig verdienen und ausserdem möchte Ich mehr denn je ersteinmal mein Spielsucht unter Kontrolle bekommen bevor ich mich auf Grössere sachen konzentrieren. Weil das größte Problem das ich zurzeit habe ist mein Spielsucht.

Heute habe ich bei der Caritas angerufen und erstmal einen Termin für ein Beratungsgespräch Vereinbart. Und wenn mein Hausarzt aus dem Urlaub ist werde ich mich auch an ihm wenden + Morgen werde ich auch noch mal bei der SHG anrufen.

Ich denke das Problem bei mir ist, nach dem ich mein Ganzes Geld verzocke Es weh tut und ich mir denke ich muss was tun, und nach 2-3 Wochen ist das alles schon wieder vergessen und ich denke mir einfach: ach komm des machst du sicher nicht wieder!

Wenn es okay ist würde ich auch hier mal ab und zu reinschreiben wie in so einem Tagebuch eben, sobald ich Geld bekomme und wie ich damit umgegangen bin und wie lange ich schon spielfrei bin bzw. Wie oft ich schon rückfällig geworden bin.


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Offline Wolke

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Re: 11 Jahre Spielsucht. Wann hört es endlich auf?
« Antwort #5 am: 25 August 2020, 21:03:28 »
Hey,

die Caritas leitet doch SHGs,willst du in zwei Gruppen gehen? Nach dem Erstgespräch bei der Caritas darf man zur SHG  gehen,zwischendurch hat man Einzelgespräche.

LG Wolke

Re: 11 Jahre Spielsucht. Wann hört es endlich auf?
« Antwort #6 am: 26 August 2020, 00:07:57 »
Nein. Also damals bin ich selber zur Selbsthilfe Gruppe gegangen was von "KISS" organisiert wurde , ich weiss nicht ob dir das was sagt. Hatte damals im Internet geguckt und da einfach angerufen und durfte einfach mitmachen. Bei caritas hatte ich ansonsten nur Einzelgespräche

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Offline Wolke

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Re: 11 Jahre Spielsucht. Wann hört es endlich auf?
« Antwort #7 am: 26 August 2020, 05:51:51 »
Ne,sagt mir nix,kenne nur die Band KISS.

Frag doch mal bei dem Beratungsgespräch der Caritas nach der SHG.


Re: 11 Jahre Spielsucht. Wann hört es endlich auf?
« Antwort #8 am: 30 August 2020, 01:27:08 »
Hallo,

Heute wieder einmal gespielt. Hatte eigentlich keinen spieldrang bis ich einen Anruf von einem Freund bekam der mir sagte das sein Geld da ist. Ich habe mir von ihm 60 euro geliehen und wollte damit eigentlich nicht spielen aber dann ist es doch passiert. 5 min und das ganze geld wae weg. Ich verzweifle langsam an mir selber, und frage mich ob das alles überhaupt ein ende hat?

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Offline Wolke

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Re: 11 Jahre Spielsucht. Wann hört es endlich auf?
« Antwort #9 am: 30 August 2020, 01:56:25 »
Hey,

entweder musst du deinem Freund genau sagen,dass du Spielsüchtig bist und aufhören willst und er dir kein Geld leihen soll und ihr auch nicht übers zocken sprecht oder du musst dich von jetzt an von ihm komplett fernhalten. Zockerfreunde ziehen einen immer wieder mit runter.
Da du sofort aufs neue Geld deines Freundes reagiert hast ,fürchte ich,wirst du auch sofort mit deinem Geld zocken gehen wollen. Bau dir Hürden ein,erschwere es dir. Zahl vor allem.sofort dem Freund seine Schulden zurück.

LG Wolke

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Offline Ilona

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    • Fachverband Glücksspielsucht e.V.
Re: 11 Jahre Spielsucht. Wann hört es endlich auf?
« Antwort #10 am: 30 August 2020, 07:18:26 »
Hallo Colepfeiffer,
hier findest du Adressen von Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen:

https://www.gluecksspielsucht.de/adr/index.php

LG Ilona
Juristische Beratung: Kanzlei Kraft, Geil und Kollegen / Bielefeld http://www.kguk.de/
Ansprechpartnerinn: Dr. Iris Ober und Juliane Brauckmann  (Fachanwältinnen für Bankenrecht)  Terminanfragen: 0521-529930
Weitere Infos  hier: https://www.forum-gluecksspielsucht.de/forum/index.php?topic=3737.0

Re: 11 Jahre Spielsucht. Wann hört es endlich auf?
« Antwort #11 am: 30 August 2020, 10:58:57 »
Ich verzweifle langsam an mir selber, und frage mich ob das alles überhaupt ein ende hat?

Deine Sucht hatte irgendwann mal einen Anfang genommen und wird auch -und dem ganz Du dir 100%ig sicher sein -irgendwann enden.
Die Frage ist nur wann ? Erst wenn Du komplett am Boden liegst -alles was dir lieb ist verloren hast - nicht mehr rein oder raus weißt - oder aber Du fängst HEUTE an, an Dich zu arbeiten, nimmst jegliche Hilfe Anspruch um Deine Sucht zum Stillstand zu bringen.

Du siehst Du hast die Wahl, eine Wahl die dir wirklich niemand abnehmen kann.... entweder Du willst Leben oder verrecken...Du entscheidest!



Re: 11 Jahre Spielsucht. Wann hört es endlich auf?
« Antwort #12 am: 10 September 2020, 05:25:49 »
Heute wieder 180 € verpsielt.
Ein freund von mir, Zudem ich ersteinmal den kontakt abgebrochen habe hatte mir bilder geschickt wie er in online Sportwetten geld gewonnen hatte und ich dachte ich kann auch etwas gewinnen tjaa.. noch bin ich wohl nicht stark genug

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Offline Olli

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Re: 11 Jahre Spielsucht. Wann hört es endlich auf?
« Antwort #13 am: 10 September 2020, 06:29:56 »
Guten Morgen!

Zitat
noch bin ich wohl nicht stark genug

Was verstehst Du denn darunter? Hat Dir irgendwer mal eingebläut stark sein zu müssen? Quark mit Soße ...
Jeder Mensch hat seine Schwachpunkte. Die lösen sich aber nicht von alleine, oder werden nur besser.

Hast Du den Anrug getätigt bei der Caritas? Bist Du wieder zur SHG gegangen? Hast Du Deinen Hausarzt mittlerweile kontaktiert?
Nun, Du schreibst nichts davon, also gehe ich mal davon aus, dass nichts davon passiert ist.

Wer immer das Gleiche tut, kann auch immer nur das Gleiche erwarten.
Macht es denn Spaß, nun da zu sitzen und sich selbst wieder Vorwürfe zu machen? Sich mit dem obigen Zitat selbst runter zu buttern?
Tatsächlich kann dies passieren, weil Du Dich in diesen Momenten, neben denen des Spielens, überhaupt erst fühlst und so wahrnimmst.
Aber ist das das Leben, welches Du Dir für Dich vorstellst?
Ich habe mir damals immer gesagt: Aufhören kann ich ja immer noch - nur nicht heute. So sind 20 Jahre ins Land gezogen,

Du kennst die Caritas ja schon und Du kennst auch die SHG. Wenn beides Dir bisher nicht geholfen hatte, dann vielleicht, weil Du wie ich damals noch nicht bereit warst los zu lassen.
Vielleicht hat sich das ja ein wenig geändert und die Gespräche schubsen Dich jetzt in die richtige Richtung.

Danke, dass Du das Geschehene und Deine Gedanken mit uns teilst!
Gute 24 h
Olaf

(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

 

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