ONLINE-Selbsthilfegruppe | Samstags von 19 Uhr bis 21 Uhr

Kraut und Rüben - querfeldein

Begonnen von Olli, 17 August 2023, 17:03:41

Vorheriges Thema - Nächstes Thema
Was würde ich nur ohne Euch machen ... :)

Lieben Dank, TAL!
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Bis gestern bin ich auf Seite 69 vorgedrungen. Da beschwert sich ein Anlieger in Kleineichen, dass doch eigentlich nur geregelt ist, dass die Mayersche Gutsverwaltung sich um die Verlegung der gemeindlichen Wasserleitung zu kümmern habe. Tatsächlich aber bauten sie auch die Wege aus. Sowohl Bürgermeister, als auch Landrat, sehen da aber keine Bedenken. Sie sollen auch da die Wege ausbauen, wo sie das Geld von den Siedlern zurückverlangen können.
Sie sollten sich aber an die Ortsstatuten halten.

Darin wurde aber verwiesen auf eine Polizeiverordnung, die die Merkmale der erstmaligen Herstellung einer Straße definierte. Doch ... in den meisten Bereichen in dem Ortsteil gibt es gar keine Gehwege, die aber doch als Merkmale verlangt wurden ... Vielleicht werde ich ja noch fündig ... ansonsten ist dies eine Aufgabe für das Stadtarchiv.
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Die Welt ist klein ...

Heute morgen rief mich eine Kollegin an. Sie machte mich auf so eine Nachbarschaftsseite aufmerksam. Dort fragt eine Dame an, ob jemand, wo die Straße letztes Jahr ausgebaut worden ist, Informationen zum Straßenbau hätte. In der Straße, die ebenfalls auf meinen Schrägluftbildern aus 1937 zu sehen sind und wo auch gerade gebaut wurde, seien doch schon einmal Straßenbaukosten erhoben worden.
Habe mich eben auf der Seite angemeldet und um ein Treffen gebeten.
Nun bin ich mal gespannt, ob wir eine Verknüpfung zu unserer Straße und dem Vorgehen der Gemeinde hin bekommen. Wenn dort auch "Bedingungen" an die Siedler gestellt wurden ... dann dürfte der "Wille der Gemeinde" wohl kaum noch zu leugnen sein. Dann bleibt aber immer noch die Frage, wieso auch dort damals die Straße nicht nach den Ortsstatuten und der aufbauenden Polizeiverordnungen gebaut worden ist.
Gab es hierzu einen Satzungsbeschluss?
Da hier bereits Leistungsbescheide erlassen sein müssten, kann sich die Stadt nun nicht mehr gegen Auskunftsersuchen wehren ... auch nicht um die Herausgabe interner Absprachen ... :)
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Es hat sich noch jemand aus der Parallelstraße zu meiner eingeschaltet und möchte auch dabei sein beim Treffen mit der anderen Dame ... nicht dass wir hier nich einen gemeinnützigen Siedlungsnachfolgerverein gründen müssen ... :)
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Hmmm ... jetzt sind 2 Tage rum, dass sie sich melden wollte ... Wenn sie den Bescheid schon hat, dann wird es ggf. schon eng ...
Oder aber sie verschließt lieber die Augen?

Die Planung hat sich nun auch eine Woche nicht gemeldet.

Ich habe ja noch die Vollmachten dreier Personen für eine Grundbucheinsicht. Da werde ich wohl mal den Enteignungsbeschluss von 1922 anfordern. Mal sehen, was da noch drinsteht, wenn er überhaupt noch existiert.

Auch das Stadtarchiv kann ich wieder anschreiben und nach einem Vertrag fragen, der die damalige Erbengemeinschaft ermächtigte, Straßenbaukosten zu verlangen von den Siedlern.

Mittlerweile weiß ich nämlich, dass die Anwendung des Ansiedlungsgesetzes mit seinen Bedingungen einem Erschließungsvertrag gleicht. Also nix von wegen Privatrecht ...

