ONLINE-Selbsthilfegruppe | Samstags von 19 Uhr bis 21 Uhr

Spielsucht

Begonnen von Raft, 23 Oktober 2023, 23:26:49

Vorheriges Thema - Nächstes Thema
Hi Raft!

Die Regelung mit Deiner Mutter, da darf ich mal Mutmaßungen los lassen, beruht wohl auf den unguten Gefühlen kontrolliert zu werden und zu kontrollieren. Wozu das Geld erst auf einem Konto parken, wenn es gleich auf das richtige Konto überwiesen werden kann? Nur um zu sehen, wie Du bei der Tilgung voran kommst? Wer hat denn Zugriff auf dieses Konto?

Ein gemeinsames Geldmanagement ist immer befristet! Die Frist dient dazu Dir den Wert des Geldes als Suchtmittel zu nehmen und es wieder als gesetzliches Zahlungsmittel anzusehen und zu nutzen! Es geht hier nicht um "Entmündigung" oder "Bemutterung"! Ich glaube, dass solche sinngemäßen Worte in Euch stecken ... oder? ;)

ZitatIch habe lediglich gestern 1-2 kurz an Automaten gedacht, das war dann aber auch nach 2 Sekunden wieder verflogen.

Es wird sicherlich die Zeit kommen, wo der Suchtdruck sich anstaut und nicht sofort wieder verschwindet. Was dann? Bereite Dich bitte vor!

ZitatIch denke mein "Glück" ist, dass es keine Hauptbeschäftugung von mir war. Ich war nicht 5 Stunden am Tag damit beschäftigt, sodass nun viel leere Zeit in meinem Alltag herrscht.

Was nicht ist, und mache Dir das bitte auch bewusst, das kann noch werden! Mache Dir bitte weiterhin bewusst, dass Du Dir selbst gerade eine riesige Chance bietest, nicht weiter in die Sucht zu rutschen! Die Glücksspielsucht ist progressiv ... sie schreitet immer weiter voran, wenn sie nicht gestoppt wird!
Frage: Was schätzt Du, wie viele Stunden Du an das Spiel gedacht hast, außerhalb der Zeit der Suchtausübung selbst? Wie lange hast Du Dich mit Geldbeschaffung befasst? Wie viel Zeit hast Du mit dem Ersinnen von Lügen verbracht, um Deine Sucht zu vertuschen? Auch diese Zeiten werden vom Glücksspiel von Dir eingenommen - Lebenszeit! Vier Jahre bist Du ja auch schon aktiv ... hättest Du Dir das mit 18 Lenzen vorstellen können?

Gerade eben noch in einem anderen Thread habe ich vom Prozess gesprochen, den wir bei der Genesung durchlaufen müssen. Danke, dass Du uns an Deinem teilhaben lässt!
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Hi Olli!
Danke für deine ehrlichen Worte.

Zugriff auf das Konto habe denke ich nur ich. Allerdings ist es ein Sparbuch ohne online Banking. Ich kann also nicht im Casino einzahlen. Es war lediglich eine Idee. Meinst du es wäre besser es direkt jeden Monat an meine Mutter zu bezahlen?
Die Gesamtschuld liegt etwa bei 3.000€. Ist also zum Glück nichts, was ich mein Leben lang abzahlen muss.

Vor der Zeit in der der Suchtdruck größer wird habe ich Angst. Das ish mit ein Grund, warum ich aktuell so aktiv hier im Forum bin. Ich habe mir in den letzten Tagen jeden Beitrag durchgelesen aus den anderen Tagebüchern. Dabei kann man viele Tipps aufschnappen. Außerdem bauen sie mich auf, da ich sehe, dass andere aus der selben Situation entkommen konnten und nun wieder ein glückliches Leben führen. Ohne Schuldgefühle und Scham. Das möchte ich auch wieder.

Insgesamt hat das Thema Glücksspiel natürlich mehr Raum eingenommen, als alle paar Tage/Wochen zu zocken. Die Geldbeschaffung usw. waren natürlich fast jeden Tag präsent. Ich habe wahrscheinlich auch nur in größeren Abständen gespielt, weil ich jedes Mal so gut wie alles eingezahlt hatte was vorhanden war. Mit jedem mal einzahlen und verlieren wurden die Einzahlungen pro Sitzung größer und realitätsferner. Die Lügen natürlich kamen natürlich auch noch hinzu.

