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Online-Selbsthilfegruppen Glücksspielsucht
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Kleiner Rückblick

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Kleiner Rückblick
« am: 21 Oktober 2022, 05:31:35 »
Um auch mal meinen Fall hier zu beschreiben.

Mit 16 immer wieder mal bisschen mit Poker und Sportwetten angefangen und hier und da mal in der Kneipe am Automaten geklimpert und dann vor allem am Sportplatz nach dem Training immer mehr mit "Freunden" Poker gespielt.
Ab 18 wurde das ganze dann immer mehr und wenn am 28 das Geld gekommen ist, war am 2 nicht mehr allzu viel über.

Dann von zuhause raus in eine eigene Wohnung und auch einen guten Job gehabt. Wenn am Freitag im Hauptjob feierabend war, ging es weiter ins Nachbarländle um dort im Casino die Pokertische zu bedienen als Groupie. Man verdiente zwar nichts vom Casino, sondern nur den Tip und eine kostenlose Unterkunft, jedoch war da am Tag immer so zwischen 2-500 € zu machen. Wenn man das hinzuverdiente sieht, hatte ich somit eigendlich immer genügend in der Tasche um über die Runden zu kommen. Dies machte ich dann ca 3 Jahre, bevor ich es irgendwie nicht mehr konnte ( naja 7 Tage woche ist doch irgendwann zu viel des guten ). Sportwetten waren zu derzeit eigendlich so gut wie nicht zu finden bei mir. Viel mehr war es meistens dann Roulette bzw. Automaten. Dies lies aber auch nach der Zeit nach und driftete voll in die Sportwettenzockerei ab.

Irgendwann, nach ca. 5 Jahren, nahm das Sportwetten immer mehr zu und es wurden auch immer wieder Beträge im mittleren 3 stelligen Bereich eingesetzt. Demzufolge konnte ich gar nicht gut genug verdienen um mir das auf Dauer zu leisten. Bekannte Wettanbieter gaben natürlich immer relativ viel Boni ( bis zu 60% ) damit man bei der Stange blieb und dadurch konnte ich natürlich jede Woche bzw. fast täglich mir mein gezocke leisten und dadurch blieb ich auch aktiev.
Die Phase schätze ich jetzt im nachhinein so auf 3-4 Jahre ab in denen wirklich jeder Cent in das Glücksspiel floss. Essen naja, da gabs halt dann 1 Großeinkauf anfang vom Monat und das reichte dann auch für 4 Wochen. Viel Nudeln, Reis und soße >:( und als ich dann irgenwann aufgeweckt von meiner Familiy wurde, merkte ich erst, dass an mir nicht mehr viel war, außer Haut und Beine.

Die Family wusste in der Zeit auch schon was bei mir los ist. Da gab es auch alle Sachen, die ich heutzutage am liebsten Rückgängig machen würde, aber kann man natürlich nicht mehr. Von Geld stehlen, über derart kuriosen Geschichten verzählen usw. Also da war wirklich alles dabei. Irgendwann war es dann soweit, dass niemand mehr mit mir zu tun haben wollte, außer meine engsten Verwandten.
Da habe ich dann auch angefangen es selbst das erste mal so richtig wahrzunehmen, dass etwas nicht stimmt mit mir. Mir ging es ja nach meinem Gefühl immer nicht allzu schlecht.
Die Bekannten schliefen mich dann auch zur Suchthilfe und auch dort wurde mir immer wieder gesagt, ja, er ist noch nicht soweit, damit man Ihm helfen kann.  Hier muss ich dem Typen definitiv recht geben. Man muss zuerst sehr weit unten sein um gestützt aufstehen lernen zu können. Hört sich böse an, ist aber so.
Nach dem ganzen Hin und Her bei der Suchthilfe nach ca. 2 Jahren war ich meiner Meinung soweit, dass ich mich selbst zur Theraphie entschieden habe und diese dann auch in der Nähe von Berlin abgehalten habe.
Leider hatte ich dort einen derat jungen, unsympathischen Therapheuten ( der sry von ... und ... keine Ahnung hatte ) dass die ganze Therphie im Nachhinein gesehen für die Katz war
Ok man nimmt immer von den Gruppen etwas mit, aber die Einzelgespräche hätten mir bei dem von der Caritas damals mehr gebracht.