Voraussetzung war allerdings, dass sich beim Bau an die Ortsstatuten gehalten wurde. Hier kommt der alte Vertrag ins Spiel, den ich oben angesprochen habe. Daraus sollte ersichtlich sein, wie gebaut werden sollte. Vielleicht gibt es auch hier einen Hinweis auf den Fluchtlinienplan?

.....

Eben habe ich jemanden im EMailaccount auf die Ignorierliste gesetzt, der sich ... ja ... unflätig dem Forum gegenüber geäußert hatte. Nun, er ist frei so zu denken, wie er es mag, ich bin frei darin mir das dann anzutun oder auch nicht.
Ich wünsche ihm noch ein schönes Leben ...

.....

Letzte Woche im Meeting hatte ich auf ein Zoom-Meeting zum Thema innerer Saboteur aufmerksam gemacht. Referiert hatte da Casy D., deren Videos ich zumeist sehr schätze auf YT.
Das Hangout dazu hatte sie Mittwoch verschickt. Wir können es heute abend in der Gruppe ja noch mal durchgehen.

Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Puh ... was für ein Tag ...

Heute morgen habe ich es gemütlich angehen lassen ... bis eine der Nachbarinnen aus "nebenan" anrief. Ich hatte ihr eine Stunde lang am Telefon erklärt, wie das Erschließungsbeitragsrecht funktioniert und dann habe ich meine Erkenntnisse auch zu ihrer Straße präsentiert.

Heute Mittag hatte ich die Familie zum Essen eingeladen, zum Thai nach Bensberg. Wir alle waren einer Meinung, das Essen war saulecker und eindeutig zu billig. Direkt dort oben an der Einkaufsstraße sind die Mieten sicher nicht billig und es waren 4 Angestellte zu sehen. Für 7 Leute habe ich glatte 150 € bezahlt. Dabei war das Hauptgericht, 4 Vorspeisen und die großen Getränke.

Der junge Mann, der mich abkassierte meinte, ich hätte zu viel bezahlt, als ich das Trinkgeld dabeilegte. Er bekam große Augen, als ich meinte, das wäre schon richtig. Die Freude war ihm anzusehen.

Dann habe ich ein wenig hier geschmökert und habe um 18 Uhr das Zoom-Meeting mit den Nachbarn abgehalten. Eine wollte sich den Client nicht installieren und konnte uns so nur im Browser hören. Blöde, wenn ich extra ein Zoom-Meeting einberufe, um Dinge zu zeigen.

Naja, die eine wird nun eine Straßenanliegerbescheinigung einholen. Erst wenn die negativ ausfällt, dann kann sie anfangen, Daten zu sammeln. Wird jedoch erläutert, dass sie nicht mehr zu Erschließungsbeiträgen herangezogen werden kann, dann ist das schon mal Balsam für die Seele.
Sie machte mich auf jemanden aufmerksam, der hier Führungen macht. Er soll auch ein großes Archiv historischer Photos sein eigen nennen. Sie wird versuchen, mir den Namen zu ermitteln.

Die Andere kam aus einer anderen Straße und da muss ich einfach erst einmal die Unterlagen sehen, die sie gesammelt hat. Die Angaben waren alle etwas vage. Sie wirft mit Kopien in den Briefkasten, damit ich mir das alles ansehen kann.

Gerade habe ich erst noch die Wäsche gebügelt und das Bett neu bezogen und jetzt ... TADAAAAA ... schreibe ich einfach hier runter, was mit so einfällt.

Ich glaube ich esse nur ein Brötchen zu Abend ... das Mittagessen sättigt immer noch.

