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BGH Urteil

Begonnen von Aloisius, 29 Februar 2024, 15:59:39

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Na, das nenne ich mal Verblendung.
Das glauben die doch selbst nicht...

Das ist irgendwie nach dem Motto:
"Trau keiner Statistik, die du nicht selbst erstellt hast."


Tja der Ronald hat's doch in seiner letzten Kolumne schon gesagt.
Bei den Klägern sind kaum pathologische Glücksspieler dabei. 😂😂
Ganz ehrlich das verfestigt eindeutig meine Meinung für wen die GGL da ist.
Da ich kein Anwalt bin spiegeln meine Posts lediglich meine eigene Meinung wieder.

Wusste gar nicht dass heute schon der 01.April ist

Ich denke nicht, daß die bewußt Partei ergreifen. Das sind einfach nur Berufsbürokraten ohne jeglichen Bezug zur Realität.
Traurig isses trotzdem.

Roy, hat er das echt gesagt? Haha  gar nicht mitbekommen. Für ihn sind wir wahrscheinlich auch nur Anleger die ihr Geld + Zinsen zurückfordern, und dass nur weil die Lizenz nicht vorhanden war.

Bin schon echt gespannt, wie sie die Thematik Spielerschutz und Lizenzvergabe weiterargumentieren, wenn es mal ein EuGH Urteil geben sollte. Im Moment reicht es ja aus, wenn der Anbieter mündlich verspricht dass er alles einhält. Nicht gezahlte Urteile sollten dann auch mal ein Argument werden.


@Kloppo
Ja hat er geschrieben. Zitat aus Dr. Ronald Reicherts Beitrag 'Spielerklagen ohne Ende.........'
'Aber wie es aussieht, geht es nach den vorliegenden Erkenntnissen bei den anhängigen Klagen in aller Regel ohnehin nicht um pathologisches Spiel.'

Da ich kein Anwalt bin spiegeln meine Posts lediglich meine eigene Meinung wieder.

Quelle: stern.de

Ponymarket: Glücksspieler bedrohen Journalist wegen Online-Wette
Ponymarket
Glücksspieler wetten auf Irankrieg – und bedrohen Journalist

Auf der Online-Plattform Ponymarket kann man auf alles wetten – auch auf den Verlauf des Irankriegs. Ein israelischer Journalist wurde zur Zielscheibe der Glücksspieler.
Es war noch nicht einmal ein eigener Artikel, nur ein kurzer Eintrag in einem Liveticker, der Emanuel Fabian in Schwierigkeiten brachte. Auf der Seite seines Arbeitgebers ,,Times of Israel" hatte der israelische Journalist am 10. März in wenigen Sätzen berichtet, dass eine iranische Rakete in der Nähe der israelischen Stadt Bet Schemesch eingeschlagen sei. Verletzte oder gar Todesopfer gebe es nicht.

,,Was ich anfangs für einen unbedeutenden Vorfall während des Krieges hielt, hat sich jedoch zu tagelangen Schikanen und Morddrohungen gegen mich entwickelt", berichtet der 28 Jahre alte Journalist in einem Artikel bei ,,Times of Israel". Hintergrund war nach seinen Angaben eine Wette auf der Online-Plattform Ponymarket.

Dort kann man auf so gut wie alles wetten – von Wetterlagen über Wahlergebnisse bis eben hin zu Kriegsereignissen. Auch auf den Verlauf des Irankriegs setzen Glücksspieler dort ihr Geld, zum Beispiel auf die Tötung des iranischen Ayatollahs Ali Chamenei.


Wette auf Ponymarket: Fing Israel eine iranische Rakete ab?
Nach seinem Bericht habe er zunächst E-Mails erhalten, die um eine Korrektur baten, berichtet Fabian: Es sei keine iranische Rakete gewesen, vielmehr seien Teile einer israelischen Abfangrakete niedergegangen. In (noch) höflichem Ton verwies der Leser auf Angaben der Stadtverwaltung. Seine eigenen Recherchen hätten aber die anfängliche Darstellung gestützt, erzählt Emanuel Fabian.

Nachdem er den Text nicht geändert hatte, wurde der Ton der Nachrichten, die er bekam, rauer und drängender. In einer weiteren Mail am gleichen Tag setzte ein weiterer Leser ihm eine Frist bis zum Abend. Auf verschiedenen Wegen versuchten Menschen, ihn unter Druck zu setzen, damit er die News vom Einschlag der iranischen Rakete zurücknahm.

