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BGH Urteil

Begonnen von Aloisius, 29 Februar 2024, 15:59:39

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Bei mir auch beide Verfahren mit Limitverstößen am LG gewonnen und am OLG ausgesetzt, obwohl die Frage nach Limitverstößen nicht beim EuGH verhandelt wird. Prima die deutsche Gerichtsbarkeit.

#8011
Doch es gibt eine Vorlagefrage bzgl. Limit aber das ist nur angerissen worden. Das bei dir ausgesetzt wurde, ist sehr verwunderlich.  Das Limit ist ja eigentlich klar geregelt in Glücksspielvertrag 2021.

Diese Aussetzungen wegen Konzessionslosigkeit sollten aber nur bei Sportwetten passieren, richtig?

Casino sollte ja relativ durch sein, ich glaube der BGH entscheidet dazu bald.

Dann ist nur noch die Frage wie man die dazubringt, auch die Urteile zu bezahlen.

Richtig. Und das meinte ich schon vor einer Weile, national kommen wir voran aber solange Bill 55 besteht passiert nichts weltbewegendes. Mitunter gibt es irgendwann wieder Vergleichsangebote um Stück für Stück Altlasten abzutragen bevor der große Knall kommt - oder es wird fleißig die Firmenstruktur "optimiert". Alles etwas für die Glaskugel.

Aber seht auch mal die Jahresabschlüsse einiger großen Player. Dort spekuliert man schon auf einen Großteil, der durch Vergleiche beendet werden kann. Warum findet man dort kein "der Großteil wird nicht durchsetzbar sein"?

Also dran bleiben und nicht zu schnell einknicken. Je nach finanzieller Lage wird hier jeder anders entscheiden, das ist klar. Aber macht euch einfach nicht verrückt und genießt das gute Wetter.




Was entnimmst du den Jahresabschlüssen denn und wie liest du das?

Schau mal in diesem Beitrag hier, das dürfte für den speziellen Anbieter (BVB/Elektroarbeit) gut zeigen was ich meine:

https://www.forum-gluecksspielsucht.de/forum/index.php/topic,6494.msg81613.html#msg81613

Das wurde auch schon bei den Roten thematisiert, die haben dasselbe im Jahresabschluss stehen, damit argumentieren die halt vor dem Wirtschaftsprüfer damit sie die geringeren Rückstellungen aufführen können.
Bei den Roten war auch interessant wie rasant der Cashflow gesunken ist.



Genau DEKA. Auf den Punkt gebracht 👍
Da ich kein Anwalt bin spiegeln meine Posts lediglich meine eigene Meinung wieder.

Kann jemand hier auch den Passus zu den Rückstellungen bei Electraworks teilen?
Danke

3 Posts drüber anklicken?

Oder im Original suchen:

https://www.entaingroup.com/media/by4fdoyj/entain-annual-report-2025.pdf
Da ich kein Anwalt bin spiegeln meine Posts lediglich meine eigene Meinung wieder.

Ausserdem brauchst du nicht die Hoffnung haben dass die tatsächliche Strategie dort enthalten ist. Es ist der Jahresabschluss. ;)

Sind denn bei Entain Rückstellungen gebildet worden? Ich habe das leider nicht gefunden.

Im Annual Report 2025 von Entain stehen ausdrücklich Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten/Klagen. Besonders relevant ist Note 23 ,,Provisions" auf S. 216–218 und Note 31 ,,Commitments and contingencies" auf S. 231 ff. �
Entain +1
Die wichtigsten Punkte:
Gesamte Rückstellungen für ,,Litigation and regulation": £85,8 Mio. zum 31.12.2025, gegenüber £21,8 Mio. Ende 2024. Entain beschreibt diese als Schätzungen für mögliche Verbindlichkeiten aus Kundenklagen und anderen Rechtsstreitigkeiten. �
Entain
Davon entfallen £18,1 Mio. auf bestimmte Spielerklagen in Deutschland und Österreich. �
Entain
Für Deutschland werden konkret €15 Mio. Rückstellung für einen Teil der Spielerklagen genannt. Gleichzeitig bestehen weitere €105 Mio. an offenen Forderungen/Klagen, für die keine Rückstellung gebildet wurde, weil Entain derzeit keinen wahrscheinlichen Mittelabfluss sieht. �
Entain
Bei den Aktionärsklagen im Zusammenhang mit dem früheren türkischen Geschäft gibt es keine Rückstellung. Entain schreibt ausdrücklich, dass ein wirtschaftlicher Abfluss ,,possible, but not probable" sei. �
Entain
Zusätzlich gibt es die AUSTRAC-Strafzahlung in Australien: Dafür wurde eine Rückstellung von rund £54 Mio. gebildet. Die tatsächliche Strafzahlung könnte laut Entain aber wesentlich höher oder niedriger ausfallen. �
Entain
Besonders interessant: KPMG bezeichnet ,,Litigation and contingent liabilities" als Key Audit Matter. KPMG schreibt, dass neben AUSTRAC insbesondere die Shareholder claims, Germany player claims und der Avid legal case erhebliche Ermessensentscheidungen beinhalten.


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