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BGH Urteil

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Re: BGH Urteil
« Antwort #5131 am: 20 Januar 2026, 08:05:13 »
Gebe auf die Artikel wenig, werden seit Jahren veröffentlicht. Solche Urteile bringen nichts, wenn in den Gerichtssälen Leute sitzen die keine Ahnung haben und jedes kleine Detail der Gegenseite aufgreifen um den Kläger vor Gericht zu verunsichern.
Legitimation
Gerichtsstand
Kenntnis der Illegalität usw. Alles Punkte die nach und nach keine Rolle spielen vor Gericht aber regelmäßig ins kleine Detail debattiert werden. Danach stellt sich raus es ist nicht entscheidend, trotzdem passiert nichts. Es hilft nur ein drohender Lizenzentzug NUR dann bewegt sich etwas.

Re: BGH Urteil
« Antwort #5132 am: 20 Januar 2026, 11:43:17 »
Das sehe ich anders. Auch wenn heute der durchschnittliche Richter am Landgericht vielleicht nicht tief in der Thematik drin ist. Sobald der EuGH ein Urteil gefällt hat, orientiert sich auch der durchschnittliche Richter am Landgericht daran.


Re: BGH Urteil
« Antwort #5133 am: 20 Januar 2026, 16:40:29 »
Die Sache mit dem im Ausland gespielt sollte somit kein Problem in Klagen mehr sein.

Re: BGH Urteil
« Antwort #5134 am: 20 Januar 2026, 17:34:09 »
Die Sache mit dem im Ausland gespielt sollte somit kein Problem in Klagen mehr sein.

Dann kommt morgen ein anderer fiktiver Einwand mit dem man sich ein Jahr beschäftigt. Das mein ich

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Offline Fury

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Re: BGH Urteil
« Antwort #5135 am: 20 Januar 2026, 18:08:01 »
Ja...die wissen wie man den ganzen Apparat überlastet und lähmt ::) (persönliche Meinung)

Und auf der anderen Seite die - in meine Augen - komischen Regelungen der GGL usw. (beispielsweise, dass die Schufa-G-Abfrage die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Spielers hinreichend abbildet).  ???
« Letzte Änderung: 20 Januar 2026, 18:17:20 von Fury »

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Offline Fury

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Re: BGH Urteil
« Antwort #5136 am: 20 Januar 2026, 18:39:22 »
Was sich mir nicht erschließt ist bspw. folgendes:
Man registriert sich bei einem Anbieter und dieser prüft durch eine Schufa-G-Abfrage die "wirtschaftliche Leistungsfähigkeit" des Spielers/Kunden und daraus resultiert eine Limiterhöhung (Einzahlungen bis 10000 Euro/monatlich im Lugas-System (Anbieterübergreifend)) - ohne das der Anbieter je irgendwelche Angaben oder Nachweise verlangt hat (ok, scheinbar schien das ja laut mehreren Gerichtsurteilen tatsächlich nicht ausreichend gewesen zu sein).
Nun wechselt man den Anbieter und dieser übernimmt die Daten und damit das Einzahlungslimit aus dem Lugas-System für die Zukunft - ohne das durch ihn eine weitere Prüfung erfolgt...
Würde man ggf. nun den ersten Anbieter verklagen (Schadenersatz), obwohl man vorwiegend bei dem zweiten Anbieter Verluste erlitten hat?

Und um es noch interessanter zu machen: In meinem Fall hat ein Anbieter zuvor (im Jahre 2024) Unterlagen und Nachweise (u. a. Gehaltsnachweise) von mir verlangt und (mir) ein "Verlustlimit" auferlegt/festgelegt (etwas unter den 1000,- Euro Einzahlungslimit).
Die spannende Frage war nun für mich, ob hier nicht auch eine Meldung an das Anbieterübergreifende Lugas-System hätte erfolgen müssen (was nicht passiert ist)?!
Auch hier werden dies wohl Anwälte und Richter klären müssen...

Re: BGH Urteil
« Antwort #5137 am: 20 Januar 2026, 20:59:02 »
Wenn es etwas zu kritisieren gibt ist es die lange Verfahrensdauer der Grundsatzentscheidungen.
Das Casino Urteil ist seit dem Statement des GA
über 4 Monate ausstehend und kein Termin in Sicht. Dabei ist dieses bei weitem nicht so schwierig im Detail zu bewerten wie die Sportwetten. Wer weiß wie lange das dann dauert. Und das im Bewusstsein dass die netten Anbieter sich Stückchen weiße vom Acker machen. Mag gar nicht tiefer darauf eingehen.

