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BGH Urteil

Begonnen von Aloisius, 29 Februar 2024, 15:59:39

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Definitiv sollen die Anbieter nicht mit der Prävention und Suchtbehandlung vermischt werden. Schaut doch mal wie gut deren Spielerschutz auf den eigenen Plattformen funktioniert, das sagt alles.

Dann soll der Staat lieber auf jeden Einsatz nochmal 1% oder mehr Steuern erheben, die dann ohne Vorgaben an entsprechende Einrichtungen gehen. Aber niemals eine direkte Verbindung vom Anbieter der "Substanz" zum Konsumenten. Sonst können wir gleich Infomaterial für Selbsthilfegruppe, Schulen und co. drucken auf denen die Logos der Unternehmen sind mit netten Slogans. 👍🏻

#6106
Genau das. Keine direkte Verbindung. Keine direkten 'Verpflichtungen', die sich dann individuell 'auslegen'oder gar 'nutzen' lassen.

Damit nicht der Geldgeber entscheidet, was er 'unterstützt', sondern der Träger auch weiterhin selbst.

Wer genau hat das überhaupt gefordert? Ist doch logisch dass man die Prävention nicht in den Händen vom Anbieter legen möchte. Wie kommt es zu dieser Diskussion?

Es gibt aber eben die GGL und da hat man sich -vor allem als (ehemaliger Spieler) - was anderes sinnvolles gewünscht.
Die Zeit wird es richten, vor allem wenn es auch gute Kanzleien gibt wie Lenne, die was bewirken möchten.

#6108
Ja, das Thema GGL dürfte wohl unstrittig sein.

Beim Thema Prävention bezog ich mich auf den Kommentar von Ilona auf der vorherigen Seite - wie sich eigentlich unschwer an meinem Zitat erkennen läßt.
Aber kein Problem. Ich helfe immer gern.


#6109
Seh immer noch niemanden der es gefordert hat.
Bei einer besseren Verteilung, vor allem, mehr für die Prävention freizugeben, kann man nur zustimmen.

Wie oft bist eigentlich noch raus? Hat ja echt Positive Charakter.

#6110
Sorry, aber was du siehst und was nicht, kann ich jetzt auch nicht beeinflussen.

Derartige Forderungen liest man öfters mal. Ist ja prinzipiell auch erstmal eine gute Idee, bis man sie 'weiterdenkt'.

Der Rest deines Beitrags ist mal ein ziemlich 'schwammiges Rauswinden'.
Was soll besser 'verteilt' werden?
Und von wem?



-edit-
Wer ist raus?
Freitagessen? Das ist Rainer...





Davon mal abgesehen...
Muß man eigentlich auf Biegen und Brechen gegen jeden einzelnen Beitrag gegenangiften, nur weil er von jemandem stammt, der eurer Interpretation nach die 'falschen Ansichten' hat?

Das ist echt anstrengend. Da sollte man sich dann auch nicht über seitenlange Diskussionen beschweren.

Tal jetzt haste mal was halbwegs lesbar, vernünftiges geschrieben.
Wie wir aber alle Wissen haben die EU-Urteile großen Charakter  und da seh ich die wirklich einzigste Hoffnung für den Spielerschutz in Deutschland, dafür müsste es aber bei weitem mehr Klagen geben die vor dem Eugh. landen, auch bezgl. der GGL.
Das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 Euro für Online-Glücksspiele in Deutschland existiert, und EU-Recht bzw. entsprechende Urteile haben dessen Umsetzung und Gültigkeit maßgeblich beeinflusst.
MM. wird es noch lange dauern bis wir einen gescheiten Spielerschutz haben werden.

ZitatMM. wird es noch lange dauern bis wir einen gescheiten Spielerschutz haben werden.

@ Polynx;

Wie sieht denn 'gescheiter' Spielerschutz für Dich aus? Beispiiel(e)?
Bevor Du Postings zensierst, würde DAS wohl nicht nur mich interessieren.
--Meist ist Geist geil--

#6114
@Polynx absolute Zustimmung. Man hat auf jeden Fall gute Ansätze, aber man lernt ja noch dazu. Und hoffentlich die GGL auch irgendwann. ;)

Ich lasse jetzt mal die Zeit vor 2021 raus da dies hoffentlich bald geklärt ist.

Der neue Vertrag hat meiner Meinung nach zu viele Einflüsse der OC's.
Ein tausend Euro Limit monatlich ist völlig krass überzogen. Ich kenne viele Leute bei denen das fast die Hälfte des Gehalts ausmachen würde. Zudem habe ich letztens einen Bericht gelesen dass viele Menschen mit Migrationshintergrund extrem gefährdet sind. Aus den verschiedensten Gründen, u.a. wegen Geldnot.

Dann Stelle ich mir so einen Austausch Behörde mit OC folgendermaßen vor:
Grüß dich XYZ, wir bekommen immer mehr Druck von der Öffentlichkeit dass wir etwas tun sollen wegen Verfehlungen.
Wir sind euch mit dem Limit etc schon sehr entgegen gekommen, haltet euch doch bitte so gut wie es geht an die Regeln.
XYZ: Uhr müsst das regeln, der Staat nimmt ja durch uns genügend Geld ein welches ihr ja gerne nehmt. Usw und so fort...