Kaum zuhause ging es wieder weiter und neben einem laufenden Kredit wurde noch ein 2 und ein 3 aufgenommen. Naja zuerst um was zu bezahlen und wer kennt es nicht, mit dem Rest zu zocken.
Und schon war ich wieder selbst verschuldet im Teufelskreis.

Das ganze ging dann wieder ca 4 Jahre so weiter und seit ca 1 Jahr wurde das ganze Sportwetten jetzt wieder immer weniger, zwar hörte ich nie damit auf, aber es "hielt sich in grenzen". Heist, ich zahlte immer meine Schulden ab und ging nie über die Grenze hinaus. Zwar blieb am Monatsende nie etwas auf der Seite übrig aber ich konnte mir so z.B. auch wieder eine Saisonkarte fürs Skifahren letztes Jahr kaufen.

Seit ca 1 Monat merke ich es halt jetzt wieder, dass es definitiv immer im Teil des lebens bleiben wird.
Schau ich mir Bundesliga an, kommen irgendwo wettanbieter in der Werbung.
Schaut man z.b. Doppeltpass am Sa, werden sogar wettquoten beworben bei einem neuen wettanbieter mit deutscher Lizenz  :(
Schau ich mir NBA an, werden wettanbieter beworben.
Also ich muss eben definitiv damit klarkommen, dass dies so ist.

Die Frage ist halt immer, wie macht man es und welche Ziele steckt man sich.
Ich für mich selbst habe herausgefunden, juckt es in den Fingern, nimm dir das Tablet in die Hand und spiel Sodoku bzw. irgen ein anderes Gehirn-Training-Spielchen.
Hört sich vll dumm an, aber es hilft. Wenn es im TV beworben wird, schalte ich aktuell meistens den Ton weck und auf Teletext um um dort etwas zu lesen.

komplett ohne Wetteinsätze ( Casino ist seit ca 3-4 Jahren komplett irgendwie out, fragt mich nicht warum ) bin ich jetzt auch erst wieder seit ca. 3 Wochen. Keine lange Zeit aber ich finde die erste Zeit ist immer die heftigste.
Geschuldet muss ich diesmal aber auch sagen dadurch, dass ich zuerst mit Grippe flach im Bett lag und danach mit Corona 1 Woche außer Gefecht war. Wo ein Wille da ein Weg, Lust hatte ich zwar verspürt aber diesmal doch geschafft nichts zu machen.
Die letzte Woche, kamen immer wieder mehr Gedanken, vor allem mit den ganzen Angeboten wenn man seine Mails durchstöbert und vor allem wenn man den TV anschaut bei Übertragungen( live ). Aber dann drifte ich derzeit doch lieber zum stöbern hier ins form ab oder halt zu sudoku  ;D

Gestern gabs dann wieder einen heftigen Moment in dem ich von meinem jetztigen Arbeitgeber zur Zahlung von einem ausgeliehenen Fahrrad aufgefordert wurde, welches mir gestohlen wurde. Früher wäre da die Flucht zu 100% ab zum zocken gewesen.
Gestern hab ich dann auch für 5 sec darüber nachgedacht aber dann ging die Suche doch eher los sich einen Anwalt zu suchen.  So Dinger hauen halt einen immer wieder ( vorhersehbar ) aus der Umlaufbahn....


Das was halt immer hilft ist ein kurzfristigen Plan zu haben, was will man in 1/2/3 Woche/n sich leisten und was in 4 bzw. was in 8.
Und wenn es nur ein lappiger Döner sein sollte für 8 €, dafür war früher nie das Geld vorhanden.

