ONLINE-Selbsthilfegruppe | Samstags von 19 Uhr bis 21 Uhr

An diesem heutigen Tag

Begonnen von andreasg, 02 Juli 2021, 10:10:11

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.... habe ich wieder einmal erfahren dürfen, wie gut es ist, Wäsche aufzuhängen. Bei meiner Bettwäsche ist es so, die kommt auf dem Balkon raus, das Bad ist zu klein für 2 Wäscheständer. Aber auf dem Balkon weht winterlich frische Luft, durch das Ausstrecken von Bezug und Lagen, wird der Brustkorb frei, die Lunge, bekommt reine Luft zum Atmen.

Ich habe den Vormittag mit Telefonaten verbracht. Es ging um Transportscheine für Taxi beim Arzt, Heilsalbe und Kautabletten  aus der Apotheke, weiter um die defekte Heizung im Schlafzimmer, und zulettzt einem Telefonat mit meiner Schwester.
Das Kernthema war, es ist mitten im Winter, und ich komme nicht sicher aus dem Hause, wegen Sturzgefahr. Ich fühle mich gerade so, als säße ich in einem Gefängnis, mit gediegenem Komfort. Ich bin aber gewöhnt, bei Wind und Wetter draußen zu sein, aber im Schnee liegen, und "toter Mann" spielen ist auch keine Lebensphilosophie. Immerhin, die Pflegerin kam, brachte die Transportscheine, hoffe, die Krankengymnastin ist Dienstag wohlauf, die Apothekenbotin kommt Heute Abend, und meine Schwester ist gerade im Streß, aber das ist ja normal, eben in unserer Familie.
Also kann ich gelassen in das Wochenende gehen. Die Warmwassertherme funktioniert zum Glück, ich freue mich auf die Dusche!

Einmal tief durchatmen...
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

... war ich zur Krankengymnastik, und, und da wurde kräftig der Rücken am Band gestärkt. Eigentlich habe ich nur über Schmerzen im Sprungsgelenk beider Füße gespochen, aber nun ging es darum den Rücken zu stärken. Es hatte etwas mit Rudern zu tun, und ich dachte an Charlton Heaston in seiner oskargekrönten Rolle als Ben Hur. Das hat mich deutlich motiviert, und so fühle ich mich gerade gut. Direkt neben dem REHA - Unternehmen ist ein Sportwettgeschäft, eben das mit dem Gorilla als Maskottchen. "Finstere Gestalten" dachte ich, als mein Blick in diese Richtung ging, aber ich kann ja nicht einfach so über die Straße hetzen, aus purer Angst vor Spielstääten. Wäre auch nicht gut, denn gegenüber ist eine bundesweit bekannte Bauruine, die ihren Nimbus als reines Spekulationsobjekt weg hat.
Also bleibt die Konzentration auf den Blick nach vorne, und an das Terraband. Da werde ich dafür das Sanitätsaus aufsuchen. Es kommt eben darauf an, sich mit den rwichtigen Dingen im Leben sich zu befassen.

