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BGH Urteil

Begonnen von Aloisius, 29 Februar 2024, 15:59:39

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#5205
Zitat von: Looser20 am 31 Januar 2026, 19:05:14
Zitat von: Eddy am 31 Januar 2026, 18:23:22
Es wird wahrscheinlich eh weniger bis gar nicht mehr geklagt werden, da schlicht die Transaktionslisten nicht mehr rausgegeben werden...Dazu kommen die ganzen Nachrichten bezüglich Kahn, was die meisten abschrecken wird. Was ziemlich sicher deren Taktik ist.

Ist das tatsächlich so, dass sie keine Listen mehr rausgeben? Der Rote soll ja vorab Zahlungen angeboten haben...Das sie erstmal wieder Geld reinholen müssen vom Tagesgeschäft klingt logisch...

Es meinte mal jemand hier seit 23/24. Zumindest kann ich mir nicht vorstellen, dass die die Listen einfach so rausgeben als wäre nichts. Und wenn dann verpixelt und oder unvollständig..

Termin wieder verschoben? Muss der Generalanwalt noch schön Urlaub machen? Auf Malta sieht es ja zurzeit echt schön aus.

Das wird nichts mehr. Urteil 2027 ist damit wirklich eingetreten wie von meinem Anwalt prognostiziert. Das ist erbärmlich und unter aller Sau, wie permanent verschoben wird, ohne triftigen Grund, nur damit die Anbieter noch mehr Zeit haben um sich auch den letzten Rest zu sichern.


Ich tippe mal auf Mai/Juni. 6 Monate darauf eventuell ein Urteil. Die OC's benötigen halt noch Zeit.
Da ich kein Anwalt bin spiegeln meine Posts lediglich meine eigene Meinung wieder.

Kann mir nicht vorstellen,  dass die sich wieder die Blöße geben und "nur " 3 Monate verschieben. Gibt ja auch noch Urlaub und die vielen Überstunden müssen abgebaut werden. Ach ja vermutlich muss man den Anbietern ja auch noch etwas Zeit geben.
Hoffe die geben mal ein endgültigen Termin, ich rechne mit Oktober.

Damit wird mein LG Termin Ende Februar bestimmt wieder zum 7ten mal verschoben oder auch ausgesetzt. Das ist so ein Trauerspiel. Müssen die im EuGH auch Begründungen liefern? Ich versteh das alles einfach nicht mehr.

Was hat das mit Blöße zutun? Denke mal das die ein Rytmus haben Termine immer für 2 Monate zu vergeben. Max. Mitte April.
Wie gesagt im Grunde genommen ändert sich nicht viel. Nachdem LG würden sie sowieso in Berufung gehen.

Ruhig bleiben und halt nochmal 2 Monaten warten!

Natürlich würde das amateurhaft wirken wenn man unbegründet alle 2-3 Monate den Termin verschiebt, wenn es nicht machbar ist.

Und natürlich ändert sich etwas, wenn es immer weiter verschiebt wird. Aber wenn man das immer noch erklären muss, dann weiß ich auch nicht weiter. Vor allem wenn dann eigene Prozesse schlussendlich auch ausgesetzt werden, dann liegen die auch ganz am Ende wenn die Prozesse aufgenommen werden.

#5212
Was ändert sich den unabhängig vom EuGH Urteil unmittelbar auf jedes einzelne Verfahren? Das die Rechtslage klar sollte jetzt klar sein.

Man muss sich das im Insgesamt anschauen nicht nur auf sein Verfahren!

Warum wollte der Rote unbedingt das es zum EuGH geht? Damit alles ,,eingefroren" wird.
Die Dividenten Auszahlung bekannt wird. Verfahren fast gleich bleiben. Wenn Verfahren ausgesetzt sind müssen die auch nicht in Berufung gehen und keine zusätzlichen Kosten ausgeben. Die Anzahl der Klagen wird irgendwann gleich bleiben. Die PKF zahlen nicht mehr, weil es zulange dauert.