« Letzte Änderung: 21 Oktober 2022, 06:57:25 von Aviridertschi »

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Offline Olli

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Re: Kleiner Rückblick
« Antwort #1 am: 21 Oktober 2022, 06:53:50 »
Hi!

Danke für das Teilen Deiner Gedanken und Erfahrungen!

Ich spiele auch seit Jahren immer wieder Sudoku und Mahjong Link. :)

Nun, was deute ich denn, wenn ich deinen Text lese bezüglich der jetzigen Situation. Kurz und bündig: Du hast Dich arrangiert ...
Auf der einen Seite bist Du schon bereit das Glücksspiel aufzugeben - auf der anderen Seite aber nicht das, was damit zusammenhängt.
Ich muss mir keine Videos aus Spielhallen anschauen auf den bekannten Plattformen. Doch wenn ich es tue, dann muss ich auch gefeit sein mit den aufkommenden Gefühlen und Gedanken umzugehen. Gerade wenn Fernsehsender und einzelne Sendungen lieber sich dem Sport abwenden und dem Glücksspielmarkt widmen, dann habe ich das Recht und die mir selbst auferlegte Pflicht "Nein" zu sagen. Verpasse ich damit "Sportwissen" ? Ja! Und ist das schlimm? Definitiv nein! Was früher ja noch ein Hobby war, ist heute Futter die Sucht.
Tobias Hayer von der Uni Bremen hat einen Test gemacht mit Sportfachleuten und Sportuninteressierten. Sie sollten - alles nur fingiert - wetten.
Am Ende des Tages hatten beide Gruppen gleich viele Spiele richtig und falsch getippt. Die Sportbegeisterten hatten trotzdem den Vergleich verloren, da sie höher gewettet hatten - und damit mehr verloren.
Wenn ich also ein reiner Automatenspieler bin, dann gehe ich in keine Spielhalle oder ich setzte mich nicht gerade vis a vis in der Kneipe vor einen Automaten.

Wir müssen uns klar machen, dass wir nicht schutzlos unserer Sucht ausgeliefert sind. Ja, die Erfahrungen sagen uns permanent, wie oft wir doch schon gescheitert sind. Die Voraussetzungen waren aber doch bisher unzureichend. Wenn ich als Kind beim Lernen des Fahradfahrens nicht jedes Mal wieder aufgestiegen wäre nach einem Fall vom Rad, dann könnte ich heute immer noch nicht Drahtesel reiten.

Was Du machen musst, ist Dir Deine Prioritäten neu ordnen. Passen sie denn heute mit Deinen Werten überein? Bist Du so glücklich, wie es gerade läuft? Ich sagte ja bereits - ich deute lediglich ein Arrangement. Also ab auf die 4 Buchstaben und überlege Dir, was Du wirklich willst!
Was für Ziele hast Du im Leben? Was musst Du tun, um sie zu erreichen? Ist Dir das Glücksspiel dabei förderlich?
Wenn Du diese Liste gemacht hast, dann geht es darum, wie Du es Dir erst einmal leichter machen kannst, den Verlockungen zu wiederstehen.
Nerven Dich Spam-Mails? Wieso blockierst Du sie nicht? Wieso legst Du Dir nicht ein neues Konto zu?
Was ist mit dem Geldkonto? Brauchst Du unbedingt Onlinebanking? Weg damit ...! Kann jemand mit Dir ein Geldmanagement machen? Alleine das Einrichten kann Dich davon abhalten Blödsinn zu machen, weil Du der Person dann Rechenschaft schuldig bist.
Wieso hast Du noch keine Blocksoftware installiert?
Und gehst Du weiter zur Suchtberatung? In eine SHG?
Dein "Defizit", wie ich es immer nenne, ist ja immer noch unentdeckt da ... also musst Du versuchen es herauszufinden. Dabei ist der Weg das Ziel!
Auf diesem Weg sammelst Du nämlich wertvolle Erfahrungen und Selbstvertrauen!