So lang
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

.... denke ich über den gestrigen Nachmittag nach, und schreibe lieber auf, als zu grübeln. Gestern Nachmittag war im Genossenschaftstreffpunkt Märchenstunde, auf die ich mich eigentlich immer freue. Dort haben wir zwei Vorleserinnen, und die lesen klassische Märchen, (Gebrüder Grimm, H.C. Andersen, 1001 Nacht, und Wilhelm Hauff), aber auch internationale Märcen, Gestern aus Russland und aus China, gerne auch aus Norwegen. Da bin ich immer gerne dabei, höre zu, und zum Absacken gibt es auch als eine Geschichte von Wilhelm Busch.
Nun sind wir ja ein Kreis von Seniorinnen, mit zwei Senoren, und so haben die Vortragenden auch ihre Baustellen, die mit Hilfe von Ärzten und Therapeuten befriedigt werden wollen. So war Gestern nur eine Vorleserin zugegen, benutze eine Lupe, um die Schrift zu erkennen, ja - wir sind gleichermaßen Patienten im selben Augenzentrum, und auch ich habe eine Lupe, eine Erbstück meines Vaters. Da die Dame so zwei Stunden nicht im Stück vorlesen kann, legte sie die Bücher nach einer Stunde zur Seite, und so fing die Runde an zu klönen. Die eine Seite des Tischs sprach über das Thema A,B und C, auf der anderen Seite wurden die Themen X,Y, und Z eindringlich behandelt. Soweit ich es gehört und verstanden habe, ging es um Mängel bei der Abfallwirtschaft, Kindheitserlebnisse, um Kindernahrung, und um Sorgfalt beim Umgang mit Lebensmitteln. Ich war hin und her gerissen, mal hier und da zuhören wollen, also jeweils Diskussionen für jedes Ohr, und als ich mal einen Einwurf wagte, und mich beteiligen wollte, wurde einfach weiterpalabert. Es ging der Vorleserin allerdings auch so, auch sie fand keine Argumente mehr. . Ich fing an, mich wieder einmal "alleine unter Menschen zu fühlen". Zum Schluß der Versanstaltung verabschiedete sich eine Teilnehmerin, die erkennbare Zeichen der Senilität zeigte. Jemand meinete, es sei gut, daß sie bei uns sei, und nicht alleine in ihrer Verwirrung. Da konnte ich endlich auch zuhören. Weiter habe ich mitbekommen, daß nächsten Montag Rosenmontag sein soll, und da wird mit Schnittchen an Mett und Lachs gefeiert. Will sagen, ich bin in der Richtung extrem NORDDEUTSCH, aber Lachsbrötchen.... wenn ich am kauen bin, kriege ich ja nicht mehr mit, was so um mich herum geschieht, beim Futtern kann ich auch in meine Traumwelten eintauchen, und mir eine Geborgenheit vorspielen.  Wie kann ich das jemanden erklären? Meine Pflegerin empfielt, das Abendessen dafür auszusetzen, das ist eine Überlegung wert.
Gestern Abend war ich in einem Zoom - Meeting für essgestörte Menschen. Es hat  dort immer nur eine Person über sich gesprochen, in einer bemessenen Zeitzone, so daß jede Teilnehmerin und der Teilnehmer sich gleichermaßen mitteilen konnten.
Dadurch bin ich wieder "klar Schiff" geworden, und konnte rugig in die Nacht gehen.
Ich habe sehr viel Respekt vor sen alten Menschen, vor deren Lebensgeschichten, den Umbrüchen, den Tragödien, den Aufbauwillen, und der TFreude am Leben. Das sind für mich reale Geschichten, und viele davon sind in Märchen verbrämt. In den Kliniken haben wir es praktiziert, Märchen zu analysieren, und zu schauen, wo ich mich wiederfinden kann. Bin ich ein Bauerntölpel, ein rußiger Köhler im Schwarzwald, oder ein desilosierter Monarch, dem der Sinn des Lebens verloren ging?. Was und wer hat mir geholfen, den Plot, den Pfad des Lebens wieder aufzunehmen?

Fragen über Fragen - ich werde Heute mein Meditationsbüchlein mit zur Selbsthilfegruppe mitnehmen,

Gemeinsam schaffen wir es
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

.... habe ich Antworten auf mein og. Thema erhalten, und ich bin jetzt nahezu angerührt. Gestern waren zwei Termine im Nachbarschaftstreff, erst Vormittags das Gedächtnistraining, was ja immer viel Konzentration erfurdert, und auch spaß macht: z.B. eine Buchsete lesen, bei der das Buch umgedreht wurde, quasi von unten rechts nach oben links, wie auf dem Kopf gesellt. Abends ging es wieder um historische Geschichten aus unserer Stadt, einfach nur dazusitzen, und zuhören. Natürlich habe ich auch von so manchem Kenntnisse, und am Ende der Geschichte bringe ich mich schon einmal ein. aber es war im Raum wesentlich entspannter, als am Montag, als alles durcheinander laut geschwafelt wurde, so daß ich Ohrensausen bekam. Nun haben die zuhörenden Damen zu Beginn der Geschichte, noch schnell einen Plausch führen müssen, aber alle Beteiligten sind ja in der ü80 Klasse, und womöglich gegorte das dazu? Der Senior , auch in der Kategorie, saß einfach nur da, hörte aufmerksam zu , ganz selten mal ein kurzer Satz, ich sah ihn am Abend gerne in sein offenes Gsicht, und war gewiss, wenn es still sein kann, dann habe auch ich eine Chance dazu.

"ES REICHT; EINFACH NUR DABEI ZU SEIN!