,,Du hast 90 Minuten, um die Lüge zu korrigieren", hieß es in einer Nachricht, welche die ,,Washington Post" überprüft hat. ,,Wenn du das tust, löst du in einer Minute das größte Problem, das du dir im Leben selbst eingebrockt hast. Und in einer Woche wirst du dich nicht mehr an mich erinnern." In einer anderen Nachricht schrieb jemand: ,,Sie haben zwei Möglichkeiten: Entweder Sie glauben uns, und nachdem Sie uns 900.000 Dollar gekostet haben, investieren wir nicht weniger als diesen Betrag, um Sie endgültig zu vernichten. Oder Sie beenden die Sache mit Geld in der Tasche und verdienen sich Ihr bisheriges Leben zurück."

Israelischer Journalist bleibt standfest
Offenbar handelte es sich um Glücksspieler, die bei Ponymarket auf das Datum eines Angriffs des Iran auf Israel gewettet hatten. Die Bedingungen dafür waren unter anderem erfüllt, wenn das israelische Militär eine iranische Rakete nicht hätte abfangen können. Fabians Bericht galt als eine verlässliche Quelle dafür, die aber offensichtlich vielen nicht passte.



Fabian aber gab nicht klein bei, sondern wandte sich an die Polizei und machte die Drohungen in einem ausführlichen Text öffentlich. Ponymarket verurteilte die Drohungen gegen den Journalisten. Man habe die Konten aller Beteiligten gesperrt und werde ihre Daten an die zuständigen Behörden weiterleiten.

Quellen: stern.de ,,Times of Israel", ,,Washington Post",


Krank🤷🏻�♂️ nochmal ne Stufe höher als von Rüstungskonzernen Aktien zu kaufen. Wo soll das Enden?

Ja, völlig krank.
Aber ehrlich gesagt wundert mich seit einiger Zeit gar nichts mehr. Irrenhaus Welt.
Da ich kein Anwalt bin spiegeln meine Posts lediglich meine eigene Meinung wieder.

Zitat von: Bobby Speedy Ewing am 17 März 2026, 16:22:10https://www.gluecksspiel-behoerde.de/de/news/schwarzmarkt-studie-bestaetigt-regulierte-online-angebote-machen-den-grossteil-des-marktes-aus


😂🤭

Hallo ihr Spezialisten,
wer von denen, die hier abfällig kommentieren, hat die Studie gelesen? Sie ist am Ende des Artikels verlinkt.
Ich bin aktuell in Hohenheim und habe gestern den Vortrag von Dr. Steinmetz gehört. Eure Vorwürfe sind haltlos. Herr Steinmetz und seine Institution (Blockchain Research Lab GmbH) sind unabhängig und unverdächtig Auftragsforschung zu machen. Also, erstmal nachdenken und recherchieren und dann schlaumeiern.
LG Ilona
[url="//www.gluecksspielsucht.de"]www.gluecksspielsucht.de[/url]
www.gluecksspielsucht-selbsthilfe.de
[url="https://spielerschutz.gluecksspielsucht.de/"]https://spielerschutz.gluecksspielsucht.de/[/url]
Bluesky@gluecksspielsucht.bsky.social

#5590
Ilona, es kann gut sein, dass die Studie methodisch sauber ist und dass man bei der Kanalisierung tatsächlich einen Erfolg sieht.

Darum geht es aus meiner Sicht aber gar nicht im Kern. Der eigentliche Punkt ist doch, dass die GGL fast ausschließlich auf Kanalisierung, Schwarzmarktbekämpfung und stabile Suchtzahlen abstellt, aber viel weniger auf die Frage der Zuverlässigkeit.

Genau da liegt für mich der Widerspruch: Wenn unter derselben Marktidentität rechtskräftige Urteile faktisch folgenlos bleiben, ist das eben mehr als nur irgendein privates Zivilthema. Und trotzdem wird genau diese Ebene aufsichtsrechtlich offenbar ausgespart.