Ich habe intuitiv früher immer gedacht ... ja irgendwann einmal, das ist mir klar, werde auch ich das Spielen mal dran geben. Das hat dann 20 Jahre gedauert. Die Nikotinsucht hat 40 Jahre angehalten. Ich kann die Zeit nicht zurück drehen und mich selbst aufsuchen, um mich davon zu überzeugen, dass genau heute der richtige Zeitpunkt ist dem Glücksspiel den Rücken zu kehren - aber Dir kann ich es sagen.
Wenn Du jetzt schon drei Wochen Abstinenz hinter Dir hast, dann zeigt das doch, dass Du es kannst. Die Gründe, die Du da genannt hast, mögen zwar real sein, Du nutzt sie aber, um Deine eigene Leistung zu schmälern. Du hast drei Wochen nicht gespielt - Punkt und aus!
Das lässt sich ausbauen!

Und nun ran an die Liste, die hat Prio 1 derzeit ... :)
Gute 24 h
Olaf
(zweitliebstes Trampeltier)

(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Re: Kleiner Rückblick
« Antwort #2 am: 21 Oktober 2022, 07:02:12 »
Lieber Olaf,

immer wenn ich mal wieder sang- und klanglos gescheitert bin mit meinem Versuch endgültig aufzuhören, lese ich deine Posts. Und sie helfen mir. Danke.

*

Offline Olli

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Re: Kleiner Rückblick
« Antwort #3 am: 21 Oktober 2022, 10:26:48 »
Hi und ich danke Dir ... :)

Zitat
immer wenn ich mal wieder sang- und klanglos gescheitert bin mit meinem Versuch endgültig aufzuhören

Beachte einmal die Extreme, die Du hier benennst. "sang und klanglos" ... ist das niederschmetternd ... "endgültig" ... ist das ultimativ ...
Auf Deinem Weg kannst Du scheitern - aber das bringt Dich doch nur kurz von Deinem Weg ab. Den kannst Du jederzeit wieder aufnehmen.

Zum zweiten Punkt ... mal ehrlich ... wie oft hast Du Dich - habe ich mich - und die anderen Spieler, die hier mitlesen auch, nach Strich und Faden selbst beschissen?
Schwamm drüber ... drehe den Spieß um ... mache die "Schwäche" zu einem Hilfswerkzeug. Rede Dir ruhig ein, dass Du heute spielfrei bleibst ... aber morgen durchaus die Möglichkeit existieren könnte, sich dem Glücksspiel hinzugeben. Das machst Du dann morgen wieder ... Bäätsch Sucht - habe Dich dran gekriegt ...

Da kann es da draussen gerade in einem Grau in Grau nieseln, wie es mag ... meine Erkältung kann in Wellen angerauscht kommen, wie die Natur es eben mag ...
Heute ist ein schöner Tag um abstinent zu bleiben! Fast 10,5 h sind schon rum von den 24 ... Da muss ich dann nur noch Zeit abziehen, die ich esse, arbeite, von A nach B fahre, noch mal esse, einkaufen gehe fürs WE und schlafen werde ich heute Nacht auch noch. Hui, da bleibt ja gar nicht mehr so viel Zeit übrig, die ich wiederstehen brauche - sollte sich Suchtdruck melden. Das ist aber ja auch noch gar nicht gewiss ...
« Letzte Änderung: 21 Oktober 2022, 10:31:49 von Olli »
Gute 24 h
Olaf
(zweitliebstes Trampeltier)