Dieser Therapeutische Satz , den ich vor über 30 Jahren gehört habe, ist immer noch aktuell. Ich muß mich nicht großtun, nicht zeigen, was in mir steckt, dieser Drang, endlich einml gesehen und wertgeschätzt zu werden, ich kann es auch abgeben, und muß nicht i permanent in die Falle latschen.
Also wenn am Montag Rosenmontag auf Norddeutsch gefeiert wird, dann kann die 94jährige Seniorin ihre alten Geschichten erzählen, und mein Nebenmann kann den Entertainer geben, ich brauche beide nicht zu unterbrechen, kann gelassen sein, daß meine Hörgeräte den Geist aufgegeben haben, muß mir auch nicht die Mettbrötchen eines nach dem anderen reinstopfen, aus Sorge, sonst im Raum nix zu suchen zu haben, nein - einfach dabei sein, und genießen.

Ach ja, die Märchenerzählerin kam auf mich zu, und berichtete, daß wir übernächsten Montag die DVD ansehen wollen, die ich vor 1/2 Jahr mal mitbrichte, die eine Verfilmung von Wilhelm Hauffs Märchensammlung aus den 1960er Jahren zeigt. Da freue ich mich sehr, und kann mich durch eine kleine Gabe, ohne viele Worte gerne einbringen.

Nur für Heute
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

.... hat die Waage leise geächtzt, also mußte ich sie etwas trösten. Aber ich hatte es mir ja auch eingeplant, daß ich Gestern Nachmittag zur Märchenstunde ging. Es gab Schnittchen, dazu Gurken (Spreewald?), Zwiebel und Weintrauben, alles auf Weißbrot, aber sehr stivvoll, und es war eine gute und gelöste Stimmung im Raum. Meine Konzentration ging an die Geschräche, das Zuhören, auch mal ein Statement gegeben, und vor allem, ich habe mich richtig zugehörig gefühlt.
Es wurden auch zwei Märchen zu Gehör gebracht, ein tiefsinniges von H.C. Andersen, und ein klassisch Russisches, welches kaum enden wollte. Das letztere wurde von der Dame gelesen, mit der ich eines bin, inder Behandlung beim Augenzentrum. Dafür fand nicht ich alleine viel Anerkennung für den Vortrag.
Meine Sorge, meine Angst war wohl real, allerdings auch aus dem Keller hoch geholt, und die Realität sieht ja immer bei "Sozialen Ängsten" zu 98  anders aus, als projetziert, nämlich nicht existenziell Realistisch.

Gerade eben habe ich mit für Heute Abend zur SHG angemeldet,, wenn der Kopf überfrachtet ist, brauchen die Füße Bewegung. Und so freue ich mich dann auch auf den Austausch in der Gruppe. Das Wetter wird wohl noch wechselhaft bleiben, mal Schnee, mal Regen, dann wieder Fraost. Früher waren solche Winter für mich einfach eine Realität, die durchgangen werden wollte, nun braucht es den Rollator dazu.
Ja ich weiß, ohne Fußarbeit lässt sich die Genesung - von der Suchterkrankung nicht vorranschreiten.

Einen Tag zur Zeit
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

.... kam der Heizungsinstallateuer mit 20 min Verspätung, aber er kam. Sein Job, 2 neue Ventile in die Heißkörper einzubauen, und einen vor 50 Jahren gelegten Bypaß zu egalisieren, hat er in ca. 50 Minuten erledigt.
Nun glaube ich es irgendwie immer noch nicht, daß ich ein warmes Wohn - Schafzimmer habe, an dem ich entspannen, fernsehen, schafen kann, ohne zutun von Heizlüfter, Heizkissen , aber wohl doch mit Kuscheldecke.

Gestern wAbend war ich ziemlich erledigt. Meine Beine taten weh, ich hatte mittags meine Krankengymnastik, und die Übungen erinnerten mich an "Yoga im Sitzen", das wir ja im Nachbarschaftstreff alle 14 Tage haben. Meine Überlegung, ich könnte vollens Fußlahm werden, eingedenk meiner Neuropathie macht mir Angst, und die Angst wieder bringt mich in Trab. Am 09.02. habe ich einen Hausarzttermin, am 19.02. einen Termin beim Neurolagen, und bis dahin kann ich aktiv sein und bleiben. Meine Pflegerin hat mir dazu Mut gemacht.