Mit 18 hätte ich das nie gedacht, dass ich eines Tages süchtig bin. Anfangs war es Spaß und wurde über die Jahre schlimmer.

Ich bin froh auf diese Plattform gestoßen zu sein. Ich hilft mir ungemein meine Gedanken hier zu schreiben und mich auszutauschen. Die anderen Geschichten machen mir Mut. Deswegen versuche ich jeden Tag etwas zu schreiben. Egal was es ist, nur um in diesem Forum nochmal für mich zu verdeutlichen was die zovkerei aus mir und meinem Leben gemacht hat. Und wie es ohne Spielen wieder werden soll.

Hi Raft!

Mache für Samstag doch bitte einmal eine Liste:

1) Was will ich nicht mehr?
2) Was will ich?

Versuche es einfach, die Liste wird nicht benotet ... ;)
Wenn Du magst, können wir sie durchgehen und vielleicht noch ergänzen.

Zu der Idee mit dem Konto ... wenn es wie ein Sparbuch funktioniert, dann kannst Du auch davon Geld abheben. Es würde also "nur" etwas dauern, bis Du wieder spielen könntest. Das Konto wäre also nur als akuter Schutz stark, als langfristiger dagegen schwach. Je mehr auf dem Konto liegt, desdo mehr könnte das Kopfkino Dich durcheinander bringen, was Du doch alles damit für virtuelle Früchte in so einem rotierenden Entsafter ... (das waren doch die Dinger mit den Walzen?) ... beobachten könntest.
Mache es Dir also lieber leicht und überweise es direkt an Deine Mom.
Im Netz gibt es jede Menge Hauahaltsbücher in Tabellenform kostenlos zum Download. Da Du ja jetzt mehr Zeit hast, kannst Du Dir ja eines aussuchen, welches Dir gefällt. Wenn Du dort schön Buch führst über die Tilgungen, reicht das vollkommen. Zur Absicherung gibt es dann ja auch noch die Kontoauszüge.

Auch über das Geldmanagement können wir am Samstag noch mal reden. Da lässt sich vielleicht etwas finden, womit sowohl Du, als auch Deine Mom, leben können - sofern sie überhaupt mitmachen möchte! Schließlich ist die Spanne an Möglichkeiten, je nach Absicherungsstufe, unendlich ... ;)

Ja, der Erfahrungsaustausch durch das Lesen im Forum ist ungemein wertvoll ... ach ... unbezahlbar! ;) Du musst nicht alles selbst ausprobieren. Du erfährst hier oft genug, was hauptsächlich funktioniert und was eher nicht. Du kannst lesen, wenn Warnungen in den Wind geschlagen werden und was daraus an Leid erwächst. Dies nicht nur beim Spieler, sondern auch bei den Angehörigen. Warst Du in der Rubrik auch schon zum Lesen? Du kannst sehen, wie verschiedenste Wege eingeschlagen werden und kannst die Schreiber auf ihrem Weg begleiten. Kannst Dich freuen oder kannst weinen ...

Das alles hilft Dir beim Denken - Fühlen - Handeln!
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Guten Morgen,

ich wollte bloß ein kleines Update geben:
Ich habe nun meine erste spielfreie Woche hinter mir und bin total glücklich damit. Auf einen weiteren Spielfreien Tag und eine weitere Woche.

LG

Guten Morgen Raft

let the sun shine in
ein sehr schönes Gefühl - eine Woche Spielfreiheit, prima!

Genieße den Tag

schöne 24 Stunden
Andreas
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

Hallo liebe Mitglieder, ich hoffe es geht euch gut.

Lange hatte ich es nun geschafft spielfrei zu bleiben und mein Leben in den Griff zu kriegen.

Leider bin ich im Juni zur WM schwach geworden. Aus einer kleinen Fußballwette kam der Ball wieder ins Rollen... bis Juli habe ich circa 5.000€ verzockt. Gestern plötzlich der nächste Rückschlag. Wieder 550€.

