ONLINE-Selbsthilfegruppe | Samstags von 19 Uhr bis 21 Uhr

Wolfgang mein Tagebuch

Begonnen von Wolfgang, 02 Juni 2021, 19:16:21

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#300
Vielen Dank, mein Freund!

Es ist, wie du schreibst. Mit Willen, Geduld und Ausdauer kommt man ans Ziel. Pausen und innehalten sind erlaubt. Wir haben den inneren Schweinehund besiegt und darauf dürfen wir stolz sein. Dein Weg hin zur Abstinenz hat mich animiert und motiviert. Das wollte ich auch schaffen und es hat funktioniert. Dieses Forum im Verbund mit anderen Dingen hat mir enorm geholfen.
Am absoluten Tiefpunkt angekommen war es eine Art Rettungsanker.

Glückwunsch zu deinem wundervollen Erlebnis auf Mauritius. Das bleibt mir leider verwehrt (Flugangst :-[).
Dir alles erdenklich Gute und weiterhin so viel Lebensfreude!

Glück Auf
Wolfgang
"Nur wer weiß, woher er kommt, weiß, wohin er geht"
(Theodor Heuss)

Ein neues Jahr!
Leider musste ich am 31.12. ins Krankenhaus. Bin aber wieder draußen und arrangiere mich mit meinen Wehwehchen ;)

Kein Glücksspiel, keine Zigaretten und keinen Alkohol. Und in ca. 200 Tagen auch keine Schulden mehr. Dann kaufe ich mir im August eine dicke Zigarre, setze mich auf eine Bank und lasse alles noch einmal Revue passieren. Manchmal kann ich es trotz der langen Zeit der Abstinenz kaum glauben. Wohl weil ich zuvor schon oft an mir selbst gescheitert war.

Ich konnte mir eine dicke Winterjacke und einiges mehr kaufen. Was andere in meinem Alter wohl als völlig normal empfinden, ist für mich ein Segen.
Ich lebe!

Liebe Grüße
Wolfgang
"Nur wer weiß, woher er kommt, weiß, wohin er geht"
(Theodor Heuss)

Lieber Wolfgang,
schön, dass du als einer der ,,alten Hasen" hier immer mal wieder vorbei schaust.
Dir geht es gesundheitlich hoffentlich wieder gut. Und mental auch! Bis bald.
LG Ilona
[url="//www.gluecksspielsucht.de"]www.gluecksspielsucht.de[/url]
www.gluecksspielsucht-selbsthilfe.de
[url="https://spielerschutz.gluecksspielsucht.de/"]https://spielerschutz.gluecksspielsucht.de/[/url]
Bluesky@gluecksspielsucht.bsky.social

Hallo Ilona!

Ich lese nach wie vor gern und interessiert die Beiträge in diesem Forum. Es ist schon fast schon Teil meiner täglichen Routine.

Tja, Körper und Geist sind bekanntlich eng verknüpft. Insofern gibt es da ein gewisses Auf und Ab. Aber das kennt wohl jeder.
Die mentale Verfassung ist jedenfalls deutlich besser als zu Zeiten der Suchtausübung. Das möchte ich nicht noch einmal erleben.
Kein Alkohol seit ca. 25 Jahren - keine Zigarette seit über 4,5 Jahren - kein Glücksspiel seit über 4,5 Jahren (mit kurzer Unterbrechung)

Nächstes Ziel: Schuldenfreiheit in knapp 6 Monaten


Danke und alles Liebe
Wolfgang





"Nur wer weiß, woher er kommt, weiß, wohin er geht"
(Theodor Heuss)

Ich lese ähnlich wie auch du (halt bestimmte Beiträge) immer noch gerne mit.
Wolfgangs Tagebuch z.B. - und wenn er eine Weile nichts geschrieben hat – also vor ein paar Tage noch und dachte, wie es ihm wohl geht.
Na cool, dann hat er sich ja doch noch gemeldet.

Gute Nachrichten etwas weniger gute...naja jedenfalls hält es sich in Wage.
Schuldenfrei ist er in knapp 6 Monate...jo und davon kann ich nur träumen hahahahaha.

Wie auch immer... vom Gipfel herabschauend – und auch das macht er verdammt gut - lässt sich wunderbar betrachten, was man alles so geschafft hat.

Beste Grüße Wolfi  ;D
und zurück im Observer Mode  ;)

Hallo Wolfgang,

schön von Dir zu lesen, ja und das Leben wird zu einer Berg - und Talbahn, nur blöd, wenn die Wehwehchen zum Alltag werden. Davon sind wir alten Stategen eben nicht verschont, aber wir können es wie eine Mensur stolz tragen, denn Jammern hilft ja bekanntlich nicht.
Es ist für mich ein Herzenswunsch, von meinen Wegbegleitern zu hören, und hier zu lesen, und ich freue mich immer über Lebenszeichen, und reale Lebensgeschichten.

Ach ja Berg - und Tal : ich denke gerade an das Observatorie du Pic du Midi, da hat es wohl jemandenden von hier hochgebracht, zum Sternegucken, aber das ist eine andere Geschichte.

Leben und Leben lassen  8)
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

Jetzt wo der Zeitpunkt meiner "Schuldenfreiheit" immer näher rückt, ist die Zeit irgendwie wie angestemmt.
Mir gehen die seltsamsten Gedanken durch den Kopf. "Jetzt bloß nicht sterben, erst muss der Kampf gegen die Schulden endgültig gewonnen werden". 
Ich male mir die Zeit "danach" aus und erhoffe mir weniger Last auf meinen Schultern. Und einen besseren Schlaf, denn der ist immer noch miserabel.