Heute Abend habe ich mein Erscheinen in der Selbsthilfegruppe abgesagt, weil mein Termin für die Physiotherapie auf Heute Nachmittag verlegt wurde, und ich nach der Behandlung Ruhe und Entspannung brauche. Meetings können ja auch aufwühlend empatisch und bewegend verlaufen, bei mir ist das meistens so!
Gestern habe ich ein kurzes Statement zum Thema "Spiritualität in der Selbsthilfegemeinschaft" geschrieben, na ja, es wurde etwas länger, als ich mir vorgenommen habe, aber es ist nun einmal ein Werkzeug, den ganzen Blues im Kopf mal auf die Tastatur zu bringen. Auch wenn ein Thema sooo einfach ist, das komplizierte bin ja oft genug ich selber. Also das Fazit, wen zwei und drei Protagonisten sich tereffen, um offen und wahrheitsgemäß sich auszutauschen, dann ist das Ziel erreicht, und dafür brauche ich ja eigentlich nur dabei zu sein, Heute wohl in guten Gedanken.

Das Leben geht weiter, ich freue mich darauf, daß der Frühling naht, und die Heizung endlich funktioniert.

Alles hat seine Zeit,
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

.... habe ich mir meine Füße angesehen, und betastet, und es war irgendwie traurig, weil diese sich stumpf und Gefühlsarm anfühlten. Natürlich habe ich im Bewußtsein, daß ich ja einen Fachärztlichen Befund darüber habe, und daß dieser altersgerecht ist. Weiterhin weiß ich, daß ich Krankengymnastik und Fußpflege beim Podologen auf Rezept verschrieben bekomme, und auch beides genießen kann. So stand ich Heute Morgen in Trainingshose und Tschirt auf dem Balkon, und bin den Übungen der KG nachgegangen, und mir wurde leichter um das Herz. Es mag sein, daß die frische Luft auch das ihre dazu beiträgt. Am 9, März habe ich Termin beim Hausarzt, am 19. März bei der Neurologin, und bis dahin sollte ich mir keine Sorgen machen, dafür eben üben, üben, und spazieren gehen.

Heute Vormittag ist wieder ein FAGS Vortrag. Es geht um das Thema Rückfall. Ähh, ich glaube, es war im August 2019, als ich in einem Bahnhofskiosk das letzte mal einen Spielautomaten gesehen habe, und der Schrecken sitzt mir noch immer in den Knochen. Ich habe keine Macht über meine Spielsucht, und bin Heute frei vom selbstzerstörerischen Glücksspiel.

Heute zum Frühstück habe ich wieder ein Video über eine gestrige Snookerpartie angesehen, später noch die Kommentare angehört, eingedenk der Dialekte eine komplizierte Angelegenheit, aber in diesem Sport sehe ich ja auch Ambivalenzen. Einerseits die hohe Fairniss, andernseits eine Nähe zur Sportwettindustrie.
Ich will das jetzt nicht werten, aber ich setze mich trotz allem damit auseinander. (Beim Fußballgeschehen habe ich schön lange die Palamentärsflagge gehisst).
Was mir aufgefallen ist, bei der Snooker - Reportage ist der Link, der unterhalb des Artikels stand:

https://www.gambleaware.org/

das zeigt ja auf, daß sich geradeaus viele Hilfsangebote zeigen, und ich glaube daran, daß wir diese auch dringend gebrauchen können. Für mich heißt das konkret: Immer am Ball - meiner Ralität bleiben, immer wieder in Fainis nach der Wahrheit suchen, und das, was hinter mir liegt, in Frieden loszulassen.

und immer wieder Üben, üben, üben  8)
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

..... habe ich einen Termin bei meinem Hausarzt. Sofern ich mich nicht verzettele, und hier zviel schreibe, bin ich soweit pünktlich da, daß ich all meinen Papierkram, den ich im März noch benötige, vorab mit der Rezeption regeln kann. Dabei hat meine Pflegerin mir Heute Morgen gesagt, sie hätte einen Orthopäden zur Hand, für meine schmerzenden Beine. Aber - mit dem Lymph Oedem ist das auch nicht so einfach, und bei Neuropathie braucht es eine Überweisung an die Nerologieprazis. Funktionieren tut das nur, wenn die Krankengymnastik weiter fortgeführt wird. Allerdings kann ich alle Termin nur dann warnehmen, wenn mein Darm gerade mitmacht. Dessen Auswirkungen haben meinen Toilettenaufsatz zum Bruch veranlasst, und das Sanitätshaus meint, bei der nächsten Verordnung meine Körpergröße und mein Gewicht auf das Rezept anzugeben, also 185/117 ...
Samstag war ein Brief im Kasten, von einer Apotheke aus dem Solling, die 10,00€ von mir haben will. Im Bezug konnte ich mühsam ersehen, daß es sich wohl um die Spritze beim Augenzentrum handeln könnte. Dort in der Praxis wollte ich meine Befreiungskarte von Zuzahlungen bei Anwendungen der Rezeption vorlegen, aber damit wurde ich zurückgewisen. Also,höflich um eine Klärung bitten, eben ich sorgfältigem Kaufmannsdeutsch, und mit eine wohl kurz gefassten Antwort zur Geschäftsstelle meiner Krankenkasse nach Wup... nein, in die Altstadt schlappen. Ca. 200 m davon trifft sich ja dienstags unsere Selbsthilfegruppe.