Ich dachte, ich hätte die Phase des Glücksspiels überwunden. Nun beginnt alles von vorne. Zumindest habe ich nun das Wissen, dass ich es schaffen kann spielfrei zu werden, da ich es bereits schon mal geschafft habe.

Ich denke der Auslöser für meine Rückfälle war Stress. Seit knapp 1,5 Jahren ist viel los und es war wahrscheinlich ein Ventil um Stress abzubauen. Das könnte ich mir zumindest vorstellen.

Am meisten ärgert es mich meine Abstinenz wieder auf null zu stellen. Es erfüllte mich mit viel Stolz meinen Countdown wachsen zu sehen.

Na ja... weiter gehts.

Liebe Grüße

Hallo Raft,

Herzlich Willkommen zurück in unser Forum.
Ja, der Streßabbau innerhalb der Spielsucht ist ja das Feuer für die Gier, daß den Verstand verschlingt.
Das ist gut zu wissen, aber sich immer wieder vor Augen zu führen, ist Gegenstand der Sbstinenz.
Wir haben ja so einer Liste, in der Wir wohl auch auf Null schalten können, und dann kann der alte Sisyphos seinen Stein wieder den Berg hoch rollen laasen.
Abstinenz ist eine Verpflichtung, und das Ziel derer ist es Ruhe im Herzen zu finden.

Ich wünsche Dir einen lockeren Neubeginn

liebe Grüße

Andreas
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

ZitatNun beginnt alles von vorne.

Was genau beginnt denn von vorne? Musst Du gleich - schon wieder - los, um das Murmeltier zu interviewen? Passe auf die Pfütze auf und lasse Dich nicht von alten Bekannten ansprechen, die wollen bloß Versicherungen verkaufen.

ZitatZumindest habe ich nun das Wissen, dass ich es schaffen kann spielfrei zu werden, da ich es bereits schon mal geschafft habe.

Ganz genau! Die Erfahrungen der spielfreien Zeit sind nicht weg! Das Leben geht weiter. Das Sammeln von Erfahrungen geht weiter. Du entwickelst Dich weiter!

Doch welche Erfahrungen hast Du bei den Rückfällen gemacht? Was haben sie aus Dir gemacht? Welche Schlüsse konntest Du daraus ziehen?

Stress kann durchaus Spielgedanken auslösen. Du hast aber doch schon schlechte Erfahrungen mit dem Glücksspiel gemacht. Wieso hast Du dann wieder das Glücksspiel gewählt und nicht etwa einen Waldspaziergang, um den Stress abzubauen?

Was aber hast Du eigentlich für Deine Genesung getan? Warst Du mal in einer SHG? Regelmäßig? Hast Du auch Deine Mutter wieder involviert?
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Hallo liebes Forum,

ich könnte euch wahrscheinlich denken, wieso ich schon wieder nicht mehr antwortete. Leider ist es nicht dabei geblieben.

Vor ein paar Wochen musste mein Auto zum Service. Die Rechnung hat mich irgendwie so getriggert, dass ich dachte ich die 3.000€ gewinnen, sodass der Service umsonst war. Na ja... wohl kaum. Jetzt ist mehr als das doppelte weg.

Seit 3 Jahren hatte ich nicht mehr so finanzielle Probleme wie aktuell. Nun habe ich mein Erspartes verzockt und fange wieder bei 0 an. Gestern war der letzte Aussetzer. 

Heute möchte ich wirklich wieder mit meiner Abstinzenz beginnen. Das Geld muss ich abschreiben. Betblocker ist installiert und Passwort geschützt durch meinen besten Freund. Er hilft mir, kann allerdings mit der Spielsucht nicht ganz so viel anfangen.

@Olli: danke, dass du dir erneut die Zeit genommen hattest, auch wenn sich nun alles im Kreise dreht. Meiner Mutter habe ich nichts davon gesagt, ich bin mittlerweile weggezogen und sehe sie (leider) nicht mehr so oft. Aufgrund der räumlichen Distanz kann sie sowieso nicht viel machen.

