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BGH Urteil

Begonnen von Aloisius, 29 Februar 2024, 15:59:39

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#1590
Ohne Rücksicht auf Kenntnis sind es 10 Jahre. Dh, einen Verlust aus zB 08.14-08.16. kannst Du immernoch einklagen.

Das bedeutet, dass der Tag der Klageeinreichung für die Verjährung maßgeblich ist: gerechnet wird also ab Datum der Klageeinreichung minus 10 Jahre. Folglich verjähren Ansprüche, welche z.B. bis ins Jahr 2014 zurückreichen, täglich.

Was Zocker schreibt, ist so nicht mehr korrekt. Viele OLGs gehen von 10 Jahren aus.

Was meinst du mit ab Kenntniss? Ich habe jetzt zum Beispiel 2017 viel Geld verspielt, das heißt doch, dass ich bis 2027 Klage einreichen kann, oder?

Zitat von: Zocker am 25 Juli 2024, 15:18:20
Innerhalb der 3 Jahre ab Kenntnis muss man Klagen dann 10 Jahre zurück! Irgendwann wird ein Stichtag festgelegt!

Sobald du erfahren hast, dass es illegal war, hast du 3 Jahre Zeit um Klage einzureichen.

Sobald die Klage eingereicht wurde, kann man die Verluste von den letzten 10 Jahren zurückfordern.

Beispiel:
Du erfährst am 01.07.2021, dass es illegal war.
Dann hast du bis 31.12.2024 Zeit um Klage einzureichen.
Das geht immer bis zum Ende des Jahres.

Wenn deine Klage am 01.10.2024 eingereicht wird, dann kannst du Verluste bis zum 01.10.2014 zurückfordern.

Natürlich läuft alles weiter wie gehabt!
Die nehmen die Zinsen in Kauf um neue Klagen auszubremsen. Damit es für die PKF nicht aktraktiv Verfahren zu finanzieren!

Oh, Shit! Das wusste ich nicht. Naja was solls. Das meiste habe ich bei Curacao Anbietern verzockt und in Insolvenz gehe ich auch noch dieses Jahr.

Danke für die Antwort

Zitat von: Galileo am 25 Juli 2024, 16:04:23
Sobald du erfahren hast, dass es illegal war, hast du 3 Jahre Zeit um Klage einzureichen.

Sobald die Klage eingereicht wurde, kann man die Verluste von den letzten 10 Jahren zurückfordern.

Beispiel:
Du erfährst am 01.07.2021, dass es illegal war.
Dann hast du bis 31.12.2024 Zeit um Klage einzureichen.
Das geht immer bis zum Ende des Jahres.

Wenn deine Klage am 01.10.2024 eingereicht wird, dann kannst du Verluste bis zum 01.10.2014 zurückfordern.

Stimmt nicht mit den 3 Jahren.
Das ist eine Falschinformation 😀
Ja, wenn Du 2017 verloren hast, kannst Du das bis 2027 einklagen, allerdings gilt hier der Tag genau. Also nicht, wie bei der 3-jährigen, das Jahresende plus 3.

Macht auch Sinn...woher sollte sonst eine ,,Klagewelle" kommen, wenn es nur 3 Jahre wären. Dann wären fast alle Ansprüche schon verjährt.

Ich glaube, dass du recht hast. Ein PKF hat meinen Fall auch angenommen obwohl es sieben Jahre her ist und nach meiner Kenntnis der Illegalität hat der gar nicht gefragt. Dann wäre es doch sinnvoller zu warten, oder? Ich gehe jetzt eh erstmal drei Jahre in Insolvenz.

Zitat von: wluchten66 am 25 Juli 2024, 15:48:19
Ohne Rücksicht auf Kenntnis sind es 10 Jahre. Dh, einen Verlust aus zB 08.14-08.16. kannst Du immernoch einklagen.

Das bedeutet, dass der Tag der Klageeinreichung für die Verjährung maßgeblich ist: gerechnet wird also ab Datum der Klageeinreichung minus 10 Jahre. Folglich verjähren Ansprüche, welche z.B. bis ins Jahr 2014 zurückreichen, täglich.

Was Zocker schreibt, ist so nicht mehr korrekt. Viele OLGs gehen von 10 Jahren aus.

Wenn es ein PKF macht, eh wurscht...falls er weitermacht, dann mach.

Sonst kannst Du auch warten.