Warum sollte ein Hefer sich äußern wenn Termine sich verschieben können. Er sagt de EuGH muss es klären.

Somit haben die mehr Zeit das Geld für die Auszahlungen zu erwirtschaften!

"Erwirtschaften."

Ohne Worte ..

Zitat von: TAL am 01 Februar 2026, 01:45:13
"Erwirtschaften."

Ohne Worte ..
Echt so.... 🤦
Da ich kein Anwalt bin spiegeln meine Posts lediglich meine eigene Meinung wieder.

Ach Positve..äh ich meine Loser. Du liest hier seit Jahren mit aber scheinst es irgendwie nicht begreifen zu wollen, was andere schreiben und meinen.

Dass du wirklich denkst, dass sich mit den Verschiebungen nichts ändert und alles locker ist, ist echt lustig.

Erwirtschaften? Es geht immer noch darum keine Zahlungen mehr zu tätigen. Da gibt es Bill55, die GGL und jetzt die EuGH die da anscheinend auch mithelfen.

👍he's back😁
Da ich kein Anwalt bin spiegeln meine Posts lediglich meine eigene Meinung wieder.

Aus dem Bild-Bericht:

Für Chris P. klang das Urteil wie eine Erlösung. 160.000 Euro hatte der selbstständige Unternehmer bei Sportwetten verloren. Der Bundesgerichtshof (BGH) stellte klar: Sportwetten waren in Deutschland über Jahre illegal. Doch bis heute hat Chris keinen Cent gesehen.

,,Aktuell wird zu wenig Druck auf die Sportwetten-Anbieter ausgeübt", sagt er zu BILD. Sein Fall ist kein Einzelfall – sondern steht exemplarisch für Tausende Spieler, die zwar Urteile gewinnen, ihr Geld aber trotzdem nicht zurückbekommen.
Es fing aus Langeweile an
Chris begann 2015 zu wetten. Ohne Plan, ohne Suchtgedanken. ,,Ich hab abends mit Freunden die Dart-WM geguckt und dann spontan Wetten platziert", erinnert er sich. Fußball, Eishockey, Tennis – später alles, was irgendwo auf der Welt lief. ,,Wenn die Saison vorbei war, hab ich auch auf Baseball in Südkorea oder Basketball in China getippt." Heute sagt er: ,,Hätte ich damals gewusst, dass die Wetten illegal waren, hätte ich niemals gespielt."
Das Landgericht gab ihm im vergangenen Jahr recht. Doch der Wettanbieter zahlte nicht, sondern legte Berufung ein. Das Oberlandesgericht setzte das Verfahren aus – weil es auf eine Grundsatzentscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) wartet.

Rund 250.000 Euro verspielt
Auch Robert Schmidt (Name geändert) kennt dieses Gefühl. Der Beamte setzte fast acht Jahre lang auf Fußballwetten. Anfang 2023 reichte er Klage ein. ,,Ich klage um 80.000 Euro. Tatsächlich habe ich aber mehr als 250.000 Euro verspielt", sagt er zu BILD. Der Grund: Viele Wetten wurden bar in Wettshops eingezahlt – juristisch kaum nachweisbar.

Zunächst bekam Schmidt vor dem Oberlandesgericht recht. Doch auch in seinem Fall legte der Anbieter Widerspruch ein. Wieder Stillstand. ,,Es war meine Entscheidung zu spielen", sagt Schmidt offen. ,,Aber im Nachgang wurde bekannt, dass es bei den Anbietern Lizenzverstöße gab. Es war rechtlich nicht sauber, was sie getan haben. Deshalb müssen sie sich jetzt vor Gericht verantworten – wie jeder Mensch, jede andere Firma."

Trotz Urteil kein Geld

Der Münchner Wirtschaftsjurist Igor Vasiljevic vertritt mit seiner Kanzlei Staudt.Law Spieler wie Chris und Robert. Er erhebt schwere Vorwürfe. Zahlreiche Online-Casinos und Wettanbieter seien bis heute ohne gültige deutsche Lizenz aktiv. ,,Das betrifft nicht nur kleine, unbekannte Plattformen", sagt Vasiljevic zu BILD. ,,Auch international bekannte Anbieter sind weiterhin illegal aktiv."