Bleibt die Frage: "Was machst du eigentlich als Rentner den ganzen Tag über"?
Ich denke gerade an Menschen, die aus purer Verzweiflung über ihr Rentnerdasein zocken gegangen sind, im Geiste bin ich bei ihnen.
Heute Nachmittag ist wieder Märchenstunde im Nachbarschaftstreff, die allerdings im Verlaufe der Zeit zu einer Tratschrunde mutiert, was mich allerdings auch abstößt. Neee, es reicht, wenn ich nur das hören brauche, was mir, und was uns allen hilft, und weiterbringt, dann wird der Tag auch wirklich rund werden.

schöne 24 Stunden
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

...habe ich mich hingesetzt und eine Email an die Apoteke und das auftraggebende Augenzentrum geschrieben, wegen Aufklärung zu der Rechnung von knackigen 10 € ...
Gestern war ich voller Schmerzen, in den Beinen, und Druck auf dem Herzen, war nicht in der SHG, Träne im Auge, aber Heute fühle ich mich frischer, und ran ans Werk.
Was ich auf keinen Fall schreiben wollte, eine bitterböse Beschwerde, also meinen Groll, meine Ängste draußen lassen. Schreiben kann für mich eine Waffe sein, aber lieber ein Werkzeug für meine Genesung. Also habe ich mein Kaufmannsdeutsch anno 1973 rausgekramt, an den knorrigen Diplomhandelslehrer gedacht, , die Email verfasst, Rechnungskopie, und Befreiungskarte der Kasse als Scan angehängt, und abgeschickt.
Nun kommen die Zweifel wieder: war mein Text verständlich, habe ich sogar was ausgelassen, bin ich übergriffig geworden, ist das ein Sakrileg gegen die stressorientierten Abläufe in Gesundheitseinrichtungen, hege ich Rachegelüste, weil ich lediglich Kassenpatient bin, etc, pp. 
Wie schön wäre es, einfach einmal zurücklehnen, und zu entspannen. Eigentlich könnte ich ja auch das Sanitätshaus aufsuchen. Ich habe ein Rezept für einen stäkeren Thron im WC - Badezimmer erhalten, der beste Ort, um in ruhige Klausur zu gehen.

Let the sun shine in
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

.... bin ich zum Relaxen in die Stadt gefahren, war im Sanitätshaus, habe mein Rezept für die Toilettensitzerhöhung vorgelegt, und bin von der Angestellten gleich wieder weggeschickt worden. Der Grund: da muß "mit Armlehnen" auf dem Rezept stehen!  ::) Nachdem ich wieder runter gekommen bin, und der Angstellten zugesagt habe, es sei nicht ihre Schuld, habe ich versucht, mir Toilettensitzerhöhungen - ohne Armlehnen vorzustellen   :-[ , aber da meine reichhaltige Fantasie gestreikt.
So habe ich mich auf die Spazierfahrt und die frische Luft konzentriert, habe eine alte Bekannte nach längerer Zeit wieder getroffen, was erfreulich war  ;)  und kann Morgen oder Übermorgen zur Arztpraxis laugen, ein Rezept mit ergänzenden Anganen zu erhaschen. Bewegung tut nun einmal Not