Morgen geht es wieder ins Büro. Eigentlich wollte ich eine Gebäudeeinmessung letzte Woche ferig bekommen, doch da waren zu viel Supportanfragen an mich. Unser Ex-Azubi hat noch nie Lagepläne gemacht und hat gleich 2 bekommen. Gut, sie sind einfach, doch wenn Du das noch gar nicht gemacht hast, dann ist jede Kleinigkeit ein Meilenstein.
Bei der Gebäudeeinmessung muss ich glatt auch noch mal schauen, wie das mit den Nutzungsarten funktioniert. Die des Gebäudes selbst geht schnell, doch da ist noch ein Bauteil dran ... Irgendwo habe ich da eine Liste, die ich erst wieder finden muss. Dann steht der Neubau nun auf einer Fläche eines Sportplatzes. Wie macht das Katasteramt das mittlerweile? Müssen wir da etwa noch mal nachmessen? Oder reicht ein Planung der Außenanlagen erst mal aus? Schließlich sind die Au0enanlagen ja noch gar nicht fertig?!
Blöde, dass ich da suchen muss und dann brauche ich es vielleicht Jahre nicht mehr ...
Egal ... bekomme es ja bezahlt ... :)

Eben bekam ich noch einen Schrecken. Der Rechner, an dem ich gerade sitze, ging aus und zeigte mir an, dass er keine Festplatte finden könne. Das Bios geöffnet und Prüfungen durchlaufen lassen ... keine Festplatte vorhanden.
Dann machte ich den Rechner aus und dann wieder an ... alles OK ... kurios ... Ich sah mich morgen schon in einen Laden fahren, um einen neuen Rechner zu kaufen. Azf jeden Fall sollte ich langsam aber sicher noch mal eine Sicherung meiner Straßenbaudaten vornehmen. Wenn da wirklich mal die Festplatte kaputt geht ... eieiei ...
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Ich habe da ein ganz mieses Gefühl ...

Gestern erwähnte eine der Damen einen Herren, der wohl jede Menge Photos und ggf. auch andere Dokumente aus unserem Ort hat. Sie schickte mir dann abends noch einen Link. Dort wurde er in einem Flyer benannt und gelobt, dass er mit seinen 76 Jahren in 2023 so tolle Touren veranstaltete.
Ich schnappte mir die EMailadresse und verfasste eine Mail. Gerade sehe ich, dass sie unzustellbar zurück kam.

Ist er etwas verstorben? Rufe ich gleich eventuell die Witwe an und reiße Wunden wieder auf? Wenn sie mir sagt, dass ihr Mann verstorben ist, darf ich dann fragen, wo seine Unterlagen geblieben sind?

Heute Abend gehe ich da erst einmal vorbei und schaue, was an der Klingel des Hauses steht, wo er zumindest 2023 gewohnt hat ...

Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

#382
Es ist 21 Uhr 23 und ich habe die Nase voll für heute. Ich habe heute nur ein paar Seiten geschafft, bei allen waren je 2 handschriftliche Briefe in Sütterlin. Also 1. Seite screenshotten, abspeichern als jpg. Dann Transkribus starten und Datei dort hineinziehen ... abwarten ... In der Zwischenzeit mit dem Scan eine PDF erstellen und den Inhalt der Übersetzung dort in ein Textfeld kopieren. Nun wurde meine Phantasie gefragt, denn zumeist muss ich das Ergebnis noch interpretieren und weitschweifend korrigieren. Das Ganze dann noch mal für die 2. Seite des Scans.
Ich habe eine Amtskarte von 1951, es ist also nicht das zur damaligen Zeit aktuelle Kataster. Das kam größtenteils noch aus Ur, also ab 1827 bis 1897. Viele der in den Lageplänen dargestellten Flurstücksnummern sehen aus wie ein Bruch ohne Zähler. Dies zeigt an, dass hier die im Nenner zu sehende Flurstücksnummer noch gemäß der Grenzen im Lageplan geteilt war. Überraschenderweise habe ich bisher noch jeden Lageplan in der Amtskarte wiederfinden und dort markieren können. Es werden definitiv nicht alle Unterlagen zu den damals entstandenen Archivaten auf der Karte eine Position finden. Doch schon jetzt ist erkennbar, dass hier die ganze Ecke besiedelt wurde.
Ich hatte ja schon an das Stadtarchiv eine weitere Anfrage gestellt, morgen werde ich erst mal das Grundbuchamt anschreiben und auch das Landesarchiv. Ggf. muss ich auch das Kreisarchiv suchen lassen.
Bei dem älteren Herren, der vielleicht gar nicht mehr lebt, war ich noch nicht ... jetzt ist auf jeden Fall zu spät dafür ... ich meine wegen der Uhrzeit ... :)
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Habe es nur geschafft, den Regierungspräsidenten anzuschreiben ... er hatte damals per Verordnung unser Gemeindegebiet als Wohnsiedlungsgebiet deklariert. Allerdings wurde erst vier Jahre später der Wirtschaftsplan aufgestellt. Gab es hier vielleicht Hinweise auf die Fluchtlinienpläne, die als Ersatz herhalten mussten?