Besonders bitter: Viele Anbieter ignorieren laut Vasiljevic rechtskräftige deutsche Gerichtsurteile. ,,Das ist für Betroffene schwer nachvollziehbar", sagt er. ,,Sie gewinnen ein Verfahren, aber am Ende passiert: nichts."

Viele Wett- und Glücksspielkonzerne sitzen im Ausland, etwa in Malta. In Deutschland gibt es oft keine pfändbaren Vermögenswerte. Wer sein Geld will, muss im Ausland vollstrecken – teuer, kompliziert, langwierig.
Vasiljevic äußert den Verdacht einer gezielten Strategie. ,,Einige Casinos und Wettanbieter haben ihre Firmen so umstrukturiert oder planen eine Umstrukturierung, um nicht mehr zahlungsfähig zu sein." Parallel würden neue Gesellschaften gegründet, die später deutsche Lizenzen erhielten. Genannt werden u. a. Jahreszahl, Wunder... und LeoV.... . Auf BILD-Anfrage äußerten sich die Unternehmen nicht.

Graubereich statt Klarheit
Welche Anbieter legal sind, zeigt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder  (GGL). Doch viele Plattformen fehlen dort bis heute.

Glücksspielrechtsexperte Prof. Dr. Stefan Korte erklärt: ,,Dieser rechtliche Übergang war politisch teilweise gewollt." Sportwetten hätten ab 2012 reguliert werden sollen, die gescheiterte Lizenzvergabe habe jedoch einen Graubereich geschaffen. Das sei anders zu bewerten als klar illegale Angebote nicht zugelassener Online-Casinos.

Die GGL weist Vorwürfe zurück, dass illegales Glücksspiel nachträglich folgenlos legalisiert würde. Auf BILD-Anfrage erklärt eine Sprecherin: ,,Illegale Anbieter erhalten mangels Zuverlässigkeit keine Veranstaltererlaubnis." Zugleich macht die Behörde deutlich: ,,Die Durchsetzung zivilrechtlicher Rückzahlungsansprüche und die Vollstreckung entsprechender Urteile fallen hingegen nicht in den Zuständigkeitsbereich der GGL."

Spieler bleiben allein
Genau das ist für viele Betroffene das Problem. ,,Wenn rechtskräftige Urteile faktisch folgenlos bleiben, ist das ein Problem für den Rechtsstaat", sagt Anwalt Vasiljevic.
Prof. Korte widerspricht jedoch dem Vorwurf einer rechtlichen Leerstelle: ,,Behörden scheren sich nicht um die Durchsetzung individueller zivilrechtlicher Ansprüche übervorteilter Spieler, sondern agieren gemeinwohlverpflichtet."
Hoffnung aus Luxemburg
Nun richtet sich der Blick nach Luxemburg. Beim EuGH liegen mehrere Verfahren – unter anderem zur maltesischen Regelung ,,Bill 55", mit der Anbieter ausländische Urteile blockieren können. Am 5. Februar wird der Schlussantrag des Generalanwalts erwartet.

Sollte der EuGH diese Blockade kippen, könnten Spieler wie Chris P. und Robert Schmidt ihre Ansprüche endlich EU-weit durchsetzen.
Für viele wäre es die letzte Chance, ihr verlorenes Geld doch noch zurückzubekommen.

... und für so einen Bericht muss man dann auch noch Geld zahlen  ::)

Die GGL Verantwortliche hätte noch sowas anmerken können: Die Spieler müssen einfach locker bleiben. Das Geld muss erst noch erwirtschaften werden, damit deutsche Urteile auch gefolgt werden können.

Wenigstens erhält man die mediale Unterstützung, auch wenn es am Ende nicht viel helfen wird. Nach 2 Wochen ist alles vergessen. :/

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