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BGH Urteil

Begonnen von Aloisius, 29 Februar 2024, 15:59:39

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Zitat von: Duffi am Gestern um 08:55:08egal wie positiv die verhandlugen alle laufen. ich habe um ehrlich zu sein gar keine hoffnung mehr, dass ich jemals etwas bekommen werde.

die letzten monate habe gezeigt, dass die anwäte der gegenseite immer einen schritt voraus sind. und mittlerweile gehe ich davon aus, dass dies in zukunft so sein wird.

Ich kann so etwas mittlerweile nicht mehr lesen.

Kannst du bitte auch konkrete Belege zeigen, wo sie uns voraus sind? Die Gegenseite hat, wenn dann Lobbyisten und Connections in der Politik, die die ganze Arbeit machen. Mir ist bis jetzt nie aufgefallen, dass Anwälte der Gegenseite etwas erreicht haben, außer viel Zeit zu verschwenden. Das hätten die deutschen Gerichte aber auch unterbinden können, wenn sie es wollen würden

#6601
Bill 55, legale Umstrukturierungen und vor allem das "Zeit schinden". Angefangen schon mit der Transaktionsliste. Die man nicht mehr wie am Anfang direkt erhält. Die ersten Prozesse sind 2022 gestartet und im  Jahr 2026 hat man die Aussage "Noch 2-3 Jahre müsste man warten, bis die Urteile durch sind". Die ganze Unsicherheit die von den gegnerischen Anwälten und Anbieter konstruiert worden sind, haben mit ziemlicher Sicherheit viele Kläger abgeschreckt und zu sehr geringen Vergleichen oder gar keine Klage geführt.
Natürlich wurden sie von den deutschen Gerichten unterstützt, weil diese mitgemacht haben. Dennoch haben sie erreicht, weil sie auch zusammen halten.

Wie sieht es denn bei unserer Seite aus? Bei uns ist jeder auf Mandantenfang gewesen, weil nur 0815 Klagen verschickt werden musste. Mittlerweile haben die großen Kanzleien kaum Überblick mehr und halten kaum Kontakt mit dem Kläger. Beispiel-> Hier war ein User der nur einen Casino Fall hat und seine Kanzlei schafft es nicht, den Fortführungsantrag selbstständig rauszuschicken.
Und es wirkt so, dass jeder für sich arbeitet. Sowas wie die Kanzlei Lenne gegen die GGL macht, könnte auch jede Kanzlei machen. Zusammen den Druck erhöhen. Aber es wirkt so, dass man abgeschlossen hat.

Du tust ja so als ob nur Glückspielklagen an Gerichten verhandelt werden. Dem kann ich nicht zustimmen..

Habe zu meiner Kanzlei guten Kontakt. Wenn das Verfahren ausgesetzt war ist es nochmal das man Monate lang nichts hört.

Seine jetzige Aussage war sehr positiv gestimmt...Die werden auch was wissen!

Natürlich können und werden sie sicherlich nicht in dem Verfahren ein Fortsetzungantrag schicken können.

#6603
ZitatDie ganze Unsicherheit die von den gegnerischen Anwälten und Anbieter konstruiert worden sind, haben mit ziemlicher Sicherheit viele Kläger abgeschreckt und zu sehr geringen Vergleichen oder gar keine Klage geführt.

Hi Klopp!

Das sind Spekulationen, die vielleicht, aber auch nur vielleicht, wenn der Mond im Aszendenten des Lächelns einer hübschen Frau steht, alternativ Planet 9 ins Sichtfeld unserer Teleskope kommt - oder auch nicht, neue Kläger dazu bewegen könnte zu klagen(jammern), anstelle zu klagen!

;)

Mit sogar ziemlicher Sicherheit bringt Schwarzmalen schwarze Farbe auf die bemalte Oberfläche! Auch dies hat Auswirkungen auf Andere!
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Hi Olli, da hast du natürlich Recht. Wolle nur darauf aus, was die gegnerischen Anwälte so erreicht hätten.
Egal welche Umstände es gibt, jeder sollte natürlich sein Recht einklagen. So wie wir es auch machen. Mit einem PKF verliert man nichts.

@Loser: Du hast natürlich Recht. Natürlich kann man im Casino Fall kein Fortsetzungsantrag schicken nach dem EuGH Casino Urteil, das würde nichts bringen.

Wie war die Aussage deiner Kanzlei? Lass sie uns doch gerne wissen.

so eine Anregung, den Termin fortzuführen, der keinerlei Gerichtskosten verursacht, dauert ja gut und gerne 2-3 Minuten und da diese 2-3 Minuten nicht gesondert in Rechnung gestellt werden können, würde ich diese 2-3 Minuten wohl auch eher zusammen sparen, um was auch immer damit zu machen. insofern ist das nachvollziehbar. hust.

Ich finde die Erwartungshaltung hier teilweise echt naiv. Ihr dürft nicht vergessen mit wem ihr es hier zu tun habt. Das sind keine seriösen Geschäftspartner, die euch über den Tisch gezogen haben. Das sind dubiose Anbieter für Online-Glücksspiel, die ihren Sitz ganz bewusst nicht in Deutschland gewählt haben.