Dann habe ich heute noch mal eine der Damen angeschrieben, mit denen ich letzte Woche gezoomt hatte. Ich brauche ihre Unterlagen ...

Aus verschiedensten Richtungen wird immer wieder in Urteilen und Beschlüssen auf den Willen der Gemeinde abgestimmt, wenn es um Erschließungsgebühren geht. Im Ansiedlungsgebiet Kleineichen hat der Landrat die Gemeinde informiert, dass nunmehr eine im Zusammenhang bebaute Ortlage vorhanden sei und daher auf die Ansiedlungsgenehmigungen verzichtet werden würde, wenn es sich bei den Bauvorhaben nicht um Wohnhäuser handeln würde. Zur damaligen Zeit hatten viele Leute aus Köln hier einfach nur Lauben aufgestellt und als Wochenendhaus deklariert.
Die Gemeinde antwortete darauf prompt und erwiederte, dass weiterhin Ansiedlungsgenehmigungen erteilt werden müssten, damit die Siedler über die Bedingungen an den Straßenbau- und Wasserleitung-Projekten beteiligt würden. Der Landrat stimmte dem ein paar Tage später zu.
Die Schreiben waren von Anfang 1936. 1937 wurden hier bei uns die Grundstücke geteilt. Und wie im Ansiedlungsgesetz auch konnten nach dem Wohnsiedlungsgesetz Bedingungen nicht nur an Erwerber von Grundstücken, sondern auch an die Verkäufer gerichtet werden.
Wir haben in unseren Verträgen hier den Passus, dass vom Käufer an die Verkäufer Straßenbaukosten zu zahlen seien. Dies entspricht dem Vorgehen der Gemeinde wie in Kleineichen.
Die Unterlagen aus den Nachbarstraßen sollen gleichwohl so aussehen.
Damit ist für mich der Wille der Gemeinde nachgewiesen. Beachtlich ist auch, dass die selben Kosten je m² aufgerufen wurden. Der Ausbau selbst war auch überall identisch. Ich muss mir da noch mal die Nilder der einzelnen damaligen Straßen anschauen, um wirklich sicher zu sein.
Wenn auch hier, wie vermutet, überall die Gehwege fehlen, erscheint mir auch dies dem Willen der Gemeinde zu entsprechen.
Die Dame aus der anderen Straße hatte auf ihren alten Vertrag verwiesen, worauf die Verwaltung lapidar gesagt haben soll: Und wo sind die Quittungen?
Nun, es handelt sich um notariell beurkundete Verträge ... wenn da keine Gelder geflossen wären, dann wären auch die Verträge nicht vollzogen worden.
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Heute Vormittag wurde ich mal wieder auf den Boden der deutschen Tatsachen geschleudert. Eine der Damen von "nebenan", in doppelter Hinsicht, war bei mir und hat mir ihre Unterlagen gebracht. Wir kamen ins Erzählen und so offenbarte sie mir, dass die erste Rechnung bereits bei ihr eingetrudelt sei für ihren Straßenbau. Sie werde aber wohl nicht klagen, denn wenn die Klage auch nur 2.000 € kosten würde, dann könne sie sich das einfach nicht leisten.
Alleine der geschätzte Betrag aber gibt Auskunft, dass sie keine Ahnung hat, was Klagen kosten und dass für sie schon 2.000 € ein unvorstellbar hoher Betrag ist.
Also wird sie wohl ihre ca. 15.000 € (von mir geschätzt) irgendwie versuchen aufzubringen und es durch eine Klage nicht teurer machen wollen, als es ohnehin schon ist.