Heute habe ich mir vorgenommen zu arbeiten um den Suchtdruck entgegen zu wirken (und hoffentlich finanziell wieder auf die Beine zu kommen  :D)

Na ja, ich versuche nun meine alten Mechanismen zu aktivieren. Heute bleibe ich spielfrei.

Eine Frage habe ich noch. Ich bin die letzten Wochen davon ausgegangen einen Rückfall zu haben. Kann man davon überhaupt sprechen?

Einen schönen Samstag.

LG

Hi Raft!

Komme heute abend in die Samstagsgruppe. Lade Dir den kostenlosen Zoom-Client herunter und um 19 Uhr klickst Du einfach oben auf dieser Seite auf die Schaltfläche "Online"! Was hälst Du davon?

Weisst Du ... Schaue Dir mal die ersten beiden Deiner Sätze an. Was hat Dich abgehalten zu schreiben? OK, ja, Du hast weiter gespielt. Doch was hat das mit dem Schreiben hier zu tun? Hätten wir Dich vielleicht aufzuhalten versucht?  Oder war es die Scham, die Dich blockiert hat?
Nun, Scham ist etwas Gutes! Sie zeigt Dir und Deiner sozialen Gruppe, dass Du ganz genau weisst, wogegen Du verstoßen hast - Deine eigenen Werte!
Erst gestern habe auch ich sie verspürt ... aber wegen etwas Anderem. Da habe ich gegen meine eigenen Erwartungen verstoßen, weil ich etwas nicht gesehen habe. Dabei war es so ... deutlich ...
Es hat mir mal wieder gezeigt, dass ich nicht perfekt bin. Und die Reaktion meines Gegenübers war ein Entgegenkommen.

Vielleicht kannst Du Dir vorstellen, dass eine Gruppe Dir auch entgegenkommen kann? Wieso sollte sie Dich verurteilen?

Zur Frage: Na sicher war das ein Rückfall. Ist aber nicht egal, wie Du das alles formulierst? Die Frage ist ... ist der Rückfall nun vorbei? Bist Du bereit, heute abend schon, mal in den Spiegel zu schauen? Wir können dieser Spiegel für Dich sein. Stelle die Fragen, die Dich bewegen. Nehme davon das mit, was Du gebrauchen kannst.

Diskutiere nicht mit Dir ... komme in die Gruppe ... 19 Uhr ...
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Hallo Olli,

danke für deine Worte.

Vermutlich habe ich aus Scham nicht geschrieben. Ich wollte nicht wieder und wieder schreiben, dass ich doch nicht stark bleiben konnte. Es zerrt ungemein an mir, dass ich der Sucht verfalle. Grundsätzlich bin ich ein Mensch mit sehr starken Prinzipien und einem unbändigen Willen. Sobald ich mir etwas in den Kopf setze, kann mich nichts und niemand davon abhalten. Ich bin sehr zielstrebig. Allerdings trifft das bei der Sucht überhaupt nicht zu. Dort verliere ich jegliches Bewusstsein und Kontrolle. Ich denke, dabei entfliehe ich ein wenig vor mir selbst und auch den Anforderungen der andere an mich (wobei ich selbst recht hohe Anforderungen an mich selbst habe wahrscheinlich)

Ich kann es gar nicht beschreiben. Ich habe in der Hinsicht Angst vor mir selbst. Es darf nicht passieren, dass ich die Kontrolle dermaßen verliere und alle Prinzipien über Bord werfe. Zumal ich doch weiß, was zu tun ist. Es vermittelt mir das Gefühl des Versagens, damit komme ich nicht klar. Ich möchte die Kontrolle über mich selbst zurückgewinnen.

Heute Abend kann ich leider nicht, wobei es mir wirklich gut tun würde. Ich habe meine Freundin seit Monaten vernachlässigt. Nicht vorrangig wegen der Sucht, sondern der Arbeit. Einmal im Monat ist unser Kompromiss, sie auszuführen. Heute Abend ist der besagte Abend. Sie zu versetzen kann ich ihr nicht zumuten, da sie bereits heute Morgen strahlte, und meinte, sie freue sich so sehr.