(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Re: Kleiner Rückblick
« Antwort #4 am: 22 Oktober 2022, 04:53:43 »
@Olli
Bei Sportwissen geht es mir ja nicht mehr darum, dass ich es dann fürs wetten verwenden will, sondern, weil es mich einfach interessiert.
Ich selbst habe den Trainerschein auch für höherklassige Teams vor Jahren gemacht und wenn ich irgendwann mal wieder länger an einem Stück Teil dieser Erde bleiben sollte, werde ich auch wieder auf den Trainingsplatz zurück kommen :)
Also mich interessiert nicht wie das Ergebniss war sondern eher, warum das so und so läuft und warum dies so und so ist.
Hatte auch zuletzt Beruflich vieles mit bekannten Persönlichkeiten ( vor allem dem Fußball ) zu tun, aber auch so Leute wie Vettel oder Kamke / Otte usw.
Und mit jedem, mit dem man sich Unterhalten konnte, bringt einem persönlich auf neue Ideen. Vor allem wenn es dann um Trainingsinhalte geht.
Also es hat in dem Fall so gut wie nichts mit wetten zu tun.  8)
Ich schaue mir diese Leute mit denen ich vll 3 Wochen zuvor geplaudert habe, halt dann gerne auch mal im TV an.

Das mit den Mails ist schon lange erledigt, mittlerweile 1 Mail nur für finanzielles und 1 nur für privaten Müll. Und die 3 muss halt ab und zu dann mal durchforstet werden, sonst bleiben da so schöne Zahlungsaufforderungsmails relativ lange liegen und dann hat man ja auch ein ganz anderes Problem  ;). Früher hatte man das Problem, dass man die Dinger nicht zahlen konnte, heute, dass ich sie erst mal finden muss ( hahahaha ) um dann irgendwie zu schauen, dass man sie zahlen kann.

Ebenso mit dem Online-Banking. Lebe seit diesem Jahr ohne dieses Dingens. Hat halt zur folge dass ich nur noch max. 100 € am Tag abheben kann ( außer am Schalter ) und max. 500 in der Woche. Ist halt schon das 1 Hinderniss wenn ein Gedanke kommt. Shit zuerst zur Bank und dann erst weiter. Oft fängt da dann doch was an zu rattern umso länger es dauert. Noch ein kleiner Tip von mir. Legt bzw. klebt euch was wichtiges auf eure Bankkarte. Denn wenn du dieses Bild dann siehst, kann es auch sein, dass man das nachdenken anfängt. Wichtige Person oder sonst was. Hat mich schon öfters dann aufgehalten das Ding komplett zu plündern

Suchtberatung hört sich wieder wie eine billige Ausrede an, aber war in den letzten 8 Jahren mehr oder weniger immer nur 6 Monate am gleichen Fleckchen und da dann dauerhaft etwas ernsthaft zu machen bei unsterschiedlichen Betreuern. Naja
Ich stöber mich da halt immer gerne durch Foren durch und sauge so einen gehörigen Teil auf. Zudem ist meine Arbeitszeit dann, wenn alle Selbshilfegruppen sind. Also auch das ist nicht ganz so einfach. Jetzt kann man sagen, da wo ein Wille auch ein Weg.... ja zustimmung zu 100 % ... aber .... gibt hier kein aber ...  :-\

Naja und um die 3 Wochen zu rechtfertigen ist es ja auch recht einfach.
1 Woche Grippe als ich komplett down lag dann Corona Krank und durfte ja nicht raus ( ohne Onlinebanking keine Chance zu zocken zumindestens in Woche 2 )
Und in der letzten Woche, naja aktuell halt wieder ein Ziel mit Skifahrkarte & Umzug vor den Augen.