In ihren Unterlagen sind die Bedingungen aus der Wohnsiedlungsgenehmigung genauso ablesbar, wie bei uns. Ihr wurde vorgehalten, sie solle Quittungen beibringen, dass die Baukosten der Straße auch geflossen seien. Es handelt sich aber um einen noteriellen Vertrag. Der musste genehmigt werden. Erst mussten dann die Bedingungen erfüllt werden, bevor eine Eigentumsumschreibung geschehen konnte. Ohne die Genehmigung konnte auch kein Bauantrag positiv beschieden werden.
Das Eigentum wurde aber umgeschrieben und das Gebäude zur damaligen Zeit errichtet!

Jetzt werde ich wohl mal die anderen Parteien ablaufen müssen, um an weitere Unterlagen zu gelangen.
Das alles nur, weil die Geminde zu faul ist, Recherche zu betreiben.
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Die Tage berichtete ich noch von dem Kollegen, dem ich Unterlagen zu seinem Ahnen übergeben hatte. Eben fiel mir ein, dass ich aus dieser Ecke noch überhaupt keinen Kaufvertrag habe, um eine Verbindung zw. Ansiedlungsgenehmigung - Kaufvertrag zu schaffen. Entweder habe ich das eine oder das andere ... Also habe ich ihn angeschieben, er möge mal nach dem alten Kaufvertrag schauen. Er meinte zwar schon, es wäre nicht mehr viel da, doch er schaut mal nach. Naja. ich habe dutzende Lagepläne zu den Ansiedlungsgenehmigungen, sodass ich dort die Bewohner ansprechen könnte. Der Kollege könnte mir aber auch eine Vollmacht fürs Grundbuch geben und ich schaue einfach beim Amtsgericht vorbei ...
Aber abwarten ...