Es sollte niemand überraschen, dass diese Taktiken gewählt werden. Viel mehr überrascht ist, dass anfangs die Transaktionslisten anstandslos herausgegeben wurden.

Niemand hat gesagt, dass fair gekämpft werden würde.

@Neuanfang
Dir hat die Pause hier im Forum definitiv gut getan. Sehr gute Antwort in deinem Post und nicht die erste 👍
Ich habe anfangs mit dem OLG telefoniert und man sagte mir dass es nach dem Urteil des EuGH 6-12 Monate dauern kann soweit es eine Verhandlung geben sollte. Sicher werden sie erstmal, wenn es für uns ausgeht, ein Dokument schicken dass sie der Beklagten raten die Berufung zurückzuziehen.

@all
Trifft übrigens auch auf den EuGH zu.
Auch da liegen enorm viele Klagen und dann dauert es (leider) eben bis wir an der Reihe sind. Und bisher läuft ja wirklich alles in unsere Richtung.

Frust habe ich natürlich auch. Und die Vorredner haben schon nicht unrecht dass die gegnerischen Anwälte Meister im stören, verzögern und Ideenreichtum was als nächstes zu tun ist haben.

Zudem nehmen viele PKF nur noch ausgewählte Klagen an da sie unglaublich viel Geld ohne Rückfluss geparkt haben.
Bei den Anwälten liegt das Problem vor dass zumindest einige Drei oder vierstellige Klagen auf Halde liegen haben. Das bindet trotzdem Personal.
Ich dachte auch dass die Kommunikation nur bei meiner Kanzlei zu wünschen übrig lässt, aber das hat mein guter Draht und der ein oder andere User hier nicht bestätigt. Betrifft auch sehr renommierte Kanzleien.
Ich habe auf Grund dessen fast Verständnis dass unsere Kanzleien versuchen die Vergleichsangebote der Gegenseite an den Mann zu bringen.





Da ich kein Anwalt bin spiegeln meine Posts lediglich meine eigene Meinung wieder.

Die Anwälte machen auf beiden Seiten genau das, was im Interesse ihrer Mandanten liegt. Manche besser, manche schlechter. Dass letztlich die Kläger meistens erfolgreich sind, bestärkt die Beklagten, das zu tun, was ihnen bleibt. Und da ist das Zeitschinden eine einfache Möglichkeit, die zwar letztlich nichts im jeweiligen Fall bringen wird, aber ein Gefühl von Unsicherheit schafft. Die Folge dieser Unsicherheit: Kläger sind eher bereit, lächerliche Vergleiche anzunehmen, und Beobachter werden seltener zu Klägern.
Das ist schäbig, wenn man sich vor Augen führt, wer die Beklagten sind, davon abgesehen aber ein smartes Vorgehen. Immer einen Schritt voraus sind sie deshalb aber lange nicht.

Ich glaube, viele hängen gerade an demselben Punkt.

Es geht gar nicht mehr nur darum, ob Gerichte uns recht geben.

Es geht darum, ob dieses Recht am Ende auch praktisch etwas wert ist.

Ein Urteil oder Vergleich, das nicht bezahlt wird, fühlt sich irgendwann nicht mehr wie ein Sieg an. Und genau das ist aus meiner Sicht der eigentliche wunde Punkt.

Vielleicht muss man das größer sehen.

Der Staat hat den Online-Glücksspielmarkt inzwischen reguliert. Aber viele alte Schäden, Urteile und offene Forderungen hängen noch irgendwo in früheren Gesellschaften, Auslandskonstruktionen oder Vollstreckungsproblemen fest.

Die Gegenwart wurde legalisiert.

Aber die Vergangenheit wurde nicht sauber abgewickelt.

Wenn die GGL sagt, heute sei ein anderer Lizenzinhaber zuständig, ist das für mich nicht das Ende der Frage.

Dann beginnt die eigentliche Frage erst:

Läuft unter derselben Marke, mit denselben Kunden, derselben Plattform oder demselben wirtschaftlichen Nutzen trotzdem vieles weiter?

Wenn ja, kann man alte Urteile nicht einfach so behandeln, als hätten sie mit dem heutigen Markt nichts mehr zu tun.

Spielerschutz kann doch nicht nur heißen:

Ab jetzt gelten Regeln.

Spielerschutz muss auch heißen:

Wenn früher gegen Regeln verstoßen wurde und daraus Urteile oder Ansprüche entstanden sind, dürfen diese nicht einfach wirtschaftlich ins Leere laufen.

Sonst schützt man nur die Zukunft auf dem Papier, lässt aber die Geschädigten der Vergangenheit allein.

Und es lädt dazu ein auch künftig die Regeln zu brechen

Auch dieses "ab jetzt gelten Regeln", wirkt nicht mal. So oft wie gegen Regeln dennoch verstoßen werden. :D

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