Was die Limitklagen angeht bin ich bei vielen irritiert. Über die Casinos schimpfen und in anderen weiterspielen?
Hier sollte jeder sein eigener Richter sein und das Urteil kann nur lauten kein Cent mehr an diese Konstrukte. Sie sind alle gleich!
Da ich kein Anwalt bin spiegeln meine Posts lediglich meine eigene Meinung wieder.

Re: BGH Urteil
« Antwort #5138 am: 20 Januar 2026, 22:56:59 »
Am Ende des Tages sind wir machtlos, wir können nur an uns arbeiten. Für viele war es halt ein Strohalm mit dem man direkt neu starten hätte können.
Das was Roy geschrieben hat, habe ich mir auch gedacht. Das Casino Urteil ist immer noch nicht da, nicht mal ein Termin. Daher werden wir wahrscheinlich erst 2027 ein EUGH Urteil für die Sportwetten haben, und danach müssen alle erstmal alle Aussetzungen neu verhandelt werden, und ob bis dahin noch Geld da ist, ist eine andere Frage....es macht einfach kein Sinn sich jeden Tag mit neuen kleinen Urteilen zu beschäftigen oder mit irgendeiner Seite von Anwälten, in der die tolle GGL (sollen ja nur positiv schreiben) auf irgendwas aufmerksam gemacht wird. Wir können nichts ankurbeln, sondern machen uns nur unnötig verrückt. Auch ich habe es gemacht, wir sollten uns alle noch mehr um uns selber kümmern, sodass wir spielfrei werden oder bleiben. :)

Re: BGH Urteil
« Antwort #5139 am: 21 Januar 2026, 09:31:59 »
Ich rechne mit Urteilen des EuGH noch in diesem Jahr. Schlussanträge des Generalanwalts gibt es bereits in gut zwei Wochen. Bis zu einem Urteil dauert es keine weiteren 12 Monate.


Re: BGH Urteil
« Antwort #5140 am: 21 Januar 2026, 10:04:26 »
Mein Anwalt rechnet mit dem Casino Urteil im September und das Sportwetten Urteil zwischen dem 1Q 2027. Die Aussetzung aufzuheben hat mein LG leider abgelehnt.

Re: BGH Urteil
« Antwort #5141 am: 21 Januar 2026, 10:44:11 »
Link wegen schädlicher Seite entfernt - Wegen wiederholtem Einstellen von schädlichen Seiten verhänge ich errneut eine einwöchige Sperre
Olli


Ein positives Signal ist, dass der EuGH-Generalanwalt Nicholas Emiliou bereits angeregt hat, dass europäische Gerichte Sperrverfahren einleiten könnten, um die Konten maltesischer Glücksspielanbieter einzufrieren, wenn sie sich weigern, rechtskräftige Schadensersatzzahlungen zu leisten. Dadurch könnte ein erheblicher Druck auf maltesische Unternehmen entstehen.

Hat über den Absatz oben schon mal jemand was gehört?
« Letzte Änderung: 21 Januar 2026, 13:26:18 von Olli »

Re: BGH Urteil
« Antwort #5142 am: 21 Januar 2026, 11:25:30 »
Das Urteil für C440/23 wird doch jetzt im ersten Quartal 26 erwartet

Re: BGH Urteil
« Antwort #5143 am: 21 Januar 2026, 13:06:40 »
Das Berufungsverfahren in Malta war durch Advofin finanziert wird ist nun zum 4 mal verschoben wurden. Nun soll die Verhandlung im Mai stattfinden ! Unfassbar.

Re: BGH Urteil
« Antwort #5144 am: 21 Januar 2026, 13:10:08 »
Sehr geehrter Herr xxxx,

die Gerichte sind nicht dazu verpflichtet wegen des EuGH-Verfahrens auszusetzen und somit tun dies auch nicht alle. Außerdem sind auch nicht alle Konstellationen dieser Verfahren dieselben. Demnach ist der Grund für diese Aussetzung nicht zwangsläufig gegeben.

Der Aussetzungsbeschluss besteht in Ihrem Verfahren weiterhin und Ihr Verfahren ist vorerst pausiert. Es muss weiterhin abgewartet werden, bis der Europäische Gerichtshof eine Entscheidung über die Vorlagefragen eines ähnlichen Verfahrens trifft.

Das Datum des Schlussantrags wurde vom September auf den 11. Dezember 2025 und nun erneut in den Februar 2026 verschoben. Mit einer Entscheidung ist somit mittlerweile erst im Frühjahr zu rechnen.

Sobald eine Entscheidung getroffen wurde und das Landgericht Stuttgart Ihr Verfahren weiterführt, werden wir Sie darüber informieren. Bis dahin ist der Verfahrensstand unverändert.


Von welchem Schlussantrag spricht mein Anwalt da? Ich dachte schlussanträge bzgl casino sind bereits erfolgt?

 

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