Meine Güte, ich wundere mich immer mehr über die Bürokratie in meinem Beruf. EMails im Aktenplan ablegen, ist da noch das Kleinste. Jetzt suche ich gerade mal wieder eine Bauteilnummer, damit ich eine Gebäudeeinmessung fertig machen kann. Wo finde ich die aber? Nun, da gibt es die GeoInfoDoc. Das Kompendium alleine besteht aus gefühlt dutzenden Dokumenten mit endlos vielen Seiten. Dazu gibt es aber auch noch Fragenkataloge zu zig Jahrgängen von RP, ÖbVermIng und Landrat. Abgelegt ist das mal unter Hü und dann wieder Hott, wobei ich Brrrr aber auch nicht vergessen darf.
Eine Teilung ... evangelische Kirche als Beteiligter ... er hatte keine Vollmacht mit. Bei der katholischen Kirche gibt es was, wonach der Vorstandsvorsitzende oder sein Vertreter und eine weitere Person aus dem Vorstand die Vollmacht für den Bevollmächtigten unterschreiben müssen und dazu muss auch noch die Bevollmächtigung dieser Personen belegt werden.
Bei der evangelischen Kirche ist das aber anders ... nur wie?
Wir wollen von eben dieser katholischen Kirche ein Grundstück kaufen. Die Teilungsgrenze ragt in die Abstandsfläche hinein. Ergo brauchen wir Abstandsflächenbaulasten. Prima ... nur steht das Gebäude nun unter 2,5 m von der geplanten Grenze weg. Demzufolge müssen auch Brandschutz-/Freihaltebaulasten eingetragen werden. Jetzt steht aber in einer dieser Brandschutzbaulasten ein Schuppen. Er selbst löst keine Brandschutzbaulast aus, da er unter 50 m³ Bruttorauminhalt hat. Er steht aber nun in der Abstandsfläche der Kirche und überschreitet hier einen Grenzwert von 30 m² - er ist dort nicht zulässig. Aus einem Kommentar zum BauONW geht nun hervor, dass, da die Teilung den bauordnungswidrigen Zustand weder ausgelöst noch verschärft, einer Teilungsgenehmigung nichts entgegen steht. Nun brauchen wir als Behörde diese Genehmigung nicht, da davon ausgegangen wird, dass wir da alles prüfen und einhalten, was da sonst so alles geregelt werden muss. Daher müssen wir ja auch die Baulasteintragungen vornehmen. Nun liegt aber der Schuppen auch in der Brandschutzbaulast der Kirche, so, wie ich es derzeit dargestellt habe. Die Bauordnung wird das so also nicht genehmigen.
Nun knickt die neue Grenze vor der Gebäudeseite der Kirche aber weg. Meine ursprüngliche Frage an die Bauordnung, die unbeantwortet geblieben war, lautete aber wie folgt: Muss die Brandschutzbaulast nicht an der abknickenden Grenze enden? Dann nämlich, so mein Gedanke, liegt das Gebäude wieder nicht in der Brandschutzbaulast. Jetzt muss ich also auch schon wieder Gesetzestexte und Kommentare wälzen, um eine Beurteilung treffen zu können.

Gestern rief mich meine Chefin an und war ziemlich ungehalten (ich nehme es nicht persönlich, sondern fühle eher mit). Wie bereits bei einer Kollegin wird in einer der Softwareprodukte, die ich betreue, ein Formular nicht mehr im sichtbaren Bereich der Bildschirme angezeigt. Es gibt aber keine Möglichkeit win11-seitig, das Fenster anzupacken und zu versetzen. Da ich in die Liste, die in dem Formular zur Auswahl steht, einen WMS-Dienst hinzugefügt hatte, erschien ich als der Schuldige. Dem ist aber nicht so, denn bei mir und anderen funktioniert alles perfekt.
Heute habe ich mich per Fernwartung auf den Rechner gesetzt, die Chefin hat heute frei gehabt, und habe die Software, die immer "publik" installiert wird, gestartet. Alles war ok unter meinem User.
Kaum hatte ich mich wieder abgemeldet, fiel mir auf, dass ihr das am Montag sauer aufstoßen könnte. Es gibt zwar eine Dienstanweisung, dass nichts, schon mal gar nichts Privates, auf den Festplatten zu suchen hat (außer den Programmen). Doch man weiss ja nie ... Ich habe ihr also bewusst eine Mail geschrieben, dass ich auf ihrem Rechner war und alles lief. Gleichzeitig bot ich ihr aber auch einen potentiellen Lösungsweg für ihr Problem.
Es ist schon viele Jahre her, da hatte ein Kollege aus einer anderen Abteilung für uns die Ordnerstruktur im digitalen Aktenplan angelegt. Dazu gab es ganz klare Vorgaben ... wie sollte es auch anders sein. Durch irgendeinen Umstand musste er viele Änderungen vornehmen und blickte schon nicht mehr durch. Also dachte er sich: Ich lasse mir eine Datensicherung wiederherstellen. Er hatte aber vergessen, das Alte zu löschen ... das hatte zu noch mehr Chaos geführt.
Mein Chef kam damals auf mich zu und bat mich, den Aktenplan auf Vordermann zu bringen. Ich bekam also Adminrechte, eine entsprechende Software und los ging es ...
Gerade in sensiblen Bereichen fragte ich immer haarklein nach, wie was beabsichtigt war. Wer bekam also wo lesenden oder schreibenden oder gar keinen Zugriff.
Ach, was war das schön ... für viele Sachen brauchte ich einfach die EDV-Abteilung nicht mehr. Eine Gruppe im Netzwerk durft ich nicht anlegen ... aber User oder Gruppen hinzufügen.Alles lief rund ... bis ... tja bis eine Kollegin, die nur eine geöffnete Zwischentür weiter saß, mich zigfach aufscheuchte, um auf ihrem Rechner in eine Datei zum LOB zu schauen. Nach dem 7. oder 8. Mal meinte ich, dass ich nun selbst die Datei öffnen würde an meinem Platz, damit ich nicht immer laufen müsse.
Am nächsten Tag kam ich morgens zur Arbeit und die Berechtigungen waren alle weg. Der Chef rief mich zu sich und meinte, ich würde Daten durchsuchen, die mich nichts angingen ... Noch am Vorabend hätte er daher Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, damit mir die Berechtigungen entzogen würden. Schade wäre es wohl, dass nicht protokolliert worden wäre, wo ich alles Zugriff drauf genommen hätte.
Ich habe ihn in aller Ruhe darüber aufgeklärt, dass ich auf seinen Wunsch hin die Berechtigungen erhalten hätte und niemals in irgendwelchen Dokumenten gestöbert hätte. Die Situation mit der Kollegin schilderte ich auch. Ein paar Tage später meinte er, an dem Vorwurf wäre wohl nichts gewesen. Das war seine Entschuldigung. Im Nachgang stieß ich auf ein Gesetz, wonach es seine Pflicht gewesen wäre, mich erst einmal vor diesem Vorwurf zu schützen.
Die Situation jetzt sieht ja sogar dagegen noch lapidarer aus, da jeder jederzeit sich an ihren Platz setzen kann und sich im Netzwerk anmelden kann. Da braucht es keine besonderen Berechtigungen.
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Eiei, was war das gestern für ein Chaos auf der Arbeit ... :)