Ich glaube ohne sich selbst dann wieder zu "belohnen" funktioniert es sowieso nicht. Wöchentliche Kleinigkeiten gehören da genauso hinzu wie Monatlich etwas, wozu man früher nie Kohle hatte ( Kino Bad usw )
Gestern auch wieder mit bisschen was an Trinkgeld von der Arbeit nach hause gekommen, gepennt und dann bevor es mir langweilig wurde mit jemanden auf ne Pizza um die Ecke gegangen. Wäre vor 4 Wochen nicht drinnen gewesen.
Die Gespräche mit dem Anwalt tun einfach nur gut aktuell, da es um eininges mehr an Finanziellen spielraum ( was für ein wort ) gibt.
Brauche da auch die nächsten Wochen jede Kraft um das dort durchzuboxen. Denn am Ende geht es doch nicht nur um das gestohlene Fahrrad ( ca 3500 € welche Sie von mir fordern ) sondern auch um andere Zahlungen welche auch nochmals sich auf ca. 1500€ läppern. Wenn das ganze gut ausgeht und in 4 Wochen alles soweit läuft wie eigentlich ausgemacht dann ist die Skikarte für 900 € (  >:( alter schwede 1800 DM unfassbar wie teuer das Hobby geworden ist.... ) und der Umzug locker drinnen.

Aber was lehrt einem das Leben. Nichts läuft geradlinig. Nicht einmal der Hase, der springt im Dreieck....

Und um beim scheitern zu planen. Es wird in unserem / meinem Leben immer Situationen wieder geben in denen Ich wieder schwach werden werde. So naiv muss man nicht sein, aber dann müssen viele kleine Rädchen in sich greifen, damit es A) nicht total eskaliert und B) man wieder auf die Beine kommt. Wenn nicht alleine dann mit Hilfe.

Bei mir sind dies halt meine 2 besten Kumpels. Beide wissen alles über mich und wir telefonieren bzw. schreiben uns wöchenltlich, obwohl ich mich mit 1 schon 4 Jahre nicht mehr getroffen habe und mit dem anderen in den 4 Jahren auch nur 1x und das erst vor kurzem  :-* . Alle anderen Leute bis auf meine Famely sind erstmal "realtiv" egal. Freunde Hegen und Pflegen. Man braucht keine 20 Stück, es reichen 2-3 für die man alles machen würde.

Als ich 6 Monate im Bett lag mit kaputtem Fuß, da merkt man dann erst, was wirklich richtige Freunde sind und dadurch hat sich mein Freundeskreis damalas relativ fix von vermeindlich 20 auf 2 beschränkt.
Alle anderen werden zwar wenn ich Sie sehe begrüßt, aber wirklich wichtig, naja sind nur diese 4 Personen seitdem.

Heute Samstag ist natürlich wieder Sportmäßig der extremste Tag.
Von 11-21 kann man vor der Klotze verbringen und Sport in sich rein ziehen.
Aber ich brauch mindestens 1 h heute um die schönen Forderungen an den Arbeitgeber in einem angebrachten Wortlaut zu bringen.
Somit ist der Tag auch schon verplant.... da hab ich ja tatsächlich nicht mal Zeit um zu  :D

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Offline Olli

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Re: Kleiner Rückblick
« Antwort #5 am: 22 Oktober 2022, 05:29:07 »
Habe das Thema auf Wunsch hierher in den Tagebuch-Bereich verschoben!
Gute 24 h
Olaf
(zweitliebstes Trampeltier)

(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Re: Kleiner Rückblick
« Antwort #6 am: 23 Oktober 2022, 12:38:51 »
23.10.
So halb ausgepennt von der Arbeit.
Kurz Nachrichten von dort geprüft und gleich wieder geschlossen. Binn ich froh wenn die nächsten Wochen rum sind und dann der Umzug ansteht.
Jetzt läuft der Doppelpass und nebenbei wird die Liste für den Anwalt aufgesetzt und am Abend dann finalisiert.
Da merkt man einfach mal, was alles in 7 Monaten auflaufen kann.
Wenn der Arbeitgeber nicht diese Rechnung geschickt hätte, wäre mir das niemals so aufgefallen.