Aber insgesamt ist die jetzige Zeit im Vergleich zu der mit Suchtausübung deutlich lebenswerter. Das halte ich mir in schwierigen Zeiten immer vor Augen.
Gestern zeigte man im Fernsehen eine Übung, welche einen gewissen Zusammenhang zwischen Bewältigung derselben und der Lebenserwartung beschrieb.
Ganz simpel: Aus dem Schneidersitz aufstehen. Nix für mich. Aber auf einem Bein kann ich stehen...

Zu guter Letzt ein Blick nach Gaza, die Ukraine und den Iran.
Es ist schlimm zu sehen, für welche geopolitischen Interessen zehntausende junge Menschen geopfert werden.
Es muss auch Angesichts unserer Vergangenheit möglich sein, die Dinge beim Namen zu nennen.
Und für mich bedeutet dies,
Benjamin Netanjahu als einen der schlimmsten Kriegstreiber und Verbrecher bezeichnen zu dürfen. Diese Freiheit nehme ich mir. Über Putin, Trump und all die anderen Narzissten in Verantwortung liest und hört man ja genug.
Aber diese Doppelmoral geht mir auf den Senkel.

Ich bin froh, das es nicht geknallt hat heute Nacht. Und ich wäre sehr dankbar, wenn es so bleibt.
Und das wünsche ich mir für alle Kriegsgebiete dieser Welt!

Wolfgang   


"Nur wer weiß, woher er kommt, weiß, wohin er geht"
(Theodor Heuss)

Hallo Wolfgang,

Danke für Deinen Eintrag, und schön, daß Deine Spielfreiheit Dich auch von den Schulden befreit. Da ist ein Fluß in der Strömung, und das bringt Neues Leben!

Ich trage im Augenblick meine Schlafmaske gewissenhafter, höre mir davor gerne Klassische Musik an, und ich habe keine Alpträume mehr. Manchmal ist es schwierig, die Maske vor dem Gesicht festzuzurren, und ich denke dabei oft an die Soldaten in den Gräber von Verdun, was auch kein schönes Thema ist.

Für mich ist die Abstinenz von der Spiel - Sucht vor allem eine Friedenserklärung mir mir selber.
Ich kann Hass, Groll und Ängst loslassen, und brauche die Auswüchse nicht, die Kriege anzetteln können.

Die Hoffnung bleibt, und das ist glaubwürdig.

Liebe Grüße

Andreas
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

Hi Wolfgang,

zu deinen zuletzt geschriebenen Beitrag und noch ein letzter Beitrag von mir.
Ich persönlich  finde das du bis Dato sehr viel geschafft hast und das du natürlich zurecht sehr Stolz auf dich sein darfst :)

Das zum einen,

hmmm und dann dein Blick auf die geopolitische Lage.
Momentan ok -und da hast du natürlich recht, sieht es nicht allzu rosig auf unseren Globus aus.
Trotzdem wird sich die Welt weiterdrehen, egal wie manches dich, Andere, oder auch mich manchmal wurmt.
Ich denke aber (so wenigstens meine Gedanken) das es weitaus wichtiger, dass wir uns auf das konzentrieren, was wir (direkt) beeinflussen können: dass Leben, unsere Gesundheit und natürlich das tägliche leben bzw. unser Alltag.

Also Wolfgang,

dir alles erdenklich Gute und pass gut auf dich auf. 

#309
Hallo Rainer!

Ja, die Welt wird sich weiterdrehen.
Wir können die Entscheidungen gewisser Schwachmaten ohnehin schwerlich beeinflussen. Schauen wir auf uns und machen das beste draus. Und das machen wir ja auch ganz ordentlich.

Ich bin dir sehr dankbar, das du deinen möglicherweise letzten Beitrag meinem Tagebuch gewidmet hast.
Damit schließt sich wohl der Kreis ;)

Ich wünsche dir ebenfalls alles erdenklich Gute!

Wolfgang

P.S. Ich hätte dir gern noch eine PN geschrieben. Aber du scheinst ganz abgemeldet zu sein. Irgendwie sehr schade...


"Nur wer weiß, woher er kommt, weiß, wohin er geht"
(Theodor Heuss)

Eigentlich ist es mir egal, ob Sonne, Regen oder Schnee. Und trotzdem hat die jetzige Jahreszeit einiges zu bieten.

Bei meinem heutigen Spaziergang durch den Wald, watschelten am Teich zwei Wildgänse mit ihren Jungen den Weg entlang. Ein wunderschöner Anblick.

Ich versuche jeden Tag so zwischen acht und zehn Kilometern zu laufen. Zu Gehen um genau zu sein. Zwar zügig, aber ich übertreibe es nicht.

Eine himmlische Ruhe, nur durch Vogelgezwitscher umrahmt, umgibt mich dann.

Die Gedanken kommen und gehen, oft ohne besonderen Bezug. Gestern beschäftigte mich von Beginn an ein Problem. Ich konnte es nicht lösen, aber paar neue Ansätze habe ich gefunden.

Jetzt sitze ich am offenen Fenster und schreibe, währenddessen ein Hubschrauber seit geraumer Zeit mit lautem Geknatter seine Runden zieht. Wahrscheinlich sind das Rundflüge für dafür zahlende Bürger. Die richtige Zeit dafür...

Ich stehe nicht so auf Lärm, ich habe es lieber ruhig. Das war früher anders. Wie so vieles.
Jetzt stehen eben Spaziergänge ganz oben auf der Liste. Ich nehme oft noch eine Tüte Haferflocken mit und füttere damit die Enten. Und jetzt eben auch die Gänse.

Möchte mal wissen, wo die Enten den Winter verbringen. Da sieht man nur selten mal eine.


Liebe Grüße
Wolfgang


"Nur wer weiß, woher er kommt, weiß, wohin er geht"
(Theodor Heuss)

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