Einer aus der IT schrieb mir, dass es da auf einem Server veraltete Dateien gebe, die Sicherheitsrisiken darstellten. Erst hatte ich Blindfisch die Pfade in dem Screenshot, die er mir gesendet hatte nicht gelesen. Eine Nachfrage und Antwort weiter wusste ich Bescheid. Vor vielen Jahren hatte ich ja mal programmiert und hatte Programmbibliotheken zentral abgelegt. Da meine Datenbanken nicht mehr genutzt werden, habe ich diese Dateien auch nicht mehr aktualisiert.
Also lagen da 10 Jahre alte Dateien rum, die aber, da niemand darauf zugriff, tatsächlich kein Sicherheitsrisiko darstellten.
Dann betreue ich ja drei Softwareprodukte von 2 Firmen. Dort in den Tiefen der Netzwerkinstallation steckte auch eine veraltete Programmbibliothek. Ein implementiertes Ausgleichungsprogramm nutzte es wohl.
Nun hatte ich kürzlich eine Mail erhalten, dass aktuelle Downloads vorhanden seien und auch das Ausgleichungsprogramm ein Update dabei erfahren sollte. Wozu sich also zuerst um die Sicherheitslücke kümmern?
Ich lud das Update herunter und installierte es im Netz. Als ich im Nachgang ein neues Projekt anlegen wollte ... "Keine Lizenzdatei vorhanden"
Ich schrieb also Firma A an, da diese die Software programmiert und dafür eigentlich auch die Lizenzdateien herausgibt. "Sie haben einen Vertrag mit Firma B! Ich habe diese bereits informiert!"
OK, die Firmenphilosophien haben sich also wieder einmal geändert. Lange Zeit wurde gesagt, dass wir trotzdem dort den Support kontaktieren dürfen, damit es schon alleine keinen Weitergabeinformationsschwund gibt. OK, kurze Zeit darauf trudelte die Mail auch schon ein von B.
Flugs hatte ich die alten Lizenzdateien, denn ich bekam die für B gleich mit, mit den neuen überschrieben.
Zurück zum neu anzulegenden Projekt merkte ich sofort: da stimmt was nicht! Bei der Vermessungsstelle standen nicht mehr wir drin, sondern die Stadt Borken. Als die Software die der Firma B öffnete, gab es dort einen Absturz. Ich probierte noch alles aus, als die nächste Mail von B eintraf: "Nicht benutzen ... die Daten waren nicht für sie!" Kaum gelesen, da schickte mir nun A seine Lizenzdatei, aber nicht die von B. Als ich das eingespielt hatte, orderte ich noch einmal bei B die Lizenzdatei, da auch der menügeführte Download über die Software nicht funktionierte. Allerdings versuchte ich dann zuerst aus einer Datensicherung die alte Lizenzdatei zu reaktivieren, um dann diesen menügeführten Download in der Software durchzuführen. Als ich mich gerade freute, dass es geklappt hatte, trudelte auch schon die Mail mit der neuen Lizenz ein ...
Als ich wieder zurück an dem neuen Projekt saß und die Software von B schon wieder abstürzte, da machte ich Feierabend ...