Der klassische Sonntag ist ja schon voll am laufen.
Jetzt dann an den Herd und bisschen kochen und dann relaxing.

Spielzwang heute auch noch nicht gehabt aber die nicht immer kommende stressige Phase wenn Sport läuft, kann natürlich immer aufpoppen aber dafür ist heute auch gesorgt da wir heute zu 2 Den Spieltag genießen. Da wird nichts passieren.
Ab 22 geht's dann wieder in die Arbeit und den Tag ausklingen lassen...

Re: Kleiner Rückblick
« Antwort #7 am: 24 November 2022, 11:59:44 »
Nach vielen Tagen ums kurz zu sagen nicht mal bei der WM, ok ich schau sie auch nicht an, aktuell Lust und Gedanken daran zu spielen.

Umzug erfolgreich gestartet und an den ersten 2 Tagen im neuen Ort auch mit den neuen Kollegen erstmal am Abend zum Essen gehen getroffen.

Dort dann wieder erwischt, warum ich immer die Preise zusammenrechnen muss, als ob die 5€ es ausmachen was eine Pizza bzw ein 2 Getränk mehr kosten würden. Irgendwo ist das doch immer wieder in einem. Aber auch das wird hoffentlich irgendwann enden.

Gestern dann den ersten Arbeitstag im neuen Betrieb.
Ab heute Könnte es stressiger dort werden, aber so is das Leben.

Mal schaun was die Tage bringen.

Re: Kleiner Rückblick
« Antwort #8 am: Gestern um 17:08:59 »
Naja was soll ich sagen.
Hab gestern alles mal wieder überprüft, was als Verzögerung bzw Hilfsmittel installiert wurde.
Das ganze hat natürlich auch einen Hintergrund.
Es ist Monatsende und jetzt kommt die letzte Überweisung von dem alten Betrieb (Kaution inkl. )
Da ich ja in ein anderes Land gezogen binn, funktioniert z.b. paysafe nicht mehr. War neben Online-Banking mein bevorzugte Zahlungsmethode.

Auf meinem alten Konto, was ich hier als Gehaltskonto angegeben habe, funktioniert onlinebanking nur mit pin übers Handy. Da ich die Handynummer nicht mehr habe, Ist hier also schon mal kein Weg drann zu kommen. Dann war ich auf der Bank um Geld abzuheben. Naja 2 Jahre alte Pinn, natürlich vergessen ich dödel. Somit einzigste Weg aktuell beim neuen/alten Konto an Geld zu kommen ist der Weg an den Schalter.

Da die letzte Überweisung auf das deutsche Konto noch kommt, hab ich da zuletzt max Auszahlung 100€/Tag eingestellt. Am Schalter könnte ich natürlich mehr bekommen.

Normal dürfte jetzt kein Weg mehr offen sein um an das Geld zu kommen ohne etwas dazustehen. Hoffe ich hab nichts übersehen.

Jetzt binn ich gerade am Überlegen ob ich nicht das deutsche Konto nutze um zu leben ( 400/Monat drauf überweise und das andere Konto einfach laufen lasse als Gehaltskonto. Auf die 60€ Gebühren fürs Konto im Jahr ist auch .....

Im neue Ort hier gibt es auch kein Casino/Spielothek, somit dürfte auch das nicht in dem Kopf kommen...

Schon krass irgendwie dass man selbst Angst vor sich hat um wieder irgendeinen Mist zu machen.

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Offline Wirbelwind

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  • Name ist Programm :)
Re: Kleiner Rückblick
« Antwort #9 am: Gestern um 19:21:11 »

Schon krass irgendwie dass man selbst Angst vor sich hat um wieder irgendeinen Mist zu machen.

Das ist alles andere als Krass, DAS ist einer der vielen Schritte in die richtige Richtung, es wird einem SELBST BEWUSSTwas los ist und das man IMMER auf der Hut sein sollte,....
KLARE worte - Kein Honig :)

 

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