In diesem Sinne
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

..... habe ich mich Heute Morgen im Badezimmer schon auf Ostern gefreut, und lautstark zwei Lieder dazu gesungen. Bis dahin ist aber noch viel Arbeit, also irgendwie meine Passion, wenn ich so will.
Also habe ich mich fein gemacht, weil ich zr Krankengymnastil fahren wollte. Zum Frühstück kam der Anruf: die Therapeutin ist krank, Termin auf Morgen verlegt. Ahh, da kann ich ja den Tag über bequem am Computer sitzen, der erste Gedanke. Dann die Erkenntnis. Ich habe einen Transportschein für Taxi, für Heute, brauche aber den Morgen. Der Driver besteht korrekterweise auf das richtige Datum. Desweiteren brauche ich noch ja die Ergänzung des Rezepts für eine WC - Erhöhung, und eine Einarbeitung in die Doctolib - App, wie man dort Rezepte bestellen kann... Es ist leicht regnerisch, ich habe noch eine Maschine Wäsche zu besorgen, werde diese wohl nicht auf den Balkon bringen können?, Der Schmerz in den Beinen hat etwas nachgelassen, ich hoffe Morgen wieder in die Selbsthilfegruppe zu finden, denn es geht ja machmal im Leben nicht nur um das Spoielen, die Spielsucht besonders, mehr noch, wie gehen genesene Spielsüchtige mit den kleinen Unwegsamkeiten im Leben um, wie gestaltet sich das Miteinander. Hier bin ich gerade angeregt, vom Austausch im Angehörigen - Tread, Danke dafür.
Desweiteren kann ich einen Postshop aufsuchen, weil mir der Versandhändler gebrauchter Artikel geschieben hat, daß die DHL am Freitag um 10:30 bei mir vorgefahren sein soll? Ich habe eine DVD des Films "The Day after tomorrow" gefunden, und dort geht es emotional um die Vater - Sohn - Beziehung, ein gigantisches Thema meiner Lebenstragödie und meiner Genesung von der Spielsucht.
Und der Email - Accont hat eine Nachricht von der Apotheke der Augenbehandlung angezeigt. Da steht drauf, daß ich enlastet bin, und weiß nun, daß ich vorsorglich für das Jahr 2027 zu tun haben werden.

Also, als Rent - ner leben, heißt sich auf die Beine zu machen, auch wenn es kracht und quitscht.

Nur für Heute
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

.... freue ich mich, daß das Forum wieder aus dem Dornröschenschlaf erwacht ist. Die Burg, in der die Prinzessin geschlaafen hat, war allerdings nicht von Dornengewächs verhüllt, sondern wohl eher von Wänden aus lauter Paragrafen, die immer wieder gerne hin und her geschoben wurden. Nun fängt es ja in morgendlicher Frische , kurz nach 5:00 Uhr an, zu erinnern, sich wieder einzubringen. Dem will ich gerne folgen:

Ach ja, es geht mir gut, auch wenn ich "ach und weh" rufe, die Schmerzen sind mächtig, die Wege zu Fachärzten und Therapieeinrichtungen sind machmal weit, machmal mühsam, aber in der Konsequenz führen sie zum Ziel.
Ich habe eine nette Neurologin, ca. 40 Km entfernt, in einer Stadt, die früher als "Klein-Las Vegas" bezeichnet wurde. Das heißt, sie hat viele bedeutende Kirchen, und aber weit mehr Spielstätten als üblich. Also der richtige Ort für arme Sünder... Mehr daran denken, als an meine Spielstättenbesuche ehemals, bin ich ja gelassener. Nun bin ich gewiß, an Polineuropathie zu ledien, und das heißt für mich, in Bewegung zu bleiben. Jeden Tag Spaziergang, jeden Tag Gymnastik, soewie eine Tablettenumstellung. In der ambulanten REHA - Einrichtung agirt eine reizende Therapeutin, und es quält mich weniger, weil ich ja ein starker atraktiver Mann sein will, alle Übungen konzentiert mir anzueignen. Die REHA - Praxis liegt direkt an einem Sportwettladen, (den mit dem Gorilla als Maskottchen). "Dunkle Gestalten" intoniiere ich, wenn sich dort jemand einfindet, oder wie auch immer, den Laden verläßt. Ein kalter Schauer geht über den geplagten Rücken, und die stechenden Dornen werden zu einem Paragrafenwald. Kein realer Trigger, aber eine Mahnung an mich, meine Kopfsucht, die Spielsucht zu bedenken.
Samstag war ich im Sanitätshaus, mein Rezept für WC-Erhöhung mit Armlehnen wurde mngenommen, die Lieferung und Montage erfolgt in 14 Tagen. Ich war froh und auch dankbar, weil ich wieder etwas verstanden habe: "man greift mir unter den Arm, um mir zu helfen, und ich bin mitlerweile bereit, Hilfe anzunehmen.
Das macht mich gerade dankbar

Einen Tag zur Zeit
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

..... einfach mal schreiben, auch wenn gerade die Paradontose drückt, aber mehr noch das Herz.
Wo fange ich an?