Meinen Rechner fahre ich so gut wie nie runter, da immer nachts irgend etwas laufen lasse. Doch die Nachtruhe erinnerte mich morgens daran, dass da manchmal Prozesse im TASK-Manager gelöscht werden müssen. Also Versuch 1 ... gescheitert ... Versuch 2 gescheitert ... Mist, dann melde ich mich eben mal ab und wieder an, dann sollten auch die störenden Tasks wieder gelöscht sein.
Leider hatte ich vergessen, dass bei meiner ANnmeldung um 6:30 sofort ein Hinweis gegeben worden ist, dass da ein Update installiert werden muss, wie jeden Mittwoch ...

Das Update zwängte sich als schnell dazuwischen und updatete und updatete und ...
So eine Sch...e! Es war mal wieder hängen geblieben! Also aus dem Homeoffice jemanden angerufen, der sich erst einen Generalschlüssel organisieren musste, um in meinem Büro mal auf die ENTER-Taste zu drücken ...
Immerhin ... ein paar Minuten später kam ich auf meinen Rechner und von da an konnte ich auch das Verfahren neu anlegen.

Letztlich ist also alles gut gegangen und niemand aus der Abteilung ist in der Arbeit mit der Software blockiert worden. Aber was für ein Aufriss ...

 
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Das klingt echt nach einem Aufriss 🫣🫣
Da hast du dir den Feiertag morgen redlich verdient !
Wer immer tut, was er schon kann ,
 bleibt immer das, was er schon ist .

:)

Gerade eben habe ich in einer Art Gutschten zum Wirtschaftsplan von 1953 einen Hinweis auf zwei örtliche Verordnungen gestoßen, die wohl ab 1930 die Bebauung unsere Ortes regelten. Ist das der Hinweis auf die Ortsstatuten, die ich schon vermutet hatte?

Leider antwortet mir die Dame aus dem Stadtarchiv nicht. Habe heute eine Erinnerung abgeschickt und um Recherche nach den Dokumenten gebeten.

Auch der Herr aus dem Planungsamt meldet sich nicht.

Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Zwei Tage später habe ich immer noch nichts aus dem Stadtarchiv gehört. Also habe ich in die Mail von einer dort arbeitenden Dame geschaut, der ich ja weitere Fragen gestellt hatte, rief die Nummer an und  ... landete bei der Wohngeldstelle ... #Haare rauf´#
Jetzt habe ich meine Anfragen neu formuliert und an die allgemeine Mailadresse des Archivs gerichtet.
Das Gleiche werde ich gleich noch mit meiner Anfrage an das Planungsamt machen ...

Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Wir danken dem AOK Bundesverband für die Finanzierung des technischen Updates dieses Forums