Hier ein Auszug von Staudt dazu:
Im Zivilrecht gibt es zwei Verjährungsfristen in die Vergangenheit: entweder 3 oder 10 Jahre. Eine 10-jährige Verjährungsfrist von Ansprüchen gilt in der Regel nur, wenn der Beklagte gegen ein Straf- oder Schutzgesetz verstoßen hat. Die Casino Anwälte haben mit Nachdruck darauf hingewirkt, dass die Gerichte die 3-jährige Verjährung annehmen - somit wären Rückforderungen kaum mehr möglich. Bislang haben alle OLG die 10-jährige Verjährung einfach angenommen, ohne sich näher zu diesem Umstand zu äußern. Dies hat vor den Landgerichten teilweise zu kontroverseren Entscheidungen geführt. Das OLG Düsseldorf hat die 10-jährige Verjährung nun erstmals explizit bestätigt. Von dieser Entscheidung werden alle Online Casino und Sportwetten Verfahren profitieren.

Mein LG hat auch die 10-jährige bestätigt.

Der erste PKF nimmt ab sofort keine weiteren Klagen mehr im Bereich Casino und Sportwetten an.

Hab die Information vom Anwalt erhalten.

10 Jahre Verjährung gibt bereits 2 OLG Urteile dazu.

Sn einigen LGs wurden allerdings auch nur die 3 Jahre bestätigt.


Ich hätte mein ersten LG Urteil nächste Woche bekommen, nach fast 2 Jahren =)

Weist auch wer bzw willst es nicht nennen ? Aber das wird Bezug mwhr werden und ggf kurz vor EuGH Entscheid oder danach dann vielleicht wieder losgehen

Zitat von: Psicho am 25 Juli 2024, 16:21:59
Oh, Shit! Das wusste ich nicht. Naja was solls. Das meiste habe ich bei Curacao Anbietern verzockt und in Insolvenz gehe ich auch noch dieses Jahr.


Hast du deinem PKF damals gesagt, dass du in Privatinsolvenz gehen willst ?
Ich denke nicht, dass der dich weiter finanziert. Denn er bekommt ja dann auch nur einen Bruchteil von Insolvenzverwalter.
Aber vllt irre ich mich 🤷🏻‍♂️

Ich wurde damals gefragt, ob ich ein Insolvenzverfahren habe, bzw. vor habe in Insolvenz zu gehen.

Zitat von: Galileo am 25 Juli 2024, 16:46:23
Zitat von: Psicho am 25 Juli 2024, 16:21:59
Oh, Shit! Das wusste ich nicht. Naja was solls. Das meiste habe ich bei Curacao Anbietern verzockt und in Insolvenz gehe ich auch noch dieses Jahr.


Hast du deinem PKF damals gesagt, dass du in Privatinsolvenz gehen willst ?
Ich denke nicht, dass der dich weiter finanziert. Denn er bekommt ja dann auch nur einen Bruchteil von Insolvenzverwalter.
Aber vllt irre ich mich 🤷🏻‍♂️

Ich wurde damals gefragt, ob ich ein Insolvenzverfahren habe, bzw. vor habe in Insolvenz zu gehen.

Nein, das habe ich nicht und der hat auch nicht gefragt. Ich weiß auch nicht, wie das dann abläuft. Vielleicht sollte ich die ganze Scheiße ad acta legen, in Insolvenz gehen und bei 0 anfangen. Das alles raubt doch einfach nur zusätzlich Kraft.

Nochmal zur Verjährung. Ich weiß von der Illegalität seit Mitte 2022, auch dank diesem Forum.

Habe gestern mein zweites OLG-Urteil bekommen, das erste über ca. 14000,- Euro, das jetzt über 24000,- Euro.

Gegen das erste ist keine weitere Berufung möglich, gegen das zweite wohl doch, weil der Betrag so hoch ist, richtig?
Also wären die vom zweiten Urteil ja blöd, würden die nicht weiter dagegen vorgehen, weil der BGH heute so entschieden hat.

Was für mich interessant ist, ist das jetzt mit der Verjährung bei mir, da ich schon geklagt habe, kann ich ja nicht sagen, dass ich es erst seit 2024 weiß,
da die beim Amtsgericht ja auch nicht dumm sind und meinen Namen schon kennen. Mit Ehrlichkeit kann ich dann nur bis 2025 dagegen vorgehen, wenn ich zuletzt Mai 2022
gespielt habe.
Also muß ich bis Ende nächsten Jahres klagen, oder schon vorher, wegen der 3Jahres-Frist. Oder steh ich komplett auf dem Schlauch?

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