Ich war ungefähr 18 Jahre alt, da besuchte ich einen Vetter meiner Mutter in einer anderen Stadt. Der bracht mir das Pokerspielen bei, und ich fand Gefallen daran. Der Vetter hatte zwei Söhne in der Vorpubertät, und wir spielten abends unsere Partien, natürlich umsonst.
Es war die Zeit, als ich schon in Kneipen ging, die Spielhallen hatte ich nicht mehr im Blick, aber der Fußball gewann zunehmend eine wichtige Rolle für mich, quasi als Vaterersatz. Auf dem Weg ins Stadion lag unsere Kneipe, wo wir Fans uns trafen. Dort hingen freilich auch Spielautomaten, und nach dem Spiel ging es in die Kneipen in meinem Stadtviertel weiter. Wir spielten Würfel, und es ging immer um Bier und Schnaps - bis zum Umfallen! Kartenspiele waren nicht angesagt, aber auch mal am Flipperautomaten, und gerne am Billiadtisch, - immer Bier und Schnaps!
Das muß im Jahr 1985 gewesen sein. Ich konnte kaum noch Alkohol vertragen, traf meine alten Kumpels wieder, ab in die Kneipe. Die Hooligans und Rechtsradikalen haben mich und andere "Linke" aus dem Fanblock geprügelt, so hatten sich unsere Weg getrennt. Wie wir uns wiederfanden, war es ein Zufall, ich weiß es nicht? "Hamburger Pasch" und Bier und Apfelkorn routierten. Die Kneipe war wohl in der Gegend, die bei uns "Hinter dem Bahnhof" heißt, was eigentlich alles schon beschieben hat, der Weg in die Spielhalle war nahe. Mein "Lieblingsautomat" war frei, und das blöde Ding schmiß reichlich Heiermänner aus. Mit schwer beladenen Taschen stieg ich in den Zug Richtung Heimat. Am nächsten Tag kam die Nachwirkung, und so erlebte ich damit meinen letzten Rausch im Alkohol. Die Spielhalle blieb mir treu, aber auch diejenigen im Rotlichtviertel, und ich erblickte später einen Automaten, der ein Pokerspiel animierte. OK, ich habe die 5 DM - Stück natürlich ordentlich schon vorher wieder abgeliefert, aber nun gewann meine Gier richtig an Fahrt. Der Zwang war schier unermesslich, und das fatale war: die Serienausspielung wurde von einer Filmmusik begleitet, einem Ragtime - Stück. Wenn ich das ferner im Trockenen hörte, bekam ich einen Schüttelfrost und Gliederstarre, und das hat niemals aufgehört.
Letztendlich führten diese Automaten dazu, daß ich im Juli 1990 vor meiner Spielsucht kapitulieren konnte, uns seitdem frei vom selbstzerstörerischen Glücksspiel bin.
Vor über 1 Dutzend Jahren, ging ich mit einer giuten Freundin (Angehörige einer Spielerin) in ein Freizeitheim. Dort saßen viele Menschen schweigend zu viert an den Tischreihen. Ich bekam ein Megengrummeln, dann Angst, bis mich fast die Panik aus dem FZH rauskapitulierte. Die Freundin bestätigte mir, daß hier ein Pokerturnier ausgetragen wurde. Ich war froh und dankbar, einen verständnisvollen Menschen an meiner Seite gehabt zu haben, eine Frau, die nicht viel fragte, nicht wertete, sondern einfach die Situation erfasßte, und mir sprichwörtlich wieder auf die Beine half.

Ich bin mir sicher, das Zusammenwirken von Süchtigem - Spieler und Angehörigen - befreit von den Grollmechanismen der Machtlosigkeit, und wieder im Vertrauen auf den Genesungsweg kann die Hürden , die Stolpersteine von uns nehmen.
In diesem Glauben gehe ich in die kommende Woche, eine Zeit, in der ich meine  meine Spielsucht immer wieder vor Augen sehe, und immer wieder neu, VErtrauen bgreifen lerne

Einen Tag zur Zeit
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

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