Runter mit dem Limit, genau aufpassen und gibt es Verstöße oder gar gewonnene Klagen aus der Neuzeit 7-stellige Strafen und im Wiederholungsfall keine neue Lizenz.

Da ich kein Anwalt bin spiegeln meine Posts lediglich meine eigene Meinung wieder.

Roy, ich denke das wird in Zukunft noch angepasst, da der öffentliche Druck auf die Glücksspielindustrie immens am wachsen ist. Vor allem wenn ich das mit 2021 vergleichen.

Finde es ist gar nicht so schlecht sich erstmal auf die schwarzen Schaafe zu konzentrieren und diese erstmal weg vom Markt zu bekommen so gut es geht. Und sich danach die bestehenden Probleme wie Höhe des Limits etc. anzuschauen und ggf anzupassen. 

Kann halt nur nicht nachvollziehen wie man bei einer Lizenzvergabe diese Gesellschaftsschiebungen sowie Ignorieren der Urteile/,Rückforderungen außer Acht lässt.

Dass sich der Staat irgendwo erpressen lässt wegen den Steuereinnahmen, glaube ich nicht.

#6117
@Rubbel

Wenn ich dazu etwas schreibe gibt es nur wilde Diskussionen.
Nur für Rubbel
Wer Sportwetten oder ähnl. spielen will, sollte sein Limit zuerst anhand eines Gehaltsnachweises bei Lugas oder dem Anbieter freischalten müssen.
Das Lugas Limit sollte deutlich gestaffelt und reduziert werden, zb bei 2k Netto max. 300 Euro Lugas usw.
Ansonsten sehe ich es ähnlich wie Olli wie bereits erwähnt hat.
Wenn ein zb. spielsüchtiger Bürgergeldempfänger ein mögliches 1000 Euro Lugas Limit hat ist das unverhältnismäßig und wir weit weg von Spielerschutz.

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder ist ein Paradebeispiel dafür, wie man Regulierung maximal elegant in die Praxis überführt – zumindest theoretisch.

Fangen wir mit den Whitelist- und Lizenzprozessen an: Ein System, so klar strukturiert, dass Anbieter praktisch intuitiv verstehen, welche Anforderungen gelten. Also nach der dritten Nachreichung, zwei Rückfragen und einem dezenten Nervenzusammenbruch. Aber hey – wer braucht schon Planbarkeit, wenn er Charakterbildung haben kann?

Dann die Werberichtlinien: herrlich präzise formuliert. Glücksspiel darf beworben werden – aber bitte nicht zu auffällig, nicht zu attraktiv, nicht zu häufig und am besten auch nicht so, dass es jemand wahrnimmt. Ein bisschen wie ein Konzert, bei dem die Musik bitte nur sehr leise im Hintergrund läuft, damit sich niemand gestört fühlt.

Besonders beeindruckend ist das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Monat. Ein genial einfaches Konzept: zentral geregelt, technisch umgesetzt über ein länderübergreifendes System, das natürlich jederzeit reibungslos funktioniert und niemals zu Verzögerungen oder Verwirrung führt. Spieler lieben schließlich nichts mehr als spontane Systemabfragen beim Einloggen.

Und dann das OASIS-Sperrsystem – ein echtes Meisterwerk. Einmal gesperrt, überall gesperrt. Außer natürlich, man landet auf Seiten, die sich ohnehin nicht für deutsche Regulierung interessieren. Aber das ist ja auch gar nicht der Punkt. Der Punkt ist: innerhalb des regulierten Systems funktioniert es. Meistens. Vermutlich.

Nicht zu vergessen die IP- und DNS-Sperren gegen illegale Anbieter: hochmoderne Maßnahmen, die sicherstellen, dass... nun ja... zumindest der durchschnittlich unmotivierte Nutzer kurz innehält. Für alle anderen gibt es dann diese spannende Lernreise in Sachen ,,Wie funktioniert das Internet eigentlich?"

Auch die Trennung von Spielarten (Casino, Poker, Sportwetten) ist ein echtes Highlight. Warum alles in einer Lizenz bündeln, wenn man es auch schön fragmentieren kann? Das sorgt für Übersichtlichkeit – besonders bei denen, die den Überblick behalten müssen.

Und schließlich die Geschwindigkeit der Maßnahmen: Während der Markt sich in Echtzeit bewegt, setzt die GGL auf nachhaltige Entschleunigung. Entscheidungen reifen hier wie ein guter Wein – oder wie ein Antrag, der seit Monaten ,,in Prüfung" ist.

Kurz gesagt: Die GGL liefert ein fast schon künstlerisches Gleichgewicht aus Kontrolle, Komplexität und konsequenter Praxisferne. Nicht, weil sie es nicht besser könnte – sondern weil sie uns allen die Chance gibt, Geduld, Resilienz und Interpretationsfähigkeit zu trainieren.

MM. müsste genau diese Personengruppe gegen Lugas 1000 klagen, die Spielsüchtig sind, viel verloren haben und ein geringes Einkommen hat.

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