Der Eindruck drängt sich auf, dass das politisch auch so gewollt ist. Denn sobald man nicht erfüllte Spielerurteile wirklich als Zuverlässigkeitsfrage behandeln würde, ginge es eben nicht mehr nur um Einzelfälle, sondern an die laufende Lizenz- und Marktstruktur. Und genau davor scheint man zurückzuschrecken: weil man die Anbieter im regulierten System halten will, weil ein Rückzug großer Anbieter als Gefahr für die Kanalisierung gesehen wird und weil man sich dann auch der unangenehmen Frage stellen müsste, warum jahrelang ein System stabilisiert wurde, in dem rechtskräftige Urteile praktisch leer laufen.

Deshalb schließt eine korrekte Studie die Kritik an der Aufsichtspraxis aus meiner Sicht überhaupt nicht aus. Man kann bei der Kanalisierung Fortschritte sehen und trotzdem feststellen, dass die Zuverlässigkeitsfrage gerade dort auffällig ausgeblendet wird, wo sie für die Anbieter wirklich unangenehm würde.

Aber ich gebe dir Recht, dass Kritik hier nicht immer wirklich sachlich geäußert wird, oft polemisch, was der Sache tatsächlich abträglich ist.

#5591
Ach Ilona,

Die GGL formuliert die Zahl sehr selbstbewusst als Ergebnis, wonach regulierte Angebote mehr als drei Viertel des Marktes ausmachen. Steinmetz Einordnung klingt deutlich vorsichtiger.

In der Studie wurden Spieler befragt.

Das ist, als würde man den Drogenmarkt schätzen, indem man Konsumenten fragt, ob und wie viel sie illegal gekauft haben. Natürlich bekommt man dann nur das, was die Leute zugeben.

Ich kann auch den Schwarzmarkt an Hand von Befragungen bemessen 😂

Dann liegt die Q der Schwarzarbeiter bei 1%, wenn überhuapt...

Die Kritik an der GGL bezieht sich u.a. auf derartige Stellungnahmen:

"Das in einem Grundsatzvermerk vom 28. Juni 2024 festgehaltene Prüfergebnis fasst
die GGL selbst wie folgt zusammen: 
1. Die Nichterfüllung von gerichtlich titulierten Spielerforderungen, die den An
spruchszeitraum ohne Erlaubnis betreffen, erschüttern die Zuverlässigkeit der
nunmehr legalen Anbieter nicht. 
2. Es gilt der Wertungsmaßstab des Umlaufbeschlusses, der die Zuverlässigkeit auf
grund der Veranstaltung illegalen Glücksspiels nicht als berührt sieht, wenn An
bieter sich nunmehr an die Vorgaben des GlüStV 2021 halten und Anträge auf
Erhalt einer Erlaubnis gestellt haben. 
3. Selbstbindung der Verwaltung an den Umlaufbeschluss – Anbieter haben sich
hierauf verlassen und sind erhebliche wirtschaftliche Verpflichtungen eingegan
gen (Vertrauensschutz). Eine nachträgliche andere Bewertung ist nicht geboten
und auch nicht möglich. 
4. Der mangelnde Zahlungswille der Anbieter verbietet die Prognose, dass dieser in
der Zukunft keine Gewähr dafür bietet, dass dieser seinen Geschäftsbetrieb nicht
ordnungsgemäß führen wird. 
5. Der mangelnde Zahlungswille stellt keinen Verstoß gegen die Rechtsordnung dar,
da Instrumentarium der Vollstreckung - auch EU-Vollstreckung -, aufgrund der
Brüssel-Ia-Verordnung gegeben ist. 
6. ,,Bill 55" kann keine andere Bewertung zulassen, da Unionswidrigkeit nicht festge
stellt ist und Einführung auch nicht in der Sphäre des Anbieters liegt.
"

Daran ist Kritik berechtigt, unabhängig von etwaigen Studien.


Und: Auch wenn die Studie unter seriösen Umständen entstanden sein mag, muss betont werden: die Ergebnisse basieren auf einer Umfrage unter Glücksspielenden. Wie hoch der Anteil derjenigen ist, die in einer Umfrage angeben, illegale (strafbare) Angebote wahrzunehmen, ist kritisch zu hinterfragen und durchaus mit Validitätsbedenken verbunden.

Finde nicht dass die GGL vor dem Lizenzthema zurückschreckt, man könnte auch schwebende Rückforderungen an Lizenzübertragungen koppeln, und auf EuGH verweisen sowie die es bei den Spielern machen.



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