Erinnere ich mich richtig, dass die Gruppe auch mittwochs stattfindet?

#26
Hi!

Nein, die Mittwochsgruppe existiert nicht mehr.

Du beschreibst hier unwahrscheinlich viel über Scham, was tatsächlich bei Glücksspielsüchtigen sehr oft vorkommt. Also gehe ich einmal davon aus, dass bei einer generellen Thematisierung in der Gruppe, Du Dich sehr oft in den anderen wiederfinden wirst.
Genau das nimmt Dir aber wieder die Scham.
Ein Beispiel: Du beschreibst die Anforderungen an Dich selbst. Du schämst Dich, weil Du sie nicht erfüllen kannst. Wie sähe es aber aus, wenn Du mit Deinem imaginären besten Freund einmal die Plätze tauschst und über diese Anforderungen sprichst. Er "überzieht" die ganze Zeit. Was würdest Du ihm sagen? Wie würdest Du Dich ihm gegenüber verhalten?

Jetzt bist Du aber doch eigentlich dieser Freund. Wirst Du Dir nun die gleichen Worte sagen wollen? Würdest Du mit Dir selbst liebevoll umgehen und Dir Mut zusprechen? Wieso klappt das nicht?

Dann gibst Du der Sucht einen immensen Wert. Der Gegenpol ist zwar da, z.B. beschreibst Du deinen starken Willen, Deine Durchsetzungskraft - doch Du ordnest sie der Sucht unter. (So lese ich zumindest gerade Deine Worte ... :) ) Die Sucht ist nur ein Teil von Dir - ich möchte sogar sagen, nur ein kleiner Teil von Dir. Mit Deinen Worten machst Du Dich vor Dir selbst aber runter und verharmlost damit Deine Kompetenzen! Der Fokus bleibt dabei auf der Degradierung Deines Selbstwertes. Und was fördert ein niedriger Selbstwert? Die Eigenkritik, zu hohe Erwartungen, die Scham ...

Die gute Nachricht: Du kannst das durchbrechen. Es dauert etwas, aber das wird schon ...
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Danke für die Anregungen Olli.

Dazu musste ich mir erstmal Gedanken machen. Das ist tatsächlich gar nicht so einfach.

Natürlich würde man den Freund versuchen aufzubauen, ihm Mut zusprechen. Ihm eine Hand reichen um gemeinsam das Problem anzugehen. Mir selbst die Hand zu reichen ist wohl etwas schwerer.

Ich weiß, dass das Überwinden der sucht Zeit benötigt. Jedoch habe ich Angst vor der Zeit.

Ich bin eigentlich jemand, der versucht Gefühle möglichst zu unterdrücken und es rein lösungsorientiert zu betrachten. Genau das funktioniert nun aber nicht. Das ist für mich unfassbar verwirrend. Ein wenig stelle ich meine gesamte Einstellung in Frage. Kann das sein? Ist das normal?

Außerdem gehe ich davon aus, dass ich ADHS habe. Mir fällt es unfassbar schwer die Konzentration zu halten. Als kleiner Jugendlicher war ich bereits bei einem Psychologen, da dies in der Schule aufgefallen war. Dabei kam eine ausgeprägte Auffassungsgabe zum Vorschein (die hat mir bisher natürlich meist geholfen), genauso aber eine äußerst schwache Konzentrationsfähigkeit. Ich bin schnell gelangweilt und schaffe es dann nicht konzentriert zu bleiben wie "normale". Kann das mit Glücksspiel zusammenhängen? Hier passiert jederzeit etwas, blingt und Tut.


#28
Schau mal , vielleicht ist das interessant für dich .

https://gluecksspielfrei.de/seminare/sucht-und-adhs

Beschäftige mich auch gerade mit dem Thema 😅
Zwei mal drei macht vier,
Widdewiddewitt und drei macht neune,
ich mach' mir die Welt,
Widdewidde wie sie mir gefällt 🎶

Hallo Isabell,

vielen Dank für die Info. Das schaue ich mir mal genauer an.

Wir danken dem AOK Bundesverband für die Finanzierung des technischen Updates dieses Forums